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InternetCoach
InternetCoach, Psychologin
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1449
Erfahrung:  Familientherapeutin, Drogenberatung, Erziehungsberatung
62882398
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InternetCoach ist jetzt online.

Hallo!Was raten Sie mir?Meine Schwester wurde vor ca einem

Kundenfrage

Hallo!Was raten Sie mir?Meine Schwester wurde vor ca einem Jahr für 4 Wochen in eine psychiatrische Abteilung zwangseingewiesen wegen akuter Psychose. Mittlerweile geht es auf und ab. Gerade im Moment wieder schlecht, ich würde sagen, mit Verfolgungswahn. Sie besucht ab und zu eine Psychologin in Ellingen, Dr. Wirsching, wehrt sich aber absolut, Medikamente zu nehmen. Sie kann Menschen gegenüber recht aggressiv werden. Meine Mutter, bei der sie immerwieder wohnt, leidet sehr darunter. Was tun? Ich möchte nicht, dass sie wieder in diese Klinik zwangseingewiesen wird. Vielen Dank! Mit freundlichen Grüssen!
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

vielen Dank für Ihre Frage. Sie beschreiben eine sehr schwierige Situation. Sie moechten Ihrer Schwester gerne helfen, machen sich aber gleichzeitig Sorgen um Ihre Mutter.

Ich kann gut verstehen, dass Sie eine Zwangseinweisung fuer Ihre Schwester vermeiden moechten. Diese sollte tatsaechlich eine absolute Notloesung sein, wenn alles andere nicht geholfen hat. Allerdings waere es wahrscheinlich wichtig, dass Sie diese Notloesung nicht ganz ausschliessen, denn wenn Ihre Schwester jede andere Hilfe verweigern sollte, dann koennte das zu sehr unschoenen Konsequenzen fuehren.


Leider helfen alle Therapien bei Psychosen nur sehr bedingt. Da es sich v.a. um eine Krankheit des Gehirns handelt, sind Medikamente die einzige bekannte wirklich hilfreiche Methode, um eine Psychose zu behandeln. Wenn Ihre Schwester sich weigert, ihre Medikamente zu nehmen, besteht die Gefahr, dass die Psychose schlimmer wird und dann passiert leider oft etwas nicht ungefaehrliches. Man koennte eine Psychose z.B. mit anderen chronischen Krankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck, oder einem Herzfehler vergleichen. Wenn man da nicht die entsprechenden Medikamente nimmt, dann "knallt" es irgendwann und man landet im Krankenhaus ("Zwangseinweisung"). Die Gefahr bei Ihrer Schwester ist, dass sie Ihre Mutter oder einen anderen Menschen ernsthaft verletzt und dann von einem Gericht in eine forensische Psychiatrie eingewiesen werden koennte (sozusagen das Gefaengnis fuer psychisch Kranke) und dort bleibt man in der Regel sehr lange - gegen den eigenen Willen - und man wird gezwungen, Medikamente zu nehmen. Es waere schoen, wenn wir Ihrer Schwester das ersparen koennten.


Die beste Loesung waere, wenn Ihre Schwester sich freiwillig in eine Klinik einweisen liesse und bereit waere, Medikamente zu nehmen, denn sonst ist es unwahrscheinlich, dass es ihr langfristig besser gehen kann und sie die Psychose in den Griff bekommt.


Manchmal hilft es, wenn sich alle Menschen, denen Ihre Schwester wichtig ist, zusammentun, um ihr zu sagen, dass sie sich Sorgen machen und dass sie sie nur noch unterstuetzen werden, wenn sie bereit ist, Hilfe anzunehmen - und dass sie alle gerne "Hilfe zur Selbsthilfe" anbieten, also mit ihr zum Arzt oder zur Klinik gehen, Fragen wegen der Medikamente stellen, nach einer Wohngruppe suchen usw.


Ich mache mir ernsthafte Sorgen um Ihre Mutter, denn diese ist wahrscheinlich nicht mehr die juengste und koennte ernsthaft verletzt werden, falls Ihre Schwester sie schubst oder sie faellt (z.B. beim Zurueckweichen, wenn Ihre Schwester aggressiv ist). Diese Dinge passieren leider immer wieder (auch wenn Ihre Schwester das natuerlich nicht absichtlich tut).


Es ist leider fast unmoeglich, jemandem mit Verfolgungswahn zu helfen, da alle Hilfe (v.a. Bitten darum, sich helfen zu lassen oder Medikamente zu nehmen) als Teil des "boesen Plans" gesehen wird. So sehr ich Ihnen auch eine Alternative anbieten moechte, wenn Ihre Schwester nicht bereit ist, Medikamente zu nehmen oder freiwillig in eine Klinik zu gehen, dann scheint eine Zwangseinweisung leider die beste Loesung. Es waere aber moeglich, dass Sie nach einer anderen Klinik suchen und zusammen mit dem Hausarzt daran arbeiten, dass Ihre Schwester in eine Klinik eingewiesen wird, wo sie die bestmoegliche Hilfe bekommt.


