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InternetCoach
InternetCoach, Psychologin
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1450
Erfahrung:  Familientherapeutin, Drogenberatung, Erziehungsberatung
62882398
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Früher waren es meine Schwiegereltern , die versucht haben

Kundenfrage

Früher waren es meine Schwiegereltern , die versucht haben meinen Mann an sich zu binden jetzt ist mein Schwiegervater verstorben und nun versucht meine Schwiegermutter
alles damit Ihr Sohn immer am Wochenende da ist. Ich sehe rot wenn der Name meiner Schwiegermutter fällt.
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,
um eine hilfreiche Antwort zu formulieren, braeuchte ich zusaetzliche Information.
Ist Ihr Schwiegervater vor kurzem verstorben? Kann es sein, dass Ihre Schwiegermutter im Moment wirklich mehr Hilfe braucht? Koennten Sie mit Ihrem Mann darueber sprechen, dass er einen begrenzten Zeitraum aushilft (z.B. einen Monat) und er dann weniger regelmaessig die Wochenenden bei seiner Mutter verbringt?
Vielen Dank,
Annegret Noble
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.


Ja mein Schwiegervater ist vor 8 Wochen durch einen Unfall ins Koma gefallen und vor 4 Wochen verstorben. Meine Schwiegermutter ist eine Frau die immer versucht ihren Willen durchzusetzen. Sie steht auf dem Standpunkt ,sie ist 81 Jahre alt und kann und will nicht alleine bleiben schon garnicht Nachts. Nun ist seid diesen 8 Wochen immer einer bei Ihr und schläft auch dort. Zur Zeit ist es meine Schwägerin. Da mein Mann aber die Woche über auf Montage ist wartet sie förmlich auf den Freitag das mein Mann kommen soll und wir werden voll eingeplant mit Mittag Abendbrot usw.Ich habe das empfinden ein eigenes Leben mehr zu haben mir wird die Luft zum atmen genommen.

Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,
vielen Dank fuer die weitere Information. Ich kann gut verstehen, dass Sie das Gefuehl haben, kein eigenes Leben mehr als Ehepaar zu haben - denn das haben Sie ja im Moment nicht. Wenn Ihr Mann unter der Woche auf Montage ist, sehen Sie ihn ja auch nicht und wenn Sie dann am Wochenende bei der Schwiegermutter sind, koennen Sie ja auch keine wirkliche Partnerschaft leben.

Es ist auch nicht ganz unverstaendlich, dass Ihre Schwiegermutter im Moment noch jemanden braucht, der ihr hilft. Nach einer langen Ehe sind 4 Wochen nach dem Tod des ja eher unerwarteten Todes des Partner keine sehr lange Zeit. Wahrscheinlich ist es wichtig, dass Sie mit Ihrem Mann - und dann auch mit der Schwiegermutter - darueber reden, wie lange dieser "Ausnahmezustand" anhalten kann. Wenn ein Ende absehbar ist, dann sind schwierige Situationen oft etwas leichter zu ertragen. Wenn Sie also wuessten, dass es noch genau 4 Wochenenden so weiter geht, dann waere das nicht leicht, aber wahrscheinlich durchaus auszuhalten. Das grosse Problem ist wahrscheinlich gerade, dass Sie im Moment das Gefuehl haben, dass diese untragbare Situation "ewig" anhalten wird. Das fuehrt einen oft an den Rand des Nervenzusammenbruchs...

Was denken Sie ist realistisch? Was koennten Sie aushalten? Vielleicht gibt es auch einen Weg, die Zeit etwas zurueckzuschrauben, oder z.B. zu sagen, dass in zwei weiteren Wochen, Ihr Mann den Freitag bei seiner Mutter schlaeft, dann aber tagsueber am Samstag und Sonntag bei Ihnen ist und nur die Naechte dort verbringt? Oder eine andere Aufteilung, die fuer Sie besser ist?

Es ist durchaus okay, wenn Sie Ihrem Mann sagen, wie lange Sie die Situation noch aushalten und auch, was Sie tun werden, wenn er nicht bereit ist, regelmaessig Zeit in seine Ehe zu investieren. Wenn Ihre Schwiegermutter langfristig nicht alleine leben kann und will, dann muss Sie entweder zu einem der Kinder ziehen (ich vermute, dass Ihnen das nicht recht waere?), in eine WG oder ein Heim. Sie haben ein Recht auf ein Leben als Paar. Es ist wahrscheinlich gleichzeitig auch wichtig, dass Sie sich kompromissbereit zeigen und Ihren Mann unterstuetzen, in dem was er fuer wichtig und richtig haelt, denn er hat ja auch seinen Vater verloren und fuehlt sich wahrscheinlich verantwortlich fuer das Wohlergehen seiner Mutter.

Ein weiterer Kompromiss waere vielleicht auch noch, dass Sie nicht mit Ihrem Mann zur Schwiegermutter gehen - dann sehen Sie zwar Ihren Mann weniger, fuehlen sich aber hoffentlich weniger "verplant" durch die Beduerfnisse eines anderen Menschen.

Es wird wahrscheinlich keine "ideale" Loesung geben, sondern nur einen Kompromiss, mit dem Sie alle leben koennen - und der Hoffnung, dass diese wirklich ein Ausnahmezustand ist. Die ersten 3 Monate nach einem grossen Verlust sind oft die schwersten.

Ich bitte Sie, erst dann eine Bewertung abzugeben, wenn Sie zufrieden mit der Antwort sind. Sollten Sie mit meiner Antwort noch nicht zufrieden sein, können Sie natuerlich beliebig oft nachfragen, bis Sie eine hilfreiche Antwort erhalten. Ich wünsche Ihnen viel Mut und Erfolg bei den nächsten Schritten.

Mit freundlichem Gruß,

Annegret Noble

Ueber eine positive Bewertung meiner Antwort wuerde ich mich freuen. Vielen Dank.

Meine Ausführungen und Meinungen ersetzen keine psychologische Diagnostik oder Therapie. Sie beinhalten nur Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze.