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diplompsychologe
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Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1216
Erfahrung:  Dipl.- Psychologe (Uni) & Verkehrspsychologe
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Guten Abend,mein Wohnungspartner hat Angststörungen. Er ist

Kundenfrage

Guten Abend, mein Wohnungspartner hat Angststörungen. Er ist außerdem unkontrolliert und schreit bei der kleinsten Kleinigkeit herum. Jetzt war er zweimal bei einer Psychiaterin. Sie hätte ihn fast nichts gefragt. Er schätzte die Sprechzeit auf 10 min. Er soll dämpfende Mittel einnehmen und in ein anderes Haus ziehen. Wir wohnen in einem Haus, in dem auch alte Menschen betreut werden und häufig Todesfälle vorkommen. Er hätte Angst vor dem Tod. Mein Wohnungspartner hatte schon vor 14 Jahren in einem ganz anderen Haus Panik. Meine Schwester und ich würden ihn im Traum durch den Keller jagen. Er wäre weggelaufen, um sich zu retten. Abends sieht er sich Filme an, in denen Menschen gequält werden. Auf die Frage , was er davon hätte, sagt er, ihm wäre wichtig, wie sich diese Menschen aus der Gefahr retten könnten. Ich fürchte, wenn wir umziehen, sucht er sich eine neue Angstsituation aus und will erneut wegziehen. Wichtig wäre doch, herauszufinden, woher die Angst stammt und wie man sie los wird. Da helfen doch keine Pillen. Meiner Ansicht nach hatte er keine Möglichkeit, sich zu einem wahrhaft selbstbewussten Menschen zu entwickel. Der Vater Trinker, die Mutter leichtlebig, mein Freund nicht sehr begabt und auch nicht als Kind gefördert. So musste er mit Beschimpfungen, Tadeln und Schlägen erwachsen werden. Heute kann er die geringste Kritik nicht vertragen, selbst ein Gespräch, in dem man berät, wie man eine Sache angehen müsste, hört er als Vorwurf. Er hat auch nicht gelernt, in vollständigen Sätzen und hochdeutsch zu sprechen. Nach fast jedem Wort macht er eine lange Sprechpause, so dass man ihm auf Dauer kaum zuhören kann. Ein Gespräch beim Autofahren: Er: "Da- gucke!" Ich:"Wohin soll ich gucken?" Er: " Na da, siehst du das denn nicht?" Ich:"Was soll ich sehen, das Auto, den Baum, die Frau?" Er: "Das Flugzeug. So bescheuert kann man doch nicht sein, dass man das nicht sieht!" Das Flugzeug war nur von seiner Position aus zu sehen. Wäre es nicht sinnvoll, diesen Mann in einer Klinik aufzunehmen, wo er in Einzel- und Gruppengesprächen etwas über sich erfährt. Zum Beispiel müsste er begreifen lernen, dass der Zuhörer bei Gesprächen nicht alles versteht, was der Sprecher ausdrücken möchte. Der Hörer hat deshalb das Recht, so lange nachzufragen, bis er meint, alles verstanden zu haben Außerdem sucht sich der Hörer nur das für ihn Verwendbare heraus. Er müsste trainieren, wie man sich verhalten muss, wenn der Gesprächspartner beleidigend ist. Mein Wohnungspartner hat mich am Arm geschubst, weil ich eine andere Meinung hatte. Dabei schreit er so laut, dass das Gewaltausübung ist. Wenn andere Leute ihm etwas sagen, das er nicht akzeptieren kann und das kommt fast nur vor, sagt er hinterher, er würde demjenigen beim nächsten Mal eine aufs Maul hauen. Das tut er aber nicht. Er ist tierlieb, hilfsbereit, beschäftigt sich gern mit Nützlichem. Er macht sich durch sein eigenartiges Verhalten in der Gesellschaft unbeliebt und schließt sich aus und die Gesellschaft schließt ihn aus oder stellt ihn mit Pillen ruhig. Wie kann man diesem Menschen helfen? Er würde es verdienen, eines Tages ein befreiter Mensch zu sein. Mit freundlichen Grüßen Jutta S.

Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Psychologie