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InternetCoach
InternetCoach, Psychologin
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1449
Erfahrung:  Familientherapeutin, Drogenberatung, Erziehungsberatung
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Was hilft? Freund hat vor 4 wochen schluss gemacht. Nun habe

Kundenfrage

Was hilft? Freund hat vor 4 wochen schluss gemacht. Nun habe ich regelmäßige Ausraster ( werfe Sachen umher) ihm gegenüber, da wir noch zusammen wohnen. Diese dauern meist bis halbe Stunde an. Danach relativ ausgelassen und entspannt.
Danke XXXXX XXXXX Hilfe
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

vielen Dank für Ihre Frage. Sie beschreiben eine schwierige Situation. Es tut mir leid, dass Ihre Beziehung geendet hat und dass Sie durch Ihre Wohnsituation jeden Tag diese Tatsache erneut konfrontieren muessen. Nachdem eine Beziehung geendet hat, moechte man sich eigentlich zurueckziehen und die andere Person vermeiden, damit man angemessen trauern kann. Die beste Loesung waere natuerlich, wenn einer von Ihnen ausziehen wuerde, damit Sie heilen koennen und Ihre Wunde des Verlustes nicht jeden Tag wieder aufgerissen wird. Im Rahmen des Trauerprozesses sind Ihre Ausraster durchaus verstaendlich - wenn natuerlich auch nicht hilfreich. Jeder Mensch verarbeitet einen Verlust unterschiedlich, aber im allgemeinen folgt der Trauerprozess den folgenden 4 Phasen:



1. Phase: bezeichnend ist hier der Schockzustand. Man will nicht wahrhaben, dass der Verlust tatsaechlich stattgefunden hat. Der Verlust wird nicht als Realität akzeptiert. Die typischen Symptome dieser Phase (die in der Regel von einigen Stunden bis zu 4 Wochen dauert): Betäubung, Empfindungslosigkeit, Starre, Unglauben, Unwirklichkeit, stilles Weinen, lautes Schluchzen, Depersonalisierung (“nicht wie man selbst fuehlen” oder “neben sich stehen”).

2. Phase: das Aufbrechen der Gefühle, wobei der Schmerz des Verlustes in all seiner Tiefer erfahren wird. Man erlebt oft ein Gefuehlschaos von Trauer, Angst, Wut, Schuld, Depression, unbegruendeter Heiterkeit und Hilflosigkeit. Koerperliche Symptome sind oft Ruhelosigkeit, Muedigkeit, Appetitverlust und Schlafstörungen. Am hilfreichsten ist es, sich die Erlaubnis zu geben, all diese Gefühle zuzulassen, und zu wissen, dass das emotionale Chaos “normal” ist. Problematisch wäre hier eher eine andauernde Gefühlslosigkeit und Unterdrückung der Gefühle durch Verleugnung, Ablenkung, Überaktivität, Missbrauch von suchtfoerdernden Substanzen oder Gleichgueltigkeit.

3. Phase : Akzeptieren einer Umwelt, in der die Person fehlt - und gleichzeitig glauben, dass das Leben ohne diese Person trotzdem gut und schoen sein kann. Man faengt an die Person loszulassen und das Ausmass des Verlustes anzuerkennen ohne in tiefe Depressionen zu fallen. Man faengt an, neue Ziele zu haben und sich eine Zukunft ohne die Person vorzustellen. Diese Phase ist erst eine “Entscheidung” - findet also im Kopf statt – dann erst folgen die Gefuehle. Probleme bekommt man in dieser Phase, wenn man sich zum Ablenkung Suchtverhalten angewoehnt hat, sich weigert, Abschied zu nehmen oder darauf beharrt, dass das Leben nie wieder gut sein kann.

4. Phase: Man faengt wieder an aktiv zu leben. Man empfindet wieder Freude und ist bereit, in neue Beziehungen zu investieren. Man akzeptiert den Verlust als Teil des Lebens und schaut mit neuem Selbstvertrauen und Hoffnung in die Zukunft. Rueckfaelle in das Emotionschaos der zweiten Phase, v.a. an Jahrestagen sind durchaus normal, werden aber problematisch wenn ein Rueckfall zu Ängsten vor neuen Verlusten fuehrt oder zu einer allgemeinen Abwendung vom Leben und der Liebe.

 

Als Teil der 2. Phase ist die Wut "normal", allerdings waere es wahrscheinlich sinnvoll, wenn Sie einen anderen Weg finden koennten, diese Wut auszudruecken, insbesondere wenn es keinen Weg gibt, dass sich die Wohnsituation aendert. Meine erste Empfehlung waere Sport, vielleicht sogar ein Kampfsport oder Boxen. Aber alles, was Ihnen die Moeglichkeit gibt, sich so richtig "auszupowern" wird helfen.

Traurigsein macht muede und wenn man zu muede ist, um im Alltag zu funktionieren, dann greifen wir Menschen oft zur Wut, denn Wut gibt Energie und liefert nach einem Wutausbruch die Entspannung, die Sie beschreiben. Darum ist es nicht ungewoehnlich, dass sich Traurigkeit und Wut nach einem Verlust abwechseln.

 

Wahrscheinlich waere es auch wichtig, dass Sie sich erlauben, Ihre Traurigkeit auszudruecken indem Sie Zeit mit lieben Menschen verbringen.

 

Es gibt keinen perfekten Weg um das Ende einer Beziehung zu betrauern, aber um Ihren Selbstrespekt nicht zu verlieren, waere es wahrscheinlich wichtig, dass Sie Ihre (verstaendliche) Wut anders ausdruecken.





Ich hoffe, dass meine Antwort Ihren Vorstellungen entspricht und Ihnen weiterhilft. Ansonsten beantworte natürlich auch gerne weitere Anschlussfragen. Ich wünsche Ihnen viel Mut und Erfolg bei den nächsten Schritten.

Mit freundlichem Gruß,

Annegret Noble

Ueber eine positive Bewertung meiner Antwort wuerde ich mich freuen. Vielen Dank.

Meine Ausführungen und Meinungen ersetzen keine psychologische Diagnostik oder Therapie. Sie beinhalten nur Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze.

InternetCoach, Psychologin
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1449
Erfahrung: Familientherapeutin, Drogenberatung, Erziehungsberatung
InternetCoach und weitere Experten für Psychologie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Ich danke Ihnen für die Hilfe und habe jetzt noch eine Frage über den Exfreund(22). Er schreibt seid 7 Wochen täglich mit seiner Kollegin...Sie ist 30 Jahre und lebt in einer 10 jährigen Beziehung. Er verheimlicht mir alle SMS, ist sie der Grund für das Beziehungsaus? Nach kontrolle seines Handys fand ich heraus, dass sie anfangs eine Spaß-SMS-Affäre hatten, aber jetzt angeblich nicht mehr, schreiben sich trotzdem, dass sie sich vermissen. ( Seid 2 Wochen kontrolliere ich sein Handy nicht mehr, aber es interessiert mich trotzdem was da läuft).Er sagt nur immer, da läuft nichts und sie sind nur Freunde und da wir jetzt eh nicht mehr zusammen sind, geht es mich nichts mehr an und ich solle damit leben. Was geht in ihm vor? Was will er damit erreichen? Das ungewisse ist immer der Grund für meine Wutanfälle. Mal macht er mir wieder Hoffnung und mal ignoriert er mich. Ich versteh die Welt nicht mehr...(waren insgesamt 3 Jahre und 11 Monate zusammen.)


 


Danke nochmal

Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,
wenn ich Gedanken lesen koennte, dann waere ich ein Millionaer.... ;-)
Ich kann Ihnen natuerlich nicht mit Sicherheit sagen, was in Ihrem Ex-Freund vorgeht, ich kann nur Vermutungen aussprechen. Ich kann gut verstehen, dass Sie die Welt nicht mehr verstehen, Sie haben viel Zeit und Energie in diese Beziehung investiert.
Meine Vermutung ist, dass sich Ihr Ex durch die "Spassaffaere" sehr geschmeichelt gefuehlt hat und auf einmal eine "schoene, zufriedene Beziehung" nicht genug erschien. Vielleicht erinnern Sie sich ja auch an die ersten Wochen der Beziehung. Da ist man "jemand anders" - man braucht weniger Schlaf, man hat kaum Hunger, die Gedanken kreisen um die andere Person (die Gehirnchemie spielt uebrigens in dieser Verliebtheitsphase komplett verrueckt, man leidet de facto unter den Symptomen einer Zwangsstoerung...). Dann gewoehnt man sich aneinander. Es wird alles weniger intensiv. Man liebt sich und der Alltag hat auch seine Vorteile, aber das "high", das man beim Flirten und Verlieben erlebt, ist nicht mehr da... Wahrscheinlich hat Ihr Ex dieses "high" durch die "Handy-Affaere" erlebt und dann wollte er mehr...

Meine Empfehlung an Sie waere im Moment, dass Sie ganz viel fuer sich selbst tun und ganz wenig fuer Ihren Ex da sind (meist erinnert man sich in den ersten Wochen nach einer Trennung nur an die negativen Aspekte einer Beziehung. Erst wenn man sich 6-8 Wochen nicht gesehen hat - was Sie ja nicht wirklich tun - dann erinnert man sich an die positiven Aspekte und vermisst den Ex-Partner). Leben Sie die Trennung und lassen Sie es sich gut gehen. Tun Sie so, als ob die Trennung Ihre Idee war (moeglichst ohne zu versuchen, Ihren Freund durch Beziehungen zu anderen Maennern neidisch zu machen, das geht immer schief). Dann besteht moeglicherweise die Chance, dass Ihr Ex Sie vermisst und sich erinnert, dass ja auch er viel in die Beziehung investiert hat.

Mit freundlichen Gruessen,
Annegret Noble
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