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Johann Schweißgut
Johann Schweißgut, Diplom Psychologe
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 945
Erfahrung:  Verhaltenstherapeut, Systemischer Berater und Coach, Supervisor
75300426
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Johann Schweißgut ist jetzt online.

Hallo, mein Problem ist folgendes: Ich bin zum wiederholten

Kundenfrage

Hallo,
mein Problem ist folgendes: Ich bin zum wiederholten Male unglücklich verliebt in einen Mann, den ich als schizoid bezeichnen würde, zumindest, was das Verhalten in engen emotionalen Beziehungen angeht.
Zur Vorgeschichte: Vor dreizehn (!) Jahren gab es diese Situation zwischen uns schon einmal. Ich merkte, daß er sich in mich verliebt hatte und verliebte mich daraufhin selbst auch. Da er mein Vorgesetzter war (und noch ist) und auch verheiratet (ebenfalls immer noch), war es zunächst verständlich, daß wir nicht sofort etwas handfestes miteinander anfingen, denn das hätte vor allem ihn in Teufels Küche bringen können. Zehn Monate himmelten wir uns gegenseitig absolut nonverbal, aber trotzdem auch absolut offensichtlich an. Immer mal wieder kam er ein bißchen näher, zog sich dann aber wieder zurück. Wirklich "passiert" ist in der ganzen Zeit nichts - es kam zu keiner Berührung, keiner Verabredung, nicht einmal das Du bot er mir an. Auch jetzt siezen wir uns noch. Nachdem mir klar wurde, daß es überhaupt nicht vorwärts geht, nahm ich meinen ganzen Mut zusammen und konfrontierte ich ihn mit der Frage, was denn das zwischen uns sei, und was daraus werden solle. Er leugnete alles komplett. Ich brach daraufhin den heißen Blickkontakt ab und distanzierte mich. Er war entsetzt und wollte mit diesen Spielchen unbedingt weiter machen.
In der Zwischenzeit war ich vollkommen geheilt von ihm (dachte ich), hatte auch eine Beziehung (die inzwischen beendet ist).
Das hat er wohl mitbekommen, jedenfalls hat er sich in letzter Zeit wieder verstärkt um mich bemüht, und das letzten Endes mit Erfolg. Mit seinem Sensorium registrierte er sofort, daß es bei mir wieder gefunkt hat. Natürlich ging er auf Distanz. Ich leide wieder. Inzwischen ist mir mehr oder weniger klar, was er für eine Persönlichkeitsstruktur hat (Küchenpsychologie), und ich weiß nicht, wie ich mich verhalten soll. Ich spüre, daß ihm meine Zunieigung wahnsinnig viel bedeutet, und er sich trotz des unsteten Verhaltens, seiner Unverbindlichkeit und Unnahbarkeit sehr nach Nähe und Zärtlichkeit, auch Sex sehnt. Ich las irgendwo, daß Menschen wie er sehr viel Zeit brauchen, um Vertrauen aufzubauen. Wie gesagt, damals, vor dreizehn Jahren wurde in sehr viel Zeit nichts aufgebaut, auch nicht langsam.
Um selbst nicht kaputtzugehen, soll ich mich radikal zurückziehen und die Gefühle abtöten? Oder gibt es irgendetwas, mit dem ich ihm helfen kann, mir näher kommen zu können? Welche realistische Frist soll ich mir setzen, um zu prüfen, ob sich wirklich etwas tut? Soll ich gleichbleibend freundlich und zugewandt sein? Soll ich eher in die Initiative gehen (immer im Hinblick darauf, daß das Männer nicht wirklich reizt- Stichwort "The Rules")? Soll ich einen Schlußstrich ziehen und versuchen, ihn zu vergessen? Wie gesagt, er ist mein Chef. Gibt es irgendeine Haltung, bzw. ein Verhalten, mit der ich etwas erreichen könnte? Oder sollte ich einfach die Reißleine ziehen und mich selbst schützen? Ich fürchte nur, das wird nicht so einfach, denn ich bin sehr verstrickt und sehe ihn mehr oder weniger täglich.
Vielleicht sollte ich erwähnen, daß wir beide keine heurigen Häschen mehr sind. Er ist 60, ich werde 48.
Vielen Dank XXXXX XXXXX Antwort im voraus.
XYZ
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  Johann Schweißgut hat geantwortet vor 3 Jahren.

