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InternetCoach
InternetCoach, Psychologin
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1449
Erfahrung:  Familientherapeutin, Drogenberatung, Erziehungsberatung
62882398
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Ich bin etwas unsicher, ob ich mich auf diesem Weg, anonym,

Kundenfrage

Ich bin etwas unsicher, ob ich mich auf diesem Weg, anonym, mit meinem Problem an sie wenden kann. Ich habe ein total auswegloses Gefühl, vor einem Abgrund zu stehen und finde keinen Weg mehr zurück auf das sichere Terrain. Lange, lange Zeit habe ich es verdrängt und niemals auch nur im geringsten, meine Gedanken zugelassen, dass ich in eine Person verliebt bin, die zu 100% niemals in Frage kommen darf. Ich habe lange Zeit, bedingungslos alles an der Seite dieses Mannes mitgemacht, es ist mein Arbeitgeber. Die Arbeit, die Aufgabe und der Erfolg den wir erzielen, das ist zu meinem Lebensinhalt geworden. Aber vor ein paar Tagen ist meine Welt zusammengebrochen. Ich habe es schon längere Zeit vermutet, dass es eine neue Frau in seinem Leben gibt. (er ist seit 2 Jahren geschieden) Nur ich habe immer darauf gehofft, es handelt sich um eine liebe, nette, der Firma hilfreiche und zugewendete Person. Nur die Ernüchterung ist gekommen, als ich dieser Frau plötzlich und unerwartet gegenüber stand. Ich, müde, wirklich überarbeitet und nervlich total angespannt, da am nächsten Tag ein sehr wichtiger Termin bevorstand. Und dann plötzlich sitzt diese Person in meinem Büro. Das super, super gestylte Luxusweibchen, teuerst , nein auf das teuerste gestylt. Und in diesem Augenblick wußte ich, ich kann nicht mehr weiter. Der Gedanke, XXXXX XXXXX mich bis zur Selbstaufgabe aufopfere und Arbeite, weil mein Job mir ja auch wirklich Spaß macht und ich den Erfolg, das Lob und den Aplaus liebe, ja da war es geschehen. Ich habe nun nur noch wie eine Wahnvorstellung vor Augen, daß ich mit meiner aufopfernden Arbeit, dafür nun Sorge, dass diese Frau nun die Sahne (Geld) meiner Mühen abschöpfen soll. Ich bin nun auch darauf gekommen, dass ich es seit langer, langer Zeit verdrängt habe, ich habe mich verliebt in den Mann, der es aus vernunftsgründen NIEMALS sein darf. 12 Jahre haben mir Freude und Zufriedenheit geschenkt, jetzt aber habe ich die Hölle in mir. Ich brauche aber meine Arbeitsstelle. ich bin knapp über 50 und habe in meiner Branche keine Chance mehr, ähnlich eine kreative Aufgabe zu bekommen. Was soll ich nur tun.???? Ich bin eigentlich sehr realistisch und vernünftig in meinem ganzen Handeln und tun. Ich bin die ganzen Jahrzehnte mit allen Höhen und Tiefen in meinem Leben zurechtgekommen. Jetzt aber ist nur noch dieser unauswegsame Abgrund vor mir. wie soll ich mich verhalten? Ich habe versucht einen Therapietermin zu bekommen, der aber erst in 3 Woche. Ich habe Angst und finde keine Balance mehr. Können sie mir eine kleine Hilfestellung geben??? Danke XXXXX XXXXX dem InternetCoatch
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,
ich kann mir gut vorstellen, dass diese "neue Realitaet" fuer Sie ganz furchtbar schwer zu akzeptieren ist und zu einem Gefuehlschaos fuehrt. Toll finde ich, dass Sie sich gleich um einen Therapietermin bemueht haben. Und auch wenn 3 Wochen noch ein bisschen hin sind, dann werden Sie dort hoffentlich ein bisschen laengerfristige Begleitung finden. In der Zwischenzeit koennen wir gerne versuchen, Ihre Gefuehle und Gedanken ein bisschen zu ordnen.

