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InternetCoach
InternetCoach, Psychologin
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1450
Erfahrung:  Familientherapeutin, Drogenberatung, Erziehungsberatung
62882398
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InternetCoach ist jetzt online.

Hallo, Ich bin alleinerziehende Mutter eines behinderten Kindes

Kundenfrage

Hallo,
Ich bin alleinerziehende Mutter eines behinderten Kindes (12 Jahre).Seit einigen Monaten habe ich Schlafprobleme,kann schlecht einschlafen,werde mehrmals die Nacht wach und kXXXXX XXXXXm wieder einschlafen und jetzt ist es zb die 3 nacht,wo ich gar nicht schlafen konnte.Bin des öfteren ein wenig antriebslos,wobei ich mich wieder aufraffen muß,egal wie.Bin verzweifelt,gestresst,weine oft ohne erkennbaren Grund.Ziehe mich zurück und habe keine Interessen mehr.Ansonsten habe ich einen Apetittverlust.Habe auch öfters zittrige Hände.Und dann kommen dann noch die gewissen Gedanken dazu,die ich irgendwie nicht wirklich abschalten kann.ich weiß momenatn einfach nciht mehr weiter.Haben Sie einen Rat für mich?
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin und Mutter,
koennte es sein, dass Sie unter Burnout leiden? Es ist nicht ungewoehnlich, dass man als Mutter, die fuer ein behindertes Kind zustaendig ist, irgendwann "nicht mehr kann."

Die typischen Symptome von Burnout sind: Chronische Müdigkeit und seelische Erschöpfung, die auch nach einer Erholungs-Auszeit (wie z.B. Urlaub) nicht verschwindet. Distanzierung von der Arbeit. Man verliert die positive Verbindung zur Arbeit und hat ein verringertes Bedürfnis nach Erfolg, hat abwertende und zynische Gedanken über die Arbeit bis hin zu dem Wunsch, in einen anderen Beruf zu wechseln. Körperliche Beschwerden, wie z.B. Schlafstörungen, höhere Anfälligkeit für Krankheiten, Appetitlosigkeit, Verdauungsbeschwerden, Kopf- und Rückenschmerzen, Schwindel, Blutdruckinstabilität, Herzrasen, Tinitus. Psychische Veränderungen, wie erhöhte Gereiztheit, innere Unruhe, die Unfähigkeit, nach der der Arbeit abschalten zu können, Rastlosigkeit, innere Leere, Lustlosigkeit, Angst, Langeweile, Verzweiflung, Resignation, Frustration, Sinnlosigkeitsgefühle, Abstumpfung. Kognitive Leistungseinschränkungen, wie z.B. Konzentrationsstörungen, Entscheidungsunfähigkeit, Selbstzweifel, Wahrnehmung von Leistungsverlust. Änderungen im Verhalten, beispielsweise sozialer Rückzug, Hyperaktivität, Konsum suchtfördernder Substanzen, und Vernachlässigung von Freizeitaktivitäten.

Was denken Sie, koennte das auf Sie zutreffen?

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Leider nicht.Kann mir ein Burnout gar nicht vorstellen.Bin ja durch das behinderte Kind nicht am arbeiten,was wohl auch nie Funktionieren würde.

Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,
entschuldigen Sie, dass ich das vielleicht falsch ausgedrueckt hatte. Ihr Burnout ist eine Folge der Pflege eines behinderten Kindes - Ihr Beruf ist also das Pflegen und Sie sich erschoepft, weil in der Regel die Pflege eines behinderten Kindes sehr viel Energie und Zeit einnimmt. Mein Eindruck war, dass die Symptome, die Sie beschreiben, durchaus in der Definition des Burnout zu finden waren. Ersetzen Sie einfach "Beruf" durch "Pflege des Kindes." Passt es dann?
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Hallo,vielleicht,aber glauben.ich weiß nicht.Es ist ziemlich schwierig.Trotzdem Danke

Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,
auch wenn Sie sich nicht sicher sind, ob das stimmen koennte, dann wuerde ich Ihnen doch empfehlen, mit Ihrem Hausarzt ueber Ihre Symptome zu sprechen. Ich vermute, dass Sie moeglicherweise eine Pause brauchen von der Pflege und ein bisschen Zeit fuer sich selbst. Ihr Arzt kann moeglicherweise koerperliche Ursachen ausschliessen, aber Ihnen auch helfen, falls er auch denkt, dass es sich um Burnout handeln koennte.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Naja nehme ich mal so hin.Dann muß ich mir wohl mal nen anderen Arzt suchen.

Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 4 Jahren.
Haben Sie denn mit Ihrem jetzigen Arzt schon darueber gesprochen? Was hat dieser denn dazu gesagt?
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Nein ich konnte leider nicht mehr versuchen mit meiner Hausärztin zu sprechen,da Sie aus gesundheitlichen Gründen leider nicht mehr in der Praxis sein kann.

Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 4 Jahren.

Wie frustrierend. Das ist natuerlich schwierig. Ja, dann wuerde ich Ihnen auf jeden Fall empfehlen, sich eine neue Hausaerztin zu suchen - und vielleicht bei der Suche auch gleich nach jemandem zu fragen, der recht kompetent bei psychosomatischen Erkrankungen ist, da viele Hausaerzte die Begleitung fuer diese Probleme uebernehmen weil es so lange dauert bis man einen Termin bei einem Psychiater oder Facharzt fuer Psychosomatik bekommt.

 

 

Gibt es Wege, wie Sie in der Zwischenzeit etwas auspannen und Dinge fuer sich selbst tun koennen? Gibt es eine Moeglichkeit, dass jemand anders einmal ein paar Tage auf Ihr Kind aufpasst, damit Sie sich entspannen koennen und moeglicherweise etwas zur Ruhe kommen?

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Ja das ist mehr als frustrierend.Das wäre ne Ärztin gewesen,mit der ich evtl über gewisse Sachen ein wenig Reden hätte können,was natürlich jetzt wieder alles ziemlich erschwert.Ich werde es zumindest versuchen eine neue Ärztin zu finden,versprechen kann ich natürlich nichts.


 


Nein leider gibt es für mich keine anderen Wege,das ich mal ausspannen kann und Dinge für mich selbst zu tun,ist wohl ein größeres Problem.


es gibt auch leider keine Möglichkeit,das jemand mal für ein paar Tage mein Kind nehmen könnte.Vor etlichen Jahren hätte ich wohl jemanden gehabt,aber hat sich auch vor etlichen Jahren durch ne gewisse Sache dann genauso schnell zerschlagen.Entspannen kann ich wohl eher nicht.Es spielt schon keine Rolle mehr.Selbst wenn mein Kind in der Schule ist,kann ich es irgendwie nicht.Es überkommt wohl eher,so mache ich nur noch das notwendigste,liege sehr oft im Bett und das ganze wird auch nit besser,bin genauso gestreßt,die Gedanken gehen nit wirklich fort und man bricht nur noch in Tränen aus.


 

Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,
das was Sie da beschreiben ist mit grosser Wahrscheinlichkeit Burnout. Und leider geht das nicht weg bis man tatsaechlich eine "echte Pause" machen kann - wahrscheinlich nicht nur ein paar Tage sondern ein paar Wochen. Meine Empfehlung waere, dass Sie versuchen, durch die Rentenversicherung, das Jugendamt und Ihre Krankenkasse einen Weg finden, dass jemand ein paar Wochen lang auf Ihre Tochter aufpasst oder Sie eine Kur genehmigt bekommen, in der auch Ihre Tochter versorgt ist. Medikamente koennen ein bisschen helfen, aber letztendlich sind die keine wirklich langfristige Loesung.

Ich wuerde Ihnen gerne eine "einfachere" Antwort geben, aber wenn Sie sich etwas ueber Burnout informieren, werden Sie sehen, dass es leider keine "schnelle" Loesung gibt.

http://www.arbeitsmedizin.ch/fileadmin/public/Dokumente/Burnout/Burnout_Kliniken.pdf



Kliniken und Therapeuten, die sich insbesondere mit Burnout befassen, finden Sie hier:

http://www.imedo.de/infocenter/burnout/burnout-experten#infocenter



Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Naja ich werde es versuchen mal beim Jugendamt vorbeizugehen.Eine Kur selber kommt leider gar nicht in Betracht,mit meinem Sohn ist das komplett auszuschliessen,denn das würde schief gehen.Er ist ziemlich aktiv,muß rund um Beaufsichtigt werde,kennt keine Gefahren,wirft gegendstände usw,braucht bei allem Hilfe.

Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin und Mutter,
ich verstehe das und es gibt Pflegefamilien und Heime, die auch so ein Kind eine Zeitlang nehmen koennen, damit Sie mal ein Pause haben. Sie wollen ihn ja nicht "loswerden", aber Sie brauchen einfach eine Pause. Ich habe schon oefter mit solchen Heimen gearbeitet und dort viele sehr liebe und beeindruckende Pfleger kennengelernt. Das Jugendamt koennte eine gute erste Anlaufstelle sein, rufen Sie auch bei der Rentenversicherung an. Ich glaube, dass die fuer 3-4 Wochen jedes Jahr in einem solchen Pflegeheim bezahlen, damit Sie mal zur Ruhe kommen koennen.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Nein loswerden nicht,aber mit einem Heim ist es schon ein Problem,da es ziemlich schwierig ist was für seine Bedürnisse zu finden,da er eine intensive Betreuung braucht.und in der Nähe oder bis zu einem Umkreis von 130Km die entsprechenden Heime dafür überfüllt sind und noch nicht mal nen Kurzzeitpflegeplatz zu bekommen ist.Naja das Jugendamt ist absolut gar keine Hilfe,da war ich schon mal gewesen.da bekommt man nur zu hören,das sie viel mit Kindern zu tun haben,aber eben nur mit normalen und seelisch behinderten Kindern,von daher könnten Sie mir nit weiterhelfen,verwiesen mich darauf zur Kreisverwaltung.Ich war dann auch selber schon mehrmals dort,aber gebracht hat es mir nit sehr viel.Es ging nähmlich da um die Frage,ob die mir helfen könnten eine passende Behinderteneinrichtung für meinen Sohn zu finden,auch für Notfallsituationen.Sie kennen meinen Sohn persöhnlich und sind regelmäßig in der Förderschule,da er seit dem 1 Schuljahr eine Integrationshilfe hat.Bis jetzt hat sich da absolut nichts ergeben.Das einzige was Sie letztes jahr machten,war das Sie 2 Behinderteneinrichtungen angerufen hatten,das wars.Naja muß ich eben mal abwarten,was alles so in der nächsten Zeit passiert.

Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin und Mutter,
es tut mir leid, das zu hoeren. Meine Erfahrung bei Behoerden ist, dass derjenige, der sich am lautesten beschwert, dann doch Hilfe bekommt. Meine Empfehlung waere, dass Sie dran bleiben, immer wieder - wenn Sie koennen - dort vorsprechen, auch bei dem Vorgesetzten des Sachbearbeiters, bis Sie Hilfe bekommen. Ich kann mir gut vorstellen, dass Sie auch mehr als 130 km fahren, um mal ein paar Wochen Pause zu haben.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Also ich selber habe kein Auto und 130Km mit Bus und Bahn ist schon mehr als Nervenberaubend und sehr schwer zu händeln usw,von daher würde ich es auf keinen Fall alleine schaffen noch weiter zu fahren,warten ich also ab was in der nächsten Zeit so alles passiert.Trotz allem,danke für Ihre Bemühungen

Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 4 Jahren.
Ich weiss ja nicht genau, was fuer eine Behinderung Ihr Kind hat. Ich kann mir gut vorstellen, dass das alles sehr anstrengend ist, trotzdem denke ich, dass wenn Sie damit 4 Wochen "frei" bekommen wuerden, auch 150 km fahren koennten. Ich wuerde Ihnen wirklich empfehlen, da immer wieder nachzufragen, was Sie tun koennen und muessen, damit Sie wenigsten ein paar Tage - mindestens eine Woche - ohne Ihr Kind haben koennen. Ein Hausarzt koennte moeglicherweise auch ein Attest ausstellen, dass Sie das brauchen - vielleicht waere es dann einfacher, das bei den Aemtern und Kassen durchzubringen?
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Leider eine schwere geistige Behinderung mit Autistischen Zügen.ich versuche es,zumindest eine Hausärztin zu finden,mit der ich evtl Reden kann und gewisse Dinge ansprechen kann,was es noch schwerer macht.

Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 4 Jahren.
Ich weiss nicht, ob ich das 100% korrekt liege, aber ich bin mir ziemlich sicher,d ass Ihnen bei einer solchen Diagnose Hilfestellungen zustehen. Haben Sie sich schon einmal an die Lebenshilfe gewandt? Finden Sie da am besten, die zustaendige Stelle in Ihrer Naehe und fragen nach, wie man Sie unterstuetzen kann und was Ihnen von Rechtswegen her zusteht.

http://www.lebenshilfe.de/de/organisationensuche/index.php