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InternetCoach
InternetCoach, Psychologin
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1449
Erfahrung:  Familientherapeutin, Drogenberatung, Erziehungsberatung
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guten tag meine tochter geht seit den sommerferien garnicht

Kundenfrage

guten tag
meine tochter geht seit den sommerferien garnicht mehr zur schule das sind jetzt 3 wochen.
Das problem hatt sie schon Länger nur ging meine tochter nach ein zwei tagen wieder zur schule.
Sie ist auch schon Länger in behandlung einer schuhlpsychologing.
Die Hatt herausgefunden es sei eine schulphobie trennungsangst.
Es wäre nötig eine Stadtionäre behandlung.
Jetzt aber der Arzt von der stadtionärenbehandlung meint sie müsse von zuhause aus von den Eltern in die schule gebracht werden .
nur weiss ich das sie sich mit Händen und Füssen wehrn wird wenn ich sie morgenversuche in Die schule zu bringen , was soll ich tun
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrte/r Fragesteller/in und Mutter,

vielen Dank für Ihre Frage. Sie beschreiben eine schwierige Situation. Schulängste oder Schulphobien können eine ganze Reihe von Ursachen haben. Viele davon sind vorübergehend und oft harmlos. So kann z.B. die Trennung von alten Freundinnen oder aber die Umstellung auf einen neuen Schulweg zu kurzzeitigen Problemen führen. Hält die Problematik jedoch länger an, so wie das bei Ihrer Tochter der Fall zu sein scheint, dann steckt oft mehr dahinter.

Es sieht so aus als ob Ihre Tochter die Diagnose "Emotionale Störung mit Trennungsangst" (ICD 10 F 93.0) bekommen hat. Hierbei haben die Kinder eine übermässige Angst vor der Trennung von ihren Eltern (oder auch Geschwistern oder Haustieren). Sie befürchte, dass diesen etwas passieren könnte oder sie verlassen werden könnten, wenn sie zur Schule gehen und dadurch nicht Zuhause anwesend sind. Nicht selten wird dies auch durch öffentliche Diskussionen (z.B. Kidnapping-Fälle , Gewalt in der Schule, Vergewaltigungen) und die dadurch begründete verstärkte Angst und Vorsicht der Eltern noch verstaerkt.

Eine solche Störung sollte also nur dann diagnostiziert werden, wenn als wesentlicher Bestandteil der Angst, die Sorge vor der Trennung (Verlust) der Eltern steht und unterscheidet sich durch die Schwere und Auswirkung der Angst von einer ganz normalen Sorge bzw. Ängstlichkeit bei der Trennung von den Eltern. Es sieht so aus, als ob Ihre Tochter die Kriterien fuer diese Stoerung erfuellt. Typische Merkmale einer solchen Störung wären :

  • die Weigerung überhaupt den Schulweg anzutreten

  • Schreien oder

  • Verweigerung morgens aufzustehen

  • körperliche Symptome wie Bauchschmerzen, Schwindel oder Zittern

Natürlich kann es noch eine ganze Reihe weiterer Gründe für die Schulweigerung geben, die man nur in einem Gespräch mit dem Kind und auch der Lehrer ermitteln kann, um den Ursachen möglichst frühzeitig auf den Grund zu gehen. Wichtig ist es dabei, dass das Kind die Eltern als offener und zuverlässiger Gesprächspartner erlebt und gemeinsam nach Lösungsmöglichkeiten geschaut wird.

So sollte man durchaus zunächst erstmal das Kind eine Zeit gewähren lassen, aber immer wieder das Gespräch suchen. Hilfreich ist es, auch die eigene Erwartungshaltung an das Kind kritisch zu hinterfragen (Will ich zuviel von meinem Kind? Habe ich selber Ängste um mein Kind?).

Suchen sie das Gespräch mit den Lehrern, um über mögliche Schulprobleme oder Konflikte oder Ausgrenzung von Mitschülern informiert zu werden. Ich gehe davon aus, dass Sie das schon alles versucht haben, das es aber Ihrer Tochter nicht geholfen hat.

Ich wuerde dem Arzt insofern zustimmen, dass man eine Angst nur ueberwinden kann, wenn man sie konfrontiert, dass es also wichtig ist, trotzdem zur Schule zu gehen, damit man erleben kann, dass es allen gut geht wenn man zurueck kommt. Je mehr man das Angstverhalten wiederholt, desto mehr faengt man an zu glauben, dass man dadurch das befuerchtete verhindert. Hier ein Beispiel, das ich oft benutze, um Kindern diesen Prozess zu erklaeren."Herr Walter huepft jeden Tag zur vollen Stunde auf einem Bein um seinen Schreibtisch und schnipst mit den Fingern. Ein Kollege fragt ihn: Was machst du da? Herr Walter sagt: Ich sorge dafuer, dass es in unserem Gebaeude keine Loewen gibt. Der Kollege sagt: Aber es gibt hier doch gar keine Loewen... Worauf Herr Walter sagt: Siehst du, es funktioniert! Solange Herr Walter sein Angstritual durchfuehrt, wird er nie erleben, dass seine Angst vor Loewen nicht notwendig ist. Dazu muss er riskieren, es einen Tag oder eine Woche oder einen Monat nicht zu tun - und wenn dann trotzdem kein Loewe auftaucht, dann geht hoffentlich seine Angst vor Loewen weg. Genau das gleiche gilt fuer Ihre Tochter. Sie muss zur Schule gehen, um zu erleben, dass Ihnen allen nichts passiert auch wenn sie in der Schule und nicht anwesend ist. Darum ist der Rat des Arztes verstaendlich. Ich faende es aber wichtig, dass Sie Ihrer Tochter diese Geschichte erzaehlen und ihr helfen zu verstehen, warum es so wichtig ist, dass sie ihre Angst konfrontiert und dass Sie ihr dabei helfen, anstatt sie einfach zur Schule zu zerren. Gaebe es Kompromisse, wo Ihre Tochter ersteinmal eine oder zwei Stunden geht und dann abgeholt wird? Sie kennen Ihre Tochter und auch Ihre Beziehung zu Ihrer Tochter sehr viel besser, um zu entscheiden, was da sinnvoll waere. Letztendlich kann eine Angstbehandlung ohne Konfrontationstraining nicht funktionieren. Aber es hilft auch, wenn man erst seine Angstgedanken erkennen lernt und Entspannungsstrategien gelernt hat, BEVOR man sich seiner Angst stellt. All diese Elemente sollten Teil der Therapie Ihrer Tochter sein. Und je laenger man "auf einem Bein schnipsend um den Tisch springt" , desto schwieriger wird es, dieses Ritual aufzuhoeren, denn der Kopf denkt ja tatsaechlich, dass es hilft. Und je laenger man etwas denkt und glaubt, desto schwerer ist es zu aendern.

Hier ein paar allgemeine informationen zur Angst und Angsttherapie, die Sie vielleicht mit Ihrer Tochter durchsprechen koennten:

Angst und Panikgefühle sind körperliche Reaktionen, die in erster Linie durch Angst- und Panikgedanken ausgelöst werden. Wenn wir etwas als lebensgefährlich bewerten, dann reagiert unser Körper mit Angst.

In der Therapie lernen Betroffene deshalb den Zusammenhang zwischen ihren Angstgedanken und Angstgefühlen kennen. Sie erfahren, wie sie durch ihre ängstlichen Gedanken und ihre Angstgefühle schnell in einen Teufelskreis gelangen können, der oft in Panikattacken endet. Und sie lernen Methoden der Gedankenkontrolle, um ihre Angstgedanken und den Teufelskreis der Angst während einer Attacke zu kontrollieren oder zu unterbrechen (kognitive Verhaltenstherapie).

