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InternetCoach
InternetCoach, Psychologin
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1449
Erfahrung:  Familientherapeutin, Drogenberatung, Erziehungsberatung
62882398
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InternetCoach ist jetzt online.

ich bin Mutter eines 11 jährigen Sohnes und habe heute Morgen

Kundenfrage

ich bin Mutter eines 11 jährigen Sohnes und habe heute Morgen an seinem Arm Ritzverletztungen gefunden. Auf Anfrage sagt er mir er hätte es getan , weil er manchmal so traurig ist wegen seinem vor 2 Jahren verstorbenen Opa`s und seines vor 3 Jahren verstorbenen Zwergkaninchen und danach wäre er nicht mehr so traurig und er füllt sich von mir und meinem Mann zwecks seiner immer wieder auftretenden Bauchschmerzen nicht verstanden. zur Erklärung seit etlichen Monaten kämpft er mit immer wieder kehrenden startken Bauchschmerzen, so dass er im letzten Schuljahr viele Fehlstunden in der Schule angesammelt hat und es auf der Kippe stand , ob er das Klassenziel auf Grund fehlender Zensuren schafft. Er hat die Klasse geschafft (mit viel Verständnis der Schule und Augen zudrücken), er wurde in die 6. Klasse versetzt. Organisch wurde in den letzten Monaten auch alles abgeklärt und nichts gravierendes gefunden (Magenspiegelung z. B.) . Mein Sohn ist auch schon seit geraumer Zeit in psychologischer Behandlung (1 Jahr mit Unterbrechung). Das neue Schuljahr hat gut angefangen und er war auch regelmäßig in der Schule und er hat auch seine HA zwar mit eingen Murren erledigt und die Einstellung zur Schule hatte sich gebessert. Doch heute Morgen der Schock. Wie soll ich mich verhalten ? Was kann ich tun um meinen Sohn zu helfen???
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 3 Jahren.

Sehr geehrte Fragestellerin,

Das Ritzen kann viele Ursachen und Ziele haben und ist fuer viele Jugendliche heutzutage so etwas wie eine "Problemloesungsstrategie." Das Ritzen ist oft ein Weg mit Angst, dem Gefuehl von Kontrollverlust und der Unzufriedenheit mit sich selbst und den eigenen Leistungen umzugehen.Und Ihr Sohn scheint ja viel mit Angst zu leben, denn meist sind psychosomatische Bauchschmerzen eine Resultat von Angst ("Es schlaegt mir auf den Magen.").



Hier ein paar Hintergrundinformationen zum Ritzen und den moeglichen Ursachen:



Die beliebteste Methode ist das Ritzen, bei dem sich die Jugendlichen mit einem Messer, einer Rasierklinge oder einer Nagelschere selbst Schnitte zufügen. Andere beißen sich, knabbern die Nägel bis aufs Blut ab oder drücken sich brennende Zigarretten auf dem Körper aus.
Für Außenstehende ist das Phänomen der Autoaggression kaum nachzufühlen und auch die betroffenen Kinder selbst können kaum erklären, was in ihnen vorgeht. Eine Gemeinsamkeit scheint in den meisten Fällen die zu sein, dass sich der Betroffene durch den Schmerz selbst spüren kann, seelischer Schmerz wird mit körperlichem überlagert – denn der ist klarer zu erfassen und tut anders, weniger weh. Die Probleme, die zur Selbstverletzung führen können ein geringes Selbstwertgefühl oder Depressionen sein; Schulfrust, familiäre Schwierigkeiten, Liebeskummer oder die Unfähigkeit, die eigenen Gefühle auszudrücken, suchen sich ein Ventil. In einigen Fällen ist gerade das Ritzen allerdings tatsächlich auch nur eine Modeerscheinung. Die Medien, hier insbesondere das Internet, machen aus der Selbstverletzung etwas Aufsehenerregendes und Besonderes. Auf dieser Welle schwimmen nicht wenige Jugendliche, um sich von der Masse abzuheben. Natürlich entspringt auch hier das Ritzen letztendlich aus einem mangelnden Selbstbewusstsein.

Jedes Mal, wenn ein Jugendlicher sich selbst verletzt, hat das Auswirkungen. Nicht selten wirkt das Ritzen beruhigend und ausgleichend und kann somit in kurzer Zeit zum Suchtmittel werden. Wo andere eine Zigarette rauchen oder mal eben um den Block rennen, wird hier das Ritzen genutzt, denn es „hilft“, zumindest für den Moment. Dieser Mechanismus greift, egal, welche Motivation vorhanden ist. Wenn das Blut fließt oder der Schmerz am größten ist, dann lässt der Druck, unter dem der Betroffene leidet nach und fühlt sich besser. Manche Betroffene berichten, dass es ihnen hilft, das Blut zu sehen. Mit dem Blut fliesst die Spannung aus dem Koerper. Andere berichten, dass sie ihre inneren "unsichtbaren" Schmerzen sichtbar machen moechten - und dass die Seele weniger weh tut, wenn der Koerper schmerzt.



