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InternetCoach
InternetCoach, Psychologin
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1449
Erfahrung:  Familientherapeutin, Drogenberatung, Erziehungsberatung
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Kann seelischer negativer Stress der über Monate anhält plötzlich

Kundenfrage

Kann seelischer negativer Stress der über Monate anhält plötzlich Schwankschwindel, vor allem unter Anspannung, ein Druckgefühl in der Herzgegend, veränderte Wahrnehmung der Umgebung auslösen und was tut man dagegen?
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,
vielen Dank XXXXX XXXXX Frage. Es ist durchaus nicht ungewoehnlich, dass sich seelischer Stress auf der koerperlichen Ebene ausdrueckt. Man spricht dann von Psychosomatik (Psyche/Seele und Soma/Koerper).

Was Sie beschreiben, koennten Symptome von Panikattacken sein. Typische Symptome einer Panikattacke sind:

  • Atemnot, Engegefühl in Brust und Kehle, Kurzatmigkeit, Erstickungsgefühle,

  • Schneller Atem/Hyperventilation (darauf folgen oft Kribbelgefühle in Gesicht und Händen und Muskelkrämpfe)

  • Herzrasen, unregelmäßiger Herzschlag

  • Schweißausbrüche, Hitzewallungen oder Kälteschauer

  • Enge oder Kloß im Hals

  • Übelkeit oder Bauchschmerzen

  • Taubheits- oder Kribbelgefühle.

  • Innerliches Zittern oder Beben – das für Außenstehende sehr oft nicht erkennbar ist

  • Schwindel

  • Angstgedanken („Das ist ein Herzinfarkt“, „Jetzt sterbe ich gleich“, „Ich werde verrückt“ “Ich ersticke,” “Ich werde ohnmaechtig.”)

  • Depersonalisationsgefühle („Neben sich stehen“, „Nicht mehr ich selber sein“, “Alles zieht sich zusammen.” “Ich explodiere.”)

  • Derealisationsgefühle (Umgebung wird als fremd oder unwirklich wahrgenommen)

Passt das?

Vielen Dank,

Annegret Noble

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Ja, dass passt ziemlich gut. Was mich dabei nervt, ist dass es zwar eine Besserung gab und ich auch wieder arbeiten kann, ich es aber nicht los werde.


 


Ich bin als Typ eigentlich weniger ein ängstlicher Typ.


 


Leider ist die letzten Monate sehr viel schief gelaufen im privaten wie auch im geschäftlichen Bereich.


 


Was also tut man am besten in meiner Situation.




Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrte Fragesteller,

Panikattacken bedeuten nicht, dass man ein aengstlicher Typ ist. Ich vermute, dass diese Panikattacken ein Versuch Ihres Koerpers sind, die ganze Spannung abzubauen, die sich anscheinend ueber die letzten Monate bei Ihnen angestaut hat. Das folgende Beispiel mag dumm klingen, aber meiner Meinung nach erklaert es durchaus, was bei Ihnen passieren koennte: Stellen Sie sich vor, wir beobachten einen Hasen oder ein Kaninchen in der freien Wildbahn. Es frisst und muemmelt fleissig vor sich hin. Auf einmal taucht ein Fuchs auf. Man kann beobachten, wie der Hase erstarrt und wie sich seine Muskeln foermlich "zusammenziehen", um dann in einem maechtigen Sprung nach vorne "zu explodieren". Der Hase schlaegt Haken und springt so schnell er kann mit grossen Saetzen aus dem Feld in den Wald und nach einer kurzen Jagd gibt der Fuchs auf (er war nicht wirklich hungrig genug, um sich so anzustrengen). Der Hase bleibt dann sitzen, erst wie erstarrt und dann faengt er am ganzen Koerper an zu "bibbern" oder zittern. Nach ein paar Minuten des "Bibberns" faengt er wieder an zu fressen als ob nichts gewesen waere. Was koennen wir von dem Hasen lernen? Dass der Hase einen Weg kennt, wie er den Stress (und die Angst), die durch die Jagd entstanden sind, komplett los werden kann, um dann in aller Ruhe und ohne jegliches Anzeichen von Spannung gemuetlich weiterzufressen. Leider faellt es uns Menschen sehr viel schwerer, Stress und Anspannung loszulassen - insbesondere wenn diese ueber einen laengeren Zeitraum andauern. Anscheinend aendert sich unser Hormonhaushalt recht dramatisch wenn wir ueber einen laengeren Zeitraum hin, Stress und Spannung ertragen muessen, ohne einen Ausweg zu haben. Wenn wir also wie der Hase "bibbern" koennten, dann koennte unser Hormonhaushalt all die Stresshormone loswerden und wir wuerden nie Panikattacken haben.