Ich gehe davon aus, dass Ihr Arbeitgeber gar nicht weiss, dass Sie Gefuehle fuer ihn entwickelt haben und dass er Ihnen "nur" eine kompetente und verlaessliche Angestellte sieht. Er also gar nicht weiss, dass in Ihnen ein solches Gefuehlschaos herrscht - denn aus seiner Sicht hat er sich eben einfach eine neue Frau gesucht und diese gefunden. Und oft ist ja fuer Maenner, die es sich leisten koennen, in der zweiten Ehe "ein Luxusweibchen" (wie Sie das nennen) nicht ungewoehnlich. Auch wenn das wahrscheinlich Ihrer Einschaetzung dieses Mannes etwas widerspricht. Sie hatten ihn ja anscheinend als etwas "tiefer" eingeschaetzt.

Als erstes ist es wahrscheinlich wichtig, dass Sie ganz ganz ehrlich mit sich selbst sind - auch wenn das weh tut - und sich eingestehen, was fuer Hoffnungen Sie hier aufgebaut und gehegt haben. Oft hat man ja auch Geschichten ertraeumt, sich Gespraeche oder Begegnungen ausgemalt usw. Und dann waere der naechste Schritt, dass Sie diese Hoffnungen aufgeben und betrauern. Das ist ein grosser Verlust, den Sie da erleben, auch wenn das ja alles "nur" in Ihnen drin passiert ist. Ein Verlust will betrauert werden. Als Teil des Trauerns waere es dann wichtig, dass Sie sich ueberlegen, ob und wie Sie Ihre Einstellung zur Arbeit aendern, denn Selbstaufopferung fuehrt selten zu den erhofften Ergebnissen und wird fast nie entsprechende entlohnt. Ich kann Ihre "Wahnvorstellung" gut nachvollziehen. Gleichzeitig werden Sie ja hoffentlich fuer Ihre Arbeit bezahlt und sagen ja auch selbst, dass diese Ihnen Spass macht. Es ist also "nicht nur fuer den Chef", sondern auch fuer sich selbst, dass Sie da arbeiten. Das Thema Arbeit waere etwas, was Sie in der Therapie sicherlich noch neu formulieren und gestalten sollten.
Ich wuerde Ihnen jetzt gerne etwas zum Trauern mit auf den Weg geben, damit Sie verstehen, dass es absolut normal ist, dass es Ihnen im Moment so schlecht geht und dass es nicht ewig so bleiben wird.

Die Gefühle, die man nach einem Verlust durchläuft, scheinen sich an eine bestimmte Ordnung zu halten. Die erste Reaktion auf Verlust ist oft der Versuch, die Realität wegzuleugnen. Man kann und will nicht glauben, dass das Geschehene wirklich passiert ist. Typische Gedanken sind: “Das ist alles nur ein Traum.” “Morgen ist alles wieder in Ordnung.” “Das kann einfach nicht wahr sein.” „Ist das wirklich passiert?“

Die Phase des Verleugnens kann von ein paar Minuten bis hin zu einigen Wochen dauern, je nach der Größe des Verlusts. Danach folgt normalerweise eine Zeit des Verhandelns. Man versucht mit Gott, der Welt, dem Universum, sich selbst oder anderen Menschen zu verhandeln, um das Geschehene ungeschehen zu machen. Typische Gedanken sind: “Wenn ich nur hart genug arbeite, wird keiner merken, was wirklich passiert ist.” “Wenn ich von jetzt an alles richtig mache, dann wird er wieder zurückkommen.” “Ich muss nur wirklich danach suchen, dann werde ich es schon finden.” „Es wird schon besser werden, wenn ich nur....“ Für Erwachsene und Jugendliche, die in der Regel einen recht guten Realitätssinn haben, dauert die Zeit des Verhandelns normalerweise nicht besonders lange. Sie merken schnell, dass man noch so viel versprechen kann, letztendlich kann man den Verlust nicht ungeschehen machen. Jüngere Kinder, die noch eine rege Fantasiewelt haben, brauchen oft etwas länger, um den Verlust als Tatsache anzuerkennen.

