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Palatina
Palatina, Diplom Psychologin
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 36
Erfahrung:  Psychotherapie - Notfallpsychologie - Opferhilfe-Therapie - Mediation
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Palatina ist jetzt online.

Meine Tochter ist 13 lebt seit Geburt mit ihrer schwester bei

Kundenfrage

Meine Tochter ist 13 lebt seit Geburt mit ihrer schwester bei (ihrem Vater)mir sie kennt ihr Mutter und sagt jetzt sie möchte bei ihr Wohnen wenn ich sie drauf anspreche das es möglich währe fängt sie an zu weinen sagt aber nicht warum und bleibt verschwiegen weis nicht was sie denkt oder nun wirklich möchte
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  Palatina hat geantwortet vor 4 Jahren.
Lieber Ratsuchender,

was die Gründe waren, daß die Kinder bei Ihnen aufgewachsen sind, weiß ich nicht. Auch weiß ich nicht, wie bisher der Kontakt zur Mutter war.

Versuch ich mich einfach mal in die Situation Ihrer Tochter zu versetzen:
Im Kindergarten und in der Schule sehe ich, wie die anderen Kinder von Mami erzählen, und mir ist es vielleicht peinlich, daß meine Mami nicht bei mir ist. Da frag ich mich, warum, ob sie mich denn nicht liebhat.
Aber immerhin hab ich ja noch Papi und meine Schwester.

Irgendwann (typischerweise gegen die Pubertät zu) möchte ich halt doch wissen, wer meine Mutter wirklich ist, entweder, weil ich sie lange Jahre gar nie sehen konnte, oder weil ich, auf dem Weg zum Frauwerden, mir wünsche, meiner Mutter näherzukommen.

(Was völlig offen ist: hat die Mutter um den Kontakt kämpfen müssen, oder hatte sie nie Interesse, gab es äußere Gründe, die den Kontakt behindert haben, etc. Würde denn die Mutter ihre Tochter wollen, daß sie zu ihr kommt?)

Dann hats die Pubertät auch so an sich, daß die Eltern schwierig werden ;-). Als Vater wissen Sie, daß man sich ja wirklich mit dem Alltagsgeschäft der Erziehung oft genug unbeliebt machen muß, da können die Jugendlichen schnell mal auf die Idee kommen, daß es beim anderen Elternteil viel lässiger zugehen würde.
Den genauen Grund bei Ihrer Tochter kenn ich halt nicht. Es kann also auch ein ganz anderer sein.

Nun sagt "Scarpatettis Binsenweisheit Nummer 4", daß man etwas wollen und gleichzeitig Angst davor haben kann.
Wenn ich mich jetzt wieder in Ihre Tochter versetze, erhoffe ich mir sehr viel davon, wenn ich bei meiner Mutter wohne, denn sie ist vielleicht weniger streng, und alles, was mich an Papi stört, fällt dort weg.
Aber wenn Papi mir das einfach so ermöglicht... will er mich denn jetzt auch loswerden, wie Mami damals???
Und was, wenns bei Mami doch nicht so lässig ist, hab ich dann Papi nicht so sehr vergrätzt, daß es keinen Weg zurück mehr gibt?

So oder so ähnlich könnte es sein.
Dann wäre es sehr wichtig, wenn Sie ihr vermitteln könnten, daß Sie ihren Wunsch respektieren, aber auch, daß sie jederzeit wieder zu Ihnen zurückkommen kann, wenn sie das möchte.

Wie sind Sie denn mit der Mutter der Töchter im Gespräch? Gibt es auch da Verbesserungsbedarf?
Nochmal: Wichtig wäre, der Tochter die Sicherheit zu geben, daß Sie verfügbar bleiben und ob des Wunsches nicht beleidigt oder gekränkt sind, denn der Wunsch, den anderen Elternteil besser kennenzulernen, ist ganz normal.

Leuchten Ihnen diese Erläuterungen ein?
Dann wünsche ich Ihnen gutes Gelingen, und allseitig erweitertes Verständnis füreinander!
I. Scarpatetti