So funktioniert JustAnswer:

  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.

Stellen Sie Ihre Frage an diplompsychologe.

diplompsychologe
diplompsychologe, Dipl- Psychologe
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1216
Erfahrung:  Dipl.- Psychologe (Uni) & Verkehrspsychologe
57334328
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Psychologie hier ein
diplompsychologe ist jetzt online.

Ich hatte eine Art Beziehung mit einem Borderliner

Kundenfrage

Ich hatte über ein halbes Jahr eine Art Beziehung mit einem Borderliner. Er sah dies nicht als Beziehung, sondern als Freundschaft plus Sex, für mich war es eine Beziehung. Wir standen täglich in Kontakt, haben uns häufig gesehen. Er hat über all seine Probleme gesprochen, wusste selbst nicht, dass er Borderliner ist. Er hat ein ausgeprägtes Sexualproblem, weiß nicht ob er Mann oder Frau ist und trägt Dmenstrumpfhosen beim Sex und eine Perrücke, sieht sich beim Sex als Frau. Wir waren einige Male zusammen im Bett und haben dann gemeinsam seinen Fetisch ausgelebt, jedoch habe immer nur ich ihn befriedigt, von ihm kam nie etwas. Bei unserer vorletzten Begegnung habe ich ihm gesagt, dass ich mich 6 Monate mit seiner Krankheit beschäftigt habe und dass er Borderliner sein könnte, bis dahin war alles wundervoll mit ihm. Dann hat er über sms verswucht Streit zu provozieren, bei der nächsten Begegnung war zunächst auch alles toll, bis ich gehen musste, da ist er roral ausgerastet, hat mich angeschrien, mit einem Messer hantiert ect, mich aber nicht bedroht und auch nicht direkt mich angeschrien, sondern eher seine Wut auf die Welt hinausgelassen. Ich habe aufgrund meiner Vergangenheit leider angefangen zu zittern, als er so ausgerastet ist. Danach hat er den Kontakt einen Tag später abgebrochen, zwölf Stunden später hat er mich unter Tränen angefleht doch weiter Kontakt mit ihm zu halten. Das ist jetzt über zwei Wochen her. ich habe mich seither oft bei ihm gemeldet, eine Antwort kam nie zurück, außer ich würde ihm "auf den Sack gehen" dabei machte ich mir nur Sorgen. Dann, letztes Wochenende hat er mich gefragt ob ich mit ihm weggehen würde, ich musste absagen, weil ich so spontan meinen Sohn nicht unterbringen konnte. Einan Tag später bekam ich folgende SMS von ihm: "Weist Du, ja ich weiß ja, dass du das weist! Das Leben ist Dreck und Abschaum! Aber Du bist das bnicht, danny! Du hast was besseres verdient!" ich habe ihn darauf gefragt was los sei und bekam am nächsten Tag die Antwort, dass nichts wäre und er nicht wüsste, was ich meine. Auf meine mehrfache Frage wann wir uns wiedersehen würden bekam ich NIE eine Antwort. Er hat sehr oft unter Tränen gesagt ich sei mehr als Gold wert, der wichtigste Mensch in seinem Leben, er könne nicht sagen, dass er mich liebt aber er würde für mich sterben, ich hätte etwas besseres verdient (besser als was? darauf bekam ich auch nie eine Antwort) und es hätte noch nie ein Mensch in seinem Leben so viel für ihn getan wie ich, womit er nicht umgehen könne. Auch als ich ihm sagte, dass ich ihn liebe meinte er, dass er damit nicht umgehen könne und er mich niemals lieben könnte (ich bin ihm uz dick für eine Beziehung) naja und er bniemals eine Beziehung mit mir eingehen könne obwohl sein einziges Ziel seit drei Jahren, fast vier Jahren ist, eine Beziehung zu führen. Er möchte eine Frau, die ihn akzeptiert, auch seinen Fetisch. Das tu ich, ich verstehe alles, akzeptiere ihn so wie er ist und liebe ihn auch so, aber er blockt derart ab-was ich nicht verstehen kann. ich habe nun Angst ihn völlig zu verlieren und will mich nicht mehr bei ihm melden, weil ich nicht möchte, dass er sauer auf mich wird und wieder einmal all seine Probleme auf nich projeziert. Zur Info: Er ist 40, ich 30 Was kann ich tun um ihm a) zu helfen und ihn b) wieder für mich zu gewinnen, denn ich brauche und liebe ihn und möchte ihn zumindest als sehr, sehr guten Freund behalten. Ich bin völlig verzweifelt und weiß nicht, was ich tun soll und wie ich ihm und mir helfen soll.


 


Er hat sich drei Jahre lang mit forced feminasiation vedeos hypnotisiert, hat Angst, dass alle Frauen ihm etwas "böses" wollen. Zum Psychologen weigert er sich zu gehen, er sieht sich selbst nicht als krank an, räumt aber an guten Tagen ein, dass er Borderliner ist, so wie ich es vermute.


 


Er sagte zu mir, er bräuchte eine "Domina" als Freundin, die andere Männer (nicht ihn) quält, an anderen Tagen sagt er wieder, er will gequält werden und dann sagte er wieder, ich sei das Beste, was ihm je passiert ist - und ich bin keine Domina, ich will ihm nur Gutes und das kann er, so sagt er, nicht ertragen.


 


Er nimmt täglich Drogen, Marihuana und pep. Er zieht seit seinem vierten (ja richtig vierten) Lebensjahr Damenstrumpfhosen an, hatte vor einem Monat den ersten Sex mit einem Mann in einem Sexkino und hat es mir sofort gesagt, aber er fand es auf der einen Seite abartig und ekelhaft, hat sich gechämt, auf der anderen Seite meint er, das wäre ein Teil von ihm, den er zu lange unterdrückt hätte.


 


Er steigert sich immer in alles rein, seine Musik, die er selbst macht, seine Homepage, seine Sexualität...alles ist entweder total toll oder absolut schrecklich.


 


Er ist hoch gebildet, hat ein herausragendes Abitur abgelegt, ist Dipl Physiker, hat während seines Studiums, was er in Rekordzeit abgeschlossen hat, eine bahnbrechende Entdeckung gemacht und Vorlesungen vor Professoren gehalten - leider konnte er nie in diesem Beruf arbeiten, ist dann Programmierer geworden und hat seit vier Jahren nur einen Job als Zeitungsausträger.


 


Psychologische Hilfe lehnt er ab, er war für zwei Tage in einer psychologischen Klinik, weil er mit einem Messer in der Hand auf der Straße herumgeschrien hat. Er schreit viel und oft auf der Straße herum oder er schreit den Fernseher an, fühlt sich schon durch Blicke beleidigt und provoziert.


 


Ich habe Angst, dass er jetzt völlig abdreht. Im letzten halben Jahr habe ich ihn auf einen guten Weg bekommen, aber jetzt ist alles wieder so undurchsichtig - und wie gesagt, er blockt jegliche Kontaktaufnahme von mir völlig ab.

Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,
vielen Dank fuer Ihre Frage. Ich kann gut verstehen, dass Sie sich Sorgen machen. Es scheint, dass alles, was Sie beschreiben in die Symptomkategorie der Borderline Diagnose faellt und dass sich dieser Mann wahrscheinlich nicht aendern kann solange er seine Boderline Stoerung nicht behandeln laesst. Wie Sie ja wissen, sind die extremem Stimmungsschwankungen und die extremen Einstellungen gegenueber Personen ("Ich hasse dich heute. Ich liebe dich morgen.") ja Teil der Stoerung. Es gibt viele Hilfen im Netz fuer Angehoerige von Borderlinern. Das wichtigste scheint, dass man sich als "Stein in der Brandung" zeigt. Also von den Stimmungsschwankungen und Tiraden so wenig wie moeglich beeinflussen laesst und einen festen Kurs einschlaegt. In Ihrem Fall also etwas wie: "Ich bin fuer dich da, du bist mir wichtig, ich lasse dich nicht fallen, egal wie du reagierst," in allem, was Sie tun und sagen.
Wie Sie wahrscheinlich auch wissen, ist es in der Regel nicht wirklich moeglich, eine "normale" Beziehung zu einem Borderliner zu haben, denn das zentrale Symptom der Stoerung ist ja die Unfaehigkeit, "normale" Beziehungen zu haben. Das, was Sie ihm geben an Stabilitaet und Zuwendung ist wahrscheinlich genau das, was er braucht. Aber Sie koennen leider nicht erwarten, dass er Ihnen das gleiche zurueck gibt. Leider bleiben Beziehungen mit Borderlinern meist relativ einseitig. Um ihn weiter als Freund zu behalten, sollten Sie also einfach weiter "da sein" und sich nicht davon abschrecken lassen, dass er Sie einen Tag komplett ablehnt und am naechsten Tag liebt. Das ist meist der beste Weg, um eine Freundschaft zu einem Borderliner zu haben: Nehmen Sie sein Verhalten nicht persoenlich. Seine Launen haben nicht viel mit Ihnen zu tun, sondern kommen "aus dem Nichts." Darum ist es nicht hilfreich, darauf zu reagieren.

Hier ein paar hoffentlich hilfreiche Links:

http://www.borderlineselbsthilfe.de/

http://www.borderlinecommunity.de/

http://www.borderline-angehoerige.de/


Ansonsten ist leider das einzige, was Ihrem Freund wirklich helfen koennte, eine Borderline spezifische Therapie. Wenn Sie sich Sorgen um seine Sicherheit machen, dann sollten Sie den Sozialpsychiatrischen Dienst anrufen und ueber eine Zwangseinweisung nachdenken.

Was denken Sie?
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Hallo, vielen Dank für Ihre rasche Antwort.


 


Er war bereits zwangseingewiesen, für zwei Tage. Die Polizei hat ihn auf offener Straße mit einem Messer aufgegriffen, er hat jemanden angeschrien und der hat sich (absolut zu recht) von ihm bedroht gefühlt. Er würde niemals jemandem etwas tun, dafür ist er viel zu weich, er ist nur nach außen so hart. Er war in Herten in der geschlossenen Abteilung, die haben aber - was mich sehr verwundert- keinerlei psychische Störung bei ihm festgestellt. Das ist schon etwas länger her, damals hatte ich keinen Kontakt zu ihm, weiß aber, dass damals alles mindestens genau so schlimm war wie heute. Er hatte damals auch massive Zwangsvorstellungen.Würde ich ihn zwangseinweisen lassen, so würde er mir das niemals verzeihen und daran komplett zwebrechen, das weiß ich. Ich habe auch keine Angst, dass er sich wirklich umbringen würde oder jemand anders etwas tun würde - er sagt das zwar ständig, aber ich weiß, dass das nur Ausdruck seiner Wut ist. Ich habe viel mehr Angst davor, dass er sich durch seinen Alkohol, seine Drogen und seine verrückten sexuellen Ideen (sich von einem Mann ausnutzen lassen obwohl ihn das anekelt) und vor allem durch seine Videos, die er immer ansieht, noch größeren psychischen Schaden zufügt.


 


Ich kenne ihn seit ca fünf Jahren, hatte aber drei Jahre keinen Kontakt zu ihm und habe ihn damals auch nur flüchtig über die Arbeit gekannt. Damals war er ganz anders, er hat sich in den drei Jahren absoluter Isolation total auf diese Videos konzentriert, die ich erwähnt habe. In diesen Videos "zwingen" Frauen Männer dazu zur Frau zu werden, eine leichte Affinität dazu hatte er zuvor schon durch seinen Strumpfhosenfetisch. Ich habe mir einige dieser Videos angesehen, das ist pure Gehirnwäsche, ich bekomme davon Kopfschmerzen. Es werden immer und immer wieder die gleichen Worte wiederholt. Er schaut sich diese Videos stundenlang jeden Tag an, Tag für Tag, seit drei Jahren. Ich habe ihn bekniet diese Videos zu löschen und nie mehr anzusehen, das hat er auch getan, in dieser Zeit ging es ihm besser, ausgehalten hat er das nur für einen Monat, dann war alles wieder schlimmer als zuvor und ist dann auch Hals über Kopf in dieses Sexkino gefahren. Manchmal glaube ich, er will sich damit selbst bestrafen, das verneint er aber. er bekommt seit Jahren, auch schon bei seiner letzten Freundin vor vier Jahren, keine Erektion (außer im Schlaf) und das ist, so meint er, auch sein Ziel gewesen, der Grund dafür läge in den Videos. Er leidet aber darunter und sagte mir er hätte Angst mich deswegen zu verlieren, obwohl ich ihm keinen Grund dafür gegeben habe. Ich bin ihm in allem mit Verständnis entgegengetreten, was er mir aber zeitweise als Fehler unterstellt.


 


Auf seine Wutausbrüche bin ich nie eingegangen, habe mir immer alles wortlos angehört und keine Reaktion darauf gegeben. Ich habe ihm nur immer zu verstehen gegeben, dass ich ihn verstehe und seine Denkweise nachvollziehen kann. (Ich habe gelesen, dass man das tun soll.) Ich habe das auch dann gesagt, wenn es mir absolut schleierhaft war wie er auf solche Dinge kommen konnte und habe ihn nur immer wieder versucht zu stärken, wenn er große Selbstzweifel hatte. Ich habe ihm unzählige Male gesagt wie schlau, gut, wertvoll und ich weiß nicht was noch alles er ist - und immer und immer wieder hat er behauptet ich hätte so etwas nie gesagt, würde ihn und seine Musik nicht wertschätzen und hätte ihn in dieser oder jener Situation ausgelacht obwohl ich ihn nur angelächelt hatte. Ich habe in seinen guten Momenten immer versucht auf ihn einzureden, er war dann auch immer verständnisvoll und hat alles eingeräumt, aber dann wieder diese Ausraster. Er hat immer Halt bei mir gesucht und gefunden, wenn er geweint hat habe ich ihn getröstet, aber dann, bei unserer vorletzten Begegnung ist scheinbar etwas passiert, was ich nicht kontrollieren konnte. Ich muss dazu sagen, dass wir bei unserer vorletzten Begegnung erstmals nur im Bett waren, ohne wirklich zu reden und er war ein "normaler" Mensch ohne diese ständigen Störungen seines Selbstbildes und der Welt um ihn herum. Ich bin die erste Frau, die seinen Fetisch mit ihm ausgelebt hat und eben bei dieser vorletzten Begegnung erstmals so richtig und irgendwann mittendrin hat er dann einen ganz starren Gesichtsausdruck bekommen und meinte "etwas passiert mit mir" und genau seit diesem Moment ist er wie ausgewechselt. Als wir uns verabschiedet haben hielt er mich so lange und fest wie noch nie in seinen Armen, hat mich mit Komplimenten überschüttet und mir Treue auch ohne Beziehung geschworen (wie gesagt, für mich ist es eine Beziehung, für ihn nicht). Zwei Tage später hat er mir aggressive Nachrichten auf meinem AAB hinterlassen und Dinge behauptet, die ich gesagt hätte und ihn verletzt hätten, die er nie gesagt hat. Bei der nächsten Begegnung war er wieder anders, zuerst war er distanziert, dann haben wir wieder über seine Probleme geredet, ich habe für ihn gekocht, wir haben gegessen, alles war normal und irgendwann musste ich dann gehen. Von dem Moment an ist er so stark ausgerastet wie ich das noch nie zuvor gesehen habe und war aggressiv und laut wie noch nie. Er weiß um meine Vergangenheit und meine schlechten Erfahrungen mit Männern und ich habe aufgrund seiner Aggressivität begonnen zu zittern, auch wenn die Aggressivität nicht gegen mich gerichtet war, aber ich konnte nichts dagegen tun. Das hat ihn auch belastet, dass er er mir noch an dem Abend gesagt. Ich habe ihm geschworen, dass es nichts mit ihm zu tun hat weil er meinte ich hätte Angst vor ihm - das ist ja das verrückte, das habe ich nie gehabt und auch in dieser Situation nicht, er hat es mir aber, denke ich, nicht geglaubt.


 


Während seines aggressiven Anfalls, der mehr als vier Stunden angedauert hat zog er sich aus, trug unter seiner normalen Kleidung wieder seine Strumpfhose - ich habe gesehen, dass er Misshandlungen an seinem Gesäß hatte und ich denke er wollte auch, dass ich das sehe, konnte ihn aber nicht darauf ansprechen, er hat sich dann normale Kleidung angezogen.


 


