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InternetCoach
InternetCoach, Psychologin
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1449
Erfahrung:  Familientherapeutin, Drogenberatung, Erziehungsberatung
62882398
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Depression und Lieben können

Kundenfrage

Hallo. Ich bin 30 Jahre alt und leide wohl schon seit mehrerer Jahren an einer Depression, ohne es jemals gewusst zu haben. Erst vor paar Tagen habe ich einem Arzt von meinem Symptomen berichtet und werde jetzt erstmal auf eine Schilddrüsenunterfunktion untersucht. Was mir zu schaffen macht, ist meine Partnerschaft. Ich weiß nicht.
, ob die schlechten Gedanken die ich dazu habe (mich Nerven auf einmal Kleinigkeiten) durch die Krankheit kommen. Wenn es mir gut geht denke ich an viele Positive Sachen, tritt diese innere Leere auf, möchte ich nur noch weg und alles stört mich. Ich weine dann viel, kann nicht schlafen, schwitze, habe Magen Darm Probleme, kann mich für nichts begeistern und jedes Geräusch wird zur Qual, selbst wenn jemand nur atmet. Geräusche sind auch manchmal der Auslöser für die 'schlechten Phasen', so scheint es. Anstatt auf die Werte wegen der Schildrüse zu warten, denke ich, es ist vielleicht besser direkt auch zum Physchologen zu gehen, nur weiß ich nicht genau wer da der passende ist. Die Schuldgefühle meinem Partner gegenüber sind auf jedenfalls so riesengroß (das darfst du ihm nicht antun etc.) dass ich jedes mal in den schlechten Phase denke ihn zu verlassen, weil ich keine Liebe mehr fühlen kann...paar mal habe ich das schon gemacht und sobald es mir gut ging, festgestellt, was ich für einen bescheuerten Fehler gemacht habe. Ich kann nicht mehr sagen, ob dass an der 'Krankheit' liegt oder die Liebe einfach weg ist. Bisher hatte ich das bei allen Partnern und bin dann immer 'abgehauen', aber so werde ich ja nie eine Beziehung führen können. Vielleicht ist eine Paartherapie auch das beste? Fragen über Fragen...
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

vielen Dank für Ihre Frage. Sie beschreiben eine schwierige Situation. Ich bin froh, dass Sie hoffentlich die ersten Schritte gemacht haben, um sowohl Ihr Leben als auch Ihre Beziehung (wieder) geniessen zu koennen.

 

Von den Symptomen, die Sie beschreiben, koennte es sich bei Ihnen um eine Form der Depression handeln, die sich Dysthymie nennt, eine chronische milde depressive Verstimmung, die nie dazu fuehrt, dass man morgens nicht aus dem Bett kann oder Suizidgedanken hat, die einem aber das Leben sehr erschwert. Alltaegliche Dinge, die bei anderen Menschen "nebenherlaufen", kosten einen Menschen mit Dysthymie viel Kraft. Darum sind diese Menschen chronisch muede und erschoepft. Es fuehlt sich so an, als ob die "Autopilot"-Funktion des Koerpers kaputt ist. Dinge, die man eigentlich weiss und kann, laufen nie ganz ohne Anstrengung, man muss trotz allem nachdenken und Energie investieren, um sie zu erledigen. Ausserdem ist es ebenfalls anstrengend, gute Dinge im Leben zu geniessen - wie z.B. eine Beziehung, das Elternsein, eine Befoerderung, einen Erfolg. All diese Dinge sind "nett" , aber man spuert nie die wirklich tiefe Freude, die andere Menschen zu empfinden scheinen. Ausserdem scheint man oefter in Konflikte verwickelt zu werden, einmal weil man einfach zu erschoepft ist, um Probleme zu loesen, aber auch weil man in der "Wut" oder der "Frustration" zusaetzliche Energie findet. Wenn man wuetend ist, ist man nicht muede. Diese "Energietankstelle Konflikt" hat natuerlich langfristig sehr negative Auswirkungen auf wichtige Beziehungen.

