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diplompsychologe
diplompsychologe, Dipl- Psychologe
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1254
Erfahrung:  Dipl.- Psychologe (Uni) & Verkehrspsychologe
57334328
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diplompsychologe ist jetzt online.

hallo ich weiss nicht wie ich das nennen soll was ich habe

Kundenfrage

hallo ich weiss nicht wie ich das nennen soll was ich habe das problem ist mein freund bzw ex hat mich verlassen und mir den grund für die trennung gesagt es hieß nachdem er mit mir geschlafen hat und sagte das er mich liebt morgens gesagt das es vorbei ist da er keine gefühle für mich hat dazu kommen die probleme mit meiner 11 und 15 jährigen tochter ich schlafe nicht mehr bin total überreizt und bin total lustlos und ehrlich gesagt wenn ich dann hier so nachts sitze frage ich mich wofür ich überhaupt lebe yvonne
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  diplompsychologe hat geantwortet vor 5 Jahren.


Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für das entgegengebrachte Vertrauen und die
offene Fragestellung. Ich möchte mich bemühen Ihnen punktuell eine
Hilfestellung zu geben.



Sie
befinden sich im Moment, so wie Sie es beschreiben in einer Art Schock zustand und einer tiefen Trauer bedingt durch die nicht
vorhersehbare Trennung. Je nachdem wie
lange die Beziehung vorher angedauert hat, stellt es für jeden Menschen eine Lebenskrise dar, die ähnlich
dem Verlust eines geliebten Menschen durch den Tod, abläuft. Häufig stellt ein gravierender
Verlust auch ein Trauma dar, was unverarbeitet zu unterschiedlichen Wesens- und
Verhaltensveränderungen führen kann und unaufgearbeitet zu massiven psychischen
Problemen führen kann. Vor allem wenn hier noch eventuelle unverarbeitete Konflikte
dazu kommen und eventuell zu depressionsähnlichen
Symptomen führen können.



Eventuell könnten Sie ja auch über eine kurzzeitig medikamentöse Begleitung
nachdenken, um so zumindest störende Primärsymptome zu lindern



Trauerbewältigung bei Verlust
einer nahestehenden Person, kann man in 4 Phasen aufteilen, lassen Sie sich
nicht irritieren aber es läuft ähnlich der Trauer um einen Verstorbenen ab.





1. Phase: bezeichnend ist hier der Schock zustand , das
verleugnen und nicht- wahr -haben Wollen-, der Verlust wird nicht als Realität
akzeptiert, die Symptome: Betäubung; Empfindungslosigkeit, Starre, Unglauben,
Unwirklichkeit, stilles weinen, lautes Schluchzen, (einige Stunden bis zu 3
Wochen)



2. Phase: das Aufbrechen der
Gefühle, der Trauerschmerz wird erfahren, die Symptome: Gefühlschaos von
Trauer, Angst, Wut, Hilflosigkeit, Schuldgefühle, unbegründete Heiterkeit,
Ruhelosigkeit, Gewichtsverlust, Schlafstörungen, Hilfe: Erlaubnis sich selbst geben, die
Gefühle auch zuzulassen, zu wissen, dass das emotionale Chaos der „Normalität „
entspricht, problematisch wäre hier eine andauernde Gefühlslosigkeit und
Unterdrückung der Gefühle mit Gedankenstopp, die Flucht aus der Trauer durch
Überaktivität , verschweigen des Verlustes usw.-



3. Phase : sich anpassen an eine Umwelt in der die/der
Verstorbene fehlt, Symptome: die
Suche nach dem verstorbenen in Träumen, an Orten die mit Ihm/Ihr zu tun hatten,
die Erfahrung des Sich- Trennen- Müssens, Erkennen des Ausmaßes des Verlustes,
beginnende Neudefinition der Lebensziele , Problematisch: Exzessives
Suchtverhalten; Intensivierung des Suchens , Rückzug aus der Welt ,
Verweigerung des Abschieds, beharren in eigener Hilflosigkeit