Der Abschied verlief dann an diesem Abend sehr distanziert, Agressivität in seinem Gesicht, nur eine sehr flüchtige Umarmung, die einzig von mir ausgegangen ist und kein Kuss, kein nettes Wort oder dergleichen. Ich habe ihm dann insgesamt fünf sms geschickt, auf die ich keine Antwort bekommen habe, er hat nur sein Handy ausgeschaltet. Irgendwann kam dann eine Nachricht von ihm, er wolle nicht mehr leben und würde nur im Bett liegen. Ich wollte am nächsten Tag zu ihm kommen, zuerst wollte er das auch, dann plötzlich nicht mehr. Er hat auf meinen AAB gesprochen - nein geschrien, dass ich der Grund sei warum es ihm so schlecht gehen würde, weil ich ihm meine Liebe vor dem vorletzten Treffen gestanden habe und er könne keine Freundschaft zu einer Frau pflegen, schon gar nicht eine die ihn lieben würde. Er hat mir gesagt er würde ich niemal lieben weil er noch immer seine Ex lieben würde, mit der er drei Monate vor vier Jahren zusammen war und die ihn nur ausgenutzt und nie geliebt hat. Zwölf Stunden später seine weinende Stimme auf meinem AAB, er flehte mich an den Kontakt doch weiterzuführen und er würde sie gar nicht mehr lieben wollen und lieben und er hätte das nur so gesagt. Dann folgten weitere Nachrichten auf meinem AAB, die ich schon als Liebesschwüre deuten würde, jedoch immer wieder mit dem Zusatz, er würde mich nicht lieben. Dann zwei Tage Funkstille, dann meine Nachfrage nach einem weiteren Treffen, dann meinte er er wolle raus gehen und eine Freundin kennenlernen, er bräuchte eine Freundin sonst würde er daran kaputt gehen und ich als seine Freundin würde das sicherlich verstehen - das war die Ausgangssituation, als der Kontakt zwischen uns vor 6 Monaten begonnen hat. Wir haben uns vertsändigt uns ein anderes Mal zu treffen. Dann meine Nachfrage wie der Abend gewesen sei und er war woh schrecklich - ich glaube eher, er war gar nicht weg. Weitere Nachfragen von mir bezüglich eines Treffens wurden von ihm ignoriert. Dann letztes Wochenende die Frage ob ich mit ihm zusammen rausgehen würde, meine Absage - dann der merkwürdige Text von ihm ohne Grund, dass ich etwas besseres verdient hätte, keine Antwort auf meine Frage was bei ihm los sei und eine weitere Nachfrage nach einem Treffen wurde erneut ignoriert. Ich habe ihm gestern noch einmal geschrieben, eine positive Nachricht ohne Nachfrage nach einem Treffen, bis heute keine Antwort und die werde ich auch nicht erhalten. Er wird sich sicherlich wieder melden, wenn er meine Hilfe braucht, aber ich weiß nicht wie ich ihm helfen kann. Vor allem denke ich, nein ich weiß, dass er mich liebt und nur das Gegenteil behauptet um mich zu schützen und mich nicht zu belasten, ich denke deswegen antwortet er mir auch nicht, weil er mich nicht verletzen will. Das belastet mich selbst natürlich auch, aber viel schlimmer ist es für mich zu wissen, dass er sich selbst so sehr quält und allein ist und alleine zuhause wieder die Hölle auf Erden durchmacht. Ich habe ihm so oft angeboten mit einem Psychologen in meiner Anwesenheit zu reden oder wenigstens mit seiner Mutter - keine Chance. Er weigert sich, weiß, dass ihn niemand verstehen würde und schämt sich viel zu sehr für seinen Fetisch. Ich verstehe nicht, wie er seit seinem vierten Lebensjahr einen solchen Fetisch haben kann, er konnte ihn nie mit einer Frau ausleben, nur mit mir. Er sieht seinen Fetisch als dreckig und ekelhaft an, aber als Teil von ihm und hält sich selbst für den perversesten Menschen auf dieser Erde. Ich finde seinen Fetisch jedoch objektiv betrachtet nicht so schrecklich, er trägt lediglich gerne Strumpfhosen und ab und an eine Perücke...ich finde das weder anziehend noch abstoßend, er meint jedoch, dass man das niemandem zumuten könne, nicht einmal sich selbst, er aber ohne nicht leben könne. Ich habe etwas Angst -ich weiß, es hört sich absolut verrückt an, aber ich versuche die Dinge aus seiner Sicht zu sehen und seine Sicht ist nun einmal leider Gottes manchmal sehr verrückt- dass ich eben bei dieser vorletzten Begegnung, als wir seinen Fetisch praktiziert haben und er meinte, etwas sei mit ihm passiert, wirklich etwas bei ihm angerichtet habe, so wie die Videos seinen Kopf auch völlig auf den Kopf gestellt haben. Ich dachte ich könne ihm mit der Auslebung seines Fetisch helfen, weil er ihn nicht ablegen will und er ein großer Teil von ihm ist, er an kaum etwas anderes denken kann. Vielleicht will er auch keinen Kontakt mehr mit mir haben, weil er es nicht ertragen kann, dass tatsächlich eine Frau seinen Fetisch mit ihm ausleben will. Ich weiß es nicht, ich verstehe es nicht, ich versuche einen Weg zu finden wieder an ihn heranzutreten, aber ich mache es mit jeder Nachricht von mir schlimmer, das weiß ich auch.


 


Ich kenne ihn leider zu gut, kann seine Gedankengänge zwar oft nicht verstehen, aber ich weiß wann er was wie denkt und ich weiß, dass ich momentan anfange das Böse in ihm zu wecken, weil ich ihn unter Druck setzte sich mit mir auseinanderzusetzen und zu treffen.


 


Es tut mir leid, es ist wirklich alles extrem kompliziert und ich weiß gar nicht wie ich alles in Worte fassen soll. Ich weiß auch, dass ich ihm nicht wirklich helfen kann, dass das nur ein Psychologe kann, aber diese Möglichkeit ist absolut ausgeschlossen. Ich muss ihm helfen, fühle mich ihm gegenüber verpflichtet und ja, ich liebe ihn und erhoffe mir auch Liebe von ihm, aber ich fürchte er kann nicht wirklich lieben weil er den Begriff der Liebe nicht wirklich greifen kann und damit nichts anfangen kann. Er sagte er hätte alle seine Freundinnen, mit denen er immer kürzer zusammen war als mit mir (aber ich bin ja nicht seine Freundin) geliebt hätte, sie ihn aber nicht und er hat sich tatsächlich immer dominante Frauen ausgesucht, die ihn ausgenutzt haben und im Prinzip nichts weiter als Geld von ihm haben wollten.


 


Sie sind doch Psychologin und haben bestimmt schon viel in ihrer Laufbahn gehört - kennen Sie einen ähnlichen Fall, bei dem der Betroffene später mehr oder minder normal war und es blieb? Haben Sie schon einmal etwas davon gehört, dass ein Junge von vier Jahren die Strumpfhosen seiner Mutter klaut, anzieht und es toll findet und das ganze dann bis zur Perfektion weitertreibt und bis ins "hohe" Alter von 40 Jahren auslebt und fortführt und es so toll findet, dass er darunter leidet und es ihn kaputt macht? Was steckt dahinter? Ich habe nichts vergleichbares gefunden, wusste nicht einmal dass Kinder mit 4 Jahren ein Sexualempfinden haben können...Wissen Sie, ich weiß wie sehr er unter allem leidet. Ich leide auch, aber das ist nichts gegen das Leid, was er ertragen muss, auch wenn er zu mir meinte, dass er schon viel schlimmeres überstanden hätte und ich mir keine Sorgen zu machen brauche. Ich muss ihm helfen, da geht kein Weg daran vorbei, ansonsten würde ich mir immer Vorwürfe machen und er würde wohl früher oder später tatsächlich in einer psychatrischen Klinik landen in der er zu grunde gehen würde.


 


Ich weiß, dass das Borderlinesyndrom extrem anspruchsvoll und vielseitig ist. Es ist kompliziert, nahezu unmöglich einen solchen Menschen zu verstehen und eine Heilung ist, so wie ich das gelesen habe, ebenfalls ausgeschlossen, lediglich eine Linderung ist mögöich. Aber es muss doch dennoch einen Weg geben ihm zu helfen außer einfach nur für ihn da zu sein. Ich meine - es hört sich jetzt wieder verrückt an, aber ich meine das ernst: Seine Hypnosevideos haben ihn doch so durchdrehen lassen, vorher war er nicht so, man muss doch eine solche Hypnose umkehren können oder zumindest rückgängig machen können. Es ist für ihn wie eine verrückte Sucht, eine solche Sucht muss doch auch zu lösen sein. Ich kann auch gar nicht verstehen, wie ein solches Video solche Psychischen Folgen haben kann. Wie gesagt, er ist nicht dumm, ich würde ihn sogar als herausragend intelligent einstufen, ich verstehe nur nicht, warum er gleichzeitig so dumm sein kann und sich selbst damit kaputt macht. Kann es sein, dass das tatsächlich eine Art von Selbstverletzung ist?


Was hat es zudem mit seinen Wahnvorstellungen auf sich? Er hatte vor drei Jahren Erscheinungen, bei denen zum Beispiel eine von ihm gebastelte Puppe, welche eine Domina darstellte, mannsgroß neben ihm stand. Desweiteren hat er seit er 29 ist die Wahnvorstellung, dass eine Domina, welche er auf einem Zeitschriftencover gesehen hat ihn anal quälen würde und eine Domina, die er zum Essen einladen wollte hat ihn seiner Meinung nach verflucht. Vor einem Jahr hat er Neben in seiner Wohnung gesehen wie von einer Nebenmaschine in einer Diskothek und bei meinem letzten Besuch bei ihm hat er mir ein besonderes "Geschenk" gemacht, so hat er sich ausgedrückt. er hat eine CD aufgehangen, sie hat sich nicht bewegt, es gab keine Luftströhmung in diesem Raum und plötzlich hätte es angeblich eine schleierhafte Spiegelung gesehen - dieses Erlebnis hat er mir geschenkt, weil mir da "kein anderer Mann auf der Welt schenken kann" und das hätte ich verdient. Das sagte er mir unter Tränen - aber was soll ich sagen? Klar, die CD hat sich bewegt, aber das war keine Erscheinung oder dergleichen. Er ist Physiker und hat mir zwei Stunden lang erklärt, warum es nicht sein könnte was wir gesehen haben, es aber dennoch passiert sei. Ich habe ihm nicht gesagt, dass ich das anders sehe, er fühlt sich dann immer gleich so unglaublich missverstanden, ich habe aber auch nicht gesagt, dass ich ihm das glaube. Verstehen Sie, seine Gesten und Worte sind manchmal so groß, aber dennoch besteht er darauf, dass er mich nicht liebt. Ja und um auf die Wahnvorstellungen zurückzukommen - sie sind alle ohne Alkohol- oder Drogeneinfluss zustandegekommen, er nimmt auch keine Medikamente. Er hat wohl mal ein Medikament von einem Psychologen verschrieben bekommen, damals hat er aber nur einen Bruchteil erzählt, hat dem Psychologen nur von seinen Angszuständen und Stimmen im Kopf erzählt. Er hat gesagt, dass der Hauptbestandteil dieses Medikaments auch in pep zu finden sei und deswegen würde er sich selbst helfen, wenn er es braucht - und tatsächlich hilft es ihm, das ist ja auch noch so dramatisch. Die Stimmen in seinem Kopf sagen ihm immer Dinge vor denen er Angst hat, deswegen beginnt er zu schreien wenn die Stimmen auftauchen oder fängt an zu singen und Gitarre zu spielen, damit er die Stimmen nicht hört. Eine seiner Stimmen hat ihm zum Beispiel gesagt, dass er mich nur ausnutzen würde - angeblich kann er diese Stimmen auch fühlen, sie steigen seinen Nacken hoch bis in seinen Kopf. Es ist der reinste Wahnsinn, ich weiß, aber für ihn ist es Realität und deswegen muss zumindest ich das auch ernst nehmen, weil es sonst niemand tut.


