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InternetCoach
InternetCoach, Psychologin
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1449
Erfahrung:  Familientherapeutin, Drogenberatung, Erziehungsberatung
62882398
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Guten Tag, ich schäme mich, weil ich vor 2 Monaten einen

Kundenfrage

Guten Tag,

ich schäme mich, weil ich vor 2 Monaten einen Fehler gemacht habe.

Nach 5 Jahren ging es in der alten Abteilung mit mir bergab.. bin dort irgendwie versauert.. und letztendlich Kollabiert.. 2 Wochen Psychatrie - Totalausfall..
Alle Beteiligten haben darunter gelitten.. Arbeitskollegen.. Kunden.. Freundin.. Familie..

Dann: Mai 2012 - Versetzung - endlich!! Neuanfang!!! Neue Kollegen, super Stimmung hurra..!!
Tolle Aufgabe im Büro in meiner Traumstadt. Aufatmen!! Befreiung!! Entfernung 200km zum alten Ort.

Mein alter Vorgesetzter riet mir: Ich solle das alte einfach Vergessen. Punkt.

Dann: Februar 2013: Eine alte Kollegin, kam für 2 Tage zur Einarbeit.
Mit dieser habe ich mich leider gerne mal gezofft.
Ich wusste nicht wie reagieren und habe die mir übertragene Aufgabe ungefragt an eine Kollegin (teil)abgegeben. d.h. Die Einweisung von ca. 1 Stunde. Die restlichen 2 TAge war mir die Kollegin Gegenüber am Schreibtisch.

Nun: Mein Vorgesetzter war im NAchhinein sauer, weil ich ungefragt an die Kollegin abgegeben habe. Meine alte Arbeitskollegin war irgendwie wohl empört, weil ich mich nicht um sie gekümmert habe. Die Kollegin die mir ausgeholfen hat, war auch irgendwie empört - lt. meinem Vorgesetzten. Sprich, ich habe eine Welle der Empörung ausgelöst. Dabei wollte ich nur auf Nummer sicher gehen. Das nichts schief läuft und wir uns nicht wieder zoffen. Obwohl die alte Kollegin an dem Tag ganz handzahm war.. ich leider überreagiert habe. Nun habe ich ein schlechtes Gewissen und LAufe wie eine Tomate duch das Büro.. Mir fehlt die Spritzigkeit.. Mit meinm Vorgesetzten war ich immer super.. seit 2 Monaten eben, und nur von MEINER Seite aus nicht mehr! Wie kann ich das wieder in´s Lot bekommen?
Ich kann seit daher nicht mehr das gleiche Arbeitspensum bewältigen, weil ich immer daran denken muss, was ich falsch gemacht habe.

Für eine Antwort bin ich Ihnnen sehr dankbar
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 3 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,
Sie hatten hier anscheinend schon einmal um Hilfe gebeten, denn ich erinnere mich an Ihre Situation. Es tut mir furchtbar leid, dass es Ihnen immer noch nicht besser geht. Es sieht tatsaechlich so aus, als ob alle anderen Beteiligten Ihnen laengst verziehen haben und zu wichtigeren Themen im Leben uebergegangen sind, nur Sie stecken leider irgendwie in dieser Scham und in der Erinnerung an diese Situation fest.

Die Frage, die sich mir stellt, ist: Wann haben Sie genug gelitten, um den Preis fuer Ihren Fehler bezahlt zu haben?
In der Rechtssprechung gilt ganz klar, dass man fuer ein Vergehen nur ein einziges Mal bestraft werden darf, und dass die Strafe ein ganz klares Ende haben muss. Nur bei aeusserst gewalttaetigen Vergehen gibt es die "lebenslange" Strafe - und selbst die endet meist bevor das Leben zu Ende ist.

WEnn wir uns also ganz neutral fragen wuerden: Wie schwerwiegend war Ihr Fehler? Und was fuer eine "Strafe" waere angemessen? Denken Sie dass zwei Monate Leiden genug sind? Oder haben Sie mehr "verdient"?

Wenn einem vergeben wurde, dann ist der naechste Schritt, dass man sich selbst vergibt. Jeder Mensch macht Fehler. Das ist normal und oft erwartet. Wie man damit umgeht und was man daraus lernt unterscheidet die Menschen voneinander. In Ihrem FAll zeigen Sie Ihrer Umwelt, dass es fuer Sie sehr schwer ist, Fehler hinter sich zu lassen und daraus zu lernen. Ich vermute, dass das eigentlich nicht der Eindruck ist, den Sie Ihrem Chef vermitteln moechten. Vielleicht motiviert Sie diese Sichtweise, sich selbst zu vergeben und aufzuhoeren, sich selbst zu bestrafen?