Das Konfrontationstraining ist zusammen mit den kognitiven Verfahren der wichtigste Baustein jeder Behandlung bei Angst- und Panikstörungen. Dabei geht es darum, dass sich Betroffene den Situationen stellen, vor denen sie Angst haben.Ziel des Konfrontationstrainings ist, dass sie erkennen, dass ihre Angst und Panik ungefährlich sind, dass das Befürchtete nicht eintritt und dass ihre Angst nachlässt, wenn sie sich der Angst stellen. Das größte Problem bei fast allen Angststörungen ist nämlich, dass die Betroffenen verständlicherweise alle Situationen meiden, in denen ihre Angst und Panik auftreten könnten. Gerade aber durch die Meidung werden die Angst- und Panikgefühle am Leben erhalten und gestärkt. Das Konfrontationstraining ist anstrengend, aber unumgänglich und sehr wirksam. (Hatte ich ja schon erklaert)

Man kann Angst im Allgemeinen, und Panikattacken im Besonderen, nur überwinden, wenn man sich den Situationen stellt, vor denen man Angst hat.

Tue, was du fürchtest, und die Furcht stirbt. Jede Meidung, jedes Davonlaufen, festigt und vergrößert die Angst vor den Angstattacken. Erst, wenn man erlebt, dass eine Panikattacke zwar sehr unangenehm, aber ungefährlich ist, verliert man die Angst vor ihr.


Ebenfalls fester Bestandteil jeder Angst Therapie ist das Erlernen eines Entspannungsverfahren. In der Regel wird die Progressive Muskelentspannung empfohlen, da diese Methode sehr leicht und schnell zu erlernen ist. Vor allem aber: dieses Entspannungsverfahren wirkt zuverlässig und ohne langes und lästiges Üben.

Im Zustand der Muskelentspannung ist es unmöglich, Angst oder Ärger zu empfinden. Muskelentspannung ist das natürlichste Beruhigungsmittel, das es gibt. Ihre Tochter sollte da auf jeden Fall ein oder zwei verschiedene Verfahren lernen.


Generell sind die Erfolgschancen einer Behandlung umso größer, je früher psychologische Hilfe gesucht wird. Eine medikamentöse Therapie sollte bei Angst- und Panikstörungen generell nur zum Einstieg in eine Psychotherapie erfolgen - und bei Kindern moeglichst gar nicht. Der Grund hierfür ist, dass Medikamente, die therapiebegleitend genommen werden, den Erfolg einer Psychotherapie gefährden können. Nach Absetzen der Medikamente kommt es häufig zu Rückfällen. Meist wird eine Kombination von Antidepressiva, die auch bei Angst angemessen sind, und Benzodiazepinen, die recht schnell wirken und wenn rechtzeitig genommen, eine Panikattacke verhindern koennen, vorgeschlagen.

Hier ein paar hilfreiche Seiten zum Thema:

http://www.lebenshilfe-abc.de/angst-panik-therapie.html

http://www.palverlag.de/Panikattacken.html

http://www.angst-panik-hilfe.de/

www.angstportal.de





Hier finden Sie Informationen zur Kognitiven Verhaltenstherapie:

http://www.gesundheitsinformation.de/merkblatt-kognitive-verhaltenstherapie.491.de.html



Und hier zu Entspannungsverfahren

http://www.progressivemuskelentspannung.com/

http://www.palverlag.de/entspannungsmethoden.html







Ich bitte Sie, erst dann eine Bewertung abzugeben, wenn Sie zufrieden mit der Antwort sind. Sollten Sie mit meiner Antwort noch nicht zufrieden sein, können Sie natuerlich beliebig oft nachfragen, bis Sie eine hilfreiche Antwort erhalten. Ich wünsche Ihnen viel Mut und Erfolg bei den nächsten Schritten.

Mit freundlichem Gruß,

Annegret Noble

Ueber eine positive Bewertung meiner Antwort wuerde ich mich freuen. Vielen Dank.

Meine Ausführungen und Meinungen ersetzen keine psychologische Diagnostik oder Therapie. Sie beinhalten nur Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze.

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