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InternetCoach
InternetCoach, Psychologin
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1450
Erfahrung:  Familientherapeutin, Drogenberatung, Erziehungsberatung
62882398
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Hallo! Unser Sohn - 8 Jahre - wird seit ca 3 Wochen

Kundenfrage

Hallo! Unser Sohn - 8 Jahre - wird seit ca 3 Wochen bei Kleinigkeiten, die ihm nicht passen, agressiv, zornig, bockig. Er stampft mit den Füssen, schreit und ist verbal frech. In der Schule bringt er sehr gute Leistungen, ohne Mühe. Er hilft auch schon brav im Haushalt mit und ist ein sehr kluger und lustiger Kerl. Heute habe ich einen Anruf aus dem Hort erhalten, dass es einen wie oben beschriebenen Wut/Zornausbruch gegeben hat - und er absolut nicht nachgibt und auf die Erwachsen hört. Er befolgt auch dann die Anweisungen seiner Horterzieherin nicht - er leistet einfach Widerstand auf der ganzen Linie! Er beschwert sich oft, dass er von einigen Mitschülern sekkiert und auch körperlich attackiert wird und das die Erzieherinnen nicht sehen, nur wenn er sich dann verteidigt, wird meistens er erwischt und fasst dann eine Strafe aus. Ich weiß oft nicht, wie ich es mit dem Wahrheitsgehalt halten soll? Grundsätzlich ist er keiner, der andere schlägt. Er ist sehr groß für sein Alter ( 146 cm) und "kernig", aber ein wenig ungeschickt und kein großartiger Sportler. Ich rede sehr viel mit ihm über die vorgefallenen Dinge, er verspricht dann Besserung, in ein / zwei Tagen fängt das Ganze wieder von vorne an. Ich kann doch nicht nur schimpfen und bestrafen? Haben Sie eine Lösung ? Herzlichen Dank! xxxxxxxxx

Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,
Sie machen sich verstaendlicherweise Sorgen um Ihren Sohn. Eine ploetzliche Veraenderung im Verhalten ist in der Regel ein deutliches Zeichen, dass etwas nicht stimmt.
Ich kann natuerlich aus der Ferne keine Diagnose stellen, aber ich wuerde Sie ermutigen professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, um herauszufinden, was genau sich im Leben Ihres Sohnes veraendert hat.

Einmal vermute ich,d ass er moeglicherweise "gemobbt" wird, dass also die anderen Kinder im Hort sich ueber ihn lustig machen - denn von dem, was Sie beschreiben, ist er ja "anders". Manchmal hilft es,um Kindern zu helfen, ueber diese Dinge zu reden, wenn man z.B. ein altersgerechtes Buch zum Thema Mobbing zusammen liest und dann ueber die einzelnen Personen in diesem Buch spricht und darueber, was diese motiviert.

Eine andere Moeglichkeit waere es, dass sich Ihr Sohn ueber- oder unterfordert fuehlt. Was dann manchmal zu Depressionen im weitesten Sinn fuehrt. Und Kinder druecken Depressionen meist als Wut und Frustration aus. Auch Mobbing wuerde wahrscheinlich zu Depressionen fuehren.

Auch Hormonstoerungen koennen zu Aggression fuehren. Ihr Sohn ist ja noch zu jung fuer die Pubertaet, aber Sie sagen auch, dass er gross und kraeftig fuer sein Alter ist - es ist heutzutage nicht ganz ungewoehnlich, dass schon in dem Alter Ihres Sohnes Hormonveraenderungen vorkommen. Erhoehtes Testosterone koennte z.B. zu seinem Verhalten beitragen.

Meine Empfehlung waere, dass Sie mit dem Kinderarzt Ihres Sohnes sprechen und um eine Hormonuntersuchung bitten. Ausserdem koennte es sein, dass ein Termin zur ausfuehrlichen Diagnostik bei einem Kinder- und Jugendpsychologen hilfreich waere - und dass Sie dort erwaehnen, dass Mobbing moeglicherweise eine Rolle spielt.

Zuhause waere es wahrscheinlich wichtig,d ass Sie weiterhin klare Grenzen setzen, beschreiben, was fuer Verhalten Sie von Ihrem Sohn erwarten, und ihm beibringen, wie man Wut anders ausdrueckt. Oft helfen da Rollenspiele, in denen er uebt, was er sagen kann, wenn andere Kinder gemein sind und wie er Wut rauslassen kann, indem er z.B. in seine Matratze boxt. Auszeiten und andere Konsequenzen, wenn er Ihren Anweisungen nicht folgt, sollten Sie ebenfalls beibehalten (kein Fernsehen, frueher ins Zimmer usw.) Achten Sie dabei darauf, dass Sie die Konsequenzen durchsetzen koennen ohne dass Sie die Kooperation Ihres Sohns brauchen (wenn z.B. kein Fernsehen, dann muss der Fernseher aus bleiben) und dass Sie so wenig emotional auf seine Tiraden reagieren wie moeglich. Reagieren Sie ruhig und versuchen Sie in dem Moment der Wut nicht mit ihm zu diskutieren (Sie scheinen da ohnehin viel richtig zu machen). Auch wenn es anstrengend ist, bleiben Sie konsequent - und finden Sie gleichzeitig heraus, was hinter dieser Veraenderung steckt.

Ich hoffe, dass Ihnen diese Strategien weiterhelfen. Fuer Nachfragen stehe ich natuerlich gerne zur Verfuegung.

Ich bitte Sie, KEINE Bewertung abzugeben wenn Sie mit der Antwort noch nicht zufrieden sind. Sie können natuerlich beliebig oft nachfragen, bis Sie eine hilfreiche Antwort erhalten. Ich wünsche Ihnen viel Mut und Erfolg bei den nächsten Schritten.

Mit freundlichem Gruß,

Annegret Noble

Ueber eine positive Bewertung meiner Antwort wuerde ich mich freuen. Vielen Dank.

Meine Ausführungen und Meinungen ersetzen keine psychologische Diagnostik oder Therapie. Sie beinhalten nur Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze.