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diplompsychologe
diplompsychologe, Dipl- Psychologe
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1216
Erfahrung:  Dipl.- Psychologe (Uni) & Verkehrspsychologe
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diplompsychologe ist jetzt online.

Hallo, ich wende mich an einen Spezialisten da ich mich in

Kundenfrage

Hallo,
ich wende mich an einen Spezialisten da ich mich in letzter Zeit nicht mehr im Griff habe.

Ich habe eine Beziehung die durch die Vergangenheit meines Partners von Anfang an schwierig war . Er hat einen 4 Jahre alten Sohn und es gibt ständig Gerichtsverhandlungen , Anwaltschreiben und Forderungen von der anderen Seite.
Ich zweifle an der Intelligenz der Kindesmutter die alles auf dem Rücken des Kindes austrägt und so Ihre Boshaftigkeit ausspielt.
Mein Partner kann nicht mit Geld umgehen ist Schichtarbeiter und lebt in den Tag hinein ohne Weitsicht.

Seit einem halben Jahr merke ich das ich mich einfach nicht mehr im Griff habe . Ich laufe vor mir selbst davon. Vor der Beziehung. Raste völlig aus. Verstehe alle gut gemeinten Aufmerksamkeiten falsch. Habe mich nicht mehr im Griff , sodass ich wenn es sein muss 25 mal hintereinander anrufe wenn er nicht hin geht. Ich habe weder eine Vorstellung was ich will noch eine Perspektive was ich erreichen will im Leben.
In der Beziehung ist es so , das wir uns gegenseitig immer Öl ins Feuer gießen. Es ist ein Fangen spielen ... Er bedeutet mir sehr viel , jedoch wenn man sich selbst irgendwann nicht mehr wieder erkennt ist es wohl besser für sich zu sein...
Ich bräuchte dringend einen Rat wie ich mich besser verhalten kann.
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

Hier ist ein “Teufelskreis”, den ich immer wieder sehe in Menschen, die in komplizierten Beziehungen sind. Es scheint, dass viele Menschen, die von Natur aus hilfsbereit sind oder eben in schwierigen Beziehungen leben sich in diesem Verhaltensmuster wiederfinden.

Man hilft, man ist fuer andere da, man steckt zurueck, man stellt die eigenen Beduerfnisse in den Hintergrund. Oft bekommt man wenig zurueck. Ab und zu mal ein “Danke”, aber meist weird es als selbstverstaendlich hingenommen, dass man da ist, wenn man gebraucht wird. Man goennt sich selten etwas, man fuehlt sich oft sogar schuldig, wenn man Zeit, Energie und Geld fuer sich selbst beansprucht. Aber irgendwann ist man dann “leer”. Man hat alles gegeben, was man hat (und meist sogar mehr als man wirklich hat). Man fuehlt sich muede, erschoepft, depressiv. Typische Gedanken sind: “Warum immer ich?” “Wieso kann niemand so fuer mich da sein, wie ich fuer alle da bin?” Das Leben ist zu anstrengend.” “Ich kann nicht mehr.” “Auch wenn ich die ganze Nacht geschlafen habe, fuehle ich mich nicht ausgeschlafen.” “Es fuehlt sich so an, als ob sich die ganze Welt gegen mich verschworen hat.”

Wenn man dann diese Muedigkeit nicht mehr aushaelt, dann wird man wuetend. Denn Wut gibt zumindest ein bisschen Energie. Ausserdem kann man die ganze Frustration, die sich aufgesaut hat, rauslassen. Meist sind diese “Explosionen” sehr laut und erstaunen die Menschen um einen herum, denn “man ist doch sonst so ruhig und hilfreich.” Das Problem ist, dass man sich ja eigentlich als “netter Mensch” sieht und sich das sehr schwer mit diesen Wutausbruechen vereinbaren laesst. Darum entwickelt man schnell Schuldgefuehle (“Eigentlich sollte ich...” “Wie konnte ich nur...”)

Das beste “Gegenmittel” gegen Schuldgefuehle ist – richtig geraten – wenn man genz besonders nett ist und ganz viele nette Dinge fuer andere Menschen tut (v.a. fuer die, die den Wutausbruch erlebt haben) und damit steht man wieder am Anfang des Kreislaufs.

Koennte dieser Kreislauf erklaeren, was sich bei Ihnen veraendert hat?