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InternetCoach
InternetCoach, Psychologin
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1450
Erfahrung:  Familientherapeutin, Drogenberatung, Erziehungsberatung
62882398
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Ich glaube meine Tochter 18Jahre hat eine Persönlichkeitsstörung.Was

Kundenfrage

Ich glaube meine Tochter 18Jahre hat eine Persönlichkeitsstörung.Was kann ich tun um ihr zu helfen.Sie bekommt keine Termine geregelt nimmt ihre Praktikumsplätze nicht ernst bzw.geht nicht hin.Zu Hause erzählt sie aber ganze Geschichten was sie in der Arbeit erlebt hat.Man kann ihr gar nichts mehr glauben.Zur Zeit hat sie einen Freund der nicht gerade aus gutem Hause ist(keine Arbeit,verleitet sie zu ihren Terminen nicht zu gehen,schwarz fahren mit dem Bus etc..)Sie Lügt wenn sie nur den Mund auf macht und glaubt noch alles was sie sagt.Wenn man sie mit der Wahrheit konfrontiert lügt sie einfach weiter.Geht es ihr Schlecht greift sie zu Gas.Ich komme nicht ran an sie Egal was ich tue sie hast mich,weil ich mich nicht positiv über ihren Freund geäußert habe.Ich habe Angst das sie weiter absagt.Mit ihrem Vater bin ich seit 10 Jahren nicht mehr zusammen.Sie ist und bleibt der wichtigste Mensch in meinem Leben.Es war und bin nur ich für sie da.Mit ihrem Verhalten vertreibt sie alle guten Freunde und sogar Familien mitglieder mögen sie nicht besonders,weil sie immer nur lügt.Wir haben im Mai den Führerschein angefangen bezahlt ist er aber sie macht nichts weiter.Alleine kann sie so oder so nichts machen.Sie ist oft so hart und sagt Sachen die mir seht weh tun.Wenn sie fort geht gibt sie in anderen Geld,egal ob sie dann eins hat oder nicht.Es nutzt sie jeder aus.Ich habe über eine Reha Klinik nachgedacht?Was meinen sie?Beim letzten Gespräch habe ich ihr den Hausschlüssel abgenommen da sie mir gegenüber sehr arrogant war zmb
zu der gehe ich nicht mehr nach Hause oder von mir braucht sie nichts mehr. Mir geht es sehr schlecht damit.Lasse sie aber momentan in ruhe.Es ist nämlich nicht das erste mal das sie nicht nach Hause kommt das geht schon mind.1 Jahr.Nur die Abstände werden immer kürzer.Ich weis das sie 18.ist und ich ohne ihrer Einwilligung gar nichts machen kann.Ich kann nur Hoffen das diese Freundschaft bald zu Ende ist und sie merkt was für ein A er ist der mind. 5 andere nebenbei hat.Meine Tochter klammert sich an ihm weil er ihr die Aufmerksamkeit gibt die sie anscheinen bei mir oder uns vermisst.Ich war aber immer für sie da.Ihr Vater hat die Beziehung zu ihr schleifen lassen. Was soll ich tun? LG Ines
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin und Mutter,
ich kann mir vorstellen, wie Ihnen das Herz blutet. Natuerlich wollen Sie Ihrer Tochter helfen. Natuerlich wollen Sie das beste fuer Sie. Aber hier liegt auch das Problem: Als Menschen scheinen wir uns nur dann wirklich zu aendern, "wenn es weh tut", wenn also der Leidensdruck so gross ist, dass wir sagen: Jetzt muss ich etwas aendern, weil es zu doll weh tut. Leider ist Ihre Tochter (noch) nicht an diesem Punkt. Es hoert sich so an als ob sie immer einen Ausweg findet, wenn der Leidensdruck groesser wird: Gas, ein Besuch bei Ihnen, um Dampf abzulassen und versorgt zu werden usw.

Ihre Entscheidung, ihr den Schluessel abzunehmen, ist die absolut richtige. So schrecklich es auch klingt, aber Ihre Tochter muss "leiden" damit sie nach anderen Loesungen sucht. Es bricht einem als Elternteil natuerlich das Herz, das eigene Kind leiden zu sehen, aber trotzdem scheint das oft der effektivste Weg, um langfristig Veraenderung zum positiven zu bewirken. Was Eltern oft tun, weil sie es nicht aushalten, das Kind leiden zu sehen ist, dass sie den Schmerz lindern, also etwas tun, damit es dem Kind nicht so doll weh tut. ABer damit bewirkt man langfristig das Gegenteil: Je mehr ich den Schmerz lindere, desto weniger Grund hat mein Kind, sich zu veraendern. Es weiss ja, dass es, wenn es weh tut zu mir kommen kann und ich ihm den Schmerz abnehme. DAmit hat es keine Motivation, etwas zu aendern.

Sie haben Recht, dass Sie letztendlich ohne die Zustimmung Ihrer Tochter nichts tun koennen. Es sieht so aus als ob eine Therapie tatsaechlich hilfreich sein wuerde. Ich bin nicht sicher, ob ich eine Persoenlichkeitsstoerung im Verhalten Ihrer Tochter entdecke, aber dazu weiss ich natuerlich auch zu wenig ueber sie.

Eine Reha Klinik ist ja etwas fuer Drogenabhaengige. Denken Sie, dass Ihre Tochter in die Kategorie faellt?

Am effektivsten ist es oft, dass man die eigene Hilfe davon abhaengig macht, dass sich das erwachsene Kind professionell helfen laesst. Also etwas wie: Ich gebe dir gerne.... und erwarte gleichzeitig, dass du eine Therapie machst. Wenn du nicht bereit bist, eine Therapie (oder Reha oder Beratung oder was auch immer) zu machen, dann bin ich nicht bereit, fuer dich (zu waschen, kochen, Geld zu geben, dich hier wohnen zu lassen.... ).

Wichtig waere auch, dass Sie sich Unterstuetzung holen, denn wie Sie selbst sagen, Ihnen geht es mit diesen Grenzen sehr schlecht. Es gibt Selbsthilfegruppen fuer Eltern, die in aehnlichen Situationen sind. Fragen Sie dazu mal bei Ihrer oertlichen Erziehungsberatungs- oder Suchtberatungsstelle nach. Oder schauen Sie online bei www.coda-deutschland.de oder www.al-anon.de vorbei.

Vielleicht koennten Sie auch fuer sich selbst eine unterstuetzende Therapie machen, damit Sie diese - wirklich guten - Grenzen, die Sie gerade aufstellen aufrechterhalten koennen und sich dabei nicht so schrecklich fuehlen. Denn Sie tun ja das richtige. Es fuehlt sich nur falsch an, weil Sie Ihre Tochter nicht leiden sehen wollen.

Ich hoffe, dass ich Ihnen mit dieser Antwort weiterhelfen kann.

Fuer Nachfragen stehe ich natuerlich gerne zur Verfuegung.

Mit freundlichem Gruß,

Annegret Noble

Ueber eine positive Bewertung meiner Antwort wuerde ich mich freuen. Vielen Dank.

Meine Ausführungen und Meinungen ersetzen keine psychologische Diagnostik oder Therapie. Sie beinhalten nur Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze.