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InternetCoach
InternetCoach, Psychologin
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1450
Erfahrung:  Familientherapeutin, Drogenberatung, Erziehungsberatung
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Guten Abend! Ich habe einen 15 jährigen Sohn, der mir zunehmend

Kundenfrage

Guten Abend!
Ich habe einen 15 jährigen Sohn, der mir zunehmend lustlos und unkommunikativ vorkommt. Sein Freundeskreis ist sehr eingeschränkt, er kann sich Menschen überhaupt schlecht öffnen und hat diesbezüglich Ängste. Selbst mir und seinem Stiefvater kann er im Gespräch kaum in die Augen sehen. Er hat für nichts eine Leidenschaft und hat nach eigener Aussage auch an nichts Spass. Nun wäre das vielleicht auch der Pupertät geschuldet,wenn da nicht sein Vater wäre, der schon lange an Depressionen leidet, weshalb mein Sohn in den ersten Lebensjahren die Ablehnung\ Ignoranz seines Vaters zu spüren bekam. In der Familie seines Vaters sind schon öfter depressive Probleme aufgetreten und ich mache mir Sorgen vielleicht etwas zu übersehen. Andereseits möchte nicht etwas zum Problem "machen". Raten Sie mir zu einem Besuch beim Jugendpsychologen?
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin und Mutter,
es ist oft sehr schwierig zwischen "Pubertaet" und Depressionen zu unterscheiden, denn oft fuehren die Hormonschwankungen der Pubertaet zu depressiven Gefuehlen, die sich dann aber auch von alleine wieder geben, aber es gibt eben auch Situationen, in denen die Depressionen tiefer gehen und es waere gut, da so frueh wie moeglich einzugreifen.

Was hat denn der Neurologe fuer Befunde gegeben?

Ein Termin bei einem Jugendpsychologen ist wahrscheinlich auf jeden Fall eine gute Idee. Denn auch wenn Ihr Sohn keine Depressionen hat, dann findet er dort doch jemanden, der ihm einfach zuhoert, mit dem er reden kann, der ihm hilft, die Pubertaet zu navigieren und der nicht ein Elternteil ist. Wenn Ihr Sohn offen ist, dann empfiehlt sich das auf jeden Fall. Sie muessen es ja nicht als "Problem" formulieren sondern als "Unterstuetzung": Sie fuehlen sich etwas hilflos und erhoffen sich, dass er mit einem unbeteiligten Erwachsenen darueber reden, wie es ihm geht und was er braucht - was ihm ja anscheinend zu Hause schwer faellt, weil Sie ja "nur" die Eltern sind.

Nehmen Sie die Symptome ernst und bieten Sie Hilfe an - formulieren Sie es aehnlich, wie Sie es hier sagen: Es kann gut sein, dass bei dir alles okay ist und wir uns unnoetig Sorgen machen. Aber in deiner Familiengeschichte gibt es viele Menschen mit Depressionen, die ja oft vererbt werden, darum moechten wir, dass du mehr ueber Depressionen lernst, damit du entscheiden kannst, ob das auf dich zutrifft oder nicht und wie du dir Hilfe besorgst, falls es auf dich zutrifft.

Hoffentlich wird Ihr Sohn dann die Gelegenheit, mit einem Psychologen zu sprechen, als etwas hilfreiches und nicht als etwas stigmatisierendes sehen koennen.

Ich hoffe, dass Ihnen meine Antwort weiterhilft. Fuer Nachfragen stehe ich natuerlich gerne zur Verfuegung.

Mit freundlichem Gruß,

Annegret Noble

Ueber eine positive Bewertung meiner Antwort wuerde ich mich freuen. Vielen Dank.

Meine Ausführungen und Meinungen ersetzen keine psychologische Diagnostik oder Therapie. Sie beinhalten nur Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze.