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InternetCoach
InternetCoach, Psychologin
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1450
Erfahrung:  Familientherapeutin, Drogenberatung, Erziehungsberatung
62882398
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Hallo, seid einigen Jahren ziehe ich(24) mich von der Außenwelt

Kundenfrage

Hallo, seid einigen Jahren ziehe ich(24) mich von der Außenwelt zurück. Fühle mich in der nähe anderer Personen sehr unwohl und bin sehr verschlossen. Eine vernünftige Unterhaltung ist fast garnicht mehr möglich. In meinen Kopf herrscht in solchen Momenten ein riesen Chaos und kann keinen Gedanken fassen. Zudem vergesse ich ziehmlich jede Information innerhalb weniger Sekunden. Seitdem nehme ich ununterbrochen zu und dadurch, dass ich mich von Tag zu Tag unwohler fühle, wird alles nur noch schlimmer. An seltenen Tagen, an denen ich mich "wohl" fühle, ist alles nur noch halb so schlimm, kann mich auch sofort viel besser unterhalten. Der Männerwelt entziehe ich mich komplett, da ich nach der Schwangerschaft (habe einen Sohn,5) körperlich sehr gelitten habe, sprich starke Narben. Ich habe das Gefühl ich kann mich nie wieder wohl und sicher in meiner Haut fühlen, aber so ist ein angenehmes Leben garnicht möglich. Wieso versuche ich in jeder Situation perfekt zu sein (Ich weiß das ist nicht möglich) und wie kann ich zufriedener werden (mich lieben lernen)? Die Tage sind nur noch Pflicht und anstrengend (wie in einem Gefängnis). Bis auf ganz wenige Personen aud der Verwandtschaft(denen kann ich mich nicht mitteilen) habe ich keine Kontakte mehr. So kann es nicht weitergehen...
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  Djimikaja hat geantwortet vor 3 Jahren.

Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,

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Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,
eine soziale Phobie scheint durchaus eine Moeglichkeit bei dem, was Sie beschreiben.

Viele Betroffene erleben in der angstbesetzten Situation oder bei dem Gedanken an diese Situation diverse körperliche Symptome wie Schweißausbrüche, Herzrasen, Erröten, Stuhl- oder Harndrang, Zittern oder Kurzatmigkeit. Die Betroffenen entwickeln aus dem Erleben dieser Symptome häufig die Befürchtung, dass ihr Gegenüber diese Symptome bei ihnen auch bemerkt, und dass sie selbst deswegen erst recht unangenehm auffallen. Durch diese - häufig gar nicht zutreffende - Befürchtung können sich die Ängste der Betroffenen noch weiter verstärken, insbesondere wenn die Betroffenen selbstabwertende Gedanken entwickeln wie z.B. „Jetzt fällt allen auf, wie unsicher ich bin...!“, „Ich wusste ja schon immer, dass ich unfähig bin...!“ etc. Dadurch können die in einen Teufelskreis geraten, in dem sich die sozialen Ängste immer mehr verstärken und ausweiten.

Eine kognitive Verhaltenstherapie ist die empfohlene Intervention bei einer Sozialphobie. Dazu gehoert, dass man sich auf der kognitiven Ebene mit der unrealistischen Selbsteinschätzung der eigenen Fähigkeiten auseinandersetzt, das Katastrophendenken herausfordert und aendert, dass man in Rollenspielen fuer den Ernstfall uebt und dass man Uebungen macht, in denen man sich absichtlich blamiert, um zu erleben, dass meist gar nichts schlimmes passiert. Da sich Ihre Angst immer mehr "breit macht" ist langfristig eine Therapie wahrscheinlich der effektivste Weg, um Ihrer Angst ein Ende zu setzen. Aber in der Zwischenzeit gibt es durchaus auch Dinge, die Sie selbst tun koennen.

Meditationsuebungen sind auch sehr hilfreich. Dabei lernen Sie, wie man seinen Atem und seinen Herzschlag kontrolliert und koennen dann in einer Angstsituation, den Koeper beruhigen, was oft dazu fuehrt, dass sich die Gefuehle ebenfalls beruhigen. Auch Yoga ist ein Weg, den Koerper zu beruhigen und damit der Angst ihre Macht zu nehmen. Ausserdem hilft Yoga oft dabei, dass man mit dem eigenen Koerper Frieden schliesst, denn das ist ja auch ein wichtiger Schritt aus der Angst und Isolation fuer Sie.


Es gibt viele Meditationsuebungen im Internet, solange sie sich auf den Atem konzentrieren und nicht versuchen, Ihnen irgendwelche Glaubenssaetze einzutrichtern, sind diese alle hilfreich. Z.B. http://www.meditationschool.eu/meditationskurs/erste-meditationsuebung---atmen/index.html oder http://www.schoener-meditieren.de/meditationstipps.html


Alle Entspannungsverfahren sind hilfreich, denn Angst und Entspannung koennen nicht gleichzeitig in einem Menschen existieren. Je mehr Sie sich also entspannen koennen, desto weniger Raum hat die Angst. Oft bietet die VHS Autogenes Training oder andere Entspannungsverfahren an. Aber auch im Internet gibt es viele Angebote. Man kann dazu auch einfach eine CD bestellen und benutzen.

Hier finden Sie ein typisches Entspannungsverfahren: http://www.palverlag.de/entspannungsmethoden.html

Manchmal sind Medikamente hilfreich, um ueber die erste Huerde zu springen und eine Therapie zu machen. Dazu sollten Sie mit Ihrem Hausarzt sprechen. Das schwierige bei allen Angststoerungen ist, dass Sie die Welt so einengen, dass sie oft zu Depressionen fuehren. Was Sie beschreiben scheint auf jeden Fall in Richtung Depression zu gehen ("Gefaengnis"). Denn Depressionen machen es unmoeglich, schoene Dinge als schoen zu erleben. Das ganze Leben sieht nur noch grau aus und das macht es schwer, sich zu motivieren irgendetwas zu tun - also auch gegen die Angst anzukaempfen.

Es gibt ein paar Online-Programme, die helfen, Angstgedanken und depressive Gedanken zu veraendern, wenn eine Therapie nicht machbar ist. Schauen Sie dazu doch mal bei www.novego.de vorbei.

Leider wird der Weg aus der Angst nicht von heute auf morgen passieren, aber es gibt Wege aus der Angst. Sie sind nicht gefangen.

Ich hoffe, dass ich Ihnen etwas Mut machen konnte. Fuer Nachfragen stehe ich natuerlich gerne zur Verfuegung.


Mit freundlichem Gruß,

Annegret Noble

Ueber eine positive Bewertung meiner Antwort wuerde ich mich freuen. Vielen Dank.

Meine Ausführungen und Meinungen ersetzen keine psychologische Diagnostik oder Therapie. Sie beinhalten nur Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze.