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InternetCoach
InternetCoach, Psychologin
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1450
Erfahrung:  Familientherapeutin, Drogenberatung, Erziehungsberatung
62882398
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Hallo, ich habe den Verdacht, dass mein Partner unter dem

Kundenfrage

Hallo,

ich habe den Verdacht, dass mein Partner unter dem Borderlinesyndrom leidet. Er erfült nahezu alle beschriebenen Symptome. Kann ich ihn darauf ansprechen? Er weiß, dass viele Mitmenschen mit seinem Verhalten nicht klar kommen, dass sein Verhalten eventuell krankhaft ist - sieht er allerdings nicht. Deshalb würde er auch nicht zu einem Psychologen oder Psychater gehen. Was kann man tun? Wenn die Phasen extrem sind, trinkt er sehr viel Alkohol. Ich mache mir große Sorgen und würde ihm gerne helfen, aber ich weiß nicht, ob ich ihn dazu bewegen kann professionelle Hilfe aufzusuchen. Über einen Rat wäre ich sehr dankbar.
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,
oft hilft es, wenn man die "Tuer oeffnet" zu der Moeglichkeit dieser Diagnose, damit die betreffende Person dann selbst entscheidet, dass sie etwas aendern moechte. DAzu koennten Sie z.B. Artikel, die Sie zum Thema finden ausdrucken und etwas sagen wie: "Ich habe diesen interessanten Artikel gelesen und frage mich, was du dazu denkst." Lassen Sie vielleicht ein Buch zum Thema auf dem Kuechentisch liegen. Schlagen Sie vor, dass Sie gemeinsam eine Therapie machen - und machen sich selbst zum Thema, also nach dem Motto: "Ich habe Probleme in unserer Beziehung gut zu kommunizieren, wuerdest du mit mir eine Therapie machen, damit ich das lerne." (oder was auch immer da passen wuerde).
Auf diesem Weg kann man jemandem oft helfen, dass er gegenueber Hilfe offen ist - indem er erlebt, dass es keine Schwaeche ist, um Hilfe zu bitten und dass es sogar ganz angenehm sein kann, Hilfe zu bekommen.

Haben Sie schon einmal darueber nachgedacht, zu einer Selbsthilfegruppe fuer Angehoerige zu gehen? Dort wird man Ihnen sagen koennen, wer die besten Psychologen vor Ort sind, wie andere Menschen mit einer aehnlichen Situation umgegangen sind, und was fuer andere Moeglichkeiten es noch geben koennte, um Ihrem Partner die Hilfe "schmackhaft" zu machen (z.B. ein Fest, wo Borderliner und Ihre Angehoerigen zusammen kommen, wo Sie Ihren Partner mitnehmen koennen, damit er vielleicht andere Borderliner trifft, die offen mit ihm reden koennen).
Schauen Sie doch z.B. hier nach:

http://www.borderlineselbsthilfe.de/

http://www.borderlinecommunity.de/

http://www.borderline-angehoerige.de/



Ich hoffe, dass ich Ihnen damit weiterhelfen konnte. Fuer Nachfragen stehe ich natuerlich gerne zur Verfuegung.

Mit freundlichem Gruß,

Annegret Noble

Ueber eine positive Bewertung meiner Antwort wuerde ich mich freuen. Vielen Dank.

Meine Ausführungen und Meinungen ersetzen keine psychologische Diagnostik oder Therapie. Sie beinhalten nur Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze.



Ansonsten muss Ihr Freund leider selbst entscheiden, dass er Hilfe moechte. Als Menschen veraendern wir uns oft nur dann, wenn der "Leidensdruck" gross genug ist - wenn also der Status Quo so schmerzhaft ist, dass unsere Angst vor Veraenderung weniger gross erscheint. Fuer jeden Menschen ist diese Schwelle unterschiedlich. Manchmal kann man jemandem helfen, indem man ihn "leiden" laesst, damit diese Schwelle ueberschritten wird und er um Hilfe bittet. Das ist natuerlich sehr schwierig, denn niemand sieht gerne zu wie ein geliebter Mensch leidet. Aber oft ist es dieses "Leiden" das zu Veraenderung fuehrt. Wenn Sie also im Moment Dinge tun, die Ihren Freund vor Leid beschuetzen, waere es die Ueberlegung wert, ob Sie damit aufhoeren koennten, damit die Gegenwart so schmerzhaft ist, dass er sich Hilfe holt. Das koennen natuerlich nur Sie selbst entscheiden, ob das angemessen sein koennte.

Ich hoffe, dass