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InternetCoach
InternetCoach, Psychologin
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1449
Erfahrung:  Familientherapeutin, Drogenberatung, Erziehungsberatung
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meine frau ist seit ca 10 jahren alkohol abhängig, hat eine

Kundenfrage

meine frau ist seit ca 10 jahren alkohol abhängig, hat eine therapie in hürth abgebrochen, ist nicht bereit, eine 2. therapie durchzuführen. hatte erneuten rückfall in den letzten 4 tagen, trinkt meist wein, ab und zu auch weinbrand. Frage: kann ich mit ihr eine 3-wöchige reise nach asien unternehmen, oder raten sie mir davon ab? vielen Dank XXX (Name von Moderation entfernt)

Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,
es tut mir leid zu hoeren, dass Ihre Frau im Moment leider nicht bereit ist, eine Therapie zu machen, denn das waere langfristig natuerlich das wichtigste und hilfreichste. Sie haben Recht, dass Sie dort leider gegen den Willen Ihrer Frau wenig bewegen koennen. Sie muss es wollen, damit es Erfolg haben kann.

Zu Ihrer Reise: Ich gehe davon aus, dass Ihre Frau eine Entgiftung gemacht hat und eine Zeitlang ohne Alkohol war? Der Entzug nach einer so langen Abhaengigkeit ist gefaehrlich weil es zu epileptischen Anfaellen kommen kann und anderen medizinischen Komplikationen. Der Entzug nach 4 Tagen ist nicht besonders gefaehrlich. Es kann sein, dass es wichtig ist, dass Ihre Frau auch auf dieser Reise dann weitertrinkt, damit Sie keinen Entzug spuert. Wenn sie jedoch laengere Zeit "clean" war, waere das wahrscheinlich nicht notwendig. Das ist die medizinische Seite. Die andere Frage ist, moechten Sie mit Ihrer Frau, wenn sie trinkt, eine Reise nach Asien unternehmen? Sie wissen ja sehr viel besser als ich, wie sie reagiert, was passiert, wenn sie trinkt, und wie sich das auf Ihre Reise auswirken wuerde.
Manchmal hilft es betroffenen, wenn sie aus der gewohnten Umgebung herauskommen, um eine "Trinkpause" einzulegen. Es scheint oft einfacher, das auf einer Reise zu tun als zu Hause. In dem Sinne koennte diese Reise eine Gelegenheit fuer Ihre Frau sein, nichts oder sehr viel weniger zu trinken. Das kann ich natuerlich nicht versprechen, habe ich aber schon oft erlebt.

Mit diesen Hintergrundinformationen, was denken Sie zu der Reise?
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Sehr geehrte Frau Psychologin,


vielen Dank für Ihre Hilfe; Sie haben die Situation richtig erkannt. Meine Frau zeigt heute noch Entzugserscheinungen wie nicht mit Meeser und Gabel eesen zu können; sie hat Wortfindungsprobleme, zittern von Körper, Kopf u. Hände. Die meiste Zeit verbringt sie im Bett schlafend, den Kauf von weiterem Alkohol habe ich gestoppt, indem ich ihr den Autoschlüssel entzogen habe. Unsere Reise soll ab dem 22.01. losgehen, ob ich bis dahin einen "kalten Entzug" durchhält wage ich zu bezweifeln.


Ein Tapetenwechsel mag ja gut sein, kann aber auch "daneben" gehen, denn es handelt sich um eine Rundreise, d.h. täglich an einem anderen Ort. Ich könnte ja versuchen, kontrolliertes Trinken zu vereinbaren?


 


Im verg. Jahr hat meine Frau einen med. Entzug von 8 Tagen durchgeführt; lt. Klinik kommt ein weiterer nur in Frage, wenn direkt anschließend eine 14-Wochen-Therapie beginnen wird.


