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InternetCoach
InternetCoach, Psychologin
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1450
Erfahrung:  Familientherapeutin, Drogenberatung, Erziehungsberatung
62882398
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hallo, habe 2 Töchter, 6 und 3 J.alt. Die grosse bevorzugt

Kundenfrage

hallo, habe 2 Töchter, 6 und 3 J.alt. Die grosse bevorzugt seit über einem Jahr gegengeschlechtliche Kleidung zu tragen und wollte kurz Haarschnitt haben. Den habe ich ihr auch erlaubt. Man merkt, dass es sie glücklich macht.Sie spielt fast immer nur mit Jungs und alle ihre Kindergartenfreunde sind Jungs. Meine Familie drängt mich sie untersuchen zu lassen. Mein Mann möchte noch warten.Er denkt es sei noch zu früh. Sollte ich mich nach einem Fachpsychologen umsehen oder noch abwarten?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

vielen Dank für Ihre Frage. Sie beschreiben eine schwierige Situation. Sie wollen das beste fuer Ihre Tochter und wissen gerade nicht genau, was das ist. Es ist nicht ungewoehnlich fuer Kinder, "jemand anders" sein zu wollen - man verkleidet sich, man spielt "Prinzessin" oder Cowboy und Indianer. Man versucht herauszufinden, wie es sich anfuehlt, "jemand anders zu sein", das ist erst einmal nicht "pathologisch" oder krankhaft. Es gibt Geschichten, wo Kinder anscheinend in ganz jungen Jahren "wussten", dass sie "transgender" also im Koerper des falschen Geschlechts waren, aber diese Geschichten sind eher die Ausnahme.


Es ist sehr viel wahrscheinlich, dass Ihre Tochter beobachtet hat, dass das Leben als "Junge" einfacher und unkomplizierter ist, dass Jungens oft mehr duerfen und koennen und mehr Freiheiten haben. Auch die Freundschaften unter Jungen scheinen oft einfacher. Maedchen machen das oft alles sehr kompliziert und man ist heute mit einer befreundet, die einen morgen nicht mehr mag. Vielleicht moechte Ihre Tochter dieses "einfachere" Leben haben und denkt, dass man es als Junge besser hat. Auch das ist nicht ungewoehnlich.


Meine Empfehlung waere, dass Sie sich darauf konzentrieren, Ihre Tochter als MENSCHen zu foerdern, so unabhaengig vom Geschlecht wie moeglich. Foerdern Sie ihre Talente und Interessen, damit sie sich in ihrer Haut wohlfuehlen kann.


Sie koennten auch direkt ueber das Thema sprechen und Fragen stellen, was sie daran gut findet, kurze Haare zu haben und Hosen zu tragen. Ich vermute, dass die Antworten in die Richtung gehen, dass es einfacher ist und dass man mehr Spass haben kann. In Englisch gibt es fuer Maedchen, die vom Verhalten und von den Interessen her lieber Jungen waeren, ein Wort: "tomboy". Das bedeutet nicht, dass diese Maedchen ueber Geschlechtsumwandlungen nachdenken, es kommt nur ihrer Lebensart naeher, "ein Junge zu sein" und wie ein Junge zu spielen. Oft haben diese Maedchen mehr Energie und sind nicht zufrieden, dazusitzen und zu reden, sie wollen "etwas tun."


Wenn Ihre Tochter in ein paar Jahren darueber redet, dass sie im "falschen Koerper" geboren wurde und sich in der Pubertaet nicht mit den koerperlichen Veraenderungen zur Frau anfreunden kann, dann ist psychologische Hilfe auf jeden Fall angesagt. Bis dahin wuerde ich das eher als eine Eigenart Ihrer Tochter ansehen, nicht so sehr als psychologisches Problem.



Ich hoffe, dass Ihnen meine Antwort in ihrer Kürze geholfen hat und beantworte natürlich auch gerne eine Anschlussfrage. Ich wünsche Ihnen viel Mut und Erfolg bei den nächsten Schritten.

Mit freundlichem Gruß,

Annegret Noble

Meine Ausführungen und Meinungen ersetzen keine psychologische Diagnostik oder Therapie. Sie beinhalten nur Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze.

Wenn meine Antwort Ihren Vorstellungen entspricht, bitte ich Sie, nicht zu vergessen das Honorar (durch Anklicken von "Akzeptieren") anzuweisen. Vielen Dank.

InternetCoach und weitere Experten für Psychologie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
wie sollte ich vorgehen, wenn sie in der Schule nicht akzeptiert wird? ich möchte ungerne, dass sie ein Mobbingopfer wird, nur weil sie momentan diese Phase durchlebt.
Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin und Mutter,
solange in der Schule noch nichts passiert ist, ist es manchmal sinnvoll, die Sache einfach in Ruhe zu lassen. Je mehr man etwas zu einem Problem macht, indem man "Aufsehen" erregt, desto mehr wird es zu einem Problem. Praeventiv wuerde ich also empfehlen, dass Sie mit Ihrer Tochter sprechen, ihr erklaeren, was mobbing ist und dass sie sofort etwas sagen soll, wenn sie mobbing in der Schule erlebt (gegenueber sich selbst oder anderen Kindern) - das ist etwas anderes als "petzen".

Wenn Sie den Eindruck haben, dass sie schon gemobbt wird, dann ist es wichtig, dass die Schule etwas gegen Mobbing allgemein tut, nicht auf Ihre Tochter bezogen (damit zieht sie wieder ganz viel ungewollte Aufmerksamkeit auf sich). Reden Sie dazu mit den Lehrern und der Schulleitung. Es gibt mittlerweile relativ erfolgreiche Currikula, die sich mit mobbing beschaeftigen, aber die funktionieren nur, wenn man sich nicht auf ein Kind konzentriert sondern auf die ganze Schule.In vielen Schulen werden zunehmend soziale Kompetenz-Trainings und Trainings zur Persönlichkeitsentwicklung, Kommunikationstrainings und Konfliktbewältigungstrainings durchgeführt. Der Schwerpunkt ist das angemessene Verhalten in der Gruppe. Darin enthalten sind meist auch Präventiv-Maßnahmen gegen Mobbing.

Mittlerweilen bieten zahlreiche Schulen auch Anti-Aggressionstrainings an. Hier können Täter stärker mit ihren Opfern und dem Unrecht, dass sie ihnen zugefügt haben, konfrontiert werden. Dabei wird den Tätern einerseits die Lust an Gewalttaten genommen, andererseits ihr Mitgefühl für die Opfer geweckt werden soll. Gelernt werden soll auch die offene und faire Konfrontation und die konstruktive Art zu streiten. Andere Themen sind Toleranz, sich auf andere Menschen einzulassen, die vielleicht in das eigene Denkschema passen, Mut zur Veränderung, emotionale und soziale Intelligenz. Bitten Sie die Lehrer und die Schulleitung um entsprechende Programme, wenn Ihre Tochter Schwierigkeiten hat.

 

Ich hoffe, das ich Ihnen damit helfen konnte und wuensche Ihnen und Ihrer Familie alles gute.

Mit freundlichen Gruessen,

Annegret Noble

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ich bin mit Ihrer Antwort zufrieden, aber ein verstehe ich nicht, warum ist schon von meinem Konto 35 € abgebucht worden? und warum wurde ich nicht informiert, dass ich für die Anschlussfrage, die Sie mir angeboten haben, noch weitere 25€ bezahlen muss. Die erste Frage sollte nur 25 € kosten, ist das hier eine Abzoke?