 


Was soll ich sagen? Wenn ich das so aufschreibe merke ich wieder einmal wie verrückt sich das alles anhört, aber es ist leider so wie es ist und ich muss ihm helfen. Es dreht sich alles im Kreis. Besteht nicht irgendwie die Möglichkeit seine Selbsthypnose umzukehren oder aufzulösen? Ich denke das ist schon ein großer Punkt - und seine Angstzustände. Er hat Angst vor Menschen aber auch vor dem Alleinsein. Ich habe es im Gefühl, dass er derzeit nur arbeitet, im Bett liegt und sich iese Hypnosevideos ansieht.


 


Ich weiß, dass sein Verhalten nicht direkt etwas mit mir zu tun hat, aber indirekt schon, weil ich teilweise der Auslöser für sein Verhalten war.


 


Was denken Sie über die Sache unserer vorletzten Begegnung als er plötzlich im Bett meinte, es wäre etwas mit ihm passiert? Meinen Sie ich habe etwas schlimmes angerichtet? Der Abschied damals kam mir fast so vor wie ein Abschied für immer - der Abschied bei der letzten Begegnung war fast so als würden wir uns nicht kennen. Meinen Sie er will sich von mir distanzieren, weil er nun denkt, dass ich tatsächlich Schult trage - an was auch immer? Oder will er mich vielleicht wirklich nur schützen? Oder - was mir leider auch schon in den Sinn gekommen ist - ich weiß, es ist schwer eine solche Situation einzuschätzen und zu beurteilen- aber vielleicht hat seine Stimme im Kopf ja recht und er wollte mich wirklch nur ausnutzen/benutzen was auch immer. Ich kann es mir nicht vorstellen, weil ich ihn dafür eigentlich zu gut kenne. Aber warum macht ein Mensch Liebesbekundungen (ich würde für Dich sterben, Du bist der wichtigste Mensch in meinem Leben, was Du für mich getan hast hat noch nie jemand für mich getan weder Freundin noch Familie, du bist wertvoller als Gold...) und sagt gleichzeitig, dass er keine Liebe für einen empfindet?Er ist Musiker, hat mir ein Lied geschrieben und bei unserer letzten Begegnung ein anderes Lied für mikch gesungen I*d die for you von Bon Jovi. Er drückt sehr viel mit seinen Liedern aus, entweder mit selbst komponierten oder mit bereits existierenden. Er hat dieses Lied auch auf seine Homepage gestellt, ich kenne die Bedeutung, die dahinter steckt, das hat er für mich getan und will mit mit dem Text etwas sagen, aber der Text sagt dummerweise genau das aus, was er mir auch mit Worten gesagt hat, er liebt mich nicht, würde aber für mich sterben.Auch wenn andere Menschen solche Dinge vielleicht leichtfährtig sagen, er tut das nicht, er sagt nichts ohne Grund. Bei ihm hat alles einen Grund und einen Sinn, selbst die Schriftfarbe, welche er bei der Programmierung seiner Homepage benutzt, hat jeweils eine besondere Bedeutung für ihn. Ich fürchte, dass die Tatsache, dass er das Lied auf die Seite gepackt hat eine Art Schlußstrich für ihn ist und er mit mir abschließen will, zwar im Guten, aber eben doch keinen Kontakt mehr zu mir haben will, weil er Angst vor was auch immer hat.


 


Ich verstehe es nicht, er kann es mir nicht erklären, es ist wie eine böse Geschichte ohne Sinn und mit bösem Ende.


 


Ich bin inzwischen so weit, dass ich nur noch an ihn denken kann und an seine Probleme. Ich weine den halben Tag oder ich versuche irgendwie eine Lösung zu finden - nachts kann ich nie länger als drei Stunden schlafen, sitze die ganze Nacht über in der Küche und starre, so wie tagsüber auch, ständig auf mein Handy weil ich mir ein Lebenszeichen von ihm erhoffe - ohne Erfolg.


 


Es tut mir leid, es ist alles sehr verwirrend und ich bin mir nicht sicher, ob Sie mich verstehen, ihn verstehen und durch die ganzen Informationen durchsteigen, es ist für mich selbst ja auch schwierig das zu verstehen und er versteht sich selbst auch nicht, denke ich, auch wenn er das immer behauptet. Aber genau das ist ja auch das Problem - er sagt ich bin der erste Mensch, der ihn zumindest größtenteils versteht und er meint dass kein Psychologe auf der Welt aus ihm schlau werden würde und ich muss leider inzwischen sagen, dass ich etwas ähnliches befürchte. Ich glaube er ist selbst für einen Psychologen schon ein recht außergewöhnlicher und merkwürdiger Fall mit vielen Vacetten, die wohl auch ein Psychologe nur schwer verstehen oder erklären kann, aber vielleicht können Sie ihm oder uns oder zumindest mir helfen durch dieses ganze Chaos durchzublicken und eine Lösung zu finden, die leider nicht in jahrelanger psychologischer Betreuung enden kann, weil er das nicht zulassen wird.

Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Hallo, vielen Dank für Ihre rasche Antwort.


 


Er war bereits zwangseingewiesen, für zwei Tage. Die Polizei hat ihn auf offener Straße mit einem Messer aufgegriffen, er hat jemanden angeschrien und der hat sich (absolut zu recht) von ihm bedroht gefühlt. Er würde niemals jemandem etwas tun, dafür ist er viel zu weich, er ist nur nach außen so hart. Er war in Herten in der geschlossenen Abteilung, die haben aber - was mich sehr verwundert- keinerlei psychische Störung bei ihm festgestellt. Das ist schon etwas länger her, damals hatte ich keinen Kontakt zu ihm, weiß aber, dass damals alles mindestens genau so schlimm war wie heute. Er hatte damals auch massive Zwangsvorstellungen.Würde ich ihn zwangseinweisen lassen, so würde er mir das niemals verzeihen und daran komplett zwebrechen, das weiß ich. Ich habe auch keine Angst, dass er sich wirklich umbringen würde oder jemand anders etwas tun würde - er sagt das zwar ständig, aber ich weiß, dass das nur Ausdruck seiner Wut ist. Ich habe viel mehr Angst davor, dass er sich durch seinen Alkohol, seine Drogen und seine verrückten sexuellen Ideen (sich von einem Mann ausnutzen lassen obwohl ihn das anekelt) und vor allem durch seine Videos, die er immer ansieht, noch größeren psychischen Schaden zufügt.


 


Ich kenne ihn seit ca fünf Jahren, hatte aber drei Jahre keinen Kontakt zu ihm und habe ihn damals auch nur flüchtig über die Arbeit gekannt. Damals war er ganz anders, er hat sich in den drei Jahren absoluter Isolation total auf diese Videos konzentriert, die ich erwähnt habe. In diesen Videos "zwingen" Frauen Männer dazu zur Frau zu werden, eine leichte Affinität dazu hatte er zuvor schon durch seinen Strumpfhosenfetisch. Ich habe mir einige dieser Videos angesehen, das ist pure Gehirnwäsche, ich bekomme davon Kopfschmerzen. Es werden immer und immer wieder die gleichen Worte wiederholt. Er schaut sich diese Videos stundenlang jeden Tag an, Tag für Tag, seit drei Jahren. Ich habe ihn bekniet diese Videos zu löschen und nie mehr anzusehen, das hat er auch getan, in dieser Zeit ging es ihm besser, ausgehalten hat er das nur für einen Monat, dann war alles wieder schlimmer als zuvor und ist dann auch Hals über Kopf in dieses Sexkino gefahren. Manchmal glaube ich, er will sich damit selbst bestrafen, das verneint er aber. er bekommt seit Jahren, auch schon bei seiner letzten Freundin vor vier Jahren, keine Erektion (außer im Schlaf) und das ist, so meint er, auch sein Ziel gewesen, der Grund dafür läge in den Videos. Er leidet aber darunter und sagte mir er hätte Angst mich deswegen zu verlieren, obwohl ich ihm keinen Grund dafür gegeben habe. Ich bin ihm in allem mit Verständnis entgegengetreten, was er mir aber zeitweise als Fehler unterstellt.