 


Ich bin inzw. derart verzweifelt, dass ich an ein Weggehen denke, denn nur auf diese Weise kann ich evtl. bewirken, dass sie die Notwendigkeit einer Therapie erkennt. Was halten Sie von dieser Idee, obwohl es mir sehr schwer fallen wird, diesen Entschluß in die Tat umzusetzen. Es ist auch der angedrohte Suizid, der mir sehr zu schaffen macht. Ich hoffe, Sie können mir helfen, eine für beide Teile gute Lösung zu finden. Vielen Dank XXXXX XXXXX

Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,
Entzugserscheinungen sind leider nicht ganz ohne Gefahren, darum ist der kalte Entzug wahrscheinlich keine so gute Idee - und wenn Sie es durchsetzen, dann passen Sie bitte gut auf, dass Ihre Frau keine epileptischen Anfaelle bekommt - und rufen Sie sofort den Notarzt an, falls Sie da welche sehen.
Ich denke nicht, dass die Art der Reise da einen grossen Einfluss auf das Verhalten Ihrer Frau hat. Es ist unwahrscheinlich, dass sie sich an Vereinbarungen bezueglich des kontrollierten Trinkens wirklich halten kann. Es waere aber einen Versuch wert, wenn Sie kontrollieren koennen, wieviel Ihre Frau trinkt, denn alleine kann sie das wahrscheinlich nicht - das ist ja Teil der Abhaengigkeit.

Ich wuerde der Klinik recht geben, dass ein Entzug nur wirklich in Verbindung mit einer laengeren Therapie Sinn macht.

Aus meiner Erfahrung heraus ist das Weggehen eine echte Moeglichkeit, wenn Sie es wirklich durchziehen koennen. Menschen sind in der Regel leider nur dann bereit sich wirklich zu veraendern, wenn die momentane Situation zu schmerzhaft ist. Und durch Ihr Weggehen koennten Sie den Leidensdruck moeglicherweise so erhoehen, dass Ihre Frau genug Motivation hat, etwas zu veraendern. Die Suiziddrohungen sollte man ernst nehmen, aber man kann da auch sagen: "Wenn du drohst, dich umzubringen, dann muss ich dich in die Klinik einliefern lassen, damit sie dich dort am Leben erhalten koennen." Und das koennen Sie auch gegen den Willen Ihrer Frau tun. In Deutschland greift in dem Fall das "PsychKG". Dazu koennten Sie sich mit dem sozialpsychiatrischen Dienst vor Ort kurzschliessen und besprechen, was fuer Moeglichkeiten Ihnen da offen stehen.
Oft ist es leider wirklich notwendig, diese extremen Schritte zu gehen, damit ein Alkoholabhaengiger bereit ist, die Therapie zu machen - und ohne Therapie macht ein Entzug leider selten Sinn.
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Ich danke XXXXX XXXXX für Ihre Ausführungen und werde im vorgeschlagenen Sinne versuchen, zu handeln. Letztenendes liegt es an mir, eine Entscheidung herbeizuführen, so weit habe ich die schreckliche Lage erkannt. Aber den Schritt zu tun, kostet viel Kraft, aber es muss wohl sein.


Herzlichen Dank nochmal.

Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,
Sie haben absolut Recht, es ist eine schreckliche Lage. Ich wuerde Ihnen die Entscheidung gerne einfacher machen, aber Sie haben Recht, dass es letztendlich darum geht, ob und wann Sie wirklich sagen moechten, dass Sie bereit sind, Abstand zu halten, damit Sie nicht zuschauen muessen, wie Ihre Frau sich das Leben kaputt macht und damit Ihre Frau hoffentlich merkt, dass sie etwas veraendern muss, um Sie zu behalten.

Es gibt uebrigens auch Selbsthilfegruppen fuer Angehoerige von Alkoholkranken. Manchmal hilft es, sich dort mit anderen Menschen auszutauschen, die in einer aehnlich schrecklichen Lage sind. Hier finden Sie die bekannteste Gruppe: www.al-anon.de/

Ich wuensche Ihnen und Ihrer Frau von Herzen alles Gute, wie auch immer Sie sich entscheiden - und letztendlich gibt es nicht wirklich eine "richtige" Entscheidung, es gibt nur die fuer SIE in dieser Situation beste Entscheidung.

Herzliche Gruesse,
Annegret Noble

Ueber eine positive Bewertung meiner Antwort wuerde ich mich freuen. Vielen Dank.

Meine Ausführungen und Meinungen ersetzen keine psychologische Diagnostik oder Therapie. Sie beinhalten nur Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze.

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