Nach dem Verhandeln kommen Wut und Trauer. Diese beiden Gefühle wechseln sich oft ab. Vielen Menschen fällt es leichter, wütend zu sein als traurig. Wut gibt Energie und beschützt. Wenn man wütend ist, kann man wenigstens morgens aufstehen und zur Arbeit gehen. Man kann sich gegen die unbedachten Worten der Menschen wehren, die den Verlust nicht verstehen. Trauer dagegen nimmt Energie. Man kann sich kaum bewegen und es ist schwer, die einfachen Aufgaben des täglichen Lebens zu erfüllen. Manchmal führt Trauer zu Depressionen. Depressionen machen es nicht nur schwer sondern fast unmöglich morgens aufzustehen, zu essen, sich anzuziehen, zur Arbeit zu gehen, und im täglichen Leben zu funktionieren. Menschen, die nach einem Verlust in Depressionen verfallen, brauchen oft professionelle Hilfe, um den Weg zurück zu finden. Die Länge dieses Prozesses hängt natürlich von der Grösse des Verlusts ab. Sowohl Trauer als auch Wut sind nötig, um den Verlust zu verarbeiten. Die Anteile der beiden Gefühle variieren von Mensch zu Mensch, aber Menschen, die nur eins dieser Gefühle zulassen, werden es schwer finden, den Verlust wirklich zu akzeptieren. Natuerlich mischen sich auch andere Gefuehle mit ein, von Selbstmitleid bis zu Rachegedanken, von Scham bis zu Hilflosigkeit. Koerperliche Symptome sind oft Ruhelosigkeit, Muedigkeit, Appetitverlust und Schlafstörungen. Am hilfreichsten ist es, sich die Erlaubnis zu geben, all diese Gefühle zuzulassen, und zu wissen, dass das emotionale Chaos “normal” ist. Es gehoert dazu und es geht auch wieder weg.

Nach der Zeit der Trauer und Wut, folgt dann irgendwann die Akzeptanz. Man muss akzeptieren, dass das Leben nie wieder so sein wird wie zuvor. Aber im Gegensatz zur Resignation, die den Verlust zwar akzeptiert, aber zwangsläufig entscheidet, dass damit das Leben schlechter und weniger lebenswert ist, bedeutet wahre Akzeptanz, dass man von ganzem Herzen glaubt, dass das Leben zwar anders, aber trotzdem im grossen und ganzen gut ist. Akzeptanz ist nicht nur ein Gefühl sondern auch, und vielleicht sogar vor allem, eine Entscheidung. Es gibt Verluste im Leben, bei denen man sich eine lange Zeit lang jeden Tag neu entscheiden muss, sie zu akzeptieren. Erst dann folgt irgendwann das Gefühl und macht das Akzeptieren etwas leichter. Nachdem man den Verlust tatsächlich akzeptiert hat, kann man sich erneut auf das Leben einlassen. Erst dann kann man neue Beziehungen knüpfen und die kleinen Freuden des Lebens wieder geniessen. Viele Menschen bemerken zu diesem Zeitpunkt, dass sie wieder unbedarft lachen, dass sie sich am Geruch einer Blume erfreuen, dass ihnen das Essen wieder schmeckt, dass sie wieder Lust haben, Zeit mit anderen Menschen zu verbringen.


Sie sagen, dass Sie versucht haben, die Gefuehle zu verdraengen oder zu veraendern. Meine Empfehlung waere, die Gefuehle so wie sie sind zuzulassen. Und immer wieder ueber das Akzeptieren nachzudenken. Man kann sich nicht dazu zwingen. Es ist ein Prozess - und meist ist er langsamer als man sich das erhofft. Geben Sie sich Zeit. Haben Sie Geduld mit sich selbst. Gibt es jemandem, ausser mir, mit dem Sie reden koennten, damit Sie in paar dieser Gefuehle loswerden koennen? Oft hilft es ja, sie anzuerkennen und beim Namen zu nennen, damit sie weniger Chaos anrichten koennen.