Ich hole etwas aus, um Ihnen den Prozess des Vergebens zu erklaeren - Ihre alte Kollegin, Ihre neue Kollegin und Ihr Chef haben diesen Prozess wahrscheinlich alle durchlaufen, um Ihnen zu vergeben (und auch wenn sich alle aufgeregt haben, dann war Ihr Fehler ja doch kein Millionen-Euro Fehler, warum es allen Beteiligten wahrscheinlich eher leicht gefallen ist, Ihnen zu verzeihen).

Natürlich musst man einem Menschen, der einem ein Unrecht antut nicht vergeben, aber wenn man ihm nicht vergibt, dann gibt man ihm Macht über die eigenen Gefühle und damit über das eigene Leben. Viele Menschen denken, dass Vergebung ein Gefühl ist, und dass man nicht vergeben kann, wenn man dieses Gefühl nicht hat. Diese Annahme stimmt aber so nicht. Vergebung ist zwar auch ein Gefühl, aber vor allem ist Vergebung eine Entscheidung. Und die Entscheidung zu vergeben hilft demjenigen, der vergibt, sehr viel mehr als demjenigen, dem vergeben wird.

Als erstes ist da die verletzende Tat oder das Vergehen. Es wurde einem etwas angetan, das falsch, ungerecht und schmerzhaft war. Dabei ist es unwichtig, wie schwerwiegend die Tat war. Die erste Reaktion des Verletzten ist es, den Schuldigen zur Verantwortung ziehen zu wollen. Die meisten Menschen haben ein tiefes Bedürfnis nach Gerechtigkeit und Wiedergutmachung. Darum widerstrebt Vergebung dem gesunden Menschenverstand erst einmal. Redensarten wie „Vergeben und vergessen“ helfen da wenig, denn sie bestätigen (zu Unrecht), dass Vergeben gleichzusetzen ist mit dem Ignorieren eines Unrechts. Wenn man vergibt, tut man so als ob das Unrecht nie passiert wäre. Warum sollte man da vergeben? Weil Vergeben in keinster Weise bedeutet, dass man die Tat vergisst oder einfach über sie hinwegsieht. Das menschliche Gehirn ist ohnehin nicht in der Lage, ein erlebtes Unrecht zu vergessen, und damit ist diese Redensart unsinnig.

Manchmal wird ein Täter bestraft und dadurch das Bedürfnis des Verletzten nach Gerechtigkeit zumindest teilweise gestillt. Ein Gerichtsprozess, eine Haftstrafe oder ein Urteil, das das geschehene Unrecht öffentlich macht, helfen da oft ein bisschen. Aber letztendlich fühlt der Täter weder den Schmerz, den er einem anderen zugefügt hat, noch kann er die Tat zurücknehmen. Der Schmerz und die Verletzung bleiben und beeinflussen das Leben, das Verhalten und die Entscheidungen des betroffenen Menschen oft noch jahrelang. Eine Frau, die vor ihrer Ehe vergewaltigt wurde, kann manchmal 20 Jahre später ihrem Mann immer noch nicht vertrauen, obwohl er sie nie schlecht behandelt hat. Ein Kind, das den Unfalltod eines Freundes beobachtet hat, wird auch als junger Mensch noch mit der Angst leben, dass alle Menschen, die ihm nahestehen, ständig in Gefahr sind und sich darum vielleicht nicht auf eine intime Beziehung einlassen. Ein Mann, der in der Armut der Nachkriegszeit aufwuchs, wird niemals verstehen, wie andere so unbedacht mit Lebensmitteln umgehen oder Dinge wegschmeissen, die vielleicht noch benutzt werden können. Diese Erlebnisse prägen einen Menschen und machen Vergebung damit zu einem wichtigen Thema.