Die Dysthymie faengt oft im Jugendalter an und wird dann zu einer Gewohnheit. Man kann sich gar nicht mehr vorstellen, dass das Leben auch weniger anstrengend sein kann - man sieht es nur in anderen Menschen, und fragt sich manchmal, was man denn falsch macht oder warum man so anders zu sein scheint. Menschen mit einer Dysthymie werden selten als depressiv wahrgenommen - sie schaffen ja alles und sie lachen auch mal. Erst wenn man eine Behandlung macht - die oft Medikamente und Therapie beeinhaltet - merkt man auf einmal, wie sehr man die ganzen Jahre hat kaempfen muessen. Ein Satz, den ich oft hoere, ist: "Ich wusste gar nicht, dass das Leben so einfach sein kann."
Sie haben schon mit Ihrem Arzt gesprochen, was ein wichtiger erster Schritt ist. Wenn es sich um eine schilddruesenbedingte Depression handelt, dann werden entsprechende Medikamente hoffentlich schnell helfen, um die koerperlichen Symptome zu beheben. Wenn nicht, dann sollten Sie ueber Antidepressiva nachdenken. Denn obwohl eine Therapie wichtig ist, um die Denkfehler zu erkennen und herauszufordern, die oft mit einer Depression einhergehen, ist eine Dysthymie oft v.a. physiologisch bedingt und spricht daher gut auf Medikamente an.

 

 

Depressionen gehen einher mit einem besonders negativen Erleben der Welt, mit sogenannten katastrophisierenden Gedanken, in denen man sich ausmalt, welche schlimmen Dinge passieren könnten. Die Wahrnehmung liegt auf dem: Was fehlt noch? Was habe ich noch nicht erreicht? Was kann ich noch nicht? Was läuft schief in meinem Leben? Es gibt immer Dinge, die noch nicht so gut laufen, die noch fehlen und die schief laufen, aber depressive Menschen sehen vor allem diese negativen Tatsachen und verlernen mit zunehmender Krankheitsdauer immer mehr, die positiven Dinge auch wahrzunehmen und zu fühlen (egal, ob die Depression durch Schilddruesenprobleme entsteht oder andere Ursachen hat). Dies führt zu andauernden negativen Gefühlszuständen, starker Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit und Energielosigkeit. Häufig kommt es auch zu einer Gewichtszunahme oder Abnahme, zu sexuellen Störungen und Libidostörungen. Das Morgentief erleben besonders viele Patienten als große Belastung. Der Tag beginnt schwer, es ist nur mit großer Mühe möglich, das Bett zu verlassen und das Tagewerk zu beginnen. Bei besonders schweren Depressionen schaffen die Patienten es nicht mehr, das Bett zu verlassen. Natuerlich haben all diese Symptome Auswirkungen auf Ihre Beziehung.

Bei einer Depression kommt es oft zu kognitiven Verzerrungen. In depressiven Phasen kommt es zu Fehlinterpretationen der Wirklichkeit, die zu einer pessimistischen Sichtweise der Welt, der eigenen Möglichkeiten und der Zukunft führt. Unangemessene Verallgemeinerungen (Depressionen kann doch niemand heilen) oder übertreibungen (ich werde nie wieder etwas in meinem Leben schaffen), emotionale Beweisführung (ich habe das Gefühl, dass er mich nicht liebt, darum liebt er mich nicht) und das weit verbreitete Gedankenlesen (ich weiss, dass er/sie mich nicht leiden kann) sind typische kognitive Verzerrungen. Depressive Patienten haben eine Neigung zum kognitiven Verzerren. Man weiß jedoch nicht, ob die Depression die kognitiven Verzerrungen auslöst oder ob die kognitiven Verzerrungen die Depression auslösen. Kognitive Verzerrungen könnten z.B. auch erlernt sein. Das Bewusstmachen von kognitiven Verzerrungen und das Auflösen dieser Verzerrungen führen zu einer Verbesserung des subjektiven Erlebens. Depressive Patienten können lernen, ihre Gedanken selbst zu überprüfen und zu verändern. Dies ist ein wichtiger Bestandteil der Kognitiven Verhaltenstherapie. Irrationale Einstellungen werden verändert und wirken sich damit auf das konkrete Verhalten aus.




In einer Therapie wuerden Sie sich wahrscheinlich vor allem die Glaubenssaetze und Mottos anschauen, die Sie sich angewoehnt haben, um trotz einer chronischen Depression zu funktionieren. Dazu gehoeren z.B. unrealistische Erwartungen an sich selbst und andere, perfektionistische Tendenzen, Angst vorm Versagen oder das Gefuehl, minderwertig (weil anders) zu sein. Es gibt mittlerweile auch gute Buecher, die einem dabei helfen, seine Glaubenssaetze zu hinterfragen (z.B.
Gedanken verändern Gefühle: Fertigkeiten, um Stimmungen, Verhalten und Beziehungen grundlegend zu verbessern von Dennis Greenberger, Christine A. Padesky, Theo Kierdorf und Hildegard Höhr von Junfermann (Oktober 2007)).

Meine Empfehlung waere, dass Sie sich um einen Termin bei einem Psychologen kuemmern waehrend Sie auf Ihre Schilddruesenwerte warten. Oft muss man auf diese Termine eine Weile warten. Nachdem Sie dann angefangen haben, Ihre eigenen negativen Gedanken und Denkmuster besser zu verstehen, waere es wahrscheinlich sinnvoll, Ihren Partner einzuladen, an ein paar Sitzungen teilzunehmen. Das Gefuehl von Liebe kommt und geht im Lauf einer langfristigen Beziehung. Das ist nicht ungewoehnlich. Jede Beziehung durchlaeuft Phasen, wo man sich nah fuehlt und andere, wo man hinterfragt, ob man wirklich in dieser Beziehung sein moechte. Das ist "normal". Und wenn dann noch eine Depression dazu kommt, wo man "gar nichts" fuehlt, dann wuerde ich empfehlen,d ass Sie sich in Sachen Partnerschaft im Moment nicht auf Ihre Gefuehle verlassen. Wenn Sie im Rahmern Ihrer Therapie herausfinden, dass diese Beziehung wirklich nicht fuer Sie ist (unabhaengig von der Depression), dann koennen Sie immer noch entscheiden, was Sie daran aendern wollen oder ob Sie die Beziehung beenden wollen. Meine Empfehlung waere, dass Sie mit dieser Entscheidung im Moment warten.

Um relativ schnell einen Termin zur Diagnostik und/oder zur Therapie zu bekommen, wenden Sie sich am besten an eine nahegelegene psychotherapeutische/ psychiatrische ambulante Fachklinik, an eine Universitätsklinik mit einer psychotherapeutischen/ psychiatrischen Ambulanz oder an ein psychotherapeutisches Ausbildungsinstitut. Es dauert oft recht lange, um einen Termin bei einem niedergelassenen Psychologen zu bekommen, aber auch das ist eine Moeglichkeit. Fragen Sie dazu bei Ihrer Krankenkasse nach einer Liste von geeigneten Therapeuten. Hier finden Sie ebenfalls Listen von Therapeuten (mit und ohne Kassenzulassung) nach Postleitzahl geordnet:

http://www.psychotherapiesuche.de/therapeutensuche
http://www.netzwerk-psychotherapie.de/
http://www.therapeuten.de/

http://www.therapeutenfinder.com/therapeuten/

Hier finden Sie psychologische Ausbildungsinstitute:

http://www.therapie.de/psyche/info/ausbildung/adressen-und-links/



Neben der fachlichen Kompetenz und ERfahrung im Bereich Depression, sollte Ihnen ein Therapeut/in v.a. sympathisch sein. Sie muessen sich vorstellen koennen, dass Sie diesem Menschen vertrauen koennen. Die meisten Krankenkassen erlauben 5 Sitzungen "auf Probe", damit man ausprobieren kann, ob man diesem Therapeuten wirklich vertrauen kann. Wenn Ihre Krankenkasse das anbietet, dann nutzen Sie das aus und hoeren Sie auf Ihren Bauch bei der Wahl eines Therapeuten.

Ich bitte Sie, erst dann eine Bewertung abzugeben, wenn Sie zufrieden mit der Antwort sind. Sollten Sie mit meiner Antwort noch nicht zufrieden sein, können Sie natuerlich beliebig oft nachfragen, bis Sie eine hilfreiche Antwort erhalten. Ich wünsche Ihnen viel Mut und Erfolg bei den nächsten Schritten.

Mit freundlichem Gruß,

Annegret Noble

Ueber eine positive Bewertung meiner Antwort wuerde ich mich freuen. Vielen Dank.

