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diplompsychologe
diplompsychologe, Dipl- Psychologe
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1216
Erfahrung:  Dipl.- Psychologe (Uni) & Verkehrspsychologe
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diplompsychologe ist jetzt online.

Hallo, meine Tochter 5 Jahre alt, pinkelt täglich mehrmals

Kundenfrage

Hallo,

meine Tochter 5 Jahre alt, pinkelt täglich mehrmals in die Hose. Ein medizinisches Problem haben wir ausschließen lassen können. Obwohl sie ansonsten mit vielen Dingen (sprechen, Motorik, strukturiertes Denken..) schon sehr weit ist, schenkt sie dem Pinkeln nullkommanull Aufmerksamkeit. Nur bei Autofahrten sagt sie Bescheid, wenn sie einmal muss. Wir haben versucht ihr die Zeit zu lassen und auf die Kita gehofft, die sie seit ihrem 1. Lebensjahr sehr sehr gerne besucht. Sie hat dort viele Freundinnen gefunden und fühlt sich wohl. Grundsätzlich möchte sie aber eigentlich größer sein, als sie ist. Das liegt sicherlich auch an ihrem 5 Jahre älteren Bruder, zu dem sie eine ganz tolle Beziehung hat. Wir sind derzeit in psychologischer Behandlung mit ihr, die aber nach 4 Monaten noch überhaupt keine erkennbaren Fortschritte mitsich bringt und auch der Ansatz, unserer Tochter Windeln anzuziehen und abzuwarten nicht aufgeht. Das Vertrauen in die Psychologin ist geschwunden und so suchen wir auch schon eine Psychologin/Psychologe. Was könnten Sie uns an Therapieansatz grundsätzlich empfehlen ? Wir wären sehr dankbar, wenn wir kurzfristig eine Antwort erhielten. Vielen vielen Dank.
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte Eltern,
von dem was Sie beschreiben scheint Ihre Tochter ja durchaus in der Lage zu erkennen, wenn sie auf's Klo muss (sie sagt beim Autofahren Bescheid). Die Frage ist, ob sie in den anderen Situationen zu abgelenkt ist, um zu bemerken, dass sie muss oder ob es ihr egal ist, dass sie in die Hosen macht. Gab es irgendeine Zeit im Leben Ihrer Tochter, wo sie keine Windeln trug? Was passiert, wenn sie dann in die Hosen macht? Wie reagieren die anderen Kinder in der Kita darauf?
Was fuer einen Therapieansatz benutzt die momentane Psychologin denn?
Hat Ihre Tochter irgendwelche anderen Schwierigkeiten mit der Koerperwahrnehmung?
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Hallo,


 


für unsere Tochter ist es zum einen wichtiger mit dem Spielen fortzufahren als aufs Klo zu gehen (Ablenkung), zum anderen ist es ihr aber auch egal, dass sie in die Hose macht. Mit 3 Jahren haben wir ihr die Windeln nicht mehr angezogen und die Aufmerksamkeit und das Interesse aufs Klo zu gehen war auch durchaus bei ihr da. Aber sie hat diese Neugierde schnell wieder verloren. Wenn sie heute keine Windeln trägt und in die Hose macht, dann verdrängt sie das einfach, sie spielt einfach weiter, so als wäre nichts passiert. Die anderen Kinder in der Kita sagen ihr, wenn sie in die Hose gemacht hat und fordern sie auf, die Hose zu wechseln, was sie blöd findet. Aber es spornt sie leider auch nicht an, das Klo gehen lernen zu wollen. Der Therapieansatz war der, dem Kind mehr Zeit zu geben, dieses Thema gar nicht anzusprechen, sie nicht zu schicken, ihr wenn es zu häufig vorkommt eine Windel anzuziehen. Alles in der Hoffnung, dass die Zeit etwas später reif fürs Klo gehen ist. Unsere Tochter hat mit der Körperwahrnehmung sonst keine Schwierigkeiten. Sie verhält sich wie alle anderen Kinder auch. Sie möchte aber gerne größer sein, und unsere Psychologin vermutet, dass sie deshalb blockiert ist.

Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte Eltern,
es ist schon etwas ungewoehnlich, dass ein Kind mit 5 Jahren so wenig Wert darauf legt, was die anderen Kinder denken, dass sie nicht bereit ist, auf's Klo zu gehen. Eigentlich gehoert das "Auf's-Klo-Gehen" ja zum groesser werden, darum erstaunt es mich um so mehr, dass Ihre Tochter diese Verbindung nicht zieht: alle groesseren Menschen gehen auf's Klo. Wenn ich groesser sein will, dann muss ich auch auf's Klo.
Die meisten Kinder empfinden ausserdem nasse Hosen als unangenehm.
Eigentlich weiss Ihre Tochter ja, wie man auf's Klo geht, sie findet es nur nicht wichtig. Die Frage waere dann ja, wie man es wichtig machen kann - so dass sie es wichtig findet.

Arbeitet Ihre Psychologin v.a. Verhaltenstherapeutisch? Wenn nicht, dann waere das wahrscheinlich der Ansatz, den ich empfehlen wuerde.