Johann Schweißgut :

Sehr geehrte Kundin,

guten Tag und vielen Dank, dass Sie sich mit Ihrem Problem justanswer anvertrauen.

Sie beschreiben ein großes Problem mit der Beziehung zu einem Mann, unter dem Sie sehr leiden.

Bevor ich auf Ihre Frage eingehe habe ich noch Rückfragen an Sie. Ich würde mich darüber gern mit Ihnen hier im Chat unterhalten.

Kommen Sie bitte in den Chat oder machen Sie mir bitte 2 Terminvorschläge für heute oder morgen, an denen wir uns hier treffen können.

Freundliche Grüße

Johann Schweißgut :

Ich schreibe schon mal eine vorläufige Antwort auf, aber wir sollten hier darüber noch reden.

Johann Schweißgut :

Sie haben in der Beziehung zu Ihrem Chef wirklich eine sehr unglückliche Kontstellation. Das hat sicher mit seiner Person zu tun, aber vielleicht auch mit seiner Familehsituation. Er ist jetzt 60, war also als es begann 47. Sie haben zu einer Zeit die "Beziehung" zu ihm angefangen, als er in einem Alter war, in dem Männer generell dazu neigen, sich noch einmalumzusehen und neue (Beziehungs-)erfahrungen zu suchen. In dieser Altersphase beginnen Männer besonders häufig neue Beziehung, die aber häufig nicht lange halten, weil sie dann doch zur alten Beziehung - z.B. ihrer Ehefrau - zurückkehren.

Johann Schweißgut :

Ihr Chef scheint aus seiner Persönlichkeit heraus oder wegen seiner Ehe bzw. Familie fest gebunden zu sein. Diese "Beziehung" zu Ihnen scheint nicht ernst gemeint zu sein in dem Sinne, dass ausgelebt werden könnte. Vielleicht "spielt" er auch damit, weil es sein Gefühl von Attraktivität bei einer stärkt oder ihm das Gefühl gibt, dass für ihn grundsätzlich noch etwas drin wäre. In diesem Falle wäre die Beziehung zu Ihnen nicht zum Leben gewollt, sondern ein Ausprobieren, ohne seine Ehe und Familie zu irritieren.

Johann Schweißgut :

Das mag mit seiner Persönlichkeitsstruktur zusammen hängen, es könnten tatsächlich sehr leichte schizoide Züge sein, aber eher noch dürfte es ein abhängiges Verhalten sein, Abhängigkeit zu bestimmten Aspekten seiner Herkunfts- oder aktuellen Familie. Ich vermute jedenfalls stark, dass er auf keinen Fall seine Beziehung zu Ehefrau und Familie gefährden will und deshalb nur "spielt".

Johann Schweißgut :

Mit dem Vorbehalt, dass ich ihn und Sie ja nicht untersuchen kann, möchte ich Ihnen empfehlen: Ziehen Sie sich zurück, diese Beziehung wird sehr wahrscheinlich eine ungelebte bleiben. Nach so vielen Jahren ist es keine Sachen mangelnden Vertrauens mehr. Wenn Sie also mehr Zeit geben wird sich nichts mehr ändern.

Johann Schweißgut :

Ich denke für Ihr Wohlbefinden ist es sehr viel besser, wenn Sie sich klar machen, dass diese Ihre Wünsche nach dem Chef aussichtslos sind. Dann bekommen Sie sicher den Kopf und die Gefühle wieder frei für eine andere, neue Beziehung, die Sie leben und genießen können.

Johann Schweißgut :

Ich hoffe, dass ich Ihnen ein wenig helfen konnte, und ich wünsche Ihnen alles Gute.

Für eine positive Bewertung bedanke ich mich.

Johann Schweißgut :

Für Rückfragen stehe ich gern zur Verfügung, schlagen Sie mir bitte Termine für ein Treffen hier vor.

Johann Schweißgut :

Freundliche Grüße

Experte:  Johann Schweißgut hat geantwortet vor 3 Jahren.
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