Wenn man ein Unrecht erlebt, spürt man als erstes Schmerz. Von einem leichten Ziehen im Brustbereich bis hin zur rohen Verzweiflung. Je nach Art des Vergehens spürt man diesen Schmerz nur, wenn man sich an die Tat erinnert, oder er ist so überwältigend, dass er zum Teil des täglichen Lebens wird. Vielen Menschen wird dieses Gefühl des Verletztseins zu viel, und sie werden wütend. Diese Wut ist angebracht und oft hilfreich. Sie beschützt einen davor, sich wieder in eine ähnliche Situation zu begeben und nochmals verletzt zu werden. Sie erlaubt es einem sich gegen den lähmenden Schmerz zu wehren und im täglichen Leben zu funktionieren. Die Wut macht stark genug, den Täter zu konfrontieren, die Polizei zu rufen, oder während der Gerichtsverhandlung etwas zu sagen.

Und dann? Dann bleibt man entweder im Schmerz oder in der Wut stecken. Diese Gefühle prägen dann das Leben. Sie beeinflussen alle Erlebnisse und Beziehungen. Oft scheint sich die Person gar nicht mehr erinnern zu können, dass das Leben einmal anders aussah und sich vor allem anders anfühlte. Sind Sie schon einmal jemandem begegnet, der in der Wut steckengeblieben war? Wollten Sie Zeit mit diesem Menschen verbringen? Wahrscheinlich nicht. Diese Menschen sind normalerweise bitter und pessimistisch. Sie sehen nur das schlechte im Leben und in anderen Menschen. Sie kritisieren alles und jeden und finden auch an einem wunderschönen sonnigen Sommertag etwas auszusetzen. Sie haben keine wirklichen Freunde und können sich über nichts von Herzen freuen. Sie hegen ständig Rachegedanken und sehen auch in unschuldigen Missverständnissen böse Absichten. Aus Menschen, für deren Schicksal man Mitleid empfand, sind Menschen geworden, die keiner wirklich mag.

Dann gibt es diejenigen, die nach der Verletzung im Schmerz stecken bleiben. Sind Sie da schon einmal jemandem begegnet? Diese Menschen sind normalerweise deprimiert, depressiv, müde, und erschöpft. Und wenn man Zeit mit ihnen verbringen, fühlt man sich danach genauso. Sie sehen sich als ständige Opfer und haben das Gefühl, dass die Welt darauf aus ist, ihnen wehzutun oder ihnen weiteres Unrecht zuzufügen. Jedesmal wenn man ihnen vorschlägt, wie sie ihr Leben verbessern oder sich einfach nur besser fühlen könnten, dann antworten sie: „Ja, aber....“ Und beschreiben ausführlich, warum der Vorschlag sowieso nicht umsetzbar ist, warum deine Idee von Anfang an unsinnig war, und warum alle Versuche, etwas Freude in ihr Leben zu bringen, ganz sicher fehlschlagen werden. Nach einem solchen Gespräch fühlt man sich hilflos, frustriert, entmutigt und ausgelaugt und man hat das Gefühl im Bauch, dass diese Menschen sich nicht wirklich besser fühlen wollen, dass sie irgendwie ganz zufrieden sind in ihrer Misere.

Wenn jemand bitter, wütend und unglücklich ist und sich dann entscheiden würde, seine Rachegedanken loszulassen und zu vergeben, würde er damit demjenigen helfen, der ihm wehgetan hat oder sich selbst? Und jemand, der traurig, unzufrieden, einsam und erschöpft ist – wenn er sich dazu entscheiden würde, die Opferrolle aufzugeben, würde er damit demjenigen helfen, der ihn zum Opfer gemacht hat oder sich selbst? Normalerweise weiss der Täter nicht einmal, dass die verletzte Person wütend oder traurig ist und falls er es weiss, dann betrifft es ihn oft wenig. Ein weiser Mensch sagte einmal, dass Rachegedanken wie ein Gift sind, das man selbst trinkt, in der Hoffnung, dass es den anderen umbringt. Leider vergiftet man damit nur sich selbst und sein Leben.

