So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an InternetCoach.
InternetCoach
InternetCoach, Psychologin
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1450
Erfahrung:  Familientherapeutin, Drogenberatung, Erziehungsberatung
62882398
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Psychologie hier ein
InternetCoach ist jetzt online.

ich bin seit zwei Jahren mit einem verheirateten Mann zusammen,

Kundenfrage

ich bin seit zwei Jahren mit einem verheirateten Mann zusammen, sieben Jahre waren wir vorher Mailfreunde, die sich alles erzählt haben, daher weiss ich auch dass sie nur wie Bruder und Schwester nebeneinander her leben.
Aber zuhause hat sie das Sagen und er springt wie sie will, obwohl er mich über alles liebt.
Die beiden haben keine Kinder, sie ist auch berufstätig.
Unsere Liebe wird immer intensiver, wir sehen uns so oft es geht, manchmal nur für eine kurze Stunde, Sex nur, wenn wir viel Zeit haben.
Er hat einfach nicht den Mut es ihr zu sagen, ihr, seinen Eltern, den Nachbarn, Kollegen usw...
Was kann ich tun?
Manchmal möchte ich am liebsten mit ihr reden, damit sie Bescheid weiss und wir eine Lösung finden können, aber das wäre doch sein Part!
Ich leide unglaublich unter der Situation!
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

vielen Dank für Ihre Frage. Sie beschreiben eine frustrierende Situation. Ich kann gut nachvollziehen, dass Sie unter dieser Situation leiden. Leider gibt es keine einfache Antwort - wie Sie ja schon erlebt haben und auch sagen: "Es geht nicht mit und nicht ohne einander." Das zeigt ja sehr deutlich das Dilemma, in dem Sie sich befinden. Sie haben schon viele Dinge ausprobiert, leider ohne Erfolg. Es ist unwahrscheinlich, dass ich Ihnen eine komplett neue Loesung vorschlagen kann.


Haben Sie mit ihm darueber gesprochen, dass Sie einfach seiner Frau alles erzaehlen wuerden? Wie hat er darauf reagiert? Was denken Sie wuerde passieren, wenn Sie das einfach tun wuerden?


Anscheinend haelt ihn ja eine "Angst" zurueck davon, zu Ihnen zu stehen. Was genau ist diese Angst? Manchmal hilft es, wenn man sich ganz bewusst fuer das Risiko entscheidet und nicht auf die "Angst hoert." Koennten Sie einen Plan entwickeln, dieses Risiko gemeinsam einzugehen?


Wenn Sie nicht denken, dass sich wirklich etwas aendert, dann ist manchmal "eine Ende mit Schrecken" besser als "ein Schrecken ohne Ende" um ein gutes deutsches Sprichwort zu zitieren. Der Trauerprozess waere natuerlich sehr schwierig und auch nicht schnell, aber danach waeren Sie hoffentlich in der Lage jemand anderen zu lieben und eine Beziehung zu fuehren, die etwas weniger stressig ist.

 

Vielleicht hilft es Ihnen, wenn Sie wissen, was da als Teil des Loslassens auf Sie zukommen wuerde, denn der Trauerprozess laeuft oft aehnlich ab.

 

1. Phase: bezeichnend ist hier der Schockzustand. Man will nicht wahrhaben, dass der Verlust tatsaechlich stattgefunden hat. Der Verlust wird nicht als Realität akzeptiert. Die typischen Symptome dieser Phase (die in der Regel von einigen Stunden bis zu 4 Wochen dauert): Betäubung, Empfindungslosigkeit, Starre, Unglauben, Unwirklichkeit, stilles Weinen, lautes Schluchzen, Depersonalisierung (“nicht wie man selbst fuehlen” oder “neben sich stehen”).

2. Phase: das Aufbrechen der Gefühle, wobei der Schmerz des Verlustes in all seiner Tiefer erfahren wird. Man erlebt oft ein Gefuehlschaos von Trauer, Angst, Wut, Schuld, unbegruendeter Heiterkeit und Hilflosigkeit. Koerperliche Symptome sind oft Ruhelosigkeit, Appetitverlust und Schlafstörungen. Am hilfreichsten ist es, sich die Erlaubnis zu geben, all diese Gefühle zuzulassen, und zu wissen, dass das emotionale Chaos “normal” ist. Problematisch wäre hier eher eine andauernde Gefühlslosigkeit und Unterdrückung der Gefühle durch Verleugnung, Überaktivität, Missbrauch von suchtfoerdernden Substanzen oder Gleichgueltigkeit. Das Beduerfnis, diese Gefuehle abzuschalten waere in dieser Phase sehr gross und damit wahrscheinlich der Wunsch, wieder zu ihm zurueckzukehren, auch wenn Sie sich dafuer entscheiden wuerden, sich zu trennen.

