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InternetCoach
InternetCoach, Psychologin
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1450
Erfahrung:  Familientherapeutin, Drogenberatung, Erziehungsberatung
62882398
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In meiner Frage geht es um einen bindungsängstlichen Mann.

Kundenfrage

In meiner Frage geht es um einen bindungsängstlichen Mann. ist es möglich das bindungsängstliche Menschen sich auf eine Pseudo Beziehung einlassen, um dem Bild in der Öffentlichkeit zu genügen ?
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

vielen Dank für Ihre Frage. Sie beschreiben eine komplexe Situation. Mit der eingeschraenkten Hintergrundinformation, die ich habe, wuerde ich das folgende vermuten:

Der Mann wuenscht sich eine Beziehung. Dieser Wunsch ist echt. Aber wenn er dann einer Frau nahe kommt, dann bekommt er Angst und beendet die Beziehung bevor sie wirklich ueber die "Verliebtheitsphase" hinaus ernst wird. Am Anfang einer Beziehung steht oft das "Verliebtsein", dabei kommt es zu vielen sehr schoenen Gefuehlen, die Gehirnchemie ist veraendert und auch der Hormonhaushalt ist "nicht normal". Auf gewisse Art und Weise ist das "Verlieben etwas relativ egoistisches. Man fuehlt sich so gut und ist darum bereit, darueber hinwegzusehen, dass der neue Partner ja auch Schwaechen hat oder Dinge tut, die man eigentlich gar nicht mag. Nach 3-6 Monaten "normalisiert" sich das alles wieder und dann steht man vor der Entscheidung, ob man diesen Menschen wirklich "lieben" moechte - also daran arbeiten moechte, eine Beziehung zu leben. An dieser Stelle geht es dann darum herauszufinden, dass man MIT (oder trotz) aller seiner Schwaechen, Fehler und Aengste "liebenswert" ist. Man muss sein wahres Ich zeigen und das macht einem Menschn mit Bindungsaengsten grosse Angst. Er glaubt nicht, dass er wirklich liebenswert ist, und dass die andere Person ihn verlassen wird, wenn sie herausfindet, wer er wirklich ist. DArum ist es einfacher, die werdende Beziehung zu beenden anstatt Ablehnung zu riskieren.


Jetzt sagen Sie, dass dieser Mann mit Bindungsaengsten mit einer Frau zusammengezogen ist, die er schon laenger kannte - er ist also wahrscheinlich weder in diese Frau verliebt, noch hat er Angst, abgelehnt zu werden, denn die Freundschaft besteht ja. Ich glaube nicht, dass diese Handlung unbedingt damit zu tun hat, um eine Bild in der Oeffentlichkeit zu genuegen. Ich denke eher, dass sich diese "Freundschaft" "sicher" anfuehlt. Ich koennte mir auch vorstellen, dass es sich dabei eher um ein platonisches Zusammenleben handeln koennte und nicht um "Liebe" - denn die wuerde ja wieder Angst machen und wahrscheinlich dazu fuehren, dass er "weglaeuft".


Koennen Sie dieser "Logik" folgen?


Ich hoffe, dass ich Ihre Frage damit beantworten konnte, ansonsten stehe ich gerne fuer Nachfragen zur Verfuegung.





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Mit freundlichem Gruß,

Annegret Noble

Ueber eine positive Bewertung meiner Antwort wuerde ich mich freuen. Vielen Dank.

Meine Ausführungen und Meinungen ersetzen keine psychologische Diagnostik oder Therapie. Sie beinhalten nur Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze.