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diplompsychologe
diplompsychologe, Dipl- Psychologe
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1254
Erfahrung:  Dipl.- Psychologe (Uni) & Verkehrspsychologe
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diplompsychologe ist jetzt online.

Meine Tochter hat von ihrem 15 Lebensjahr an unter Krampfanfällen

Kundenfrage

Meine Tochter hat von ihrem 15 Lebensjahr an unter Krampfanfällen gelitten. 2-3 mal die Woche. Die Krampfanfälle dauerten lange an und waren schwer zu durchbrechen. Mit 23 Jahren hat sie eine Tochter bekommen. Die Anfälle verschwanden und sie benötigte keine Medikamente mehr. Nun hat sie vor kurzem eine Abtreibung mit Komplikationen. Am Dienstag dieser Woche wurde sie ein zweites mal operiert. Noch in der Narkose stellte sich ein Krampf ein. Diese bis heute anhalten. Sie liegt nun im Krankenhaus in Neuss. Das Problem ist, dass meine Tochter nicht damit umgehen kann, dass es sich um psychogene Anfälle handelt. Vom dortigen Neurologen wurde mir die Einweisung in ihr Krankenhaus empfohlen. Leider reagiert meine Tochter mit Ablehnung. Meine Hoffnung wäre, ob vielleicht ein Gespräch mit einem Psychologen sinnvoll ist, der ihr verdeutlichen kann wie wichtig eine Behandlung ist.
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  diplompsychologe hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen dank für Ihre vertrauensvoll gestellte Frage.

Ihre Sorge aber auch ein Stück Verzweiflung wie Sie Ihrer Tochter adäqut helfen können kann ich verstehen und auch Ihre Ängste als Mutter sind für mich nachvollziehbar. Wesentlich ist jedoch bei aller Hilfe ihrerseits darauf zu achten, dass Sie nicht Co-abhängig vor lauter Sorge um Ihre Tochter werden und Ihr all die Verantwortung auch speziell im Bezug auf ihre Krankheit abnehmen. Die Hoffnung, auch weil gerade die Ursache scheinbar psychogener Natur ist und somit ein Psychologe helfen könnte ist berechtigt, jedoch nur wenn Ihre Tochter von selber den Mut und den Willen aufbringt sich helfen zu lassen. Sie können nur durch Ihr Mut machen Sie auf diesem Weg der Erkenntnis begleiten, sollten jedoch immer stets darauf verzichten Sie unter Druck zu setzen, nur Sie kann die Entscheidung für eine psychologische Hilfe selber treffen. Sicherlich wäre gleich eine Einweisung in ein Fachkrankenhaus für psychotherapeutische medizin ggf. Fachkrankenhaus für Psychiatrie zu viel des Guten und so können z.B. teilstationäre/ ambulante psychotherapeutische Hilfsmöglichkeiten auch durchaus ausreichend sein.
Sie können sich auch an einen ambulant niedergelassenen Kollegen (Psychologin oder Psychologen, ggf. Facharzt für psychotherapeutische Medizin) in Ihrer Nähe wenden und einen Termin ausmachen. Aus meiner Sicht eher im verhaltenstherapeutischen Therapiekontext eventuell der am Besten geeigneste. Die Kosten dafür werden im Regelfall von der Krankenkasse übernommen. Über die Krankenkasse erfahren Sie auch ohne Probleme welche Kollegen für eine psychotherapeutische Behandlung in Ihrem Umfeld hierfür in Frage kommen oder Sie versuchen z.B. über den Weblink http://www.therapeutenfinder.de/ einen Psychotherapeuten zu finden. Des Weiteren können Sie und meist geht es da mit Terminen wesentlich schneller, sich an ein in der Nähe befindliches psychotherapeutisches Ausbildungsinstitut für verhaltenstherapeutische Psychotherapie (einfach in eine Suchmaschine eingeben z.B. psychotherapeutische Ausbildung für Verhaltenstherapie + entsprechendem Ort in Ihrer Nähe z.B. München, Berlin) und diese Institute haben in der Regel immer eine Institutsambulanz oder Sie können auch an jeder größeren Universitätsklinik einen Termin in einer psychotherapeutischen/ psychiatrischen Ambulanz vereinbaren.
Besteht jedoch durch die schwere der Erkrankung berechtigter Anlass der Eigengefährdung (Ihre Tochter kann nicht mehr willentlich objektiv entscheiden ob eine Behandlung notwendig ist) kann auch eine "Zwangseinweisung" und somit unweigerlich eine Behandlung nach sich ziehen würde. Jedoch wäre dies wirklich nur die letzte Option aus meiner Sicht und immer mit sehr viel Druck, Kampf und vielen Tränen verbunden.

Es besteht für Sie auch die Möglichkeit sich einer Selbsthilfegruppe für Angehörige (Eltern) auch für z.B. "Krampfanfälle, Epelepsie usw." anzuschließen. Hierzu erfahren Sie mehr über Gruppen in Ihrer Nähe über sogenannte Selbsthilefkontaktstellen und Ihre Krankenkasse. Natürlich können Sie sich auch im Internet bestimmten hierzu bestehenden Foren im Internet besuchen u.a. www.selbsthilfenetz.de/,

www.epilepsie-selbsthilfe.de, http://www.epilepsie-online.de/, http://www.forum.epilepsie-netz.de/, www.epilepsie-beratung.de/selbsthilfe/gruppen.html

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit meinen Ausführungen weiter helfen und wünsche Ihnen für Ihren weiteren Weg alles Gute.

Mit freundlichem Gruß

 

Die Ausführungen und Meinungen des Antwortgebers ersetzen weder eine fachlich ausreichende psychologische Diagnostik oder Therapie, sondern beinhalten nur punktuell Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze bei unterschiedlichen Problemen sowie Konflikten.

 

Ich möchte Sie bitten, so Ihnen die Antwort meinerseits, entsprechend Ihrer Vorstellungen zugesagt hat, nicht zu vergessen das fällige Honorar(durch Klick auf den Button "Akzeptieren") anzuweisen. Vielen Dank

 

 

 

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