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InternetCoach
InternetCoach, Psychologin
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1450
Erfahrung:  Familientherapeutin, Drogenberatung, Erziehungsberatung
62882398
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Unser Sohn ist 13 Jahre alt und seit ca. einem Jahr in der

Kundenfrage

Unser Sohn ist 13 Jahre alt und seit ca. einem Jahr in der Null-Bock-Phase. Leider hat die Schule im letzten Schuljahr sehr darunter gelitten und er muss die 7. Klasse wiederholen. Er war teilweise total flegmatisch und konnte sich (trozt unserer ständigen Aufforderungen) nicht dazu aufraffen für die Schule zu lernen. Wie können wir ihn nächstes Schuljahr besser helfen oder ihn motivieren, dass er für sein Leben lernt und nicht für uns Eltern. Er ist künstlerisch sehr talentiert (malen und zeichnen) und erscheint uns mit seinen Gedanken oft in einer anderen Welt. Außerdem hat er all seine Hobbys, Gitarre- und Fußballspielen hingeschmissen. Was können wir besser und anders machen? Oder braucht er vielleicht medizinische Hilfe?
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrte/r Fragesteller/in und Eltern,

vielen Dank für Ihre Frage. Sie beschreiben eine schwierige Situation.

Sie beschreiben Probleme mit Ihrem Sohn. Ihr Sohn ist jetzt 13 und damit ein "Teenager". In dieser Zeit ist es sehr wichtig, dass er sich von Ihnen als Eltern abloesen und seine eigene Identitaet entwickeln kann. Aber es ist ebenfalls wichtig, dass Sie als Eltern klare Grenzen setzen und erwarten, dass er sich an diese haelt. Viele seiner Verhaltensweisen dienen wahrscheinlich der puren Provokation, denn Ihr Sohn sieht ja, dass er damit Erfolg hat - Sie regen sich auf. Viele Jugendliche "geniessen" es, wenn die Eltern sich aufregen. Das hat mit Macht und Kontrolle zu tun. Denn wenn ich als “Kind” meine Eltern dazu bringe, dass sie laut werden, dann habe ich Macht ueber sie ausgeuebt. Geben Sie Ihrem Sohn dieses Gefuehl nicht, indem Sie eine gewisse innerliche emotionale Distanz aufbauen. Egal, wie sehr er proviziert, halten Sie sich an die vereinbarten Grenzen und reagieren Sie nicht grossartig emotional (Gehen Sie lieber weg und sagen: "Ich werde dir die Konsequenzen fuer .... spaeter mitteilen").



Meine Empfehlung ist ausserdem, dass Sie sich die 3-5 groessten Probleme im Miteinander aussuchen, und sich mit Ihren Grenzen auf diese Bereiche beschraenken. Diese Bereiche werden sich in den naechsten Jahren immer wieder aendern. Das ist zu erwarten.

Ganz wichtig sind dabei die Konsequenzen, die Sie implementieren. Dabei ist es wichtig, dass Sie weder schimpfen noch diskutieren sondern einfach die Regel sagen, seinen Regelbruch benennen und dann die Konsequenz implementieren. Konsequenzen sollten etwas sein, was SIE kontrollieren und wozu Sie keine Kooperation von Ihrem Sohn brauchen (wenn Sie z.B. ein Fernsehverbot aussprechen, sollten Sie das Stromkabel mitnehmen), darum funktionieren Verbote oft nicht, denn Sie koennen nicht kontrollieren, was er tut. Sie koennen nur die Konsequenzen kontrolllieren.Einen Vertrag fuer Jugendliche und Eltern, der Ihnen hilft, die Regeln und Konsequenzen festzuhalten finden Sie hier: neu.annegret-noble.com/buecher



Wenn Sie denken, dass Ihr Sohn tieferliegende Probleme hat und sein Verhalten mehr sein koennte als nur das Alter, dann sollten Sie einen Termin zur Diagnostik und eine Therapie in Erwaegung ziehen. Es ist leider nicht immer ganz leicht zu erkennen, ob das Verhalten Ihres Sohnes "normal" ist oder vielleicht auf Depressionen schliessen laesst. Meine Empfehlung waere darum, mit einem Psychologen zu sprechen und professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, denn die Veraenderungen in Ihrem Sohn von meiner Perspektive auf Depressionen hin. Es gibt mehrere Moeglichkeiten, einen Therapeuten zu finden. Um relativ schnell einen Termin zur Diagnostik und/oder zur Therapie zu bekommen, wenden Sie sich am besten an eine nahegelegene psychotherapeutische/ psychiatrische ambulante Fachklinik, an eine Universitätsklinik mit einer psychotherapeutischen/ psychiatrischen Ambulanz oder an ein psychotherapeutisches Ausbildungsinstitut (fuer Kinder und Jugendpsychiatrie). Es dauert oft recht lange, um einen Termin bei einem niedergelassenen Psychologen zu bekommen, aber auch das waere eine Moeglichkeit. Fragen Sie dazu bei Ihrer Krankenkasse nach einer Liste von geeigneten Therapeuten.

http://www.psychotherapiesuche.de/therapeutensuche
http://www.netzwerk-psychotherapie.de/
http://www.therapeuten.de/

http://www.therapeutenfinder.com/therapeuten/

Hier finden Sie psychologische Ausbildungsinstitute:

http://www.therapie.de/psyche/info/ausbildung/adressen-und-links/






Ich hoffe, dass meine Antwort Ihren Vorstellungen entspricht und Ihnen weiterhilft. Ansonsten beantworte natürlich auch gerne weitere Anschlussfragen. Ich wünsche Ihnen viel Mut und Erfolg bei den nächsten Schritten.

Mit freundlichem Gruß,

Annegret Noble

Meine Ausführungen und Meinungen ersetzen keine psychologische Diagnostik oder Therapie. Sie beinhalten nur Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze. Vielen Dank.