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diplompsychologe
diplompsychologe, Dipl- Psychologe
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1254
Erfahrung:  Dipl.- Psychologe (Uni) & Verkehrspsychologe
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diplompsychologe ist jetzt online.

unser Sohn hat immer Angstzustäde dass sein Herz aufhört zu

Kundenfrage

unser Sohn hat immer Angstzustäde dass sein Herz aufhört zu schlagen!
letzte nacht ist er kurz nach dem Einschlafen aufgeschreckt und hat wie wild herum geschriehen , dass er glaubt zu sterben!
was kann man da tun?
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  diplompsychologe hat geantwortet vor 4 Jahren.


Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für das entgegengebrachte
Vertrauen und die offene Fragestellung. Ich möchte mich bemühen Ihnen punktuell
eine Hilfestellung zu geben.



Die Verhaltensmuster, die Sie so deutlich
beschreiben ( somatisch bezogene Symptomen usw.) können auf tiefgreifende
unverarbeitete psychische Belastungen hinweisen oder als Ursache für eine noch
nicht behandelte psychische Störung sein .Unter anderem können emotional nicht
verarbeitete Ängste eine Rolle spielen (ggf. Trennungsängste, Verlustängste),
genetische Faktoren in Hinblick auf eine psychische Störungsdisposition
innerhalb der Familie, emotionale Instabilität im familiären Umfeld (z.B.
erlebte Überängstlichkeit der Mutter è
Übertragung der vorgelbeten Verhaltensweisen z.B. auch Depressivität und
psychosomatische Beschwerden), eine vielleicht vorhandene Geschwisterrivalität
die jedoch nicht geäußert wird = unbewusst jedoch erlebt wird von Ihrem Sohn,
emotionale Überforderung z.B. weil Ihr Sohn die Verantwortung für
Beziehungsschwierigkeiten der Eltern übernimmt, kognitive Unterforderung auf
Grund einer eventuellen Hochbegabung
bzw. Überforderung im Rahmen der schulisch zu erbringenden Leistungen, zu
starke Fokussierung und übersteigerte Aufmerksamkeit der Eltern (häufig jedoch
nur bei Einzelkindern) und somit Einschränkung der individuellen Entwicklung
==> aber wie kann ein Kind von 7 Jahren sich dagegen wehren, nur eben mit
Verhaltensauffälligkeiten, weil er diese Zusammenhänge noch nicht emotional/
kognitiv erfassen kann usw. Um hier wirklich nur einige mögliche Ursachen die
Ängste wie von Ihnen beschrieben
darzustellen. Oft überfordern wir Kinder auch indirekt damit, dass wir oft
Denken, die Verstehen doch schon so viel, aber Sie tun es eben oft nicht bzw.
nicht im richtigen Kontext. Jedoch kann es sich auch schon um eine bereits
bestehende psychische Störung im Kindes- und Jugendalter handeln z.B. um eine Angst- und Panikerkrankung bis hin zu einer
psychosomatisch/ hypochondrischen Störung wäre auch im Bereich des Möglichen.
Auch kann eine A(h)DS Erkrankung nicht ausgeschlossen sein. Leider ist es aus
fachlichen Überlegungen, auch auf Grund der sehr geringen Informationsdaten aus
meiner beruflichen Sicht geeignet hier noch weitere eventuelle diagnostische
Überlegungen anzustellen. Ich hoffe, Sie haben dafür Verständnis.



Das Problem ist nämlich, dass psychische Störungssymptome immer wieder
auftreten können, auch wenn es den Betroffenen im Moment gut geht (Besserung in
Sicht ist) und Sie keinerlei Beschwerden im Rahmen Ihrer Störungsreaktionen
(Verhaltensreaktionen) haben und niemand kann sagen wann es das nächste Mal
sein wird. Zum Teil potenzieren sich die Störungssymptome häufig und Sie werden
unbehandelt schlimmer und halten länger an. Ich würde Ihnen empfehlen wenn sich
die Ängste bei Ihrem Sohn nicht legen
einen Kinder und Jugendpsychologen vor Ort aufzusuchen. Sie können sich an
einen ambulant niedergelassenen Kollegen (Psychologin oder Psychologen) mit
einer Zusatzqualifikation für Kinder u.- Jugendpsychologie oder
Jugendpsychiatrie in Ihrer Nähe wenden und einen Termin ausmachen. Die Kosten
dafür werden im Regelfall von der Krankenkasse übernommen. Über die
Krankenkasse erfahren Sie auch ohne Probleme welche Kollegen für eine
Diagnostik (Abklärung um welche Form es sich genau handelt im Rahmen der
psychischen Störung) und psychotherapeutische Behandlung (eventuell
verhaltenstherapeutisch oder tiefenpsychologisch) in Ihrem Umfeld hierfür in
Frage kommen.

Des Weiteren können Sie und meist geht es da mit Terminen wesentlich
schneller
, sich an ein in der Nähe befindliches psychotherapeutisches
Ausbildungsinstitut für Kinder und Jugendpsychotherapie wenden (einfach in eine
Suchmaschine eingeben z.B. verhaltenstherapeutisches oder tiefenpsychologisches
Ausbildungsinstitut für Kinder und Jugend + größere Orte in der Umgebung) und
diese Institute haben in der Regel immer eine Institutsambulanz oder Sie können
auch an jeder größeren Universitätsklinik einen Termin in einer
psychotherapeutischen/ psychiatrischen Ambulanz vereinbaren und dort mit Ihrem
Sohn vorstellig werden.



Es besteht für Sie auch die Möglichkeit sich einer Selbsthilfegruppe für
Eltern auch für von Kinder und Jugendliche anzuschließen und von anderen Eltern
und deren Erfahrungen zu lernen. Oft werden solche Elterngruppen über die
Erziehungsberatungsstelle angeboten bzw. Sie erfahren hierzu weiteres über eine
Selbsthilfekontaktstelle oder Krankenkasse, wo sich eine Gruppe in der Nähe
befindet. Natürlich können Sie sich auch im Internet bestimmten hierzu
bestehenden Foren im Internet besuchen u.a., ads-gruppe.de, http://www.selbsthilfenetz.de/,



http://www.eltern.de/,



Aber auch die Zuhilfenahme des Schulpsychologen (ggf. durch die Vermittlung
der Lehrerin) oder bis hin zur Hilfe zur Erzeihung (erhalten Sie durch die
Unterstützung beim Jugendamt für Ihren Sohn) könne Sie Hilfe bekommen, so Sie
diese annehmen.







Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit meinen Ausführungen weiter helfen und wünsche
Ihnen für Ihren weiteren Weg alles Gute.



Mit freundlichem Gruß





Die Ausführungen und Meinungen des Antwortgebers ersetzen weder eine
fachlich ausreichende psychologische Diagnostik oder Therapie, sondern
beinhalten nur punktuell Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze bei
unterschiedlichen Problemen sowie Konflikten.





Wenn meine Ausführungen für Sie hilfreich
waren, würde ich mich über eine positive Bewertung sehr freuen.