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diplompsychologe
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Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1254
Erfahrung:  Dipl.- Psychologe (Uni) & Verkehrspsychologe
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hallo ich suche ein guten psychologen in München, der spezialisiert

Kundenfrage

hallo ich suche ein guten psychologen in München, der spezialisiert auf trennungsschmerz, ich meine wenn der vater leidet seine kinder nicht zu sehen u damit nicht klar kommt . kann mir da jemand ein guten psychologen empfehlen? es würde sehr helfen o wo kan man sich wenden?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  diplompsychologe hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

vielen Dank für das entgegengebrachte Vertrauen und die offene Fragestellung. Ich möchte mich bemühen Ihnen punktuell eine Hilfestellung zu geben.

Wie bei vielen Männern und auch Frauen kann eine psychische Reaktion nach einer Trennung /Abweisung erfolgen, nämlich die Antwort mit depressiven Symptomen . Das heißt, die Psyche ist mit der Situation emotional überfordert und benötigt dann dringend aus meiner Sicht fachkompetente Hilfe, damit die Symptome (die auf eine Depression hindeuten können) sich nicht noch verschlimmern. Wichtig ist hier, dass er sich umgehend zur Diagnostik und differenzierten Abklärung der Symptomatik in eine ambulante psychiatrische bzw. psychotherapeutische Praxis begeben und sich dort auch mit den richtigen Medikamenten helfen lässt wenn er feststellt das es sich eher noch verschlimmert als das Besserung eintritt.

Er kann sich natürlich auch einer Trauerselbsthilfegruppe (denn Trennung oder Abweisung bedeutet Verlust und erfordert eine adäquate Trauerbewältigung) anschließen oder einer Selbsthilfegruppe speziell für Depressionen. Näheres erfahren Sie sicherlich auch über Ihre Krankenkasse oder eine Selbsthilfekontaktstelle in Ihrer Nähe. Auch über das Internet kann er sich speziellen Foren anschließen und sich mit Betroffenen die unter einer Depression leiden austauschen und Hilfe bekommen. Unter anderem ist es über folgende Portale im Internet möglich.

www.diskussionsforum-depression.de, www.selbsthilfeforum-fuer-aengste-und-depressionen.de, www.depression-diskussion.de

Weiterführend kann er auch über eine ambulante Psychotherapie nachdenken die im Regelfall auch von der Krankenkasse übernommen wird. Bei ganz starken Gefühlen die sogar eventuelle suizidale Gedanken beinhalten können, besteht auch die Möglichkeit sich an eine psychiatrisch/ psychotherapeutische Ambulanz an einer Universitätsklinik oder Fachklinik für Psychiatrie zu wenden und dort Hilfe zu bekommen.

Wichtig aus meiner Sicht ist in erster Linie eine Abklärung bei einem Kollegen vor Ort um erstens eine Depression ausschließen zu können und zweitens an einem Abschluss zu arbeiten. Das heißt, Beratung oder gar Therapie begleitet eher auf der Suche nach dem Verstehen der eigenen Gefühle. Versteht man diese Gefühle, so kann man viel besser mit sich Selbst und anderen Personen umgehen, da man sich Selbst besser verstehen, so wie man ist und auch welche Entscheidungen (ob zum Ende richtig oder falsch) man getroffen hat akzeptieren. dies ist jedoch der Idealfall, denn unsere Psyche reagiert bzw. funktioniert nicht immer nach dem Idealprinzip, d.h. oft vermischen sich hier Gedanken mit Gefühlen und man entfernt sich durch das emotional geprägte Denken von der Wirklichkeit. dies passiert z.B. wenn man idealisiert, projiziert, verleugnet, bagatellisiert, alles schön redet usw. ohne dabei zu begreifen, dass solche Gefühle eher dem Schutz, der Abwehr von u.a. auch wahren bzw. bedeutungsvollen Gefühlen (wie z.B. am Ende einer Beziehung stehen wie Trauer, Wut, Ärger, Verzweiflung, Sinnlosigkeit, Angst usw.) stehen. Denn die kann man und will das häufig bewusst ja auch nicht zu lassen (denn es lebt sich ja viel besser nur mit positiven Gefühlen), um das Gleichgewicht quasi auch zwischen positiven Gefühlen und negativen Gefühlen im Kontext der vergangenen Beziehung hatte widerherzustellen. das heißt, ein Ungleichgewicht bringt das ganz Denksystem und Gefühlserleben durcheinander, man meint falsch zu fühlen und auf der anderen Seite wieder richtig. Alles hat letztendlich damit zu tun, dass er eventuell die Trennung/Abweisung noch in keiner Weise verarbeitet hat, keine Trauer zugelassen hat und eigentlich unbewusst (oder bewusst) an das Fortbestehen bzw. Wiederaufleben der Familie glaubt. Ich würde Ihnen auf jeden Fall zu einem Gespräch bei einem Psychologen vor Ort raten. Desweiteren ist es natürlich wichtig zu klären welche Möglichkeiten bestehen seine Kinder wieder zu sehen. Hier muss entsprechend so es sich um eine Trennung handelt das Jugendamt angesprochen werden um zu einer Lösung zu kommen. Denn auch die Kinder haben ein Recht Ihren Vater zu sehen, falls diesem das verwehrt wird.

Er kann sich dazu auch, und meist geht es da mit Terminen wesentlich schneller, auch an ein in der Nähe befindliches psychotherapeutisches Ausbildungsinstitut wenden (einfach in eine Suchmaschine eingeben) und diese Institute haben in der Regel immer eine Institutsambulanz oder Sie können auch an jeder größeren Universitätsklinik einen Termin in einer psychotherapeutischen/ psychiatrischen Ambulanz vereinbaren und dort vorstellig werden.

Ich hoffe ich konnte Ihnen in der Kürze der Ausführung etwas helfen und wünsche Ihnen viel Kraft und alles Gute auf Ihrem weiteren Weg

Mit freundlichen Grüßen

Die Ausführungen und Meinungen des Antwortgebers ersetzen weder eine fachlich ausreichende psychologische Diagnostik oder Therapie, sondern beinhalten nur punktuell Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze bei unterschiedlichen Problemen sowie Konflikten.

Ich möchte Sie bitten, so Ihnen die Antwort meinerseits, entsprechend Ihrer Vorstellungen zugesagt hat, nicht zu vergessen das fällige Honorar (durch Klick auf den Button "Akzeptieren") anzuweisen. Vielen Dank