 


Auf seine Wutausbrüche bin ich nie eingegangen, habe mir immer alles wortlos angehört und keine Reaktion darauf gegeben. Ich habe ihm nur immer zu verstehen gegeben, dass ich ihn verstehe und seine Denkweise nachvollziehen kann. (Ich habe gelesen, dass man das tun soll.) Ich habe das auch dann gesagt, wenn es mir absolut schleierhaft war wie er auf solche Dinge kommen konnte und habe ihn nur immer wieder versucht zu stärken, wenn er große Selbstzweifel hatte. Ich habe ihm unzählige Male gesagt wie schlau, gut, wertvoll und ich weiß nicht was noch alles er ist - und immer und immer wieder hat er behauptet ich hätte so etwas nie gesagt, würde ihn und seine Musik nicht wertschätzen und hätte ihn in dieser oder jener Situation ausgelacht obwohl ich ihn nur angelächelt hatte. Ich habe in seinen guten Momenten immer versucht auf ihn einzureden, er war dann auch immer verständnisvoll und hat alles eingeräumt, aber dann wieder diese Ausraster. Er hat immer Halt bei mir gesucht und gefunden, wenn er geweint hat habe ich ihn getröstet, aber dann, bei unserer vorletzten Begegnung ist scheinbar etwas passiert, was ich nicht kontrollieren konnte. Ich muss dazu sagen, dass wir bei unserer vorletzten Begegnung erstmals nur im Bett waren, ohne wirklich zu reden und er war ein "normaler" Mensch ohne diese ständigen Störungen seines Selbstbildes und der Welt um ihn herum. Ich bin die erste Frau, die seinen Fetisch mit ihm ausgelebt hat und eben bei dieser vorletzten Begegnung erstmals so richtig und irgendwann mittendrin hat er dann einen ganz starren Gesichtsausdruck bekommen und meinte "etwas passiert mit mir" und genau seit diesem Moment ist er wie ausgewechselt. Als wir uns verabschiedet haben hielt er mich so lange und fest wie noch nie in seinen Armen, hat mich mit Komplimenten überschüttet und mir Treue auch ohne Beziehung geschworen (wie gesagt, für mich ist es eine Beziehung, für ihn nicht). Zwei Tage später hat er mir aggressive Nachrichten auf meinem AAB hinterlassen und Dinge behauptet, die ich gesagt hätte und ihn verletzt hätten, die er nie gesagt hat. Bei der nächsten Begegnung war er wieder anders, zuerst war er distanziert, dann haben wir wieder über seine Probleme geredet, ich habe für ihn gekocht, wir haben gegessen, alles war normal und irgendwann musste ich dann gehen. Von dem Moment an ist er so stark ausgerastet wie ich das noch nie zuvor gesehen habe und war aggressiv und laut wie noch nie. Er weiß um meine Vergangenheit und meine schlechten Erfahrungen mit Männern und ich habe aufgrund seiner Aggressivität begonnen zu zittern, auch wenn die Aggressivität nicht gegen mich gerichtet war, aber ich konnte nichts dagegen tun. Das hat ihn auch belastet, dass er er mir noch an dem Abend gesagt. Ich habe ihm geschworen, dass es nichts mit ihm zu tun hat weil er meinte ich hätte Angst vor ihm - das ist ja das verrückte, das habe ich nie gehabt und auch in dieser Situation nicht, er hat es mir aber, denke ich, nicht geglaubt.


 


Während seines aggressiven Anfalls, der mehr als vier Stunden angedauert hat zog er sich aus, trug unter seiner normalen Kleidung wieder seine Strumpfhose - ich habe gesehen, dass er Misshandlungen an seinem Gesäß hatte und ich denke er wollte auch, dass ich das sehe, konnte ihn aber nicht darauf ansprechen, er hat sich dann normale Kleidung angezogen.


 


Der Abschied verlief dann an diesem Abend sehr distanziert, Agressivität in seinem Gesicht, nur eine sehr flüchtige Umarmung, die einzig von mir ausgegangen ist und kein Kuss, kein nettes Wort oder dergleichen. Ich habe ihm dann insgesamt fünf sms geschickt, auf die ich keine Antwort bekommen habe, er hat nur sein Handy ausgeschaltet. Irgendwann kam dann eine Nachricht von ihm, er wolle nicht mehr leben und würde nur im Bett liegen. Ich wollte am nächsten Tag zu ihm kommen, zuerst wollte er das auch, dann plötzlich nicht mehr. Er hat auf meinen AAB gesprochen - nein geschrien, dass ich der Grund sei warum es ihm so schlecht gehen würde, weil ich ihm meine Liebe vor dem vorletzten Treffen gestanden habe und er könne keine Freundschaft zu einer Frau pflegen, schon gar nicht eine die ihn lieben würde. Er hat mir gesagt er würde ich niemal lieben weil er noch immer seine Ex lieben würde, mit der er drei Monate vor vier Jahren zusammen war und die ihn nur ausgenutzt und nie geliebt hat. Zwölf Stunden später seine weinende Stimme auf meinem AAB, er flehte mich an den Kontakt doch weiterzuführen und er würde sie gar nicht mehr lieben wollen und lieben und er hätte das nur so gesagt. Dann folgten weitere Nachrichten auf meinem AAB, die ich schon als Liebesschwüre deuten würde, jedoch immer wieder mit dem Zusatz, er würde mich nicht lieben. Dann zwei Tage Funkstille, dann meine Nachfrage nach einem weiteren Treffen, dann meinte er er wolle raus gehen und eine Freundin kennenlernen, er bräuchte eine Freundin sonst würde er daran kaputt gehen und ich als seine Freundin würde das sicherlich verstehen - das war die Ausgangssituation, als der Kontakt zwischen uns vor 6 Monaten begonnen hat. Wir haben uns vertsändigt uns ein anderes Mal zu treffen. Dann meine Nachfrage wie der Abend gewesen sei und er war woh schrecklich - ich glaube eher, er war gar nicht weg. Weitere Nachfragen von mir bezüglich eines Treffens wurden von ihm ignoriert. Dann letztes Wochenende die Frage ob ich mit ihm zusammen rausgehen würde, meine Absage - dann der merkwürdige Text von ihm ohne Grund, dass ich etwas besseres verdient hätte, keine Antwort auf meine Frage was bei ihm los sei und eine weitere Nachfrage nach einem Treffen wurde erneut ignoriert. Ich habe ihm gestern noch einmal geschrieben, eine positive Nachricht ohne Nachfrage nach einem Treffen, bis heute keine Antwort und die werde ich auch nicht erhalten. Er wird sich sicherlich wieder melden, wenn er meine Hilfe braucht, aber ich weiß nicht wie ich ihm helfen kann. Vor allem denke ich, nein ich weiß, dass er mich liebt und nur das Gegenteil behauptet um mich zu schützen und mich nicht zu belasten, ich denke deswegen antwortet er mir auch nicht, weil er mich nicht verletzen will. Das belastet mich selbst natürlich auch, aber viel schlimmer ist es für mich zu wissen, dass er sich selbst so sehr quält und allein ist und alleine zuhause wieder die Hölle auf Erden durchmacht. Ich habe ihm so oft angeboten mit einem Psychologen in meiner Anwesenheit zu reden oder wenigstens mit seiner Mutter - keine Chance. Er weigert sich, weiß, dass ihn niemand verstehen würde und schämt sich viel zu sehr für seinen Fetisch. Ich verstehe nicht, wie er seit seinem vierten Lebensjahr einen solchen Fetisch haben kann, er konnte ihn nie mit einer Frau ausleben, nur mit mir. Er sieht seinen Fetisch als dreckig und ekelhaft an, aber als Teil von ihm und hält sich selbst für den perversesten Menschen auf dieser Erde. Ich finde seinen Fetisch jedoch objektiv betrachtet nicht so schrecklich, er trägt lediglich gerne Strumpfhosen und ab und an eine Perücke...ich finde das weder anziehend noch abstoßend, er meint jedoch, dass man das niemandem zumuten könne, nicht einmal sich selbst, er aber ohne nicht leben könne. Ich habe etwas Angst -ich weiß, es hört sich absolut verrückt an, aber ich versuche die Dinge aus seiner Sicht zu sehen und seine Sicht ist nun einmal leider Gottes manchmal sehr verrückt- dass ich eben bei dieser vorletzten Begegnung, als wir seinen Fetisch praktiziert haben und er meinte, etwas sei mit ihm passiert, wirklich etwas bei ihm angerichtet habe, so wie die Videos seinen Kopf auch völlig auf den Kopf gestellt haben. Ich dachte ich könne ihm mit der Auslebung seines Fetisch helfen, weil er ihn nicht ablegen will und er ein großer Teil von ihm ist, er an kaum etwas anderes denken kann. Vielleicht will er auch keinen Kontakt mehr mit mir haben, weil er es nicht ertragen kann, dass tatsächlich eine Frau seinen Fetisch mit ihm ausleben will. Ich weiß es nicht, ich verstehe es nicht, ich versuche einen Weg zu finden wieder an ihn heranzutreten, aber ich mache es mit jeder Nachricht von mir schlimmer, das weiß ich auch.


