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InternetCoach
InternetCoach, Psychologin
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1450
Erfahrung:  Familientherapeutin, Drogenberatung, Erziehungsberatung
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Meine jetzige Partnerin kenne ich seit 2,5 Jahren. Wir heirateten

Kundenfrage

Meine jetzige Partnerin kenne ich seit 2,5 Jahren. Wir heirateten kirchlich, nicht standesamtlich, sind beide 66 Jahre. Meine Frau hat eine 31jährige Tochter, lebt mit ihrem Partner zusammen.
Anfangs hat sich nicht normal mir gegenüber verhalten, seit ca. einem 3/4 Jahr lehnt sie jeglichen Kontakt mit mir ab. Auf Fragen der Mutter gibt sie lediglich an, sie mag mich nicht und möchte mich nicht sehen, noch mit mir sprechen, noch dass ich ihrer Hochzeit (in ca. einem 3/4 Jahr) beiwohnen dürfe.
Was soll ich machen? War meine Erwartungshaltung zu groß und dadurch jetzt enorm enttäuscht?
Grüße Peter
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Frage. Sie beschreiben eine schwierige und traurige Situation. Es tut mir sehr leid zu hoeren, dass die Tochter Ihrer Partnerin Sie so abweisend behandelt.


Sie hat natuerlich das Recht dazu, Sie "nicht zu moegen". Ich weiss nicht genau, was Sie sich erhofft hatten (Sie deuten an, dass Ihre Erwartungshaltung moeglicherweise zu gross war), aber es ist in der Regel nicht falsch, zwischenmenschlichen Respekt und zivilen Umgang zu erwarten. Oft kommt es nicht zu tiefen Gefuehlen oder einer innigen Beziehung zwischen einem "Stiefvater" und einer "Stieftochter", wenn die Mutter relativ spaet im Leben noch einmal heiratet und die Tochter ja auch ihr eigenes Leben hat. Wenn Sie das erhofft hatten, dann wuerde ich Ihnen zustimmen, dass Sie sich wahrscheinlich zu viel erhofft hatten. Aber wie gesagt, ein freundlicher, wenn vielleicht auch distanzierter Umgang ist durchaus zu erwarten. Oft haben erwachsene Kinder Bedenken, ob ein neuer Partner wirklich "gut ist" fuer die Mutter und sind sehr vorsichtig bis sie akzeptieren, dass sie ihre Mutter nicht vor einem Menschen beschuetzen muessen, der sie vielleicht nur ausnutzt. Ich weiss nicht, ob das in Ihrem FAll zutriffen koennte?


Was machen Sie jetzt? Es ist wahrscheinlich wichtig, dass Sie Ihrerseits immer wieder betonen, dass Sie sich einen freundlichen Umgang wuenschen und natuerlich wissen, dass Sie weder Vaterersatz noch "bester Freund" werden (sollte sich die Gelegenheit ergeben). Ansonsten wuerde ich empfehlen, dass Sie abwarten und erst einmal nicht aktiv den Kontakt suchen.


Ausserdem muessen Sie natuerlich mit Ihrer Frau besprechen, was Sie "als Paar" machen werden, denn Sie haben als Partner Ihrer Frau natuerlich das Recht, sie auf die Hochzeit zu begleiten. Die Frage ist, ob sich das lohnt, denn es wird wahrscheinlich zu einem Konflikt kommen. Waere es sinnvoll, eine klare Grenze zu setzen und zu sagen, dass Ihre Frau auch nicht kommt, wenn Sie nicht erwuenscht sind?


Wenn die Tochter zu Besuch kommt, was fuer ein Verhalten erwarten Sie? Es ist ja auch IHR Haus. Und Sie koennen durchaus sagen, wie Sie in Ihrem Haus behandelt werden wollen. Wiederum stellt sich die Frage, ob es sich lohnt zu sagen, dass die Tochter nicht willkommen ist, solange sie Ihnen gegenueber nicht ein ziviles Verhalten an den Tag legen kann oder ob es fuer Ihre Frau einfacher ist, wenn Sie tolerieren, dass die Tochter Sie bei Besuchen ignoriert.


Letztendlich sind das Entscheidungen, die Sie gemeinsam mit Ihrer Frau treffen muessen. Es ist wahrscheinlich wichtig, dass Sie in einigen Bereichen klare Grenzen setzen (z.B. bei Besuchen in IHREM Haus) und in anderen Bereichen Kompromisse eingehen (z.B. bei der Hochzeit) - damit Ihre Frau weiterhin eine Beziehung zur Tochter aufrecht erhalten kann. Die Frage ist wirklich: Was moechten SIE tolerieren und was nicht. Sie haben auf jeden Fall das Recht, da als Ehepaar und auch als Ehemann klare Grenzen zu setzen.


Ich hoffe, dass es Ihnen mit Hilfe dieser Denkanstoesse leichter faellt, diese Entscheidungen zu treffen.








Ich bitte Sie, von einer Bewertung der Antwort abzusehen, wenn Sie die Antwort noch nicht als hilfreich empfinden. Sie sind herzlich eingeladen beliebig oft nachzufragen, bis Sie eine zufriedenstellende Antwort erhalten – oder wir uns einigen, dass ich Ihnen leider nicht weiterhelfen kann.

Mit freundlichem Gruß,

Annegret Noble

Ueber eine positive Bewertung meiner Antwort wuerde ich mich freuen. Vielen Dank.

Meine Ausführungen und Meinungen ersetzen keine psychologische Diagnostik oder Therapie. Sie beinhalten nur Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze.