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InternetCoach
InternetCoach, Psychologin
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1449
Erfahrung:  Familientherapeutin, Drogenberatung, Erziehungsberatung
62882398
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hallo, ich habe folgendes problem, unser sohn ist mttlerweile

Kundenfrage

hallo, ich habe folgendes problem, unser sohn ist mttlerweile 15 jahre alt, grenzen und regeln hat er vorher schon nicht eingehlaten, aber man konnte ihn noch lenken, seit er 16 jahre alt ist, weitet er alles aus, er kommt nachts nicht nach hause, wenn er da ist, geht er wann will, kommt wann er will, letzte woche ist er abends zum heim abgehauen, die haben ihn wieder heimgeschickt, nun haben wir das jugendamt, was vom heim aus informiert wurde am hals.....ich weiß einfach nicht weiter, er redt vo allem mit mir, als wäre ich nichts..ich frage mich, was habe ich falsch gemacht..unterhalte ich mich mit freunden unabhängig, hört man auch probleme, aber keinen der wegen den kindern das jugendamt auf den hals gehetzt bekommen hat.....er darf in der woche bis 21.00 uhr raus, am wochenende bis 22.00, er hängt mit leuten an spielautomaten ab, er trinkt und raucht.....falscher umgang ja, aber wie verhindert den???
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin und Mutter,

vielen Dank für Ihre Frage. Sie beschreiben eine schwierige Situation. Sie haben einen recht aufsaessigen Teenager vor sich und wissen nicht so recht, wie Sie ihm helfen koennen. Meine Empfehlung waere, dass Sie das Jugendamt als Hilfe sehen und nicht als etwas, das Ihnen an den Hals gehetzt wurde. Das Jugendamt hat viele Moeglichkeiten, um Ihnen und Ihrem Sohn zu helfen, wie z.B. eine Hilfe zur Erziehung. Falls es schlimmer werden sollte, dann gibt es durch das Jugendamt Programme, die Ihrem Sohn helfen, aus seiner alten Umgebung herauszukommen. Je mehr Erwachsene ein Jugendlicher in seinem Leben hat, desto besser. Wenn das Jugendamt jemanden anbietet, der Zeit mit Ihrem Sohn verbringt und ihm neue Moeglichkeiten eroeffnet (die nichts mit Spielen, Rauchen und Trinken zu tun haben), dann ist das eine Gelegenheit, die Sie am Schopf ergreifen sollten.

 

Das Jugendamt hat oft den Ruf, dass es Kinder "wegnimmt". Das ist das allerletzte, was ein Jugendamt tun moechte. Im Gegenteil, das Jugendamt kann viel tun, damit Kinder bei Ihren Eltern bleiben koennen UND die Familie Hilfe bekommt. Nutzen Sie diese Moeglichkeiten aus. Treffen Sie sich so bald wie moeglich mit jemandem vom Jugendamt und fragen Sie nach, was fuer Hilfen Sie und Ihr Sohn bekommen koennen.

 

Es ist leider "normal", dass ein 15jaehriger sehr von der sogenannten "Peer-group" beeinflusst wird (also den Leuten, mit denen er Zeit verbringt). Und im Fall Ihres Sohnes waere es wahrscheinlich hilfreich, in dem Bereich etwas zu veraendern. Das geht niemals durch Verbieten, das geht immer nur, indem man "attraktivere" Alternativen anbietet und genau da, kann das Jugendamt moeglicherweise helfen.

 

 

In der Teenagerzeit ist es sehr wichtig, dass sich Ihr Sohn von Ihnen als Eltern abloesen und seine eigene Identitaet entwickeln kann. Aber es ist ebenfalls wichtig, dass Sie als Eltern klare Grenzen setzen und erwarten, dass er sich an diese haelt. Viele seiner Verhaltensweisen dienen wahrscheinlich der puren Provokation, denn Ihr Sohn sieht ja, dass er damit Erfolg hat - Sie regen sich auf. Viele Jugendliche "geniessen" es, wenn die Eltern sich aufregen. Das hat mit Macht und Kontrolle zu tun. Denn wenn ich als “Kind” meine Eltern dazu bringe, dass sie laut werden, dann habe ich Macht ueber sie ausgeuebt. Geben Sie Ihrem Sohn dieses Gefuehl nicht, indem Sie eine innerliche emotionale Distanz aufbauen. Egal, wie sehr er proviziert, halten Sie sich an die vereinbarten Grenzen und reagieren Sie nicht grossartig emotional (Gehen Sie lieber weg und sagen: "Ich werde dir die Konsequenzen fuer .... spaeter mitteilen").



