So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an InternetCoach.
InternetCoach
InternetCoach, Psychologin
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1450
Erfahrung:  Familientherapeutin, Drogenberatung, Erziehungsberatung
62882398
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Psychologie hier ein
InternetCoach ist jetzt online.

Seit mehr als 10 Jahren begleite ich eine gute Bekannte, deren

Kundenfrage

Seit mehr als 10 Jahren begleite ich eine gute Bekannte, deren inzwischen 30j Tochter heroinabhängig war, bzw. jetzt, seit 14 Monaten im "Metadon-Programm" steckt, tgl ihre "Medikation" abholt und vor ihrer Tochter(7J) und ihrer Mutter(59J) alles versucht zu verheimlichen. Das klappt natürlich nicht! Etliche VErsuche, mit Hilfe einer Klinik, claean zu werden, sind letztendlich gescheitert. ( 3 Versuche, 1x wurde durchgehalten, rückfällig nach Geburt der eigenen Tochter)
Meine Frage bezieht sich auf die Mutter: Ich bin selber Therapeut und insofern nicht ganz ohne Erahrung. Meine Sorge gilt der 59j. Frau, die deutliche Anzeichen von Anpassungsstörung, Depressivität mit Suizidgedanken mir gegenüber äußert und meint, niemand könne ihr helfen! Ihre Scham und das damit verbundene Schuldgefühl ließen sie sich völlig zurückziehen. Ein pv Leben führt sie schon lange nicht mehr; dennoch ist sie seit 33 Jahren eine hervorragende und erfolgreiche Lehrerin. Sie "weiß", dass sie co-abhängig ist, dass die Symbiose mit der Tochter nicht nur ""gut" ist... Ich gebe nur Ratschläge, wenn sie mich fragt... aber trotz extremer Not, zieht sie keine Konsequenzen. Natürlich muss der Betroffene sich helfen lassen wollen! Das wird hier nicht wirklich kommuniziert. Ich erwarte keine fertigen Antworten, aber vielleicht fällt Ihnen ja etwas ein, was noch nicht in meinem Bewusstsein auftauchte. Danke XXXXX XXXXX!
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin und Kollegin,
meine erste Reaktion war, dass Sie in den fast taeglichen Gespraechen Ihrer Bekannten eine Moeglichkeit geben, gerade genug "Spannung" abzulassen, dass der "Schmerz" nie gross genug wird, dass sie sich wirklich aendern will - denn wie wir wissen, aendern sich Menschen nur dann, wenn die Gegenwart so schmerzhaft ist, dass es einfacher ist, sich zu aendern als gleich zu bleiben. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass die Gespraeche fast jeden Tag gleich verlaufen und sich diese oft im Kreis drehen.
Als Therapeuten versuchen wir natuerlich, anderen Menschen zu helfen und fuer diese da zu sein, aber auch wir laufen ja auch die Gefahr, co-abhaengig zu werden und "ungesunde" Verhaltensmuster zu unterstuetzen, wenn wir "unseren Klienten das Leben leichter machen" und diese damit niemals genug "Schmerz" empfinden, um wirklich etwas zu aendern.

Waere ein anderer Ansatz vielleicht, dass Sie da bei Ihrer Bekannten eine Grenze setzen und etwas sagen wie, dass Sie gerne telefonieren und ueber alle moeglichen Themen sprechen, dass Sie aber nur ueber das Thema Tochter usw. sprechen moechten, solange es um einen Plan geht, wie Ihre Bekannte etwas anders macht? Und dass Sie gerne mit ihr zu einem Alanon Treffen gehen oder zu einer anderen Selbsthilfegruppe, oder sogar eine Kollegin empfehlen, dass Sie aber 'als Freundin' nicht mehr viel ueber diese therapeutischen Dinge reden moechten.

Das klingt wahrscheinlich ziemlich harsch, aber ich mache mir Sorgen, dass Ihre Bekannte sonst weiterhin gerade genug "Dampf" ablassen kann, um sich niemals aendern zu muessen. Ich hoffe, dass Sie meinen Gedankengang verstehen koennen.

Wenn meine Antwort Ihren Vorstellungen entspricht, bitte ich Sie, die Antwort positiv zu bewerten. Wenn die Antwort nicht Ihren Vorstellungen entspricht, dann bitte ich Sie, so oft nachzufragen wie notwendig bis ich Ihnen helfen konnte. Vielen Dank. Ich wünsche Ihnen viel Mut und Erfolg bei den nächsten Schritten.

Mit freundlichem Gruß,

Annegret Noble

Meine Ausführungen und Meinungen ersetzen keine psychologische Diagnostik oder Therapie. Sie beinhalten nur Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze.







Ähnliche Fragen in der Kategorie Psychologie