Um vergeben zu können, muss man sich erlauben, das Vergehen in einem größeren Zusammenhang zu betrachten. Was bewegte den Täter? Hat man selbst in irgendeiner Art und Weise zu der Tat beigetragen? Könnte ein Missverständnis zu der Tat beigetragen haben? Gibt es mildernde Umstände? Wiederholte der Täter etwas, das ihm angetan wurde? Diese Fragen und die entsprechenden Antworten entschuldigen weder den Täter noch die Tat. Was geschah, ist auch weiterhin falsch, ungerecht und schmerzhaft. Vergebung bedeutet weder, dass man die Tat vergisst noch dass man so tut, als ob sie nie geschehen sei. Man versucht auch nicht, die entsprechenden Reaktionen und Gefühle „wegzuerklären.“ Wenn man vergibt, dann trifft man die Entscheidung, sein Recht auf Rache nicht länger einzufordern. Man entscheidet sich lediglich, die verständlichen und gerechtfertigten Rachegedanken loszulassen, damit man nicht länger im Schmerz oder in der Wut steckenbleibt. Das eigene Leben wird dadurch besser. Dabei ist es eigentlich unwichtig, ob man dem Täter mitteilt, dass man ihm vergeben hat oder nicht. Vergebung ist ein einseitiger Prozess, eine Einbahnstrasse. Die Beziehung zum Täter wird durch das Vergeben nicht automatisch repariert. Wenn der Täter eine Strafe ableistet, bedeutet Vergebung nicht, dass die Strafe erlassen wird. Wenn es ein Urteil gab, dass den Täter schuldig sprach, dann bedeutet Vergebung nicht, dass er freigesprochen wird. Vergebung bedeutet, dass das Leben des Verletzten nicht mehr ausschliesslich von dem Bedürfnis bestimmt wird, dass der Täter den gleichen Schmerz empfindet, den der Verletzte spüren muss.

Manchmal ist Versöhnung möglich und wünschenswert. Zur Versöhnung gehören aber zwei. Im Idealfall entschuldigt sich der Täter und bittet um Vergebung. Dann vergibt der Betroffene und die Beziehung kann repariert und erneuert werden. Manchmal ist Versöhnung nicht möglich oder vielleicht sogar unklug. Wenn der Täter die Tat nicht bereut oder gar die Tat rechtfertigt, dann ist Versöhnung nicht wirklich möglich. In diesem Fall ist es ausserdem wahrscheinlich, dass die Person in Zukunft die gleiche oder eine ähnliche Tat begehen wird. Vergebung ist nötig, damit das Leben für den Verletzten weitergehen kann. Versöhnung ist ein möglicher nächster Schritt, wenn alle betroffenen Personen bereit sind, sich und ihr Verhalten zu ändern, um eine gesunde Beziehung zu schaffen, in der es nicht regelmässig zu Verletzungen kommt.In Ihrem Fall streben Sie alle Versoehnung an und eigentlich sollte das auch moeglich sein.

Hier ist jetzt der wichtige Schritt fuer Sie:

Und wenn mann sich selbst vergeben muss, weil man selbst der- oder diejenige ist,der einen Fehler begangen hat? Der Prozess ist genau der gleiche. Als erstes muss man aufhören, sich selbst bestrafen zu wollen. Menschen werden sehr kreativ, wenn es darum geht, sich selbst zu bestrafen. Manche sind eher offensichtlich, sie ritzen sich, sprechen über Selbstmord, gönnen sich nichts gutes, machen sich alle positiven Beziehungen kaputt und umgeben sich mit negativen und gemeinen Menschen. Andere sind schwerer zu erkennen. Da ist die Mutter, die darin aufgeht, dass sie für andere sorgt, sich aber ständig die eigenen Bedürfnisse untersagt. Sie wird für ihre Selbstaufopferung bewundert. Da ist der harte Arbeiter, der von allen respektiert wird. Er ist morgens da bevor die Kollegen kommen und geht abends als letzter nach Hause. Aber eigentlich tut er das alles nur damit er keine Zeit hat, darüber nachzudenken, was für ein schlechter Mensch er seiner Meinung nach wirklich ist. Selbstbestrafung ist sehr viel weiter verbreitet als man oft annimmt. Manchmal können Menschen nicht annehmen, dass ihnen vergeben worden ist. Auch wenn andere keine Rachegedanken mehr hegen, können sie sich selbst ihr Verhalten nicht vergeben. In diesem Fall kann man die Vergebung eines anderen erst akzeptieren, wenn man sich selbst vergeben hat.

