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diplompsychologe
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Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1254
Erfahrung:  Dipl.- Psychologe (Uni) & Verkehrspsychologe
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Hallo ich habe da mal eine frage... ich weiß nicht ob es daran

Kundenfrage

Hallo ich habe da mal eine frage... ich weiß nicht ob es daran liegen kann.. Meine 8 Jährige tochter die hört nicht was man ihr sag und macht unmögliche dinge, ich bin noch verheiratet und in diesen sechs jahren ehe hat sie viel mit bekommen das ich von meinem noch ehemann geschlangen worden bin und ob sie da vieleicht brobleme mit hat oder ob sie auch von ihm geschlagen worde weiß ich nicht weil sie auch nichts sagte und wenn man mit ihr reden möchte blockt sie ab vieleicht wissen sie ja einen rat... LG Hartig
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  diplompsychologe hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre vertrauensvoll gestellte Frage.

Ihre Situation die Sie beschreiben ist für sich genommen schon eine ungeheure Belastung für Ihre Tochter, denn Kinder in diesem Alter bekommen mehr mit von Ihrer Lebensumwelt als wir Eltern glauben möchten, d.h. hier müssen auch um klare Verhältnisse zu schaffen, ihrerseits Schritte unternommen werden um Ihre Tochter aus diesem bedrohlichen und "krankmachenden" Umfeld des Ehemannes herauszunehmen. Ein Kind in diesem Alter kann noch nicht alles um sich herum adäquat verarbeiten, ein Kind kompensiert und reagiert mit oft auch unangemessenem Verhalten auf nicht verarbeitete Ängste (vlt. auch geschlagen zu werden), Konflikte zwischen den Eltern für die sich das Kind gerade in diesem Lebensalter verantwortlich fühlt = Schuldgefühle hat mit sozialem Rückzugsverhalten. Ihre Tochter empfindet Wut, Ärger aufgrund der erlebten Macht- und Hilflosigkeit auch der deutlich erkennbaren Unfähigkeit auch ihrerseits etwas zu verändern (ggf. sich auch räumlich zu trennen, Grenzen zu setzen gegenüber Ihrem Ehemann usw.) und reagiert mit unterschwellig aggressivem Verhalten, hört nicht was Sie sagen, versucht auf Ihre Situation des "Nichtverstehens bzw. Nichtverarbeitens" der eigenen Emotionen durch Handlungen (auch wenn diese zum Teil unmöglich, nicht angemessen sind) Aufmerksamkeit zu bekommen um jeden Preis, denn Ihre Person (nämlich die Mutter) ist ja mit sich selber beschäftigt.
Wesentlich ist zu verstehen, dass Sie Ihrer Tochter unbedingt umgehende Hilfe zu Teil werden lassen und auch sich ggf. psychotherapeutische Hilfe suchen.