Hier ein Artikel zum Ritzen:

http://www.spiegel.de/schulspiegel/leben/0,1518,524757,00.html

Es ist erschreckend, dem eigenen Kind dabei zuzusehen, wie es sich selbst verletzt. Vermutlich leiden Sie selber unter Anspannung, Furcht, einem schlechten Gewissen oder sind verwirrt. Es scheint sich bei Ihrem Sohn um einen "Schrei nach Hilfe" zu handeln, weil er sich trotz Therapie und Unterstuetzung immer noch nicht verstanden fuehlt. Ganz wichtig ist also, dass Sie mit ihm gemeinsam Wege durch seine Angst finden und ihm keine Vorwuerfe machen.

Nehmen Sie manchmal an Therapiesitzungen teil? Haben Sie Familiensitzungen gemacht? Wenn nicht, dann wuerde ich Ihnen vorschlagen, den Therapeuten darum zu bitten. Ganz wichtig ist auch, dass Sie nicht wuetend werden und Ihrem Sohn sagen, dass er "gefaelligst aufhoeren soll", sondern dass Sie versuchen zu verstehen, woher all dieser Schmerz, diese Einsamkeit und diese Angst kommt, damit Sie gemeinsam mit ihm (und seinem Therapeuten) Loesungen finden koennen.

Wann hat er seine naechste Therapiesitzung? Meine Empfehlung waere, dass Sie seinem Therapeuten mitteilen, was Sie gefunden haben und moeglicherweise um eine gemeinsame Sitzung bitten, damit Sie Ihren Sohn verstehen koennen. Er will Ihnen durch das Ritzen etwas mitteilen. Je genauer Sie hinhoeren, desto weniger Grund hat er hoffentlich weiter zu ritzen.

Gemeinsam mit dem Therapeuten koennen Sie hoffentlich auch ein paar alternative Verhaltensweisen identifizieren, die Ihrem Sohn helfen, wenn die innere Spannung zu gross wird. Ein Gummiband ums Handgelenk, ein Eiswuerfel in der Faust - also "unangenehme Stimulation" hilft oft. Aber oft ist es auch wichtig, sich etwas "Gutes" zu tun, damit die Traurigkeit und die Spannung rauskoennen. Ihr Sohn muss da entscheiden (und ausprobieren), was ihm am besten hilft.

 

Ich hoffe, dass ich Ihnen helfen konnte. Fuer Nachfragen stehe ich natuerlich gerne zur Verfuegung.

 

Mit freundlichem Gruß,

 

Annegret Noble

 

Ueber eine positive Bewertung meiner Antwort wuerde ich mich freuen. Vielen Dank.

 

Meine Ausführungen und Meinungen ersetzen keine psychologische Diagnostik oder Therapie. Sie beinhalten nur Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze.

Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Sehr geehrte Frau


Annegret Noble,


 


ich möchte mich ganz herzlich für Ausführungen bedanken. Sie haben mir bei der Bewältigung des ersten Schockes sehr geholfen.


Mit freundlichem Gruß


 


Ursula Beck

Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 3 Jahren.
Liebe Frau Beck,
der erste Schock ist auf jeden Fall gross, insbesonders da Ihr Sohn ja erst 11 ist und man das Ritzen oft mit pubertierenden Maedchen in Verbindung bringt. Aber es ist - leider - sehr viel weiter verbreitet als man denkt.

Ich wuensche Ihnen und Ihrem Sohn alles Gute und viel Geduld und Mut, um Loesungen zu finden. Wichtig ist in diesem Prozess auch,d ass Sie sein Verhalten nicht "persoenlich" nehmen. Sie sind deswegen keine schlechte Mutter. Und gleichzeitig kann er vielleicht mit Hilfe des Therapeuten auch formulieren, was er von Ihnen braucht und ob es etwas gibt, das Sie anders machen koennen,um ihn effektiver zu unterstuetzen.

Wenn Sie weitere Nachfragen haben, dann helfe ich Ihnen gerne. Ansonsten wuerde ich mich ueber eine positive Bewertung freuen. Herzlichen Dank,
Annegret Noble

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