Ausser dieser Hintergrundinformation, was denken Sie, koennte ich tun, um Ihnen zu helfen, diesen Trauerprozess zu ueberstehen?
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Danke vorab an sie für die umfangreiche Antwort. Ich wusste gar nicht ob überhaupt jemals dazu jemand Stellung nimmt. Danke


ja und nun zurück zu meiner Situation. Das Zurückdrängen und nicht Wahrhabenwollen, das glaube ich habe ich sehr lange schon gemacht, nur nie wirklich mir eingestehen wollen. Erst einige Zeit nach seiner Scheidung, da wurde ich mir, mit einem etwas mulmigem Gefühl der Tatsache immer bewusster, dass es viel mehr ist als- gerne, gemeinsam Arbeiten und plaudern und Planen. Ich habe manchmal auch recht private Gespräche mit ihm was unsere Freizeitaktivitäten betrifft, er ist auch immer wieder derjenige, der mich ermutigt das eine oder andere zu unternehmen, (er bezahlt dann auch ein paar Tage Paris, oder Barcelona, oder viele andere Extras). Wir sind schon sehr lange auf einer Gesprächsebene die über ein normales Chef/Angestelltenverhältnis hinausgeht, er erzählt sehr vieles privates, Kinder, seinen Aktivitäten, und Reisen und und und, ja und je mehr ich von ihm weiß, um so mehr fühle ich unsere Gemeinsamkeiten. Da verstecken sich alle meine Träume drinnen, eine Mann an meiner Seite zu haben, der mir die Welt erklären kann.


Sicher, wenn ich meine Gedanken analysiere, ist, dass mit jedem dieser Bausteine seiner und meiner Träume, Wünsche das "Traummannbild" für mich immer grösser und perfekter geworden ist.


Ich habe aber Angst, meine Gefühle zuzulassen, denn ich habe seit dem Ereignis der Begegnung mit seiner Freundin, vollkommen den Halt verloren. Was passiert ??? Und diese Wahrheit kann und darf ich ihm niemals sagen, denn das würde unser Verhältnis und das Vertrauen sein 100% Vertrauen mir gegenüber zerstören. Ich bin sehr sicher, er sieht in mir eine loyale Person mit der er Pferde stehlen kann und es manchmal auch tut. Er sagt das auch zu mir und bedankt sich für meine Einstellung und dafür das es mich für "ihn" gibt. und eigentlich sind wir nicht nur Chef und Angestellte, sondern auch in vielen Dingen wie echte Freunde. Das darf ich nicht zerstören, denn dann habe ich gar nichts mehr.


 


Unverständlich für mich, warum ich in so einem Gefühlschaos stecke. Während seiner Ehejahre, (10Jahre) diese habe ich einfach normal gesehen, habe auch relativ freundschaftlichen Kontakt mit der geschiedenen Frau und auch mit dem Rest der Familie. Nur danach hat sich diese Situation langsam herangeschlichen. Zulassen,? diese Gefühle die mit jedem Tag gewachsen sind, nur habe ich diese nie aus der Sammeltasche herausgelassen. Ich fürchte das zerreisst mein Herz dann total.


Ich habe auch niemandem, mit dem ich das bereden könnte, meine Freundinnen kennen alle die Firma und auch ich habe nicht den Mut, vor meinen "Freundinen" meine Schwächen und Leiden" zuzugeben. Ich bin immer Gross, Stark, die Managerin die das Leben immer meistert.


Ich werde mich einfach weiterhin ablenken müssen, versuche wie sie auch schreiben, wieder Freude am Schönen zu bekommen und mir ist nun auch bewusst, dass mein Zustand sehr sehr lange dauern kann.


Ich habe ihre Hintergrund Infos sehr genau und mit Bedacht gelesen. Ich weiss nur auch nicht ob und was sie für mich tun könnten. vielleicht hat es mir auch schon geholfen, überhaupt jemandem auf dieser Welt über meine Gefühle zu schreiben. Bisher habe ich dieses nur mit mir alleine in meinem Herzen herumgetragen.


Jedenfalls Danke an sie.