4. Phase: eine neue Beziehung
zu sich selbst finden, die starken gefühlsmäßigen Bindungen zu dem Verstorbenen lösen sich und in neue
Beziehungen wird investiert, Symptome: DER Verlust wird akzeptiert, neue
Aufgaben und Rollen werden übernommen. Neues Selbstvertrauen und neue
Selbstachtung, Problematisch: neue Beziehungen und neuer Selbststand wird als
Untreue gegenüber dem Verstorbenen
empfunden und verhindert, Rückfälle werden nicht einprogrammiert und führen zu
tiefen Enttäuschungen, Vermeidung neuer Beziehungen aus Ängste vor neuen Verlusten
oder der Reaktion der Umwelt. Abwendung vom Leben , den Lebenden und der Liebe



Bitte beachten Sie Trauer braucht Zeit und die Phasen
laufen nicht linear ab. Ob eine
Trauerreaktion „normal „ oder „pathologisch" ist, hängt von der Dauer und ihrer
Intensität ab.



Ich würde Ihnen empfehlen sich eventuell einer
Selbsthilfegruppe Trauer anzuschließen um hier von der Unterstützung und Hilfe
anderer Betroffener zu profitieren.



http://www.ipsis.de/adressen/adressselbsthilfe.htm





Natürlich ist auch eine Vorstellung bei einem Psychiater
vor Ort möglich um sich medikamentös
unterstützen zu lassen. Wichtig ist auf jeden Fall eine begleitende professionelle Hilfe um die Weiterentwicklung zu einer
schweren Depression zu verhindern wenn Sie einen zu großen
Leidensdruck verspüren und sich Probleme (wie oben aufgeführt) einstellen und
eine Besserung des jetzigen Zustandes sich nicht einstellt.



Nachfolgend
möchte ich einmal versuchen Ihnen den einen oder anderen Vorschlag zu
unterbreiten, was Sie in Ihrer momentanen Situation tun könnten mit auf den Weg
zu geben. Ohne jedoch hier Anspruch auf den Erfolg und Vollständigkeit zu
erheben, aber vlt. etwas helfen können in Ihrer schwierigen emotionalen
Situation.






  • Schrauben Sie Aktivitäten und
    Verpflichtungen (z.B. bei der Arbeit oder auch im Haushalt) zurück und
    passen Sie diese ihrer verminderten Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit
    an ==> d.h. Sie müssen nicht immer und überall Leistung bringen und so
    vermeiden Sie künstlich Enttäuschungssituationen zu schaffen, diese haben
    Sie durch den Verlust genug erlebt
    in letzter Zeit

  • Vermeiden Sie wichtige
    Entscheidungen oder schwerwiegende Veränderungen auch vor allem im Beruf
    und in der Partnerschaft, für weitreichende Entscheidungen, die oft in
    einem emotionalen Chaos getroffen werden ist die Zeit nicht günstig

  • Gehen sie sorgsam mit sich um
    und vermeiden sie Stress und wenn dieser da sein sollte, schaffen Sie sich
    geeignete Ausgleichsmöglichkeiten z.B. im kreativen Bereich u.a. Malerei,
    Musik, Tanz usw. und dort können und müssen Sie auch gar nicht die Beste
    sein, sondern können dort frei und unbekümmert Ihre Gefühle nach Außen
    richten, anstatt immer nur destruktiv zum Teil nach Innen

  • Sagen sie sich selbst, dass die
    eventuelle depressive Phase nicht ewig anhalten wird sondern eine
    vorrübergehende Phase bzw. Erkrankung ist und lassen Sie sich ggf. auch
    durch Medikamente helfen (diese machen in der heutigen Zeit nur mehr auf
    anderen Symptomebenen abhängig und Sie können ja auch erst ein Mal ein
    leichtes stimmungsaufhellendes und nicht abhängig machendes Medikament
    nehmen z.B. Opaprimol oder Insidon)

  • Nutzen sie eine passende
    Gelegenheit Sorgen und Gedanken mit der Familie oder guten Freunden zu
    besprechen. Vielleicht werden Probleme dann nicht gelöst, aber ein
    Gespräch und der Kontakt können bereits entlastend wirken.