3. Phase : Akzeptieren einer Umwelt, in der die Person fehlt - und gleichzeitig glauben, dass das Leben ohne diese Person trotzdem gut und schoen sein kann. Man faengt an die Person loszulassen und das Ausmass des Verlustes anzuerkennen ohne in tiefe Depressionen zu fallen. Man faengt an, neue Ziele zu haben und sich eine Zukunft ohne die Person vorzustellen. Problematisch wird es in dieser Phase, wenn es zu Suchtverhalten kommt, einem Rückzug aus der Welt, der Verweigerung des Abschieds, und dem Beharren in der eigenen Hilflosigkeit.

4. Phase: Man faengt wieder an aktiv zu leben. Man empfindet wieder Freude und ist bereit, in neue Beziehungen zu investieren. Man akzeptiert den Verlust als Teil des Lebens und schaut mit neuem Selbstvertrauen und Hoffnung in die Zukunft. Problematisch wird diese Phase wenn neue Beziehungen, neues Selbstvertrauen und neue Lebensfreude als Untreue empfunden werden. Rueckfaelle in das Emotionschaos der zweiten Phase, v.a. an Jahrestagen sind durchaus normal, werden aber problematisch wenn ein Rueckfall zu Ängsten vor neuen Verlusten fuehrt oder zu einer allgemeinen Abwendung vom Leben, den Lebenden und der Liebe.

 

 

Wie gesagt, leider habe ich keine "magische Antwort", hoffe aber, dass ich Ihnen etwas weiterhelfen konnte.

 

 

Ich beantworte natürlich auch gerne eine Anschlussfrage und wünsche Ihnen viel Mut und Erfolg bei den nächsten Schritten.

Mit freundlichem Gruß,

Annegret Noble

Meine Ausführungen und Meinungen ersetzen keine psychologische Diagnostik oder Therapie. Sie beinhalten nur Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze.

Wenn meine Antwort Ihren Vorstellungen entspricht, bitte ich Sie, nicht zu vergessen das Honorar (durch Anklicken von "Akzeptieren") anzuweisen. Vielen Dank.

InternetCoach und weitere Experten für Psychologie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

 

Ja, ic hhabe ihm schon gesagt dass ich auch mit seiner Frau reden würde, wenn er es nicht kann, -auch ein Gespräch zu dritt fände ich gut, oder einen Termin bei seiner Therapeutin mit seiner Frau.

Er sagte, wenn ich mit seiner Frau rede, ist es mit uns vorbei...

 

Ich verstehe nicht, dass er sich so davor scheut.

Allerdings hat er ein Problem damit, seine Bedürfnisse durchzusetzen, das hat er bei seiner Mutter und seiner Frau. Damit Ruhe ist und alle zufrieden (ausser ihm selber), gibt er lieber nach.

 

Ich habe versucht ihm seine Angst vor dem Risiko zu nehmen, denn ich liebe ihn wirklich sehr.

Wegen ihm habe ich mich von meinem Mann und meinen Kindern (erwachsen) getrennt, lebe nun allein, auch um ihm zu zeigen was er mir bedeutet.

Ich wollte die erste Zeit allein leben, ihn nicht unter Druck setzen, aber das geht jetzt schon ein Jahr so und ich möchte eine Entscheidung von ihm.

 

Er hat schon einen Selbstmordversuch gemacht, weil er nicht weiss was er tun soll, geht seitdem zur Therapie, nimmt Antidepressiva und trinkt heimlich, was seine Therapeutin nicht weiss.

 

Ich verzweifle langsam, -aber wir lieben uns so sehr, alles passt perfekt!

Die Intelligenz, der Humor, der Lebensstil, Zärtlichkeit und und, es könnte nicht schöner sein.

 

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

 

Ja, ich habe ihm schon gesagt dass ich auch mit seiner Frau reden würde, wenn er es nicht kann, -auch ein Gespräch zu dritt fände ich gut, oder einen Termin bei seiner Therapeutin mit seiner Frau.

Er sagte, wenn ich mit seiner Frau rede, ist es mit uns vorbei...

 

Ich verstehe nicht, dass er sich so davor scheut.

Allerdings hat er ein Problem damit, seine Bedürfnisse durchzusetzen, das hat er bei seiner Mutter und seiner Frau. Damit Ruhe ist und alle zufrieden (ausser ihm selber), gibt er lieber nach.

