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Palatina
Palatina, Diplom Psychologin
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 36
Erfahrung:  Psychotherapie - Notfallpsychologie - Opferhilfe-Therapie - Mediation
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Unser Sohn ist 24 Jahre, hat eine schulische Ausbildung zum

Kundenfrage

Unser Sohn ist 24 Jahre, hat eine schulische Ausbildung zum staatlichen wirtschafsassistenten gemacht, danach Abitur und jetzt 2 Semester BWL studiert. Seine Leistungen in der Schule waren mäßig, das Studium hat er jetzt unterbrochen. Er ist in dem Glauben, das er der geborene Gastronom ist, obwohl dafür keine Ausbildung hat und auch keine Erfahrungen vorweisen kann. Seine Motivation etwas zu schaffen ist nicht erkennbar. Der Versuch durch klärende Diskussionen mögliche Motive zumerkennen ist gescheitert. Als Ferienhelfer hatte er einige Einsatze, aber die letzten beiden Jahre / Semester nicht mehr - das zweite Semester ist auch nicht bestanden. Zur Zeit wohnt er bei seiner Freundin und lebt mehr so in den Tag hinein. Gelegentlich spielt er ein Golfturnier oder geht ins Fitness Studio. Hin und wieder besuchen sie Freunde oder bekommen Besuch. In unregelmässigen Abständen kommt er nach Hause und lässt sich von seiner Mutter verwöhnen. Mit mir als Vater gibt es hin und wieder interessante Diskussionen, die inhaltlich interessant sind, aber Ende oft eine Wertung oder Bewertung erfahren, die jeglicher Grundlage entbehrt. Wenn ich ein festliches Dinner zubereite ist er natürlich eingeladen, kommt aber meist hu spät, geniest das Essen und geht wieder. Grundsätzlich kann man sagen, das er sehr Feinfühlig ist, vielleicht auch etwas labil und ohne Bezug zu einer realistischen Lebenseinstellung. Jetzt stelle ich mir die Frage: Was können wir heute tun um den Menschen eine Zukunft zu geben, die er selbst in die Hand nimmt. Die Unterstützung vom Elterhaus kann auch nicht ewig gehen. Haben Sie für mich eine Antwort? Freundliche Grüße XXX

Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  Palatina hat geantwortet vor 4 Jahren.
Lieber besorgter Vater,

wenn ich das richtig verstanden habe, hat Ihr Sohn
- eine Ausbildung abgeschlossen,
- nachträglich Abitur gemacht, und
- jetzt ein Studium aufgenommen, von dem Sie befürchtern, daß ers nicht abschließt, nicht wahr?
Hochinteressant finde ich einerseits, daß er sich als Gastronom sieht, "obwohl dafür keine Ausbildung hat und auch keine Erfahrungen vorweisen kann", und wenige Sätze später erfahre ich, daß Sie, der Papa, offenbar sehr gerne und gepflegt kochen.... das muß doch irgendwie zusammengehören.

Fragen, die sich mir aufdrängen:
- Wie zufrieden waren Sie mit seinem Ausbildungsabschluß? Konnte er erfahren, daß Sie stolz sind auf ihn?
- Was auch immer ihn getrieben hat, noch was draufzusetzen, die enormen Anstrengungen des Zweitwegabiturs auf sich zu nehmen - könnte es sein, daß er (auch) einer Anerkennung hinterherrannte? Ihrer Anerkennung? Hat er sie bekommen?
- Könnte es sein, daß er nun mit der Gastrobranche liebäugelt, um Ihnen wenigstens auf diesem Weg näherzukommen?

Der Sohnemann ist bereits 24, hat eine abgeschlossene Ausbildung und schon einiges mehr geleistet. Vielleicht braucht er statt der bisherigen Unterstützung, wie immer die aussah, einfach mal Anerkennung? Das mag banal klingen, aber auf das Naheliegendste kommt man halt wirklich oft zuallerletzt.
Und was ist so schlimm an seinem Interesse an der Gastrobranche? Auch da brauchts Betriebswirtschaftler! Fragen Sie ihn doch, wie er sich das vorstellt, nicht im entmutigend-vorwurfsvoll-zurechtweisendem Ton, sondern einfach interessiert. Immerhin könnten Sie selbst ja auch einiges dazu beitragen!

Kochen Sie beruflich so gepflegt, oder ist das Ihr Hobby?
Vielleicht ein Berufswunsch, den Sie sich selbst nicht erfüllen konnten? Was jetzt gewissermaßen ihr Sohn für Sie übernimmt? Um Ihnen näherzukommen?
Da könnte man sich ja fragen, ob sich diese beiden erwachsenen Männer nicht zusammensetzen und etwas aushecken könnten, was einerseits solide ist (wirtschaftliche Fachkenntnisse des Sohnes?) und andererseits Träume verwirklicht (exquisites Kochen des Vaters). Da kann einem ja ein Cateringservice einfallen, oder Tätigkeit als Störkoch... entscheidend ist jedoch, was IHNEN beiden einfällt!
Statt gegeneinander zu kämpfen, erreicht man mehr, wenn man miteinander kämpft - für etwas, das beiden etwas bringt. Meinen Sie nicht auch?

Ich wünsche Ihnen viele gute Ideen und den Mut, das eine oder andere erfolgreich umzusetzen!
Ilse Scarpatetti

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