Meine Ausführungen und Meinungen ersetzen keine psychologische Diagnostik oder Therapie. Sie beinhalten nur Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Vorab. Vielen Dank für die schnelle Antwort. Ich weiß nicht, wie oft ich ihre Antwort seitdem durchgelesen habe und das Internet nach dem Stichwort Dysthymie durchforscht habe. Die 'Scheiße' (Entschuldigung für die Wortwahl) hat also sogar einen Namen!!! Das ist wie der Nagel auf dem Kopf, genau das. Das beschriebene, das man damit gelernt hat zu Leben, das 'normale' Dinge einem wie Hürden vorkommen. Das zwar was nett ist, das aber auch war. Ehrlich gesagt habe ich beim lesen Ihrer Antwort geheult, jedes noch so kleine Sätzchen spiegelt mich wieder. Heute habe ich auch schon wieder diese Trübsinnigkeit erlebt und andere für Ihre Umbefangenheit das Leben genießen zu können beneidet. Ich kenne das kaum. Es gibt sie, die guten Phasen, da kann ich auch euphorisch sein, dann fällt mir alles einfach und selbst der normale Weg zum Bäcker fühlt sich halt wie 'Leben' an. Ansonsten ist da immer das grüblerische, leere, traurige Wesen in mir, was ich gerne nach außen wegschauspieler, weil dann verstärkt die Gedanken wieder kommen, dass ich dich jetzt auch gut gelaunt sein muss und anderen meine Nörgelei nicht antun darf. Suizidgedanken habe ich keine, Gottseidank. Ich habe eher die Probleme mit Nähe. Dies habe ich sowohl schon bei Freunden erlebt und besonders in meinen Partnerschaften. Sobald ich mit jemanden zusammen gezogen bin, war die Beziehung spätestens nach ein bis zwei Monaten von meiner Seite aus kaputt. Ich habe regelrecht meine Partner angefangen zu hassen. Ich kenne das gar nicht anders und dieses Gefühl ist das schlimmste was ich an Gefühlen erlebt habe, so dass ich mir mit Beginn neuer Partnerschaften gebetet habe, das das nie wieder passiert, obwohl ich nicht mal gläubig bin und jetzt bin ich wieder an diesen Punkt. Ich möchte das nicht nochmal erleben, weswegen ich meinen Partner nun wieder gebeten habe in zwei Wohnungen zu leben. Seitdem ist es ein bisschen besser geworden. Wir gehen alles gerade ruhig an. Sehen uns nicht jeden Tag und wenn wir uns sehen machen wir sportliche Aktivitäten. Lange ertrage ich die Nähe aber noch immer noch. Dann kommt wieder diese Leere, die kreisenden Gedanken usw.. Ich bin dankbar dafür das mein Partner das alles mitmacht, habe allerdings auch Angst, das wir uns gerade so entfremden. Vielleicht sind das aber auch nur die blöden 'kognitiven' Gedanken, die da wieder den Teufel in den Kopf pflanzen. Nach Ihrer Nachricht habe ich auf jeden Fall schon mal zwei Therapeuten angeschrieben und mein Problem geschildert. Die Vorstellung den Erstkontakt via Anruf vorzunehmen, erscheint mir gerade als Hürde. Meine Frage ist jetzt eigentlich, ob das richtig ist, dass ich auf Anstand mit meinem Partner lebe und ob ich irgendwas selber machen kann, bis ich einen Termin bekomme? Ich bin ansonsten mehr als zufrieden mit Ihrer Antwort, möchte aber noch die Chance nutzen, einen vielleicht kleinen Antrieb zum 'überleben' zu bekommen, bis ich einen Therapieplatz habe. Vielleicht auch einfach nur die Bestätigung, dass ich mit dem Schritt, der Ruhe suchen durch die wieder eigene Wohnung nicht ganz verkehrt liege.
Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,
so Sch.... die Tatsache auch ist, dass Sie wahrscheinlich unter einer Dysthymie leiden, ist es auch gut, dass Sie mit einem Namen auch ein paar Loesungen haben. Wie gesagt, Antidepressiva scheinen in Kombination mit der Therapie der erfolgreichste Ansatz zu sein, weil diese Form der Depression anscheinend wirklich mehr koerperlich als psychisch ist. Es gibt Menschen, die diesen Medikamenten gegenueber sehr skeptisch sind - und man sollte immer skeptisch sein, wenn man Medikamente nimmt - weil sie das Gefuehl haben, dass diese "mit ihrem Kopf spielen". Hier ist meine Erklaerung, was Antidepressiva tun: Wenn man erkaeltet ist, dann riecht man nicht gut und wenn man nicht gut riecht, dann schmeckt einem nichts wirklich gut. Wenn also ein 5 Sterne-Koch fuer einen kochen wuerde, dann wuerde das genauso schmecken, wie wenn das Kind fuer einen kocht, obwohl man weiss, dass das Essen von dem Chefkoch sehr viel besser schmecken sollte. Im Fall einer Depression ist das im Gehirn aehnlich. Die Botenstoffe, die eigentlich signalisieren sollten, dass etwas Spass macht oder schoen ist, funktionieren nicht richtig. Auch wenn man etwas tut, von dem man weiss, dass es eigentlich schoen sein sollte, kann man das nicht spueren. Wenn man die richtigen Antidepressiva nimmt, dann fuehrt das dazu, dass die Botenstoffe wieder richtig ausbalanziert sind und man schoene Dinge wieder als schoen empfindet. Diese Medikamente machen also nicht gluecklich oder spielen einem etwas vor, sie helfen nur dabei, dass man wieder Freude spueren kann. Genauso wie man sobald man wieder riechen kann, das gute Essen geniessen koennte.