 

Je nachdem, wie sehr Sie unter diesen Panikattacken leiden, gibt es mehrere Moeglichkeiten, diese zu ueberwinden.

Angst und Panikgefühle sind körperliche Reaktionen, die in erster Linie durch Angst- und Panikgedanken ausgelöst werden. Angst- und Panikgedanken entstehen, wenn wir uns in gefaehrlichen Situationen befinden oder wenn wir Dauerstress ausgesetzt sind - insbesondere, wenn wir das Gefuehl haben, dass wir die Situation nicht kontrollieren koennen und ihr ausgeliefert sind. Wenn wir etwas als "lebensgefährlich" bewerten (und das ist meist jede Situation, die wir nicht kontrollieren koennen), dann reagiert unser Körper mit Angst oder Panikattacken.

Ein Weg, um diesen Kreislauf von Stressgedanken und Panikattacken zu durchbrechen ist die kognitive Verhaltenstherapie. Dort lernt man Methoden der Gedankenkontrolle, um Angstgedanken und den Teufelskreis der Angst während einer Attacke zu kontrollieren oder zu unterbrechen.

 

 

Hier finden Sie Informationen zur Kognitiven Verhaltenstherapie:

http://www.gesundheitsinformation.de/merkblatt-kognitive-verhaltenstherapie.491.de.html

 


Wenn Sie denken, dass Sie diese "Stressgedanken" auch selbst in den Griff bekommen koennen, dann ist dies ein gutes Selbsthilfebuch, das die Methoden der kognitiven Verhaltenstherapie anwendet und auch ohne Therapie zu aehnlichen Ergebnissen fuehren kann:

Gedanken verändern Gefühle: Fertigkeiten, um Stimmungen, Verhalten und Beziehungen grundlegend zu verbessern von XXXXX XXXXXberger, Christine A. Padesky, Theo Kierdorf und Hildegard Höhr von Junfermann (Oktober 2007).



Das Konfrontationstraining ist zusammen mit den kognitiven Verfahren der wichtigste Baustein jeder Behandlung bei Angst- und Panikstörungen. Das Konfrontationstraining ist anstrengend, aber unumgänglich und sehr wirksam.

Man kann Angst im Allgemeinen, und Panikattacken im Besonderen, nur überwinden, wenn man sich den Situationen stellt, vor denen man Angst hat.

Tue, was du fürchtest, und die Furcht stirbt. Jede Meidung, jedes Davonlaufen, festigt und vergrößert die Angst vor den Angstattacken. Erst, wenn man erlebt, dass eine Panikattacke zwar sehr unangenehm, aber ungefährlich ist, verliert man die Angst vor ihr. Da Ihre Panikattacken ja anscheinend als Resultat von Dauerstress eintreten, ist das Konfrontationstraining in Ihrem Fall wahrscheinlich weniger elemental.

 

Der wichtigste Teil der Therapie - ob mit einem Therapeuten oder alleine - waere wahrscheinlich das Erlernen eines Entspannungsverfahren. In der Regel wird die Progressive Muskelentspannung empfohlen, da diese Methode sehr leicht und schnell zu erlernen ist.

Im Zustand der kompletten Muskelentspannung ist es unmöglich, Angst oder Stress zu empfinden. Darum ist die Muskelentspannung das natürlichste Beruhigungsmittel, das es gibt. Letztendlich ist es egal, welches Verfahren Sie waehlen, wichtig ist nur, dass Sie es regelmaessig - mindestens einmal am Tag - ueben, damit Sie es dann "wie im Schlaf" koennen, wenn Sie es brauchen, weil eine Panikattacke im Anmarsch ist.


Entspannungsverfahren

http://www.progressivemuskelentspannung.com/

Auch iTunes bietet die "Progressive Muskelentspannung" nach Jacobson an.

 

http://www.palverlag.de/entspannungsmethoden.html

 

Eine medikamentöse Therapie sollte bei Angst- und Panikstörungen generell nur kurzfristig erfolgen. Der Grund hierfür ist, dass es nach Absetzen der Medikamente häufig zu Rückfällen kommt. Meist wird eine Kombination von Antidepressiva, die auch bei Angst angemessen sind, und Benzodiazepinen, die recht schnell wirken und wenn rechtzeitig genommen, eine Panikattacke verhindern koennen, vorgeschlagen. Sprechen Sie dazu am besten mit Ihrem Arzt. Auch homoeopathische "Notfalltropfen" sind oft hilfreich.

 

 

Zusaetzlich empfehle ich Ihnen, Yoga und Meditation in Erwaegung zu ziehen. Vor allem durch die Meditation lernt man, seine Atmung zu kontrollieren. Vielen Menschen mit Panikattacken hilft es, wenn sei im Anfangsstadium einer Panikattacke Ihre Atmung ganz bewusst verlangsamen, und damit der Teufelskreis aus emotionalen (Angst vor der Angst, Depression), gedanklichen ("nicht schon wieder") und koerperlichen (Herzrasen usw.) Symptomen unterbrochen wird. Ausserdem dienen Yoga und Meditation der Stressvorbeugung und helfen dabei, Stress abzubauen.

 

 

Wenn Sie eine Therapie in Erwaegung ziehen, gibt es mehrere Moeglichkeiten, einen Therapeuten zu finden. Um relativ schnell einen Termin zur Diagnostik und/oder zur Therapie zu bekommen, wenden Sie sich am besten an eine nahegelegene psychotherapeutische/ psychiatrische ambulante Fachklinik, an eine Universitätsklinik mit einer psychotherapeutischen/ psychiatrischen Ambulanz oder an ein psychotherapeutisches Ausbildungsinstitut. Es dauert oft recht lange, um einen Termin bei einem niedergelassenen Psychologen zu bekommen, aber auch das ist eine Moeglichkeit. Fragen Sie dazu bei Ihrer Krankenkasse nach einer Liste von geeigneten Therapeuten. Hier finden Sie ebenfalls Listen von Therapeuten (mit und ohne Kassenzulassung) nach Postleitzahl geordnet:

http://www.psychotherapiesuche.de/therapeutensuche
http://www.netzwerk-psychotherapie.de/
http://www.therapeuten.de/

http://www.therapeutenfinder.com/therapeuten/

Hier finden Sie psychologische Ausbildungsinstitute:

http://www.therapie.de/psyche/info/ausbildung/adressen-und-links/



Wenn Sie es erst einmal ohne professionelle Hilfe versuchen moechten, dann empfehle ich Ihnen die Kombination aus dem Selbsthilfebuch, Entspannungsstrategien, Stressmanagementstrategien (wie z.B. Yoga) und moeglicherweise Medikamenten.

Ich hoffe, dass ich Ihnen mit diesen Ausfuehrungen und Empfehlungen weiterhelfen konnte. Ansonsten stehe ich natuerlich fuer Nachfragen gerne zur Verfuegung.

Ich bitte Sie, von einer Bewertung der Antwort abzusehen, wenn Sie die Antwort noch nicht als hilfreich empfinden. Sie sind herzlich eingeladen beliebig oft nachzufragen, bis Sie eine zufriedenstellende Antwort erhalten – oder wir uns einigen, dass ich Ihnen leider nicht weiterhelfen kann.

Mit freundlichem Gruß,

Annegret Noble

Ueber eine positive Bewertung meiner Antwort wuerde ich mich freuen. Vielen Dank.

Meine Ausführungen und Meinungen ersetzen keine psychologische Diagnostik oder Therapie. Sie beinhalten nur Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze.

 

 

Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,
haben Sie noch weitere Fragen?
Ansonsten wuerde ich mich ueber eine positive Bewertung meiner Antwort freuen.
Herzlichen Dank,
Annegret Noble

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