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InternetCoach
InternetCoach, Psychologin
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1450
Erfahrung:  Familientherapeutin, Drogenberatung, Erziehungsberatung
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Ich habe seit über 50 Jahren eine Schwester mit einer bipolaren

Kundenfrage

Ich habe seit über 50 Jahren eine Schwester mit einer bipolaren Störung. damals waren die Zustände in der Psychiatrie so furchtbar , dass ich mir vornahm , sie nie mehr in eine Klinik zu lassen.Das sehe ich heute nicht mehr so.Ich habe sie vor der Klinik lange bewahrt und ihr durch meine Beziehungen auch ein normales Arbeitsleben ermöglichen können. Aber ich bin jetzt 75 und selbst am Ende meiner Kräfte. Gerade habe ich sie 7 wochen lang in einer manischen Phase aufgenommen. Das ist kräfteraubend.Was mache ich, wenn sie wieder erkrankt? Ich habe keine rechtlichen Möglichkeiten, sie in eine Klinik zu bringen
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  daniela-mod hat geantwortet vor 4 Jahren.

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Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,
haben Sie sich beim sozialpsychiatrischen Dienst vor Ort erkundigt und dort hat man Ihnen gesagt, dass man nichts machen kann, um Ihre Schwester in die Klinik zu bringen?
Wenn sie wirklich nicht in der Lage ist, fuer sich selbst zu sorgen, dann muesste eine Einlieferung in die Klinik auch gegen ihren Willen nach PsychKG eigentlich moeglich sein.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Mir wurde die Auskunft gegeben, dass sie nur gegen ihren Willen in eine Klinik eingewiesen werden kann, wenn sie sich selbst oder andere Menschen bedroht. Das ist nicht der Fall. Zur Zeit ist die Symptomatik wieder am Abklingen. Sie kann - allerdings mit ein wenig Unterstützung von mir - wieder für sich sorgen , wenn sie die Medikamente nimmt.Leider ist es so , dass sie nach einer guten normalen Zeit oft anfängt , den Arzt zu bedrängen, die Medikamente zu reduzieren- was der dann auch getan hat , was dann schon zum zweiten Mal schief gelaufen ist. Aber der Arzt hat ihrem Drängen nachgegeben, weil er die Beziehung zu ihr erhalten will. Ich werde nicht einbezogen, obwohl ich die Symptome Tag und Nacht mitbekomme , er nur alle 3 Monate für 15 Minuten.Ich bin ihre einzige Angehörige , aber mir gegenüber hat der Arzt Schweigepflicht. Ich finde das unrealisctisch und zum Verzweifeln.
Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,
es ist wahr, dass der Arzt Ihnen nichts ueber die Behandlung Ihrer Schwester sagen kann, aber Sie haben ja keine Schweigepflicht. Sie koennen dem Arzt alles erzaehlen, was Sie wollen. Unter anderem auch, wie schlecht es Ihrer Schwester geht, wenn sie die Medikamente reduziert. Denken Sie, Sie koennten entweder einen Brief schreiben oder mit dem Arzt telefonieren, um ihm Ihre Sicht der Dinge zu beschreiben?
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Es ist gut, dass mir bewusst ist, dass ich keine Schweigepflicht habe. Das habe ich auch schon genutzt . Ich habe mehrmals an den Hausarzt und den Psychiater geschrieben,Telefonieren gelang nicht. Die Ärzte hätten es als Vertrauensbruch gegen die Patientin angesehen.Ich konnte aber merken, dass sie auf meine Informationen reagierten. Ob ich ihnen auch schreiben kann, dass ich bei einem nochmaligen Ausbruch einer manischen Phase sie bitten würde, sie zu überreden , dass sie sich ins Krankenhaus einweisen lässt, weil ich das gesundheitlich nicht mehr schaffe? (
Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,
das faende ich sehr wichtige Information fuer diese Aerzte, denn dann wissen sie, dass Ihre Schwester auf sich alleine gestellt waere, und damit haben die Aerzte eine gewisse Pflicht, etwas zu tun - unter anderem eben auch, Ihre Schwester einzuweisen. Sein Sie in Ihrem Brief ganz klar, dass Ihre Schwester bei einer erneuten manischen Phase absolut nicht bei Ihnen bleiben kann und dass Sie erwarten, dass die Aerzte Ihrer Schwester helfen, alternative Unterstuetzung zu bekommen. Lassen Sie bitte keine Zweifel daran, dass Sie unter Umstaenden bereit sind, Ihre Schloesser auszutauschen und Ihre Schwester nicht ins Haus zu lassen - weil IHRE Gesundheit dadurch so leidet. Ich befuerchte, dass die Aerzte Sie nur so ernst nehmen. Wenn Sie nur um etwas "bitten", dann ist das wahrscheinlich nicht genug. Beschreiben Sie ruhig auch, wie schlecht es Ihnen geht und was Sie fuer sich tun muessen.

Bleiben Sie auch beim sozialpsychiatrischen Dienst mit dran. Wenn Ihre Schwester eine manische Phase haben sollte - und keine Unterstuetzung - dann koennte das durchaus als "Gefahr fuer das eigene Leben" gesehen werden. Ich weiss ja nicht genau, was Ihre Schwester tut, wenn sie manisch ist, aber oft tun Menschen da ja impulsive und gefaehrliche Dinge.

Ich hoffe, dass Ihre Schwester ihre Medikamente nimmt und dass Sie sich erst einmal erholen koennen.

Fuer weitere Nachfragen stehe ich natuerlich gerne zur Verfuegung.

Mit freundlichem Gruß,

Annegret Noble

Ueber eine positive Bewertung meiner Antwort wuerde ich mich freuen. Vielen Dank.

Meine Ausführungen und Meinungen ersetzen keine psychologische Diagnostik oder Therapie. Sie beinhalten nur Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze.