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Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 2
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Hallo,ich bin Angehörige eines psychisch kranken und habe

Kundenfrage

Hallo, ich bin Angehörige eines psychisch kranken und habe das Problem, dass ich bei ihm eine Persönlichkeitsstörung vermute. Ich bin nach 7 Jahren mit ihm durchaus in das Thema eingelesen und habe auch immer begleitend für mich therapeutische Hilfe in Anspruch genommen. Ich habe mehrmals über ihn versucht, ob es möglich wäre mal ein gemeinsames Gespräch bei seiner Therapeutin zu machen. Er hat immer gesagt, sie will das nicht. Er sagt er hätte eine Depression und deshalb ein Suchtproblem (Alkohol). Sein Alkoholproblem hat er gerade ganz gut im Griff (weil ich ihn vor die Alternative gestellt habe, dass ich mich sonst von ihm trenne wenn er sein Alkoholproblem nicht in den Griff bekommt - das war vor einem halben Jahr). Seine Depressionen sind besser sagte er, bei seinem letzten Termin beim Neurologen (wegen Epilepsi Medis) hat diese aber seine Medis (Trittico 150mg) wegen der Depression erhöht. Diagnose latente Depression, was jetzt ihn und wie er sagte auch seine Therapeutin erstaunt hat, weil beide dachten er hätte keine Depressionen mehr. Mich übrigens nicht. Ich habe ihn ja auch dazu gebracht zu seiner Neurologin zu gehen um die Medikation und Dosis die er nimmt (nach 2 Jahren) überprüfen zu lassen, weil sein Verhalten und seine Gefühlsschwankungen mir Sorgen gemacht haben. Wenn ich mit meiner Vermutung richtig liege, dass hinter seine psychischen Problemen eingentlich eine Persönlichkeitsstörung liegt fürchte ich, dass er selbst dies nicht erkennen kann und evtl. alles tut um zu verhindern, dass ich mit seiner Therapeutin spreche oder er kann es tatsächlich ja selbst nicht erkennen. Ob seine Therapeutin dies erkannt hat, kann ich ja nicht sagen, da ich ja nur mit ihm reden kann und ich nicht weiß, ob er mich anlügt (was er ja sehr oft tut). Ich vermute eine Störung in Richtung Borderline / narzisstische Störung / passiv agressiv. Somit bin ja dann ich als Partnerin ja für ihn genau die, vor der er das verheimlich muss, damit ich ihn nicht verlasse. Er leidet aber sehr unter dem Umstand seiner Gefühlswelt und auf und abs und der Tatsache, dass er mich ständig angreift und verletzt und nicht weiß wie er das verhindern soll. Soweit er sich dann überhaupt noch erinnern kann. Meistens weiß er es gar nicht mehr. Meine Therapeuten (auch die Angehörigen Beratungsstelle) sagen mir, ich kann nichts tun und ich kann nur mit ihm reden und darf nicht mit seiner Therapeutin reden. Ich kann ihm ohnehin nicht helfen und ich muss für mich rausfinden wieviel ich davon ertragen kann und warum ich ihn nicht verlasse. Nun, da aber das schlimmst für ihn das Verlassen werden und Verlust ist stürzt ihn das jedesmal in eine schwere Krise bis hin zu Suizidgedanken. Einen hat er gemacht nach Trennung von seiner letzten Frau und Kind und der Tatsache dass er weder Geld (er ist hoch verschuldet) noch Wohnung hatte. Alle weiteren konnte ich verhindern, in dem ich für ihn da war und ihn nicht alleine gelassen habe - etwa 4-5 mal im Jahr auch teils mit Einlieferung ins Krankenhaus weil er mich als Feind sah. Dort hat man aber hauptsächlich versucht ihn vom Alk runterzubekommen - er hatte 2,5 Promille. Und das, obwohl er jedesmal selbst die Trennungen von mir initiert hat.


Meine Frage nun, soll ich jetzt den Rat befolgen und versuchen ihn davon zu überzeugen, dass er mit seiner Therapeutin über das Thema "Persönlichkeitsstörung" als eigentliche Ursache spricht oder macht es keinen Sinn bei so einem Krankheitsbild. Darf ich ohne sein Wissen seine Therapeutin anschreiben? Wäre das nicht ein riesiger Vertrauensbruch in seinen Augen? Würde seine Therapeutin mir überhaupt glauben, da sie scheinbar denkt, das die Beziehung mit mir ja so blastend ist (was ja sein Hauptthema in seiner Therapie ist wie er mir erzählt). Allerdings schwankt er hier zwischen ich bin ein Engel und sein größter Halt und er ist an allem Schuld und ich bin schuld an allem und mache alles um ihn zu kränken. Ich will ja auch in keinster Weise seine Vertrauensbeziehung zu seiner Therapeutin zerstören. Aber wie soll ich mit ihm darüber dann reden, dass ich vermute, dass seine Therapeutin hier sein Krankheitsbild nicht erkannt hat? Die Therapie hat er übrigends nur auf meine Initiative (von 4 Jahren) begonnen und auch erst dann, als ich ihm gesagt habe, dass ich mich sonst von ihm trennen werden. Er hat die Therapie dann jahrelang nur aus diesem Grund gemacht - mittlerweile erkennt er aber auch, dass es ihm jetzt besser geht und geht aus freien Willen hin. Er kann es leider schon immer von sich aus nicht erkennen, dass das woran er leidet behandelbar ist, darum musste ich leider ihn über solche Drohung zu seinem Besten dazu bringen. Er dachte immer, dass er eben so sei und die Lösung nur wäre sich umzubringen oder sich von jedem Menschen fernzuhalten, weil er hoffnungslos beziehungsunfähig ist und nur immer allen Menschen weh tut, inklusive sich selbst. Liebe Grüße Franziska

Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  exp-del-1 hat geantwortet vor 4 Jahren.
Die Diagnose "Borderline"-Störung erscheint mir gut gestellt.
Wenn die Therapeutin diese Persönlichkeitsstörung nicht erkannt haben sollte, hat sie mit dem Thema Borderline keine Erfahrung und würde die Störung auch nicht behandeln können. Immerhin geht es ihrem Partner durch die Therapie ein wenig besser, auch wenn die zugrunde liegende Persönlichkeitsstörung nicht thematisiert wird. Es wäre keine gute Idee, mit der Psychotherapeutin - ohne das Wissen Ihres Partners - Kontakt aufzunehmen. Am besten halten Sie sich aus der Therapie heraus und versuchen Sie, die gesunden Seiten Ihres Partners zu sehen, anstatt ihn als "Patienten" zu betrachten.

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