Meine Empfehlung ist ausserdem, dass Sie sich die 3-5 groessten Probleme im Miteinander aussuchen, und sich mit Ihren Grenzen auf diese Bereiche beschraenken. Diese Bereiche werden sich in den naechsten Jahren immer wieder aendern. Das ist zu erwarten.

Ganz wichtig sind dabei die Konsequenzen, die Sie implementieren. Dabei ist es wichtig, dass Sie weder schimpfen noch diskutieren sondern einfach die Regel sagen, seinen Regelbruch benennen und dann die Konsequenz implementieren. Konsequenzen sollten etwas sein, was SIE kontrollieren und wozu Sie keine Kooperation von Ihrem Sohn brauchen (wenn Sie z.B. ein Fernsehverbot aussprechen, sollten Sie das Stromkabel mitnehmen), darum funktionieren Verbote oft nicht, denn Sie koennen nicht kontrollieren, was er tut. Sie koennen nur die Konsequenzen kontrolllieren.




Um in der Welt zurechtzukommen, sollte Ihr Sohn erleben, dass sein Verhalten und seine Entscheidungen Konsequenzen haben. Dazu gehoert z.B. dass er etwas verliert, wenn er seine "Arbeit" nicht macht (Schule), denn das wuerde in der Welt der Erwachsenen passieren. Wenn man nicht arbeitet, verliert man seinen Job und sein Einkommen (Taschengeld). Sie moechten Ihren Sohn beschuetzen, das ist sehr verstaendlich, aber indem Sie ihn beschuetzen, zieht er Schlussfolgerungen darueber, wie die Welt funktioniert, die unwahr sind.

Leider scheinen wir Menschen uns nur dann zu veraendern, wenn der Leidensdruck gross genug ist. Zur Zeit hat Ihr Sohn wahrscheinlich wenig Leidensdruck (an die Frustration der Eltern gewoehnt man sich, das zaehlt irgendwann nicht mehr) - er hat Dinge zum Spielen, wenn er seinen Pflichten nicht nachkommt, passiert wenig, er bekommt Essen, Wohnung usw umsonst. Fuer Ihren Sohn ist das ein gutes Leben. Erst wenn er sieht, dass sein Computer weg ist, wenn er seinen Pflichten nicht nachkommt, dann entsteht Leidensdruck.Lassen Sie Ihren Sohn Entscheidungen treffen und seine eigenen Konsequenzen erleben. Einen Vertrag fuer Jugendliche und Eltern, der Ihnen hilft, die Regeln und Konsequenzen festzuhalten finden Sie hier: neu.annegret-noble.com/buecher

Eltern haben da oft Angst, Grenzen zu setzen und darauf zu bestehen, dass diese eingehalten werden, denn oft wird es schlimmer bevor es besser wird. Aber wenn Sie nicht vorhaben, Ihren Sohn bis an sein Lebensende vor den Konsequenzen seines Verhaltens zu beschuetzen, dann ist jetzt ein guter Zeitpunkt, diese Grenzen zu setzen, damit der Leidensdruck steigt und er anfaengt darueber nachzudenken, dass er sich vielleicht doch veraendern sollte.Und das Jugendamt kann Ihnen dabei helfen.

Keine leichte Antwort, aber hoffentlich trotzdem eine, die Sie nachvollziehen koennen. Wenn es eine leichtere Antwort gaebe, dann haette ich Ihnen diese gegeben. Aber in meinen 17 Jahren in der Arbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen habe ich noch nie eine andere Antwort gefunden, die tatsaechlich zu langfristiger Veraenderung fuehrte.

Fuer Nachfragen stehe ich natuerlich gerne zur Verfuegung.


Ich bitte Sie, die Antwort NICHT zu bewerten, wenn Sie die Antwort noch nicht als hilfreich empfinden. Sie sind herzlich eingeladen beliebig oft nachzufragen, bis Sie eine zufriedenstellende Antwort erhalten – oder wir uns einigen, dass ich Ihnen leider nicht weiterhelfen kann.

Mit freundlichem Gruß,

Annegret Noble

Ueber eine positive Bewertung meiner Antwort wuerde ich mich freuen. Vielen Dank.

Meine Ausführungen und Meinungen ersetzen keine psychologische Diagnostik oder Therapie. Sie beinhalten nur Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze.


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