Wichtig aus meiner Sicht ist hier eine dringende diagnostische Abklärung der Auffälligkeiten durch einen Kinder- und Jugendpsychiater, meist angeschlossen an eine Universitätsklinik oder in einer niedergelassenen Praxis unter Hinzuziehung eines Dipl.- Psychologen für eventuelle Testdiagnostik. Denn wenn man ggf. das Wissen hat um was es sich handelt, kann man ggf. geeignete Behandlungs- und Hilfsmaßnahmen einleiten. Das heisst auch, dann zu wissen, handelt es sich schon ggf. um sich eine manifeste sich entwickelte psychische Störung oder eine nur vorübergehende beahndlungswürdige Verhaltensauffälligkeit Ihrer Tochter auf die momentanen Lebensumstände. Deshalb ist Ihr Kind nicht verrückt oder gehört gar in die Psychiatrie, nein Sie als Mutter sind sogar in der "Pflicht" Ihn zu begleiten und Ihm zu helfen, das es Ihr aber auch Ihnen besser geht, weil Ihre Tochter keine Verhaltensauffälligkeiten mehr zeigt.
Sie können sich an einen ambulant niedergelassenen Kollegen (Psychologin oder Psychologen) mit einer Zusatzqualifikation für Kinder u.- Jugendpsychologie oder Jugendpsychiatrie in Ihrer Nähe wenden und einen Termin ausmachen. Die Kosten dafür werden im Regelfall von der Krankenkasse übernommen. Über die Krankenkasse erfahren Sie auch ohne Probleme welche Kollegen für eine Diagnostik (Abklärung um welche Form es sich genau handelt im Rahmen der psychischen Störung) und psychotherapeutische Behandlung (eventuell verhaltenstherapeutisch oder tiefenpsychologisch) in Ihrem Umfeld hierfür in Frage kommen.
Des Weiteren können Sie und meist geht es da mit Terminen wesentlich schneller, sich an ein in der Nähe befindliches psychotherapeutisches Ausbildungsinstitut für Kinder und Jugendpsychotherapie wenden (einfach in eine Suchmaschine eingeben z.B. verhaltenstherapeutisches oder tiefenpsychologisches Ausbildungsinstut für Kinder und Jugend + größere Orte in der Umgebung) und diese Institute haben in der Regel immer eine Institutsambulanz oder Sie können auch an jeder größeren Universitätsklinik einen Termin in einer psychotherapeutischen/ psychiatrischen Ambulanz vereinbaren und dort mit Ihrem Sohn vorstellig werden.

Es besteht für Sie auch die Möglichkeit sich einer Selbsthilfegruppe für Mütter auch für von Kinder und Jugendliche anzuschließen und von anderen Müttern ggf. auch Vätern die dieses Problem haben und deren Erfahrungen zu lernen. Oft werden solche Elterngruppen über die Erziehungsberatungsstelle angeboten bzw. Sie erfahren hierzu weiteres über eine Selbsthilfekontaktstelle oder Krankenkasse, wo sich eine Gruppe in der Nähe befindet. Natürlich können Sie sich auch im Internet bestimmten hierzu bestehenden Foren im Internet besuchen u.a. www.selbsthilfenetz.de/, www.eltern.de/
Es ist wichtig, wenn Sie Ihrer Tochter entsprechend helfen wollen sich Informationen zu beschaffen und wenn Sie dies zu sehr belasten sollte (auch vor allem emotional), sich auch umgehend z.B. psychologische Hilfe zur Begleitung suchen, denn sonst unterliegen Sie schnell der Gefahr der Co.- Abhängigkeit (Sie tun alles um des Wilens der "Wiedergutmachung" es Ihrer Tochter in Zukunft Recht machen zu wollen, binden sich als Halt nur noch an Ihre Tochter u.a.) . Dies kann auch über eine Erziehungsberatungsstelle in Ihrer Nähe geschehen und die Beratung ist hier in der Regel kostenlos. Zum Teil werden hier auch familientherapeutische Begleitungen angeboten, die aus der Erfahrung heraus oft sehr nützlich sein können und dies gerade bei Gewaltsituationen oder Trennungen.

Bitte tun Sie etwas und haben Sie keine Angst davor, was vielleicht die Umwelt meinen könnte, Sie wären vielleicht " eine schlechte Mutter" oder gar eine "Mutter die versagt haben in der Erziehung". Nein das sind Sie ganz und gar nicht, sondern Sie scheuen weder Kosten und Mühen um Ihrer Tochter adäquat zu helfen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit meinen Ausführungen weiter helfen und wünsche Ihnen für Ihren weiteren Weg alles Gute.
Mit freundlichem Gruß

Die Ausführungen und Meinungen des Antwortgebers ersetzen weder eine fachlich ausreichende psychologische Diagnostik oder Therapie, sondern beinhalten nur punktuell Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze bei unterschiedlichen Problemen sowie Konflikten.

 

Wenn Sie mit der Beantwortung Ihrer Frage meinerseits zufrieden waren, möchte ich Sie bitten diese Frage zu honorieren sowie eine positive Bewertung abzugeben. Vielen Dank für Ihre Bemühungen im Voraus.