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diplompsychologe
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Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1216
Erfahrung:  Dipl.- Psychologe (Uni) & Verkehrspsychologe
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Hallo, wie bekomme ich es in Griff, dass ich nicht anfange

Kundenfrage

Hallo, wie bekomme ich es in Griff, dass ich nicht anfange überflüssig zu diskutieren wenn ich das Gefühl habe mein Partner versteht mich nicht?
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrte/r Fragestellerin,
Sie sagen oben bei Geschlecht "maennlich", von dem, was Sie sagen, klingt es aber so, als ob es sich um das grosse schwierige Thema der Kommunikation zwischen einem Mann und einer Frau handelt. Koennten SIe das bitte nocheinmal klarstellen bevor ich ausfuehrlicher antworte?
Herzlichen Dank.
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Hallo,


 


ja es geht um die Kommunikation zwischn meiner Freundin und mir. Leider ziehen wir praktisch alle Register, um uns Misszuverstehen.


 


Lieber Gruß


 


Oliver Stäbler

Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Herr Staebler,
haben Sie schon mal versucht, gemeinsam oder parallel eins von den bekannten - und guten - Buechern ueber die Kommunikation zwischen Mann und Frau zu lesen?

Wie z.B. Maenner sind vom Mars, Frauen sind von Venus? Aber auch jedes andere Buch, das dieses Thema auf leicht lesbare WEise anspricht koennte ein guter Gespraechsanfang sein, damit Sie miteinander besprechen koennen, was Sie brauchen, wo die Missverstaendnisse liegen und wie Sie beide die Welt anders betrachten?

Vielleicht fuehrt ein Test wie dieser auch zu einem Gespraechsanfang?
http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/doppel-quiz-versteh-einer-die-frauen-und-die-maenner-erst-a-780341.html

Wichtig ist, dass Sie lernen WIE Sie anders sind, dann kann man lernen anders zu hoeren und damit auch anders zu verstehen.
Koennten Sie das mal ausprobieren?
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Hallo,


 


der link hat leider nicht geholfen. Hier derzeit gemeinsam an dem Problem zu abeiten ist leider nicht möglich, da meine Partnerin sich derzeit zuerst anderen Themen widmen muss bzw. möchte.Mir bleibt nichts anderes übrig als ihre Priorität zu akzeptieren.


Ich selbst habe gerade das Buch "Wie redest Du mit mir" Von Joachim Engl & Franz Thurmaier gelesen.


Bei uns ist die Sprecher- und Zuhörerrolle jedoch genau anders herum als bei vermutlich vielen Paaren.


Ich bin derjenige der viel spricht in der Hoffnung Verständnis zu erhalten und dann gemeinsam nach einer Lösung zu suchen und meine Partnerin ist die bei der meine Worte als Vorwurf ankommen und die sich dann am liebsten gar nicht dazu äußert.

Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,
ein "Rollentausch" ist ja absolut okay. Was haben Sie denn ueber die Rolle des "Empfaengers" gelernt, was Ihnen helfen kann, Ihre Partnerin besser zu verstehen?
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Hallo Internetcoach,


 


ich habe gelernt, dass die Art in der ich versucht habe die Probleme anzusprechen als Vorwurf oder Anschuldigung ankommt. Auch die Erklärung, dass ich versuche meine Sichtweise und Emotionen darzustellen und ich dringend auch ihre benötige, um gemeinsam einen für uns richtigen Lösungsweg zu finden kam leider nicht an. In der Regel habe ich kein feedback erhalten was das ganze sehr schwierig macht.


Mir ist mittlerweile klar, dass die Ursache in der Vergangenheit liegt, da sie weder in der Kindheit noch in der Ehe ihre Meinung äußern sollte bzw diese respektiert wurde. Daher ist sie auch sehr sensibel und jeder noch so gut gemeinte Ansatz kommt als Diktatur an.

Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Herr Staebler,
vielen Dank fuer die Hintergrundinformation. Kommt Ihre Partnerin vielleicht aus einem anderen Kulturkreis, wo Maenner und Frauen grundsaetzlich andere "Regeln" haben? Das wuerde auch helfen, Missverstaendnisse zu erklaeren, denn unsere Regeln der gleichberechtigten Kommunikation sind ja noch nicht sehr alt.

Manchmal hilft der Ansatz, dass man sich als denjenigen mit dem Problem darstellt: "Ich habe ein Problem. Mir geht es schlecht wenn.... Kannst du mir helfen?" Aber auch das kann man natuerlich als Vorwurf deuten, wenn man das will. Wenn jemand so grundsaetzlich anders empfindet, dann ist es oft schwer, einen Mittelweg zu finden. Oft gibt es aber Kompromisse. Haben SIe mal mit einer Freundin Ihrer Partnerin gesprochen, um herauszufinden, wie die beiden ueber schwierige Themen reden? Manchmal hilft eine dritte Meinung....

Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Hallo Internetcoach,


 


nein meine Partnerin kommt aus den selben Kreisen wie ich. Leider ist die "Struktur" in dieser Familie sehr konservativ. Sowohl als Kind wie auch in der Ehe wurde sie nicht nach ihrer Meinung gefragt. Das hat sie geprägt und deshalb kommt sie vermutlich mit der Situation, dass sich nun tatsächlich jemand für ihre Meinung interessiert schwer klar und tut sich schwer diese zu äußern.


Eine dritte Meinung wird vermutlich nicht viel helfen, da sie sich der Sache bewusst ist, aber derzeit nichts ändern kann, da sie selbst meint, dass sie das nur mit profesioneller Hilfe schafft. Und hier liegt die Priorität eben anders. Sie hat andere Dinge im Fokus, die für sie entsprechend wichtiger sind und sie hierzu auch professionelle Hilfe in Anspruch nehmen möchte. Da nunmal eine gewisse Zeit verstreichen wird bis sie diesen Punkt der Kommunikation und des äußern von Wünschen bearbeiten kann, möchte ich eben versuchen von meiner Seite aus möglichst nicht provokant oder beschuldigend zu wirken, da ich die Zeit bis sie auch ihre Wünsche und Meinung sagen kann einfach möglichst ohne Stress und Streit wegen Missverständnissen überbrücken möchte

Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Herr Staebler,
hier mein Vorschlag: Sagen Sie Ihrer Partnerin, dass Sie das folgende Format benutzen werden, um Ihre Wuensche zu aeussern. Ein aehnliches Format finden Sie in vielen Kommunikationsratgebern:
1. Ich fuehle mich (traurig, wuetend, enttaeuscht, froh, dankbar, einsam, verwirrt....)
2. wenn (beschreiben Sie die Situation so neutral wie moeglich, also nur das, was jemand anders auch beobachten kann)
3. Ich wuensche mir (was wuenschen SIe sich von Ihrer Partnerin?)
4. Ich werde.... (Beschreiben SIe kurz, was Sie tun werden, um von Ihrer Seite aus das Problem zu loesen.)
5. Fragen Sie, ob Ihre Partnerin dazu Ideen oder eine Meinung hat. Wenn nicht, dann ist das auch okay. (Was denkst du dazu?)

Danach ist es dann wichtig, dass Sie das Thema wirklich ruhen lassen. Sie haben ja einen Loesungsvorschlag unterbreitet, gehen Sie dann dementsprechend vor. Man kann seinem Partner ja immer nur Wuensche vortragen, der andere entscheidet dann, ob er/sie diesen Wuenschen nachkommt oder nicht. Wenn Ihre Partnerin es schaffen koennte, irgendwann ebenfalls ein Format wie dieses zu benutzen, dann hilft das Ihrer Kommunikation sicherlich, aber bis dahin koennen Sie "vorleben", wie man das macht.

KOennten Sie sich das vorstellen?
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Hallo Internetcoach,


 


in etwa mache ich das schon in dieser Art. Mein größtes Problem liegt darin, dass ich sehr oft kein Feedback erhalte.


Ich habe ihr hier auch schon gesagt, dass mich das einfach beschäftigt und mich oft verunsichert und ich mir wünsche, dass sie mir hier ien Stück entgegen kommen kann.

Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Herr Staebler,
schoen, dass Sie das schon so in der Art machen. Ich verstehe auch, dass es Sie verunsichert, dass Sie kein Feedback bekommen. Aber das gute mit dieser Art der Kommunikation ist ja, dass Sie kein Feedback brauchen. Sie haben Ihre Seite der Situation dargestellt, einen Wunsch angemeldet - damit also Ihrer Partnerin die Moeglichkeit gegeben durch Ihr Verhalten zu zeigen, ob sie das tun kann und moechte - und gesagt, wie Sie das Problem loesen werden. Und dann tun Sie das einfach. DAs ist eine gute Grundlage und je mehr Ihre Partnerin in der eigenen Therapie ihre eigene Stimme findet, desto oefter wird sie dazu etwas zu sagen haben.

Gleichzeitig gibt es auch noch ein paar andere Wege, wie man kommunizieren kann, nicht nur Worte. Da gibt es die "netten Dinge", die man fuer jemanden tun kann, da gibt es koerperlichen Kontakt, da gibt es gemeinsame Aktivitaeten. Vielleicht koennen Sie gemeinsam ein paar andere Elemente von "Kommunikation" ueben, damit SIe sich verbunden fuehlen, auch wenn die Worte noch nicht immer so klappen.
Sie wuenschen sich, dass Ihre Partnerin Ihnen ein Stueck entgegenkommen kann, das ist ein berechtigter Wunsch. Und gleichzeitig kann sie das ja anscheinend nicht. Sie duerfen gerne wuenschen, koennen ja aber nicht zwingen. DAs ist dann die Stelle in einer Beziehung, wo man sich fragen muss, ob man damit leben kann oder nicht, dass der Partner die Wuensche, die man an ihn hat, nicht erfuellen kann oder will.