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diplompsychologe
diplompsychologe, Dipl- Psychologe
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1254
Erfahrung:  Dipl.- Psychologe (Uni) & Verkehrspsychologe
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diplompsychologe ist jetzt online.

kann man meinem lebenspartner helfen., er hat riesenproblem,

Kundenfrage

kann man meinem lebenspartner helfen., er hat riesenproblem, was ihn und unsere beziehung sehr strapaziert. ca. 1 pro woche bekommt es völlige aussetzer und das aber schon seit vielen jahren. sofern ein kleiner punkt in sein leben tritt, egal was es ist, z.b. er wird von seiner familie unter druck gesetzt oder bekommt vom amt eine größere rechnung, wandelt sein ganzes verhalten. nach ca. 3 tagen bereut er alles. jede woche trennt er sich von mir und zieht aus. er belügt mich dann extrem. dabei lieben wir uns sehr und haben nie beziehungsprobleme oder streitigkeiten. es belastet ihn sehr, denn er bekommt extreme kopfschmerzen, weiss nicht, warum er mir so weh tut und kann nichts ändern. nun suche wir dringend hilfe, denn ich leide stark dadrunter und er aber auch.gibt es ein medikament oder wie kann er seine anfälle verhindern und auch die lügen
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  diplompsychologe hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für das entgegengebrachte Vertrauen und die offene Fragestellung. Ich möchte mich bemühen Ihnen punktuell eine Hilfestellung zu geben.

Ich verstehe Ihr Problem und den damit verbundenen sich weiter zuspitzenden Spannungen in der Beziehung. Es wäre für Ihren Partner kurzfristig eine Lösung den Raum zu verlassen und sich durch sportliche Betätigung abzureagieren, jedoch beseitigt dies nicht die Ursachen der entstandenen Aggressivität bei Ihm.

Hier wäre doch eine tiefergreifende Analyse der Interaktionen innerhalb der Partnerschaft angebracht um zu erkennen warum die Alltäglichkeiten ihn dermaßen erschüttern das es zu einem Impulskontrollverlust kommt. Ich würde Ihnen daher eine Eheberatung, Paartherapie oder Paarberatung mit Kommunikationstraining empfehlen um mit professioneller Hilfe bessere Strategien zu lernen mit dem alltäglichen Gegebenheiten umzugehen und Diskussionen mit Affektinkontinenz ( Gefühle können nicht gesteuert und zurückgehalten werden)für die Zukunft zu unterbinden.

Weitere Infos zu einer Paartherapie/Coaching sind auch unter folgender Adresse zu finden

http://www.theratalk.de/index.html

Häufig ist es auf Grund der emotionalen Verarbeitung von Kränkungen, Verletzungen und Reaktionsweisen der Umwelt (gerade auf den Partner/ Partnerin) ganz unterschiedlich und geschieht bei Männern stets von spontan/ reaktiven Aggressionen begleitet, das heißt mit der Tendenz aggressives Verhalten verbal und körperlich auch auszuleben (diese zu fantasieren) und der Akzeptanz (trotz gesellschaftlicher Missachtung) von aggressiven Verhaltensmustern bei jedoch hoher Neigung seine Meinung (Standpunkte) durchzusetzen, auch in Verbindung mit aggressivem Handeln. Frauen hingegen neigen eher zu aggressiv gehemmten und selbstbezogenen aggressive Verhaltensmuster. Viele meiner Kollegen in Fachpublikationen beschreiben dies mit den Worten der verdeckten Aggression, wonach Männer eher zu offener Aggression neigen. Männer verarbeiten negative Gefühle meist bzw. häufig mit aggressiven Impulsen und haben oft nicht gelernt Probleme (diverse Gefühle) anders zu verarbeiten. Eine diagnostische Möglichkeit um hier auch noch einmal deutliche Tendenzen festzustellen (Klarheit zu bekommen), bietet ein Testverfahren FAF (Fragebogen zur Erfassung von Aggressivitätsfaktoren) und diese kann Ihr Mann z.B. in einer psychologischen Praxis bzw. an psychiatrisch/ psychologischen Ambulanzen durchführen lassen, da diese Verfahren zu den sogenannten Standardverfahren in Deutschland gehört.