 

Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Ich habe noch eine Ergänzende Info. Sie haben es richtig erkannt, dass ich diesen Mann ganz anders eingeschätzt habe. Er ist ein sehr kluger, geschäftstüchtiger Mensch mit viel Sinn für die Natur, schätzt unkompliziertheit, liebt es total normal zu sein, auch mal herumzublödeln, ist sehr Bodenständig und hat immer wenn irgend wo in unserer Geschäftswelt sich so ein Frauentyp aufgetaucht ist, sich nachher augenrollend darüber geäussert. Er hat oftmals zu mir gesagt, nicht schlimmeres als solche "Frauchen die schön aber teuer sind". so und jetzt hat er sich genau so etwas gesucht. vielleicht bin ich jetzt auch zusätzlich verunsichert, ist das alles die Wahrheit gewesen was er auch immer zu mir sagte. viele viele Fragen die ich mir selber auch stellen muss. Das war nur noch eine Ergänzung, die ich vorhin vergessen hatte dazuzuschreiben. nun aber auf wiedersehen

Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Fragestellerin,

ich wuerde Ihnen zustimmen, dass es wenig zu gewinnen und viel zu verlieren gibt, wenn Sie Ihrem Chef von Ihren Gefuehlen fuer ihn erzaehlen wuerden. Das ist wahrscheinlich nicht der Weg. Aber es ist wichtig, dass Sie mit sich selbst ganz ehrlich ueber diese GEfuehle sind und Sie sich eingestehen. Denn nur weil diese Gedanken und Gefuehle des "...was waere wenn..." "so ganz heimlich im Hintergrund" seit der Scheidung entwickelt haben, trifft Sie dieser "Verlust" ja jetzt so stark. Darum ist Ehrlichkeit beim Heilen so wichtig. Gefuehle wollen benannt und "anerkannt" werden, dann koennen sie auch wieder aufhoeren. Es ist Schade, dass Sie das bei Freundinnen nicht tun koennen, aber ich verstehe, dass das fuer Sie nicht moeglich ist. Darum ist jemand wie ein Therapeut/in, mit der/dem Sie ganz ehrlich ueber diese "geheimen" Gedanken und Gefuehle sprechen koennen wichtig. Hoffentlich ist das auch der Rahmen, wo Sie dann nicht die Managerin-Fassade aufrecht erhalten muessen, sondern einfach Mensch sein duerfen - mit Traurigkeit und Verzweiflung, Wut und Enttaeuschung.

Gleichzeitig sagen Sie auch noch, dass Sie ja nicht nur die "Hoffnung, dass da mehr sein wird" aufgeben muessen, sondern gleichzeitig ja auch noch das Bild, dass Sie von Ihrem Chef als Person hatten, sich veraendern muss. Das ist damit ja ein doppelter Verlust. Was wahrscheinlich dazu beitraegt, dass Ihre Gefuehle von Verlust so stark sind.

Auch wenn dieser Zustand "lange" dauern wird, dann wird er ein Ende haben. Das weiss ich aus persoenlicher und professioneller Erfahrung. Es ist sehr schwer, sich das vorzustellen, wenn man noch so am Anfang des Verlustes steht.

Ein tolles Buch, das vielen Menschen in aehnlichen Situationen geholfen hat, ist:
How to Survive the Loss of a Love von Melba Colgrove, Peter McWilliams und Harold H. Bloomfield von Prelude Pr (31. Dezember 1996). Leider weiss ich nicht, ob es auch eine deutsche VErsion gibt - gehe aber eigentlich davon aus.

Erlauben Sie sich Zeit zum Heilen. Es ist okay, wenn Sie Zeit brauchen - und auch mal nicht 100% funktionieren. Vielleicht ist es auch wichtig, innerlich ein bisschen Abstand zu Ihrem Chef herzustellen - ohne die Freundschaft zu beenden - indem Sie eine Weile lang weniger mitteilen/zuhoeren/da sind. DAs ist okay. Eine Wunde heilt sehr viel besser, wenn man sie nicht jeden Tag wieder aufreisst....

Ich kann hier und auch anderweitig "zuhoeren" und tue das gerne, wenn es Ihnen hilft. Fuer Rueckfragen stehe ich gerne zur Verfuegung ansonsten hoffe ich, dass ich ein kleines bisschen Mut machen konnte auf diesem schwierigen Weg des Abschiednehmens.

Mit freundlichem Gruss,

Annegret Noble



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