 

Ich habe versucht ihm seine Angst vor dem Risiko zu nehmen, denn ich liebe ihn wirklich sehr.

Wegen ihm habe ich mich von meinem Mann und meinen Kindern (erwachsen) getrennt, lebe nun allein, auch um ihm zu zeigen was er mir bedeutet.

Ich wollte die erste Zeit allein leben, ihn nicht unter Druck setzen, aber das geht jetzt schon ein Jahr so und ich möchte eine Entscheidung von ihm.

 

Er hat schon einen Selbstmordversuch gemacht, weil er nicht weiss was er tun soll, geht seitdem zur Therapie, nimmt Antidepressiva und trinkt heimlich, was seine Therapeutin nicht weiss.

Ich habe ihm geraten eine Kur zu machen, damit er vom Alkohol und von seinen 2 Frauen einmal ein ePause bekommt, -er will nicht und ich denke, weil er weiss dass dann eine Entscheidung fällt.

 

Ich verzweifle langsam, -aber wir lieben uns so sehr, alles passt perfekt!

Die Intelligenz, der Humor, der Lebensstil, Zärtlichkeit und und, es könnte nicht schöner sein.

 

Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,
ich wuerde Ihnen so gerne sagen, dass die Liebe "gewinnen" wird, aber leider stimmt das nicht immer und ich moechte Sie auch nicht "anluegen." Sie stellen ja hier eine Frage, um eine ehrliche Antwort zu bekommen. Die weitere Information, die Sie mir hier gegeben haben, scheint eher darauf hinzudeuten, dass es sehr, sehr unwahrscheinlich ist, dass er seine Frau verlassen und offen zu Ihnen stehen wird. Er war bereit, sein eigenes Leben aufzugeben bevor er seiner Frau sagt, was er moechte und wie er sich fuehlt. Das ist eine sehr starke Aussage.

Ich bin froh, dass er eine Therapie macht, aber auch das ist ja nicht ganz "ehrlich" wenn er heimlich trinkt, um seine Gefuehle zu unterdruecken, anstatt sie sich wirklich in der Therapie anzuschauen.

Es ist bewundernswert, wie sehr Sie bereit sind zu lieben und dass Sie bereit waren, soviel aufzugeben fuer die Liebe. Soweit ich das beurteilen kann - und das ist natuerlich nur basierend auf Ihren Aussagen - ist es sehr unwahrscheinlich, dass er bereit ist, ein aehnliches Risiko fuer die Liebe einzugehen.

Meine Vermutung ist, dass er versuchen wird, eine klare Entscheidung weiterhin aufzuschieben und Sie damit weiterhin in der gleichen Situation bleiben - es sei denn, Sie treffen eine klare Entscheidung und handeln entsprechend. Also z.B. Sie sprechen mit seiner Frau oder Sie trennen sich. Nur Sie koennen entscheiden, was fuer Sie zu diesem Zeitpunkt richtig ist.

Es tut mir leid, dass ich Ihnen da nicht mehr Hoffnung machen kann, aber in meiner Arbeit mit Menschen in aehnlichen Situationen, scheint das leider ein schmerzhafter, aber auch der langfristig hilfreichste Loesungsweg zu sein.

Mit freundlichem Gruß,

Annegret Noble

Meine Ausführungen und Meinungen ersetzen keine psychologische Diagnostik oder Therapie. Sie beinhalten nur Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze.

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

ja, genau das befürchte ich auch, dass er sich nicht trennen wird von ihr, er ist einfach zu schwach dafür.

 

Meine einzige Chance ist Schluß zu machen und es durchzuhalten, in der Hoffnung dass er merkt was er verliert, wenn er sich nicht aufrafft.

Mit seiner Frau zu reden wäre meine allerletzte Möglichkeit, aber ich finde, sie sollte unbedingt wissen was in ihrem Mann vorgeht, -vielleicht hätten die beiden dann eine Chance neu anzufangen.

 

Ich möchte ihn manchmal durchschütteln, damit der Groschen endlich fällt...

 

Trotzdem danke für Ihre schnelle, wenn auch traurige Hilfe...

Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,
auch mir tut es leid, dass ich Ihnen leider keine "schoenere" Antwort geben konnte. Wenn das Durchschuetteln helfen wuerde, wuerde ich das als neue Therapiemethode in mein Programm aufnehmen - der Gedanke kommt mir durchaus auch ab und zu.

Ich wuensche Ihnen viel Mut und Geduld bei den naechsten Schritten und von Herzen alles Gute.
Annegret Noble