 


Ich kenne ihn leider zu gut, kann seine Gedankengänge zwar oft nicht verstehen, aber ich weiß wann er was wie denkt und ich weiß, dass ich momentan anfange das Böse in ihm zu wecken, weil ich ihn unter Druck setzte sich mit mir auseinanderzusetzen und zu treffen.


 


Es tut mir leid, es ist wirklich alles extrem kompliziert und ich weiß gar nicht wie ich alles in Worte fassen soll. Ich weiß auch, dass ich ihm nicht wirklich helfen kann, dass das nur ein Psychologe kann, aber diese Möglichkeit ist absolut ausgeschlossen. Ich muss ihm helfen, fühle mich ihm gegenüber verpflichtet und ja, ich liebe ihn und erhoffe mir auch Liebe von ihm, aber ich fürchte er kann nicht wirklich lieben weil er den Begriff der Liebe nicht wirklich greifen kann und damit nichts anfangen kann. Er sagte er hätte alle seine Freundinnen, mit denen er immer kürzer zusammen war als mit mir (aber ich bin ja nicht seine Freundin) geliebt hätte, sie ihn aber nicht und er hat sich tatsächlich immer dominante Frauen ausgesucht, die ihn ausgenutzt haben und im Prinzip nichts weiter als Geld von ihm haben wollten.


 


Sie sind doch Psychologin und haben bestimmt schon viel in ihrer Laufbahn gehört - kennen Sie einen ähnlichen Fall, bei dem der Betroffene später mehr oder minder normal war und es blieb? Haben Sie schon einmal etwas davon gehört, dass ein Junge von vier Jahren die Strumpfhosen seiner Mutter klaut, anzieht und es toll findet und das ganze dann bis zur Perfektion weitertreibt und bis ins "hohe" Alter von 40 Jahren auslebt und fortführt und es so toll findet, dass er darunter leidet und es ihn kaputt macht? Was steckt dahinter? Ich habe nichts vergleichbares gefunden, wusste nicht einmal dass Kinder mit 4 Jahren ein Sexualempfinden haben können...Wissen Sie, ich weiß wie sehr er unter allem leidet. Ich leide auch, aber das ist nichts gegen das Leid, was er ertragen muss, auch wenn er zu mir meinte, dass er schon viel schlimmeres überstanden hätte und ich mir keine Sorgen zu machen brauche. Ich muss ihm helfen, da geht kein Weg daran vorbei, ansonsten würde ich mir immer Vorwürfe machen und er würde wohl früher oder später tatsächlich in einer psychatrischen Klinik landen in der er zu grunde gehen würde.


 


Ich weiß, dass das Borderlinesyndrom extrem anspruchsvoll und vielseitig ist. Es ist kompliziert, nahezu unmöglich einen solchen Menschen zu verstehen und eine Heilung ist, so wie ich das gelesen habe, ebenfalls ausgeschlossen, lediglich eine Linderung ist mögöich. Aber es muss doch dennoch einen Weg geben ihm zu helfen außer einfach nur für ihn da zu sein. Ich meine - es hört sich jetzt wieder verrückt an, aber ich meine das ernst: Seine Hypnosevideos haben ihn doch so durchdrehen lassen, vorher war er nicht so, man muss doch eine solche Hypnose umkehren können oder zumindest rückgängig machen können. Es ist für ihn wie eine verrückte Sucht, eine solche Sucht muss doch auch zu lösen sein. Ich kann auch gar nicht verstehen, wie ein solches Video solche Psychischen Folgen haben kann. Wie gesagt, er ist nicht dumm, ich würde ihn sogar als herausragend intelligent einstufen, ich verstehe nur nicht, warum er gleichzeitig so dumm sein kann und sich selbst damit kaputt macht. Kann es sein, dass das tatsächlich eine Art von Selbstverletzung ist?


Was hat es zudem mit seinen Wahnvorstellungen auf sich? Er hatte vor drei Jahren Erscheinungen, bei denen zum Beispiel eine von ihm gebastelte Puppe, welche eine Domina darstellte, mannsgroß neben ihm stand. Desweiteren hat er seit er 29 ist die Wahnvorstellung, dass eine Domina, welche er auf einem Zeitschriftencover gesehen hat ihn anal quälen würde und eine Domina, die er zum Essen einladen wollte hat ihn seiner Meinung nach verflucht. Vor einem Jahr hat er Neben in seiner Wohnung gesehen wie von einer Nebenmaschine in einer Diskothek und bei meinem letzten Besuch bei ihm hat er mir ein besonderes "Geschenk" gemacht, so hat er sich ausgedrückt. er hat eine CD aufgehangen, sie hat sich nicht bewegt, es gab keine Luftströhmung in diesem Raum und plötzlich hätte es angeblich eine schleierhafte Spiegelung gesehen - dieses Erlebnis hat er mir geschenkt, weil mir da "kein anderer Mann auf der Welt schenken kann" und das hätte ich verdient. Das sagte er mir unter Tränen - aber was soll ich sagen? Klar, die CD hat sich bewegt, aber das war keine Erscheinung oder dergleichen. Er ist Physiker und hat mir zwei Stunden lang erklärt, warum es nicht sein könnte was wir gesehen haben, es aber dennoch passiert sei. Ich habe ihm nicht gesagt, dass ich das anders sehe, er fühlt sich dann immer gleich so unglaublich missverstanden, ich habe aber auch nicht gesagt, dass ich ihm das glaube. Verstehen Sie, seine Gesten und Worte sind manchmal so groß, aber dennoch besteht er darauf, dass er mich nicht liebt. Ja und um auf die Wahnvorstellungen zurückzukommen - sie sind alle ohne Alkohol- oder Drogeneinfluss zustandegekommen, er nimmt auch keine Medikamente. Er hat wohl mal ein Medikament von einem Psychologen verschrieben bekommen, damals hat er aber nur einen Bruchteil erzählt, hat dem Psychologen nur von seinen Angszuständen und Stimmen im Kopf erzählt. Er hat gesagt, dass der Hauptbestandteil dieses Medikaments auch in pep zu finden sei und deswegen würde er sich selbst helfen, wenn er es braucht - und tatsächlich hilft es ihm, das ist ja auch noch so dramatisch. Die Stimmen in seinem Kopf sagen ihm immer Dinge vor denen er Angst hat, deswegen beginnt er zu schreien wenn die Stimmen auftauchen oder fängt an zu singen und Gitarre zu spielen, damit er die Stimmen nicht hört. Eine seiner Stimmen hat ihm zum Beispiel gesagt, dass er mich nur ausnutzen würde - angeblich kann er diese Stimmen auch fühlen, sie steigen seinen Nacken hoch bis in seinen Kopf. Es ist der reinste Wahnsinn, ich weiß, aber für ihn ist es Realität und deswegen muss zumindest ich das auch ernst nehmen, weil es sonst niemand tut.


 


Was soll ich sagen? Wenn ich das so aufschreibe merke ich wieder einmal wie verrückt sich das alles anhört, aber es ist leider so wie es ist und ich muss ihm helfen. Es dreht sich alles im Kreis. Besteht nicht irgendwie die Möglichkeit seine Selbsthypnose umzukehren oder aufzulösen? Ich denke das ist schon ein großer Punkt - und seine Angstzustände. Er hat Angst vor Menschen aber auch vor dem Alleinsein. Ich habe es im Gefühl, dass er derzeit nur arbeitet, im Bett liegt und sich iese Hypnosevideos ansieht.


 


Ich weiß, dass sein Verhalten nicht direkt etwas mit mir zu tun hat, aber indirekt schon, weil ich teilweise der Auslöser für sein Verhalten war.


 


Was denken Sie über die Sache unserer vorletzten Begegnung als er plötzlich im Bett meinte, es wäre etwas mit ihm passiert? Meinen Sie ich habe etwas schlimmes angerichtet? Der Abschied damals kam mir fast so vor wie ein Abschied für immer - der Abschied bei der letzten Begegnung war fast so als würden wir uns nicht kennen. Meinen Sie er will sich von mir distanzieren, weil er nun denkt, dass ich tatsächlich Schult trage - an was auch immer? Oder will er mich vielleicht wirklich nur schützen? Oder - was mir leider auch schon in den Sinn gekommen ist - ich weiß, es ist schwer eine solche Situation einzuschätzen und zu beurteilen- aber vielleicht hat seine Stimme im Kopf ja recht und er wollte mich wirklch nur ausnutzen/benutzen was auch immer. Ich kann es mir nicht vorstellen, weil ich ihn dafür eigentlich zu gut kenne. Aber warum macht ein Mensch Liebesbekundungen (ich würde für Dich sterben, Du bist der wichtigste Mensch in meinem Leben, was Du für mich getan hast hat noch nie jemand für mich getan weder Freundin noch Familie, du bist wertvoller als Gold...) und sagt gleichzeitig, dass er keine Liebe für einen empfindet?Er ist Musiker, hat mir ein Lied geschrieben und bei unserer letzten Begegnung ein anderes Lied für mikch gesungen I*d die for you von Bon Jovi. Er drückt sehr viel mit seinen Liedern aus, entweder mit selbst komponierten oder mit bereits existierenden. Er hat dieses Lied auch auf seine Homepage gestellt, ich kenne die Bedeutung, die dahinter steckt, das hat er für mich getan und will mit mit dem Text etwas sagen, aber der Text sagt dummerweise genau das aus, was er mir auch mit Worten gesagt hat, er liebt mich nicht, würde aber für mich sterben.Auch wenn andere Menschen solche Dinge vielleicht leichtfährtig sagen, er tut das nicht, er sagt nichts ohne Grund. Bei ihm hat alles einen Grund und einen Sinn, selbst die Schriftfarbe, welche er bei der Programmierung seiner Homepage benutzt, hat jeweils eine besondere Bedeutung für ihn. Ich fürchte, dass die Tatsache, dass er das Lied auf die Seite gepackt hat eine Art Schlußstrich für ihn ist und er mit mir abschließen will, zwar im Guten, aber eben doch keinen Kontakt mehr zu mir haben will, weil er Angst vor was auch immer hat.