Ich finde Ihre Idee, ersteinmal in zwei Wohnungen zu leben, hilfreich. Hier ist eine Erklaerung, warum Beziehungen fuer jemanden mit Dysthymie oft so schwer sind: Als Menschen haben wir alle unser "Macken" und Eigenheiten. Wenn man "Liebe fuehlt" oder verliebt ist, dann ist es relativ einfach, ueber diese Eigenheiten hinweg zu sehen und die positiven Eigenschaften des Partners in den Vordergrund zu stellen. Da ein Mensch mit Dysthymie ja die Liebe gar nicht so richtig spueren und fuehlen kann (zumindest nicht lange oder intensiv), ist es sehr schwer, diese "Macken" zu ignorieren und noch schwerer, sich auf die positiven Eigenschaften des Partners zu konzentrieren - das ist ja genau das Problem des depressiven Denkens, man sieht nur das negative (auch im Partner). Man setzt dem dann Logik entgegen (..er ist wirklich lieb... er versucht es ja...ich sollte ihn wirklich mehr schaetzen.... ich habe keinen wirklichen Grund, mich so leer zu fuehlen...), aber das kostet natuerlich wieder Energie, die einem dann woanders fehlt.

Hier noch ein paar Tipps und Ideen fuer die Wartezeit (neben dem Selbsthilfebuch, das ich oben erwaehnt habe):
Es gibt ein online Programm, das eine solide Einfuehrung in die kognitive Verhaltenstherapie anbietet: www.novego.de (Depressionshelfer), das vielleicht fuer Sie in Frage kommt.
Gute Tipps fuer den Alltag (Ernaehrung, Sport, Schlaf usw) finden Sie hier:

http://www.depression-behandeln.de


Ganz wichtig ist auch, dass Sie sich Ihre "Leere" und Frustration mit Ihrem Partner nicht uebel nehmen. Vielleicht hilft es ihm, ebenfalls ueber die Dysthymie etwas zu lernen, damit er versteht, dass es dabei nicht um ihn als Person geht, sondern dass Sie ihn wirklich - so gut es Ihnen moeglich ist - lieben. Es gibt auch online Foren fuer "Angehoerige" von Menschen mit Depressionen. Wenn er bereit waere, sich da schlau zu machen, waere das natuerlich toll. Je mehr er versteht, desto unwahrscheinlicher ist es, dass Sie sich entfremden.

Als letztes noch der Vorschlag, Meditation und/oder Yoga in Erwaegung zu ziehen. Es hat sich herausgestellt, dass diese die Gehirnwellen und damit die Stimmung beeinflussen koennen, wenn man regelmaessig uebt.

Ich wuensche Ihnen von Herzen alles Gute. Wenn Sie weitere Fragen haben, beantworte ich diese natuerlich gerne. Ansonsten danke ich Ihnen fuer eine positive Bewertung der Antwort.
Mit freundlichen Gruessen,
Annegret Noble

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