Häufig können aggressive Impulse jedoch auch eine psychopathologischen (besser gesagt krankheitswertigen Hintergrund haben), nämlich dann, wenn es sich hier um ein Symptom einer psychischen Erkrankung handelt. Diese eventuellen Störungen reichen von einer dissozialen (antisozialen) Persönlichkeitsstörung bis hin zu eine kombinierten Persönlichkeitsstörung sowie einer depressiven Störung (hier vornehmlich bei gehemmter Aggression die nicht ausgelebt wird) und Störung der Impulskontrolle. Sie sehen Ihre Aggressionen können verschiedene Hintergründe haben und dies sind nur einige der in Frage kommenden Möglichkeiten, die auf Grundlage der Informationsdaten jedoch eher spekulativ zu sehen sind. In Ihrem Falle würde ich dies vor allem differenzialdiagnostisch (was ist als der wirkliche Hintergrund und ist dieser auch behandlungsbedürftig usw.) in einer psychiatrisch/ psychologischen Ambulanz bei Ihrem Mann abklären lassen. Denn wenn man weiß, warum und womit man es wirklich zu tun hat, kann man sein Verhalten (die Gedanken) auch korrigieren bzw. findet geeignete Hilfsmöglichkeiten.

Im Rahmen der Aggressionen, können auch hormonelle Ursachen eine Rolle spielen. Hier wäre eine eventuelle genaue diagnostische Abklärung in Betracht zu ziehen, die Bestimmung des Hormonstatus bei einem Endokrinologen sehr ratsam, denn oft denken auch gerade Berufskollegen nicht an diese Möglichkeit der Ursachenbeschreibung. Denn gerade Hormonunterfunktionen aber auch Hormonüberfunktionen haben einen direkten (wissenschaftlich nachgewiesenen) Nachweis auf unser psychisches Erleben und Verhalten.

Eine weitere Möglichkeit der Hilfe können Sie gemeinsam durch die Auseinandersetzung in speziellen Selbsthilfegruppen erfahren und damit auch die Erfahrung machen, dass es Ihnen wirklich nicht nur alleine so geht. Diese Gruppen sind häufig therapeutisch geleitet und bieten neben Einzelkonsultationen auch so in Ihrem Falle notwendig Antiaggressionskurs (Konfliktbewältigungskurse) an. Da ich nicht weiß, wo Sie genau her kommen, würde ich Ihnen folgende Internetadresse empfehlen und hier erfahren Sie bestimmt wo eventuell sich eine solche Gruppe in Ihrer Nähe befindet bzw. finden Ansprechpartner zur Kontaktaufnahme die Ihnen bei Ihrem Problem männerspezifisch weiter helfen können. Unter anderem sind dies verschieden Webseiten

http://www.ipsis.de/adressen/adressselbsthilfe.htm

http://www.shg-gesund-aggressiv.de.vu/

http://www.männerselbsthilfegruppe.de/,

http://www.gewaltberatung-hamburg.org/ usw.

Auf Grund der vielleicht unterschiedlichen Ursachen für das beschriebene Verhalten bzw. dem Umgang (hier ohne eine Wertung ob richtig oder falsch) wäre es vielleicht einmal zu überdenken, eine psychotherapeutische Behandlung in Betracht zu ziehen. Dies wäre insofern hilfreich, das die aktuellen Probleme in Ihrem individuellen Kontext verstanden werden (denn die Ursachen können sogar bis in die Kindheit zurückzuführen sein) bzw. besser mit Ihnen umgehen zu lernen. Es gibt hier zwei wesentlich von den Krankenkassen auch übernommene Therapieverfahren, die je nach konkret gestellter Behandlungsindikation (jedoch auch schon präventiv + vorbeugend eingesetzt werden können), nämlich die verhaltenstherapeutisch orientierte Psychotherapie sowie die tiefenpsychologisch/ analytisch orientierte Psychotherapie.

