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InternetCoach
InternetCoach, Psychologin
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1450
Erfahrung:  Familientherapeutin, Drogenberatung, Erziehungsberatung
62882398
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Hallo, eben habe ich zufällig diese Seite gefunden, so wende

Kundenfrage

Hallo, eben habe ich zufällig diese Seite gefunden, so wende ich mich jetzt vertrauensvoll an Sie, denn ich sterbe gerade fast vor Angst, auch, wenn diese wahrscheinlich völlig unbegründet ist. Bin gerade unterwegs, und da habe ich einen riesigen Fehler gemacht, denn ich konnte der Versuchung nicht widerstehen, in ein Bordell ( Saunaclub ) zu gehen. Noch ehe ich mich versah, da hatte die Dame meinen Penis ohne Kondom im Mund, und ich Idiot habe das zugelassen. In einer Woche sehe ich meine Freundin wieder, ich habe panische Angst, könnte mit HIV eingefangen haben. Auf allen medizinisch-seriösen Internetseiten kann man lesen, daß es für den Mann bei einer oralen Befriedigung absolut kein Risiko gibt, dennoch werde ich die Angst nicht los und bin gerade dabei, mich fast psychotisch hinein zu steigern ! Können Sie mich beruhigen ? Ich kann absolut unmöglich meiner Freundin davon erzählen, ich drehe fast durch und dazu schäme ich mich ohne Ende. Ich kann nicht begreifen, wie dumm ich war und habe entsetzliche Angst. Nie wieder werde ich derartiges "unternehmen" !!! Ich bitte um Hilfe und danke XXXXX XXXXX Ulli
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,
vielen Dank XXXXX XXXXX Frage. Da Sie auf den medizinischen Internetseiten bereits erfahren haben, dass es so gut wie unmoeglich ist, sich durch orale Befriedigung mit HIV zu infizieren, brauche ich das hier auch gar nicht mehr zu wiederholen, denn anscheinend hilft Ihnen dieses Wissen ja nicht wirklich, um Ihre Angst zu reduzieren. Die Antwort ist und bleibt: Es ist fast unmoeglich, sich durch orale BEfriedigung mit HIV zu infizieren, solange Sie keine offenen Wunden im Geschlechtsbereich haben. Und das wuessten Sie, denn die wuerden sehr viel Schmerz verursachen.

Die menschliche Antwort auf Angst ist "Kontrolle"- denn Angst bedeutet, dass wir einen "Kontrollverlust" empfinden. Egal, was wir tun, wir koennen die Situation nicht rueckgaengig machen oder kontrollieren. Das fuehrt zu Angst. Um dieser Angst ein Ende zu setzen, brauchen Sie einen Plan, der Ihnen das Gefuehl von Kontrolle gibt. Das koennte z.B. ein Plan sein wie: "Ich rufe morgen meinen Arzt an und mache einen Termin fuer einen HIV Test. Ich frage einen Facharzt nach seiner Meinung. Ich habe 6 Monate lang keinen Sexualverkehr. Ich rufe bei dem Bordell an und frage, wie die Damen getestet werden und ob ich die Tests einsehen kann." Letztendlich ist es weniger wichtig, wie Sie wieder Kontrolle erlangen, also was Ihr genauer Plan ist, als dass Sie einen haben und Sie sich aufgrund dieses Planes "in Kontrolle" fuehlen.

Um sich nicht mehr in die Angst hineinzusteigern, waere es wichtig, dass sich hinsetzen, tief durchatmen und ganz bewusst versuchen, Ihren Atem und Ihren Herzschlag zu beruhigen. Angst ist eine Wechselwirkung, wenn der Koerper ruhig und entspannt ist, dann beruhigt sich auch der Kopf. Auch eine Entspannungsuebung, wie z.B. die Entspannung nach Jacobsen kann da helfen (z.B. hier: http://www.progressivemuskelentspannung.com/ oder auf iTunes), damit Sie sich zumindest nicht weiter in die Angst hineinsteigern.

Wenn das alles nichts hilft, dann koennen homoeopathische "Notfalltropfen" helfen, dass man sich beruhigt. Wenn auch das nicht hilft, dann koennten Sie zur Notaufnahme gehen und sich dort ein Medikament gegen Panikattacken geben lassen. Das wird zumindest fuer heute helfen. Wenn Sie sonst nicht regelmaessig trinken und Alkohol kein Problem fuer Sie ist, kann vielleicht auch ein Bier kurzfristig als "Medizin" eingesetzt werden (bitte nicht mehr). Das ist etwas heikel, das hier zu empfehlen, aber er entspannt und wuerde Ihnen zumindest erst einmal helfen, dass Sie sich beruhigen.


Langfristig waere es wichtig, dass Sie sich fragen, warum Sie sich in diese Situation begeben haben und wie Sie das in Zukunft vermeiden koennen. Wenn Sie dazu im Anschluss weitere Fragen haben, beantworte ich die gerne.

Es ist auch wichtig, dass Sie einen Plan schmieden, was Sie Ihrer Freundin sagen und wie Sie mit der Scham umgehen, aber all das koennen Sie erst, wenn Sie weniger Angst haben. Denn wenn man Angst hat, dann zieht der Koerper viel Blut aus dem Gehirn ab und schickt es in die Gliedmassen, damit man entweder weglaufen oder sich verteidigen kann, denn Angst ist ja ein Signal dafuer, dass Gefahr droht. Wenn das Gehirn nur minimal Sauerstoff bekommt, dann denkt man eben nicht besonders klar und kann solche Entscheidungen auch nicht wirklich treffen.

Ich hoffe, dass ich Ihnen damit erst einmal kurzfristig geholfen habe.
Mit freundlichen Gruessen,
Annegret Noble

Meine Ausführungen und Meinungen ersetzen keine psychologische Diagnostik oder Therapie. Sie beinhalten nur Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze.

Wenn meine Antwort Ihren Vorstellungen entspricht, bitte ich Sie, nicht zu vergessen das Honorar (durch Anklicken von "Akzeptieren") anzuweisen. Vielen Dank.



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Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Ich danke XXXXX XXXXX ganzem Herzen, bin sehr beruhigt ! An meinem Gewissen werde ich noch einige Zeit Arbeiten müssen, aber nach dieser Erfahrung bin ich mir tausendprozentig sicher, niemals wieder so einen Mist zu bauen. In sofern hat diese Erfahrung schon ihren Wert. Ich weiß wirklich nicht, was mich da "geritten" hat, da werde ich noch sehr in mich gehen müssen. Entspannung hilft, ja, da bin ich relativ fit...., Feldenkrais, Autogenes Training, all das hilft mir oft im Alltag. Nach Ihrer Antwort und vor allem nach der nochmaligen medizinischen Bestätigung kann ich wieder durchatmen, und heute Abend gibts ein großes Bier...keine Sorge, da bin ich wirklich nicht gefährdet :-)

Nochmals allerherzlichsten Dank und alles Gute, Ulli

Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,
ich bin froh, dass Sie beruhigt sind und wuensche Ihnen viel Erfolg dabei, herauszufinden, was Sie da "geritten" hat. Auch Ihnen alles Gute und vielen Dank,
Annegret Noble

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