Hier ist ein Artikel, der vielleicht hilfreich ist:

http://www.tagesspiegel.de/zeitung/grosser-klinikvergleich-von-tagesspiegel-und-gesundheitsstadt-berlin-5-folge-schizophrenie-wahn-und-wirklichkeit/1275068.html



Auf dieser Seite koennen Sie Erfahrungsberichte von Patienten lesen fuer die einzelnen Kliniken, damit Sie die Klinik aussuchen koennen, die Ihrer Schwester hoffentlich am besten helfen kann:

http://www.klinikbewertungen.de/



Ich weiss, dass Sie sich eine etwas andere Antwort erhofft hatten, aber Sie haben Ihre Frage ja auf dieser Seite gestellt, um eine professionelle Antwort zu bekommen, und die Realitaet ist leider, dass Medikamente unerlaesslich sind (genauso wie bei den oben erwaehnten anderen chronischen Krankheiten) und dass die Gefahr gross ist, dass jemand (inklusive Ihrer Schwester und Ihrer Mutter) verletzt wird, wenn Ihre Schwester keine Hilfe bekommt - auch wenn sie unter Umstaenden dazu "gezwungen" werden muss, diese Hilfe anzunehmen.

Ich hoffe, dass meine Ihnen trotzdem weiter hilft. Ansonsten beantworte natürlich auch gerne weitere Anschlussfragen bis Sie mit der Antwort zufrieden sind. Ich wünsche Ihnen viel Mut und Erfolg bei den nächsten Schritten.

Mit freundlichem Gruß,

Annegret Noble

Meine Ausführungen und Meinungen ersetzen keine psychologische Diagnostik oder Therapie. Sie beinhalten nur Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze. Vielen Dank.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Hallo Annegret, vielen Dank für die ausführliche Info. Mittlerweile ist sie wirklich in eine Klinik eingeliefert worden. Allerdings sieht sie nicht ein, dass es einen Grund dafür gab. Die Ärzte stellen sie nun auf Seroquel um, allerdings hat sie gelesen, dass es da Todesfälle gibt. Was halten sie von diesem Medikament? Wie können wir sie überzeugen, dass sie Medikamente auch weiterhin nimmt? Haben sie eine Empfehlung für Weiterbehandlung?


 


Herzlichen Dank!


 


Mit freundlichen Grüssen,

Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte/r Fragesteller/in,
einerseits bin ich froh, dass Ihre Schwester in die Klinik eingeliefert wurde, andererseits ist das natuerlich auch das, was Sie vermeiden wollten. Wenn Ihre Schwester bereit waere, ein anderes Medikament zu nehmen (als Seroquel), dann wuerde ich empfehlen, dass Sie mit den Aerzten ueber eine Alternative sprechen. Wenn sie alle Medikamente verweigert, dann waere es wichtig, dass Sie mit einem Sozialarbeiter oder Therapeuten in der Klinik sprechen bevor Ihre Schwester entlassen wird, um einen Notfallplan auszuarbeiten und auch darueber zu sprechen, wie Sie ihr helfen koennen und wann das Helfen dazu fuehrt, dass Ihre Schwester sich nie wirklich aendern muss. Wichtig waere es, da auch Ihre Mutter mit einzubeziehen. Sprechen Sie dabei bitte auch ueber die Moeglichkeit einer betreuten Wohngemeinschaft oder andere Moeglichkeiten des betreuten Wohnens, damit Ihre Mutter nicht wieder in gefaehrliche Situationen geraet. Therapie und Langzeitbetreuung sind meist die effektivsten Wege um jemandem mit einer Psychose zu helfen. Bestehen Sie bei der Klinik am besten darauf, dass Ihre Schwester nicht entlassen wird, bis es einen Plan gibt, mit dem alle leben koennen (und der nicht beinhaltet, dass Ihre Schwester bei Ihrer Mutter wohnt und "nur" eine ambulante Therapie macht, denn das wird wahrscheinlich nicht lange gut gehen).

Seroquel kann ein unschoenes Nebenwirkungsprofil haben, aber es ist oft sehr effektiv. Wie gesagt, letztendlich hilft ein Medikament nur, wenn man es nimmt.... und da waere ein betreutes Wohnen hilfreich.

Ich wuensche Ihnen von Herzen alles Gute und hoffe, dass Sie eine gute Loesung finden koennen. Wenn Ihnen die Antwort weiterhilft, bitte ich Sie, diese positiv zu bewerten. Wenn Sie weitere Fragen haben, beantworte ich diese natuerlich gerne.
Vielen Dank,
Annegret Noble

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