So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an diplompsychologe.
diplompsychologe
diplompsychologe, Dipl- Psychologe
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1254
Erfahrung:  Dipl.- Psychologe (Uni) & Verkehrspsychologe
57334328
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Psychologie hier ein
diplompsychologe ist jetzt online.

Was tun gegen extreme Panikattacke? Insbesondere mit Herzrasen,

Kundenfrage

Was tun gegen extreme Panikattacke? Insbesondere mit Herzrasen, vorallem bei alleinigen Unternehmungen oder bevorstehende Unternehmungen! =(
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  diplompsychologe hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre vertrauensvoll gestellte Frage.

Nun es gibt natürlich unterschiedliche Wege der Panik im Alltag zu begegnen und diese dann auch nach erfolgter Behandlung ganz aus dem Leben verschwinden zu lassen.

Ich würde Ihnen empfehlen auf Grund der von Ihnen geschilderten Symptome zuerst eine diagnostische Abklärung beim Hausarzt, um den Hintergrund einer körperlichen Erkrankung auszuschließen, zu veranlassen (da ein herzrasen nicht in unbedingten Zusammenhang mit einer Panikattacke stehen muss, jedoch oftmal dies jedoch der Fall ist). Desweiteren kann es sich bei den von Ihnen beschriebenen Symptomen um eine Angst und Panikstörung handeln. Man versteht darunter Krankheitsbilder die durch unterschiedliche Erscheinungsformen der Angst geprägt sind. Eine Unterscheidung erfolgt in Panikstörung, Phobien und generalisierte Angststörungen. Dabei gehen Angst- und Panikstörungen mit körperlichen als auch seelischen Symptomen einher. Angst ist eigentlich ein alltägliches Phänomen, sie hat eine wichtige Warnfunktion und erhöht die Aufmerksamkeit und Handlungsbereitschaft. Sie tritt jedoch nicht isoliert auf, sondern auch als Begleitsymptom verschiedener psychischen Krankheiten. Darum ist eine Abgrenzung zwischen der alltäglichen und der kranken Angst so wichtig.
Ursachen für das Entstehen von krankhaften Ängsten bzw. panikattacken können erlerntes Verhalten, biologische Faktoren und auch (tiefenpsychologisch erklärt) sich widerstrebende Regungen und Strebungen im inneren Gleichgewicht zu halten misslingt insbesondere beim Auftreten von überfordernden Situationen, z.B: Verlusterlebnissen und einem damit verbundenen Rückfall in kindliche Verarbeitungs und V erhaltensmuster.Angst und Panikstörungen verlaufen meist chronisch, die Beschwerden treten wellenförmig auf, d.h. auch beschwerdefreie Intervalle sind möglich. Mit zunehmendem Alter mildern sich die Symptome ab. Allerdings bestehen in vielen Fällen zusätzlich weitere psychische Störungen besonders Depression, Persönlichkeitsstörungen und Alkohol und Medikamentenabhängigkeit u.a.
Im Rahmen der von Ihnen beschriebenen Symptome würde ich Ihnen eine Konsultation eines Psychiaters z.B. in einer psychiatrischen Institutsambulanz Notfallambulanz an einer Uniklinik oder in einem Fachkrankenhaus für Psychiatrie empfehlen um eine genaue diagnostische Abklärung durchzuführen und auch eine entsprechende therapeutische Behandlung zu veranlassen. Eventuel kann Ihnen auch ein wirksames Medikament bei Bedarf helfen, dass umgehend in der Lage ist die Panikreaktionen zu vermindern (z.B. u.a. Tavor als Schmelztablette wird von vielen meiner Patienten hierfür bei Bedarf eingesetzt).
Die Therapie der Angst und Panikstörungen können vor allem durch drei Verfahren erfolgen, Verhaltenstherapie, Psychopharmaka und tiefenpsychologisch orientierte Psychotherapie. Bei der Verhaltenstherapie kann noch einmal unterschieden werden in Reizkonfrontation( wenn ein deutlicher Auslöser für die Angst identifiziert werden kann); Gruppentherapie z.b. bei einer Sozialphobie- bei Ihnen eventuell sehr hilfreich, denn hier lernt der Patient sich im Rollenspiel mit schwierigen Situationen auseinanderzusetzen, seine Gedanken und sein Selbstbild zu hinterfragen, Kontakte mit fremden Personen aufzunehmen und auch Gespräche zu führen, also Selbstsicherheitstraining); Kognitive Therapie vorwiegend bei generalisierter Angststörung ist eine konsequente Konfrontation mit den sorgenvollen Gedanken und das einüben eines angemessenen Denkens.
Auch Entspannungsverfahren wie autogenes Training oder Progressive Muskelrelaxation nach Jacobsen sind hilfreich. Vielleicht ist es auch möglich dass Sie sich sportlich betätigen, dies hilft den Stresshormonspeicher zu leeren bzw. die Ausschüttung dieses Hormons zu ermöglichen.
Sie können sich dazu auch an, und meist geht es da mit Terminen wesentlich schneller, an ein in der Nähe befindliches psychotherapeutisches Ausbildungsinstitut wenden (einfach in eine Suchmaschine eingeben) und diese Institute haben in der Regel immer eine Institutsambulanz oder Sie können auch an jeder größeren Universitätsklinik einen Termin in einer psychotherapeutischen/ psychiatrischen Ambulanz vereinbaren und dort vorstellig werden.
Als sehr hilfreich hat sich auch immer aus meiner praktischen Erfahrung heraus erwiesen, ggf. eine Selbsthilfegruppe für Panikattacken Betroffene zu besuchen, daran kann man auch anonym im Internet teilnehmen um so die Möglichkeit zu haben sich über die Erfahrungen mit anderen Personen auszutauschen, denn Sie sind nicht die einzigen Betroffene mit einer Panikattacke.
Wo sich eine solche Gruppe in Ihrer Nähe befindet, erfahren Sie z.B. über die Krankenkassen oder über sogenannte Selbsthilfekontaktstellen oder übers Interent z.B. unter www.selbsthilfenetz.de, www.panik-attacken.de, www.panikattacken-selbsthilfe.de u.a.
Ich hoffe ich konnte Ihnen in der Kürze der Ausführung etwas helfen und wünsche Ihnen viel Kraft und alles Gute auf Ihrem weiteren Weg

Mit freundlichen Grüßen


Die Ausführungen und Meinungen des Antwortgebers ersetzen weder eine fachlich ausreichende psychologische Diagnostik oder Therapie, sondern beinhalten nur punktuell Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze bei unterschiedlichen Problemen sowie Konflikten.

Ich möchte Sie bitten, so Ihnen die Antwort meinerseits, entsprechend Ihrer Vorstellungen zugesagt hat, nicht zu vergessen das fällige Honorar (durch Klick auf den Button "Akzeptieren") anzuweisen. Vielen Dank