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diplompsychologe
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Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1216
Erfahrung:  Dipl.- Psychologe (Uni) & Verkehrspsychologe
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diplompsychologe ist jetzt online.

ich erlitt am 11.07.2011 meinen 4.Schlaganfall und bin endlich

Kundenfrage

ich erlitt am 11.07.2011 meinen 4.Schlaganfall und bin endlich damit ins Krankenhaus eingeliefert worden. Ich erhalte noch immer neuropsychologische Betreuung.allerdings komme ich nicht damit weiter, daß ich nicht weinen kann, obwohl mein Leben traurig genug wäre ein Faß mit Tränen zu füllen,passiert nichts dergleichen.Lachen kann ich inzwischen wieder, das war für ungefähr ein Jahr verschüttet.Wie komme ich an meine Tränen ran? Ich verspreche mir davon eine große Erleichterung und einen Schritt, mich wieder ein bißchen kompletter zu fühlen.mfG, Bea
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,
ich kann mir nur vorstellen, wie schwer das fuer Sie sein muss. Es kann sein, dass durch die Veraenderungen im Gehirn, Verbindungen abgebrochen worden sind, die "Traurigkeit" mit "Weinen" verbinden. Hat der Neurologe dazu eine Antwort gehabt? Sie sagen, dass Sie schon bei Psychologen/Neuropsychologen nachgefragt haben. Damit ich die Antworten,d ie Sie dort erhalten haben nicht wiederhole, waere es hilfreich zu wissen, was dort vorgeschlagen wurde.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

also, die eine Psychologin befragte mich,ob ich Angst davor hätte zu weinen, was ich bejahte,diese Angst konnte sie mir nehmen, da man sich irgendwann ausgeweint,hätte. weiterhin scheint es kein Emotionales Problem zu geben, die Gefühle sind da, aber die "Mimik" fehlt sprich Tränen.weiter sind wir auf diese Thema nicht eingegangen, da es viele, weitere Probleme in meinem Leben seit dem letzten Anfall gibt.Es scheint mir eher ein Problem mit Fallen lassen können zu sein, da ich als Mutter eines 4jährigen funktionieren muß.mfG,Bea

Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,
nach dieser zusaetzlichen Information sehe ich zwei Moeglichkeiten. Einmal koennte es tatsaechlich etwas "organisches" sein, in dem Sinne, dass in Ihrem Gehirn die Verbindung von Traurigkeit und entsprechender Mimik, also Traenen, durch den Schlaganfall wirklich durchbrochen ist. Genau wie man nach einem Schlaganfall ja z.B. im Kopf den "Befehl" an die Hand oder den Fuss sendet, sich zu bewegen, der Befehl dort aber nicht - oder nicht komplett - ankommt.
Die andere Moeglichkeit ist, dass es ein "Selbstschutzmechanismus" ist. Ihr Kopf und Ihr Koerper wissen, dass im Moment vieles im Argen ist und wollen sich keine "zusaetzlichen Schwaechen" leisten - denn Schwaechen machen angreifbar und verletzlich. Und zum Weinen gehoert ein gewisses Mass an "Loslassen", "sich gehen Lassen", "sich nicht zurueckhalten." Es koennte gut sein, dass Ihr Kopf und Koerper zu diesem Zeitpunkt den Eindruck haben, dass sich ein solches Loslassen zu schnell ausweiten koennte und damit zu einem kompletten Zusammenbruch der muehsam aufgebauten Schutzmauern fuehren koennte. Sie sprechen das in gewissen Sinn auch an, wenn Sie sagen, dass Sie sich nicht fallen lassen koennen. Das Problem beim "Fallenlassen" ist, dass man jemanden braucht, der fuer den Zeitraum des Fallenlassens die Kontrolle uebernimmt (bei unseren Vorfahren waere das jemand, der die Hoehle und das Kind vor den Tigern, Baeren und Loewen beschuetzt). Wenn Sie da niemanden haben, dem Sie diese Aufgabe anvertrauen koennen, dann ist es "logisch", dass sich Ihr Kopf und Koerper gegen diese "Schwaeche" schuetzen.
Gibt es in Ihrem Leben jemanden, der fuer einen kurzen Zeitraum, all Ihre "Verantwortung" uebernehmen koennte, damit Sie sich fallen lassen koennten?