 


Ich verstehe es nicht, er kann es mir nicht erklären, es ist wie eine böse Geschichte ohne Sinn und mit bösem Ende.


 


Ich bin inzwischen so weit, dass ich nur noch an ihn denken kann und an seine Probleme. Ich weine den halben Tag oder ich versuche irgendwie eine Lösung zu finden - nachts kann ich nie länger als drei Stunden schlafen, sitze die ganze Nacht über in der Küche und starre, so wie tagsüber auch, ständig auf mein Handy weil ich mir ein Lebenszeichen von ihm erhoffe - ohne Erfolg.


 


Es tut mir leid, es ist alles sehr verwirrend und ich bin mir nicht sicher, ob Sie mich verstehen, ihn verstehen und durch die ganzen Informationen durchsteigen, es ist für mich selbst ja auch schwierig das zu verstehen und er versteht sich selbst auch nicht, denke ich, auch wenn er das immer behauptet. Aber genau das ist ja auch das Problem - er sagt ich bin der erste Mensch, der ihn zumindest größtenteils versteht und er meint dass kein Psychologe auf der Welt aus ihm schlau werden würde und ich muss leider inzwischen sagen, dass ich etwas ähnliches befürchte. Ich glaube er ist selbst für einen Psychologen schon ein recht außergewöhnlicher und merkwürdiger Fall mit vielen Vacetten, die wohl auch ein Psychologe nur schwer verstehen oder erklären kann, aber vielleicht können Sie ihm oder uns oder zumindest mir helfen durch dieses ganze Chaos durchzublicken und eine Lösung zu finden, die leider nicht in jahrelanger psychologischer Betreuung enden kann, weil er das nicht zulassen wird.

Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,
das ist wirklich viel Information. Ich kann nicht zu allem was sagen, versuche aber vielleicht ein paar Punkte herauszuheben.
Einmal fuehlen Sie sich verantwortlich fuer sein Verhalten - was ja so nicht ganz stimmt. Dieses komplexe, oft unverstaendliche Verhalten dauert an seit er ein Kind ist. Damit haben Sie wenig zu tun. Auch dieser Moment, den Sie da beschreiben, ist wahrscheinlich weniger dramatisch als Sie das vermuten. Ich glaube nicht, dass Sie da irgendetwas ausgeloest haben. Ich glaube eher, dass es sich dabei um einen Teil der Stoerungen handelt, die er schon lange hat.

Das traurige ist, dass Sie leider wirklich nicht viel mehr tun koennen, als fuer ihn da zu sein. Wenn es sich um eine Sucht handeln sollte, dann muss ER diese Sucht aufgeben wollen. Egal wie sehr Sie helfen wollen, man kann einem Suechtigen nicht helfen bis er sich aendern will. Genauso kann man eines psychisch Kranken nicht helfen solange diese Person keine Hilfe annehmen moechte. Ich glaube nicht, dass weitere SMS Schaden anrichten. Sie koennten eine weitere aggressive Antwort bekommen, aber solange Sie das nicht persoenlich nehmen, zeigen Sie ja nur, dass Sie fuer ihn da sind.

Ich wuerde Ihnen so gerne sagen, dass es etwas gibt, was Sie tun koennen, um ihn zu "retten", aber solange er sich nicht selbst retten will, koennen Sie leider nichts tun.
Waere er vielleicht bereit, zu einem Hypnotherapeuten zu gehen? Eine solche Hypnose koennte moeglicherweise helfen mit den hypnothisierenden Videos.

Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Hallo,


 


vielen Dank für Ihre Antwort.


 


Ja, Sie haben recht, es sind sehr viele Informationen und ja, es ist sehr kompliziert mit ihm, das ist mir durchaus bewusst und genau das ist auch das Problem. Leider weiß ich, dass Süchte nur bewältigt werden können, wenn der Süchtige seine Sucht einsieht und ändern möchte, aber ich weiß leider nicht wie ich das schaffen soll, da seine Süchte (Alkohol und Drogen) leider Gottes tatsächlich neben Gesprächen mit mir die einzige Hilfe für ihn sind. Ich weiß nicht wie ich ihn davon überzeugen soll, dass sein Weg mit seiner Krankheit umzugehen der falsche ist wenn ich für mich selbst im Inneren zugeben muss, dass ihm seine Süchte tatsächlich helfen damit fertig zu werden. Sicherlich hilft ihm das alles nur für einen begrenzten Zeitraum, aber zumindest hilft es ihm in irgendeiner Art und Weise. Er sagte einmal zu mir jetzt sei er soweit zu einem Psychologen zu gehen, aber diese Einstellung war leider nach wenigen Stunden wieder dahin. Es dauert leider sehr lange bis man einen Termin bei einem Psychologen bekommt, zumindest hier in der Umgebung ist das so - die Wartezeit liegt bei 3 bis 6 Monaten und er würde wenn dann nur sehr spontan zu einem Psychologen gehen, wenn er dann einmal wieder einen guten und klaren Moment hat. Seine Videos machen auch immer wieder alle Erfolge, die ich bei ihm erziele kaputt - und diese Videos sieht er leider als Lebenselexil für sich. Ich halte die Videos sogar für schlimmer als seine Drogen und seinen Alkoholkonsum, weil sich beides glücklicherweise so in Grenzen hält, dass beides durchaus im Rahmen bleibt. Ich weiß, Alkoholismus beginnt schon bei dem täglichen Genuss von nur einer Flasche Bier, er trinkt täglich drei bis acht Flaschen, je nach seiner Verfassung - er trinkt jedoch keine harten alkoholischen Getränke und betrinkt sich auch nie in dem Sinne, als dass er tatsächlich betrunken wäre. Manchmal trinkt er auch tagelang nichts, dann liegt er nur im Bett und schläft und geht abends arbeiten. Marihuana raucht er, wenn er seinen Sexualtrieb "abtöten" will, das gelingt ihm durch den Konsum geringer Mengen und wird von ihm ein bis zweimal in der Woche konsumiert, pep zieht er leider beinahe täglich, manchmal aber auch tagelang nicht, wenn es ihm einmal gut geht. Er sieht Alskohol und Drogen als einzige Hilfe, die er sich selbst verschaffen kann und auch wenn ich ihm da nicht offen zustimme denke ich, dass es wohl tatsächlich so ist, dass er eben ohne seine Drogen und den Alkohol gar nicht mehr mit sich selbst zurecht kommen würde. Aufgrund der Zusammensetzung des Medikaments, was er vom Psychologen erhalten hat und der Zusammensetzung von pep scheint es tatsächlich zu sein, dass der Unterschied nur in der Legalität der Produkte besteht und in der Reinheit bzw. der Zuführung von Nebenprodukten, die dass pep verunreinigen. Ich habe das alles nachrecherchiert und er hat recht - ich sage es ihm zwar nicht, aber er hat recht mit seiner Aussage und deswegen weiß ich nicht wie ich ihn vom Gegenteil überzeugen kann.


 


An Hypnosetherapie habe ich auch schon gedacht, bin aber aus zwei Gründen skeptisch, was das Ganze angeht: abgesehen davon, dass einie einzige Sitzung mit mindestens 100,00 Euro zu Buche schlagen würde (ich bin mir sicher er bräuchte sehr viele Sitzungen um einen Erfolg zu erzielen) denke ich, dass es schwierig sein wird jemanden zu finden, der ihm bei seinem Problem überhaupt helfen kann. Alle Therapeuten, die ich im Umkreis von 100km gefunden haben praktizieren Raucherentwöhnung, Stressbewältigung und dergleichen, aber ich habe niemanden gefunden der sich offensichtlich damit auskennt jemandem zu helfen, der auf einer Hypnose so derart hängen geblieben ist und diese Hypnose wieder rückgängig machen kann. Auch scheint es mir so zu sein, dass es sehr schwierig ist jemanden zu finden der augenscheinlich tiefgründige Erfahrungen mit solchen Dingen hat weil das leider -oder nein glücklicherweise- ja nicht an der Tagesordnung steht, dass sich jemand mit solchen Videos so beeinflussen lässt.


