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diplompsychologe
diplompsychologe, Dipl- Psychologe
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1254
Erfahrung:  Dipl.- Psychologe (Uni) & Verkehrspsychologe
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Wie kommt man aus einer Depression alleine heraus, wenn man

Kundenfrage

Wie kommt man aus einer Depression alleine heraus, wenn man von Niemandem Hilfe bekommt?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  diplompsychologe hat geantwortet vor 5 Jahren.


Sehr
geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für das entgegengebrachte Vertrauen und die
offene Fragestellung. Ich möchte mich bemühen Ihnen punktuelle eine
Hilfestellung zu geben.



Ich möchte Ihnen das Störungsbild einer Depression noch
einmal nahelegen. Eine Depression
kann man in zwei Phasen unterteilen,
d.h. gesunde Phasen wechseln sich mit depressiven Episoden ab, dabei können die
einzelnen Phasen zwischen einigen Wochen bis über ein Jahr anhalten. Sie
schreiben Sie nehmen schon Antidepressiva, dies ist gut und sollte Ihnen helfen,
jedoch ist es nicht ausreichend die Depression zu beseitigen, wenn nicht an den
Ursachen gearbeitet wird. Um also den Gesundheitszustand zu verbessern ist es auch weiterhin sehr
wichtig dass Sie begleitend eine Psychotherapie
erwägen entsprechend der diagnostizierten Störung. Ein Psychiater darf hilfreiche Medikament verschreiben so,
dass Sie schnellstmöglich aus diesem Tief wieder herauskommen, jedoch ist dies
natürlich kein Dauerzustand und die Behandlung mit Antidepressiva ist nur ein
Therapiepfeiler bei der Behandlung von Depressionen. (Zwei weitere sind
psychotherapeutische und sozialpsychiatrische Verfahren je nach den speziellen
Gegebenheiten der depressiven Störung).Sie können sich dazu auch an eine nahegelegene
psychotherapeutische/psychiatrische Fachklinik wenden (an Unikliniken) und um
eine Notaufnahme(Behandlung)bitten, um dort viel schneller als bei den
niedergelassenen Kolleginnen oder Kollegen einen Termin zu bekommen. Auch
psychotherapeutische Ausbildungsinstitute vergeben Termine zur Diagnostik. Zur
Ermittlung des Schweregrades einer Depression werden z.B: auch spezielle Tests
wie z.B. der BDI (Becks Depression Inventory) oder der HAMD(Hamilton-
Depression- Scale) herangezogen. Eine
weitere therapeutische Maßnahme zur Behandlung der Depression ist eine
Schlafentzugstherapie, Lichttherapie auch Ergotherapie wird bspw. bei stationären Patienten in der Klinik
eingesetzt um neue Ressourcen kennenzulernen und positiv zu nutzen. Auch die Ausarbeitung einer Tagesstrukturierung
durch sinnvolle, aktivierende und nicht überfordernde Aktivitäten wirkt sich
positiv aus.
Eine genaue
Vorhersage wann bei Ihnen der
Gesundheitszustand wieder erreicht ist, kann ich Ihnen leider nicht geben. Entscheidend ist auch immer der diagnostizierte Schweregrad der
Depression, die Bedingungen im sozialen Umfeld des Erkrankten (z.B. sind auch
häufig belastende Lebensereignisse Auslöser der Depression); Chronobiologische
Faktoren ( hier z.B: Störungen im
biologischen Rhythmus das Auftreten der Depression zu bestimmten Jahreszeiten (
Herbst/Winterdepression) oder durch
Schichtarbeit bedingt weil gestörter Schlaf/WachRhytmus); körperliche
Erkrankungen oder Medikament können
ebenfalls Auslöser sein . Ich kann Ihnen nur empfehlen, wenn noch nicht
erfolgt, eine ambulante psychotherapeutische Unterstützung in Anspruch zu nehmen und wenn es gar nicht geht, eventuell auch eine
erneute stationäre Behandlung in
Erwägung zu ziehen.





Auch eine SCHEMA Therapie kann sehr hilfreich sein. Sie können unter
folgender Internetseite weitere Infos dazu finden



http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/0,1518,770878,00.html



http://www.schematherapie.de/content/view/28/44/







und ich würde Ihnen auch empfehlen,
falls noch nicht geschehen sich einer Selbsthilfegruppe für Depression
anzuschließen um dort im Gespräch mit anderen Betroffenen auch Kraft zu schöpfen.



http://www.depressionen-depression.net/pages/selbsthilfegruppen.htm



Sie können sich an einen
ambulant niedergelassenen Kollegen (Psychologin oder Psychologen) mit einer
Zusatzqualifikation für tiefenpsychologisch/ psychoanalytische Therapie oder
psychosomatische Medizin in Ihrer Nähe wenden und einen Termin ausmachen. Die
Kosten dafür werden im Regelfall von der Krankenkasse übernommen. Über die
Krankenkasse erfahren Sie auch ohne Probleme welche Kollegen für eine
Diagnostik (Abklärung um welche Form es sich genau handelt im Rahmen der
Störung und Symptomatik) psychotherapeutische Behandlung in Ihrem Wohnumfeld
hierfür in Frage kommen. Sie können sich dazu auch an, und meist geht es da mit
Terminen wesentlich schneller, an ein in der Nähe befindliches
psychotherapeutisches Ausbildungsinstitut wenden (einfach in eine Suchmaschine
eingeben) und diese Institute haben in der Regel immer eine Institutsambulanz
oder Sie können auch an jeder größeren Universitätsklinik einen Termin in einer
psychotherapeutischen/ psychiatrischen Ambulanz vereinbaren und dort vorstellig
werden.





Ich hoffe Sie haben Verständnis dafür und ich wünsche
Ihnen alles Gute auf Ihrem weiteren Weg









Ich hoffe ich konnte Ihnen in der Kürze der Ausführung
etwas helfen und wünsche Ihnen viel Kraft und alles Gute auf Ihrem weiteren Weg





Mit freundlichen Grüßen



Die Ausführungen und Meinungen des
Antwortgebers ersetzen weder eine fachlich ausreichende psychologische
Diagnostik oder Therapie, sondern beinhalten nur punktuell Hilfestellungen,
Vorschläge und Lösungsansätze bei unterschiedlichen Problemen sowie Konflikten.





Ich möchte Sie bitten, so Ihnen die
Antwort meinerseits, entsprechend Ihrer Vorstellungen zugesagt hat, nicht zu
vergessen das fällige Honorar (durch Klick auf den Button
"Akzeptieren") anzuweisen. Vielen Dank