  • Versuchen sie ein vernünftiges Maß
    an Aktivitäten und positiven Dingen in den Tag einzuplanen - gerade so
    viel, wie sie ohne Überanstrengung machen können. Hierzu würden Kontakte
    zu Freunden und Familienangehörigen gehören, die vielleicht auch nur
    wenige Minuten dauern müssen ==> lernen Sie einfach das Leben wieder
    ein Stück zu genießen und auch ein schönes Essen kann da auch schon helfen

  • Achten sie auf ihre
    Körperhygiene, Ernährung und körperliche Gesundheit

  • Begrenzen sie den Konsum von
    Alkohol und Nikotin



Sie können sich auch an eine nahegelegene psychotherapeutische/psychiatrische
Fachklinik wenden (an Unikliniken) und um eine Notaufnahme(Behandlung)bitten,
um dort viel schneller als bei den niedergelassenen Kolleginnen oder Kollegen
einen Termin zu bekommen, speziell wenn die Gedanken der Sinnlosigkeit des
Lebens bei Ihnen wieder auftreten.. Auch psychotherapeutische Ausbildungsinstitute
vergeben Termine zur Diagnostik.



Ich hoffe ich konnte Ihnen in der Kürze der Ausführung
etwas helfen und wünsche Ihnen viel Kraft und alles Gute auf Ihrem weiteren Weg



Mit freundlichen Grüßen



Die Ausführungen und Meinungen des Antwortgebers ersetzen weder eine
fachlich ausreichende psychologische Diagnostik oder Therapie, sondern
beinhalten nur punktuell Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze bei
unterschiedlichen Problemen sowie Konflikten.





Wenn meine Ausführungen für Sie hilfreich waren, würde ich mich über eine
positive Bewertung sehr freuen.







Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

hallo ich war heute bei meiner hausärztin


und die will jetzt nen blutbild erstellen um sicher zu gehen das es keine organische erkrankung ist und ehrlich habe ich angst vor dem we da ich ohne meine kinder am we bin gibt es nichts was ich mir in der apotheke rezeptfrei holen kann

Experte:  diplompsychologe hat geantwortet vor 5 Jahren.


Sehr geehrte Fragestellerin, es ist in Ordnung dass Ihre
Hausärztin ein Blutbild machen wird, Sie sind auf dem richtigen Weg. Leider ist
es mir als Psychologe nicht erlaubt eine medikamentöse Behandlung
durchzuführen- bitte haben Sie dafür Verständnis. Ich kann Ihnen bezüglich der
Beruhigungsmittel, die rezeptfrei erhältlich sind lediglich einen Hinweis
geben.

Bitte lassen Sie zusätzlich noch von dem Apotheker
beraten. Sie finden auf folgender Webseite verschiedene Präparate zur
Beruhigung.



http://psylex.de/psychopharmaka/tranquilizer/pflanzliche-beruhigungsmittel.html



Desweiteren besteht
die Möglichkeit homöopathische Mittel anzuwenden. Hier wäre die Meinung eines
Experten in der entsprechenden Kategorie bei Justanswer durchaus für Sie empfehlenswert.



An dieser Stelle möchte ich noch darauf hinweisen, als Psychologe ist es mir nicht
gestattet auf dem Gebiet der pharmakologischen Therapie zu arbeiten ,
dies gehört in das Aufgabengebiet ausgebildeter Mediziner. Insofern ist es
ausgeschlossen dass ich Ihnen in diesem Rahmen Medikamente empfehlen kann und
bitte Sie daher sich an Ihren behandelnden Facharzt zu wenden.







Ich hoffe ich konnte Ihnen trotzdem etwas helfen und
wünsche Ihnen viel Kraft und alles Gute weiterhin



Mit freundlichen Grüßen





Die Ausführungen und Meinungen des Antwortgebers ersetzen weder eine
fachlich ausreichende psychologische Diagnostik oder Therapie, sondern
beinhalten nur punktuell Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze bei
unterschiedlichen Problemen sowie Konflikten.





Wenn
meine Ausführungen für Sie hilfreich waren, würde ich mich über eine positive
Bewertung sehr freuen.