 


Ich will versuchen die psychologische Seite seiner Krankheit besser zu verstehen um ihm dadurch eventuell eine Hilfestellung geben zu können. Ich habe auch schon versucht ihn mit psychologischen Tricks so zu manipulieren, dass er seine Meinung ändert und glaubt, dass er selbst darauf gekommen ist, aber leider ist er dafür zu intelligent und lässt sich immer nur für kurze Momente, vielleicht einen Tag, aber niemals länger, von mir überzeugen, dass er etwas ändern muss.


 


Ich fürchte wenn das so weitergeht kann ich ihm nur noch dabei zusehen, wie er sich immer weiter selbst zerstört. Glücklicherweise hat er sich gestern wieder bei mir gemeldet, er scheint derzeit wieder eine gute Zeit zu haben. Ich werde mich wieder mit ihm treffen und versuchen meine Arbeit an ihm fortzusetzen, aber leider wird das wohl auch nicht anders enden als bisher.


 


Das ist so eine schreckliche Krankheit - ich bin inzwischen auch der Meinung, dass man diese Krankheit nicht besiegen und dem Kranken helfen kann, auch wenn das nicht in meinen Kopf rein will wie soetwas sein kann. Ich werde bei unserem nächsten Treffen alles auf eine Karte setzen und versuchen ihn davon zu überzeugen, dass er etwas ändern muss, wenn das dann auch nichts hilft weiß ich keinen Rate mehr. Vielleicht Kontakt mit einem Psychologen vor Ort aufnehmen - ohne ihn und versuchen ihm so zu helfen? Mein Problem ist dann auch wiederum - wer bezahlt soetwas dann? Wenn ich zum Psychologen gehe weil jemand anders ein Problem hat wird weder meine noch seine Krankenkasse das übernehmen, denke ich. Es ist nahezu aussichtslos, aber das ist mir jetzt noch so als letzte Möglichkeit eingefallen - nur dieser Termin wird dann wie gesagt erst irgendwann im nächsten Jahr sein, März/April, wer weiß was bis dahin mit ihm ist?


 


Gibt es nicht eine Möglichkeit bei solchen Fällen irgendwie schnelle Hilfe vor Ort von einem Psychologen zu bekommen ohne hunderte von Euros dafür zahlen zu müssen und vielleicht auch tatsächlich ohne dass er wirklich anwesend sein muss. Ich könnte dem Psychologen ja an seiner Stelle alles erzählen, was er mir auch erzählt hat, damit müsste der Psychologe doch auch arbeiten können und ihm helfen können, oder?


 


Gruß

Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,
ich bewundere Sie dafuer, wie sehr Sie diesem Mann helfen moechten. Leider wird ein Psychologe vor Ort rechtlich und ethisch nur helfen koennen, wenn der Klient selbst bereit ist seine Geschichte zu erzaehlen. Ein Psychologe waere moeglicherweise bereit, Ihnen zuzuhoeren und Ihre Seite der Geschichte zu hoeren, aber danach muesste Ihr Freund selbst darueber reden. Genau wie ein Arzt ja auch eine Patienten nicht helfen kann, wenn er die Medizin der Freundin des Patientin gibt. Und das Reden ist ja Teil des Heilens und damit der "Medizin."

Um etwas schneller einen Termin zu bekommen, der von der Krankenkasse bezahlt wird,koennten Sie sich an eine psychotherapeutische/ psychiatrische ambulante Fachklinik, an eine Universitätsklinik mit einer psychotherapeutischen/ psychiatrischen Ambulanz oder an ein psychotherapeutisches Ausbildungsinstitut wenden. Dort gibt es oft auch "Notfalltermine".

Es gibt leider keine "Tricks" wie man jemanden dazu bringen kann, sich zu veraendern. Ein Mensch veraendert sich nur dann, wer er von sich aus bereit ist, das zu tun. Wenn es diese Tricks gaebe, dann gaebe es keine Eheprobleme mehr, keine Probleme mit ungezogenen Kindern und wahrscheinlich keine Kriminalitaet.... Als Mensch kann man nur sein eigenes Verhalten bestimmen, nicht das Verhalten anderer Personen....

 

Bekannt aus:

 
 
 
„[...]mehr als Zehntausend Experten weltweit; 1500 davon in Deutschland. Acht Jahre nach dem Start ist das [...] Online-Unternehmen mit seinen 90 Mitarbeitern die größte Web-Seite für das Vermitteln von Experten von Anwälten über Ärzte bis hin zu Universitätsprofessoren.“
„Wer eine fachmänische Lösung für ein medizinisches, rechtliches oder technisches Problem sucht, kann das jetzt auch im Internet tun. Lebenshilfe auf die schnelle, unkomplizierte und vor allem erschwingliche Art bietet die Seite www.justanswer.de. Etwa 1500 Experten stehen per Mail für Fragen zu ca. 200 Fachgebieten rund um die Uhr zur Verfügung."
„Rat gewünscht? Rechtliche, medizinische oder allgemeine Fragen beantworten Experten unter www.justanswer.de."
„JustAnswer, die weltweit führende Online-Plattform für Expertenfragen und -antworten, bietet ab sofort noch mehr Sicherheit und Qualität für Verbraucher."
„Ob Vorbereitung, Notfall oder Reklamation nach dem Urlaub - JustAnswer bietet jederzeit schnelle, kompetente Antworten"
„Die Online-Plattform JustAnswer bringt Ratsuchende und Experten in über 200 Fachgebieten zusammen."
 
 
 

Was unsere Besucher über uns sagen:

 
 
 
  • Danke für die wachrüttelnde Antwort, die freundlich aber bestimmt angekommen ist. Das war nötig und sehr hilfreich. Danke! JustAnswer Kunde
< Zurück | Weiter >
  • Danke für die wachrüttelnde Antwort, die freundlich aber bestimmt angekommen ist. Das war nötig und sehr hilfreich. Danke! JustAnswer Kunde
  • Sehr schnelle und kompetente Antwort, die für mich bares Geld bedeutet. Vielen Dank! S.Stober K.
  • Herzlichen Dank! Hab durch Ihre Antwort viel Geld gespart! Ben R. Deutschland
  • Sehr schnelle und kompetente Hilfestellung. Besonders für mich als Laien wurde alles sehr verständlich erklärt. Gerne wieder! Rosengl Bad Tölz
  • Vielen Dank für die schnelle und gute Beratung. Sie haben uns gut weitergeholfen. Wir kommen gerne wieder auf Sie zu. Birgit H. Kempten
  • Hervorragende und außerordentlich liebenswürdige Hilfe! Ich werde bei Bedarf bestimmt wieder auf JustAnswer zurückgreifen und bin sehr dankbar, dass es so etwas gibt! Dr. Gert Richter Verl
  • Danke für die schnelle Hilfe. Sehr schön, auch an einem Sonnabend ist jemand zu erreichen. Janine Gaus Bielfeld
 
 
 

Lernen Sie unsere Experten kennen:

 
 
 
  • diplompsychologe

    diplompsychologe

    Dipl- Psychologe

    Zufriedene Kunden:

    1216
    Dipl.- Psychologe (Uni) & Verkehrspsychologe
< Zurück | Weiter >
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/DI/diplompsychologe/2011-4-27_194256_Foto158.gifbearbeitet3.64x64.gif Avatar von diplompsychologe

    diplompsychologe

    Dipl- Psychologe

    Zufriedene Kunden:

    1216
    Dipl.- Psychologe (Uni) & Verkehrspsychologe
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/BJ/BJnD8/2013-8-2_142434_FKH0080KopfLimpens.64x64.jpg Avatar von Johann Schweißgut

    Johann Schweißgut

    Diplom Psychologe

    Zufriedene Kunden:

    817
    Verhaltenstherapeut, Systemischer Berater und Coach, Supervisor
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/WE/webpsychiater/2015-8-15_7533_ildschirmfotoum...64x64.png Avatar von webpsychiater

    webpsychiater

    Dr

    Zufriedene Kunden:

    47
    Ärztlicher Psychotherapie (Verhaltenstherapeie
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/EW/ewolf/2014-11-22_123326_rofilildx.64x64.jpg Avatar von Frau-Wolf

    Frau-Wolf

    Diplom Psychologin

    Zufriedene Kunden:

    28
    zertifiziert als Mediatorin* (Hochschule Darmstadt); als ILP (integrative lösungsorientierte Psychologie) coach; HP (Psych) ;WB med. Hypnose
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/HO/hoellering/2015-9-3_152044_x.64x64.jpg Avatar von Dr. Höllering

    Dr. Höllering

    Fachärztin

    Zufriedene Kunden:

    9772
    Notfallmedizin,Psychosomatik,Innere- und Allgemeinmedizin
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/OR/Orthodocs/2012-2-12_211834_IMG6092a.64x64.jpg Avatar von Orthodoc

    Orthodoc

    Dr. med.

    Zufriedene Kunden:

    1138
    Orthopädie,Unfallchirurgie,Notfallmedizin, Allgemeinmedizin
 
 
 

Ähnliche Fragen in der Kategorie Psychologie