Wie vergibt man sich also selbst? Als erstes gibt man zu, dass das eigene Verhalten falsch war. Dann spürt man den Schmerz, die Trauer, die Wut und die Frustration, die das eigene Verhalten hervorgerufen hat. Danach entscheidet man, sich zu vergeben. Dazu muss man sich die Umstände der Tat genauer anschauen und verstehen, was passierte. Was waren die Beweggründe? Die mildernden Umstände? Wenn man sich dann entscheidet zu vergeben, muss man gleichzeitig akzeptieren, dass einem vergeben wurde. Dazu gehört oft auch, dass man akzeptiert, dass man ein Mensch ist, der es Wert ist und es verdient hat, dass ihm vergeben wird. Gibt es Menschen, denen nicht vergeben werden kann? Bedenken Sie dabei, dass Vergebung nicht wirklich demjenigen hilft, dem vergeben wird, sondern demjenigen, der vergibt. Wenn es Menschen gibt, denen nicht vergeben werden kann, gibt es Menschen, die niemals vergeben dürfen und damit keinen Ausweg haben aus der Misere ihrer Wut oder ihres Opferdaseins. Wenn sie nicht vergeben dürfen, sind sie dazu verurteilt, zu bitteren oder hilflosen Menschen zu werden – und das alles nur weil ihnen wehgetan wurde. Falls Sie an dieser Stelle das Gefühl haben, steckengeblieben zu sein und nicht weiterzukommen, sollten Sie das Thema der Vergebung und vor allem der Selbstvergebung wahrscheinlich mit Hilfe eines Therapeuten oder Seelsorgers durcharbeiten.

Falls Sie entscheiden, dass Vergebung tatsächlich die beste Lösung ist, dann sollten Sie im Fall der Selbstvergebung immer auch auf Versöhnung hinarbeiten. Sie sollten sich darum bei sich selbst entschuldigen und diese Entschuldigung natürlich auch annehmen. Danach koennen Sie dann mit sich selbst aussöhnen, mit sich selbst Frieden schliessen und letztendlich mit sich selbst ins Reine kommen. Fehler sind menschlich. Wenn Sie sich für Fehler nicht vergeben koennen, werden Sie wahrscheinlich in Ihrem Schmerz oder Ihrer Wut steckenbleiben und Ihr Leben (und das Leben der Menschen in Ihrer Umwelt) wird wahrscheinlich frustrierend sein.Was Sie ja gerade erleben - Sie sind wenige produktiv und die Atmosphaere auf der Arbeit ist ungemuetlich.

 

Ich hoffe, dass Ihnen diese Hinweise helfen, damit Sie sich vergeben koennen und Sie zu sich selbst und einer positiven Arbeitsatmosphaere zurueckkehren koennen. Fuer Nachfragen stehe ich natuerlich wie immer gerne zur Verfuegung.

 

Mit freundlichem Gruß,

Annegret Noble

Ueber eine positive Bewertung meiner Antwort wuerde ich mich freuen. Vielen Dank.

Meine Ausführungen und Meinungen ersetzen keine psychologische Diagnostik oder Therapie. Sie beinhalten nur Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze.

 

 

Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Um so mehr ich darüber nachdenke,


umso mehr komme ich zu dem Entschluss,


dass ich mir keiner Schuld bewusst bin!!


Eine Überreaktion war doch ganz klar vorprogrammiert!


Ich brauche mich desshalb gar nicht zu entschuldigen!


Es ist so, ich bin so, ich lebe noch.


Das ist gut so!


 

Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,
ich stimme Ihnen zu. Sie haben wirklich keinen wirklichen Grund, sich zu entschuldigen - oder sich schuldig zu fuehlen. Und wenn Sie sich diesen Stress nehmen koennen, keinen Grund mehr sehen, NICHT erhobenen Hauptes zur Arbeit zu gehen, dann geht es Ihnen hoffentlich auf der Arbeit besser und auch die langen Arbeitsstunden machen Ihnen dann weniger zu schaffen, wenn Sie sich kompetent, selbstbewusst, professional und vertrauenswuerdig fuehlen.
Es scheint, dass wenn man zufrienden mit sich selbst und seinem Leben ist, sich "ebenbuertig" und erfolgreich fuehlt, man sehr viel leichter mit Stress umgehen kann - oder der Stress dann leichter von einem abprallt. Ich vermute, dass Ihr letzter "Anfall" tatsaechlich damit zusammenhaengt, dass Sie neben dem "normalen" Stress eben auch diesen internen Stress hatten. Wenn Sie den jetzt einfach loslassen koennen - wie gesagt, ich denke auch nicht, dass es wirklich einen Grund gibt, dass Sie sich da schuldig fuehlen, dann geht es Ihnen hoffentlich bald besser und dann koennen Sie auch den normalen Stress auf der Arbeit besser aushalten.

Mit freundlichem Gruss,
Annegret Noble

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