So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an InternetCoach.
InternetCoach
InternetCoach, Psychologin
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1450
Erfahrung:  Familientherapeutin, Drogenberatung, Erziehungsberatung
62882398
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Psychologie hier ein
InternetCoach ist jetzt online.

Ich habe morgen früh -durch meine Zahnärztin angeordnet- ein

Kundenfrage

Ich habe morgen früh -durch meine Zahnärztin angeordnet- ein "großes Blutbild" vor mir.....und weiß, dass das, wovor ich mich seit Jahren drücke, bevorsteht. Nämlich dass ich der Tatsache ins Auge sehen muss, meines jahre..jahrzehntelangen Abususses "überführt" zu werden. Ich habe große Angst, vorrangig davor, nicht mehr trinken zu dürfen, sekundär, sterben zu müssen.....auch wenn ich jetzt dramatisiere- trinke "nur" abends, aber täglich und definitiv zu viel-ich bin total fertig mit den Nerven und brauche einfach mal jemanden, der mir zuhört....
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

vielen Dank für Ihre Frage. Sie beschreiben eine schwierige Situation. Einerseits sind Sie sich der Tatsache bewusst, dass Ihr Trinken ein Problem ist, andererseits haben Sie genauso viel Angst davor, nicht mehr zu trinken wie davor weiter zu trinken. Ihre gemischten Gefuehle und Ihre Aengste sind absolut verstaendlich.

 

In der Regel geht es einem Arzt (oder Zahnarzt) nicht darum, einen Patienten zu ueberfuehren, sondern darum, einem Patienten zu helfen. Und manchmal ist diese Hilfe unangenehm. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Ihre Zahnaerztin Sie als "kriminell" ansehen wird. Ich hoffe und erwarte eher, dass sie mit Ihnen ueber das Thema Alkohol und Alternativen sprechen wird - und moeglicherweise ueber gesundheitliche Probleme, die sich daraus entwickelt haben koennten. Meine Hoffnung waere, dass Sie dann gemeinsam ueber Loesungen nachdenken, dass Sie also "mit im Bunde" ist und Sie nicht verurteilt.

 

Die meisten Menschen trinken, weil es Ihnen etwas bringt. Manchmal hilft es, unangenehme Gefuehle und Erinnerungen zu unterdruecken. Manchmal, um Einsamkeit oder Menschenscheu zu ueberbruecken. Die meisten Menschen trinken nicht taeglich weil es "ihnen Spass macht."

 

Es waere natuerlich ideal, wenn Sie einen Entzug mit anschliessender Therapie machen wuerden. Wenn Sie da Anlaufstellen brauchen, kann ich Ihnen da gerne weiterhelfen. Auch Selbsthilfegruppen sind oft ein guter Anfang, um etwas anders zu machen.


Darf ich fragen, was Sie sich vorstellen, dass es passieren koennte, wenn Sie nicht mehr trinken "duerften"? Was ist da Ihre groesste Angst? Oft hilft es, diese Angst zu konfrontieren und zu erleben, dass das allerschlimmste gar nicht so furchtbar sein wuerde, wie man es sich ausmalt.

 

Ich kann im Rahmen dieses Forums gerne "zuhoeren", denke aber, dass Sie langfristig wahrscheinlich eine andere Bezugsperson brauchen. Koennten Sie sich vorstellen, z.B. bei der Telefonseelsorge anzurufen und dort mit jemandem zu sprechen

0800/111 0 111 oder 0800/111 0 222)? Oder bei der naechsten Suchtberatungsstelle?

 



Ich hoffe, dass meine Antwort Ihren Vorstellungen entspricht und Ihnen weiterhilft. Ansonsten beantworte natürlich auch gerne weitere Anschlussfragen bis Sie mit der Antwort zufrieden sind. Ich wünsche Ihnen viel Mut und Erfolg bei den nächsten Schritten.

Mit freundlichem Gruß,

Annegret Noble

Meine Ausführungen und Meinungen ersetzen keine psychologische Diagnostik oder Therapie. Sie beinhalten nur Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze. Vielen Dank.