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diplompsychologe
diplompsychologe, Dipl- Psychologe
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1254
Erfahrung:  Dipl.- Psychologe (Uni) & Verkehrspsychologe
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diplompsychologe ist jetzt online.

nach 3jahren ist mein partner wieder fast in der manischen

Kundenfrage

nach 3jahren ist mein partner wieder fast in der manischen depression,nur merkt er es noch nicht,aber ich.sein verhalten hat sich sehr verändert in den letzten 7 wochen.
durch erzählungen von ihm,weis ich auch wie er sich jetzt wieder fühlt.
wie kann ich es ihm rüberbringen dass er wieder seine tabletten nehmen muß?
all diese simtone bei der manischen depression haben sich wieder bei ihm gemeldet,nur er merkt es selbst nicht er meint es geht ihm jetzt sehr gut,usw.
auf eine antwort von ihnen würde ich mich freuen,den ich weis nicht wie ich mich verhalten soll ihm gegen über.
mfg.monika noe
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  diplompsychologe hat geantwortet vor 4 Jahren.


Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für das vertrauen und die offene
Fragestellung. Ich möchte mich bemühen Ihnen punktuell eine Hilfestellung zu geben.



Bei einer bipolaren Störung treten sowohl depressive (niedergeschlagene
Stimmung) als auch manische (Hochstimmung), Episoden auf. Die Bipolarität
gehört zu den affektiven Störungen. Leichtere Formen bei andauernder
Instabilität der Stimmung mit Perioden leichter Depression im Wechsel mit
gehobener Stimmung bezeichnet man als Zyklothymie. Relevant für die bipolare
Störung sind genetische Faktoren, Störungen im Neurotransmitterhaushalt,
kritische Lebensereignisse als Auslöser (nicht die Ursache nur der Auslöser)
und psychodynamische Faktoren oder
erlerntes Verhalten. Also würde um es zu
beschreiben, ein Außenstehender diesen Menschen erleben als z.B.Gestern noch tieftraurig, sich
gehenlassen, zurückgezogen usw.
(Depression) und z.B. eine Woche später beim nächsten Treffen total aus dem
Häuschen ist und Pläne schmiedet, die in keinem Verhältnis zu seinen
Möglichkeiten finanziell oder mental stehen, total extrovertiert ist, was schon
in Aufdringliche gegenüber Menschen die er kaum kennt geht und fast wie unter
Größenwahn agiert(Manie). Die
Symptomatik ist also identisch mit den Grundformen von Depression /Manie jedoch
treten beide Pole der affektiven Störung abwechselnd auf. Seltener können sie
auch gleichzeitig auftreten, aber meistens treten depressive und manische
Schübe hintereinander auf.



Der Verlauf ist Phasenhaft und dabei wechseln sich
gesunde Phasen mit Phasen der Depression und der Manie ab. Die Diagnostik kann
nur anhand des Verlaufs gestellt werden und eine bipolare Störung liegt vor
wenn jeweils eine depressive und eine manische PHASE DURCHLAUFEN WURDEN:
Grundlage für die Diagnose ist ein ausführlicher psychopathologischer Befund
mit Anamnese und Fremdanamnese. Differenzialdiagnose wäre eine schizoaffektive Störung (Hier
liegen zusätzlich schizophrene Symptome vor), eine Borderline-
Persönlichkeitsstörung kann auch einer bipolaren Störung ähneln. Bei der
Therapie ist durchaus zu beachten, das auf Grund von Suizidalität in den
depressiven Phasen oder durch die Selbstschädigung der manischen Phase z.B;
finanzieller Ruin durch folgenschwere Investitionen, in der Manie ist das
Schlafbedürfnis auch sehr herabgesetzt was ebenfalls zu Unfällen führen kann)
das eine stationäre Therapie notwendig ist. Bei leichteren Verläufen kann eine
langfristige Dauermedikation mit Lithium ausreichen. Ein Drittel der affektiven
Störungen verlaufen bipolar. Therapeutische Behandlungen erfolgen jeweils
hinsichtlich der Richtlinien der jeweiligen Episode die im Vordergrund ist bei
entsprechender Motivation. Wobei natürlich anzunehmen ist, das in einer Manie
diese nicht vorliegt, denn der Betreffende ist ja in Hochstimmung und warum
soll er sich da in Therapie begeben. .



Was die medikamentöse
Behandlung betrifft, Lithium und
Antiepileptika sind Phasen Prophylaktika. Die über einen längeren Zeitraum
eingenommen das Auftreten einer erneuten Krankheitsphase reduzieren. Grundlage
ist aber auch hier wie bei jeder medikamentösen Behandlung eine genaue
Diagnostik. Dazu und im Rahmen der von Ihnen beschriebenen
Symptome würde ich Ihnen empfehlen Ihren
Partner zu motivieren eine Konsultation eines Psychiaters z.B. in einer
psychiatrischen Institutsambulanz Notfallambulanz an einer Uniklinik oder in
einem Fachkrankenhaus für Psychiatrie vorzunehmen um auch eine
Unterstützung mit Medikamenten zu
ermöglichen und entsprechend medikamentös eingestellt zu werden. Ein Psychologe
ist für eine medikamentöse Behandlung nicht der richtige Ansprechpartner, hier also bitte einen
Psychiater/Neurologen hinzuziehen. Des Weiteren können Sie und meist
geht es da mit Terminen wesentlich schneller, sich an ein in der Nähe
befindliches psychotherapeutisches Ausbildungsinstitut wenden (einfach in eine Suchmaschine
eingeben) und diese Institute haben in der Regel immer eine Institutsambulanz
oder Sie können auch an jeder größeren Universitätsklinik einen Termin in einer
psychotherapeutischen/ psychiatrischen Ambulanz vereinbaren und dort mit Ihm vorstellig werden.



Eine Selbsthilfegruppe für Angehörige mit bipolarer
Erkrankung ist sicher für Sie auch empfehlenswert, denn dort können Sie sich
mit anderen Angehörigen austauschen, die ähnliche Probleme haben und lernen
auch sich abzugrenzen um nicht noch selbst in eine Depression zu kommen



http://www.psychose.de/angehoerige-07.html



http://www.dgbs.de/







Ich hoffe ich konnte Ihnen in
der Kürze der Ausführung etwas helfen und wünsche Ihnen viel Kraft und alles
Gute auf Ihrem weiteren Weg





Mit freundlichen Grüßen







Die Ausführungen und
Meinungen des Antwortgebers ersetzen weder eine fachlich ausreichende
psychologische Diagnostik oder Therapie, sondern beinhalten nur punktuell
Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze bei unterschiedlichen Problemen
sowie Konflikten.





Wenn meine Ausführungen für Sie hilfreich waren, würde
ich mich über eine positive Bewertung sehr freuen.