Sie können sich natürlich auch erst ein Mal an einen ambulant niedergelassenen Kollegen (Psychologin oder Psychologen) in Ihrer Nähe wenden und einen Termin mit Ihrem Mann ausmachen. Über die Krankenkasse erfahren Sie auch ohne Probleme welche Kollegen für eine psychotherapeutische Behandlung in Ihrem Umfeld hierfür in Frage kommen. Des Weiteren können Sie und meist geht es da mit Terminen wesentlich schneller, sich an ein in der Nähe befindliches psychotherapeutisches Ausbildungsinstitut wenden (einfach in eine Suchmaschine eingeben z.B. verhaltenstherapeutisches/ tiefenpsychologisch/analytisches Ausbildungsinstitut + größere Orte in der Nähe z.B. München, Berlin ect.) und diese Institute haben in der Regel immer eine Institutsambulanz oder Sie können auch an jeder größeren Universitätsklinik einen Termin in einer psychotherapeutischen/ psychiatrischen Ambulanz vereinbaren.

Natürlich besteht auch die Möglichkeit (so hier aber alle Personen dazu bereit sind) eine familientherapeutische Intervention ins Auge zu fassen. D.h. alles bisher ungesagte, was auch zum Teil zu den zweiseitigen Missverständnissen (Schuldfrage, dem warum, Weshalb usw.) geführt haben aufzuarbeiten und durch die Hilfe eines Psychologen (der hier auch die Vermittlungsrolle einnimmt und zum Teil eine Mediatorenausbildung hat). Eventuell machen Sie Ihrem Mann dieses Angebot und es können so die negativen Kommunikationsverhältnisse ansatzweise gelöst werden.

Ich hoffe, meine Ausführungen konnten Ihnen weiter helfen und Wünsche Ihnen für die Zukunft viel Kraft, Mut und alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen

Die Ausführungen und Meinungen des Antwortgebers ersetzen weder eine fachlich ausreichende psychologische Diagnostik oder Therapie, sondern beinhalten nur punktuell Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze bei unterschiedlichen Problemen sowie Konflikten.

Ich möchte Sie bitten, so Ihnen die Antwort meinerseits, entsprechend Ihrer Vorstellungen zugesagt hat, nicht zu vergessen das fällige Honorar (durch Klick auf den Button "Akzeptieren") anzuweisen. Vielen Dank

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

weitere Frage: Wärend dieser Anfälle ist sein Kopf zu und er kann nichts denken, hat aber Kopfschmerzen. Gestern bekam er 2 Tabletten zum ausprobieren von seiner Hausärztin. ich wurde sehr mude und rute sich einige Stunden aus. Danach war der Kopf frei und er verändert. Leider war heute früh wieder dasselbe.

Experte:  diplompsychologe hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrte Fragestellerin, vielen Dank für die weiterführenden Informationen, wie ich schon in meiner ersten Antwort schrieb, können auch Hormonstörungen oder körperliche Erkrankungen zu psychischen Störungen führen. Daher ist es immer der Hausarzt der erste Ansprechpartner um eine körperliche Erkrankung als Hintergrund der Störung auszuschließen. Ich würde Ihnen daher empfehlen auf Grund der Kopfschmerzen auch einen Neurologen aufzusuchen.

Ich hoffe ich konnte Ihnen etwas helfen und wünsche Ihnen viel Kraft und alles Gute auf Ihrem weiteren Weg

Mit freundlichen Grüßen

Die Ausführungen und Meinungen des Antwortgebers ersetzen weder eine fachlich ausreichende psychologische Diagnostik oder Therapie, sondern beinhalten nur punktuell Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze bei unterschiedlichen Problemen sowie Konflikten.

Ich möchte Sie bitten, so Ihnen die Antwort meinerseits, entsprechend Ihrer Vorstellungen zugesagt hat, nicht zu vergessen das fällige Honorar (durch Klick auf den Button "Akzeptieren") anzuweisen. Vielen Dank