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Palatina
Palatina, Diplom Psychologin
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 36
Erfahrung:  Psychotherapie - Notfallpsychologie - Opferhilfe-Therapie - Mediation
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Palatina ist jetzt online.

guten Tag, mein Neffe (37 Jahre alt) ist derzeit in der Klinik

Kundenfrage

guten Tag, mein Neffe (37 Jahre alt) ist derzeit in der Klinik für Psychiatrie in Hirsau. Wir haben über viele Jahre mit ansehen müssen, wie sich sein Zustand immer weiter verschlechterte. Nun wollten wir mit seiner Betreuerin Frau X einen Termin vereinbaren, in dem wir (seine Eltern und evtl. ich) diese Jahre schildern wollten, damit sie einen Eindruck bekommen kann, wie es so weit kommen konnte. Sie lehnt dieses Gespräch ab, will nur zusammen mit dem Patienten mit uns reden. Das wäre sicher nicht so gut, da er es wahrscheinlich als Angriff auf sich sieht. Dazu muss gesagt sein, dass mein Neffe eigentlich nicht reden will. Bei seinem ersten Aufenthalt in einer psychosomatischen Klinik (ca. 6 Monate) und bei dem anschließenden, mehrmonatigem Besuch einer Tagesklinik, wollte er ebenfalls die Gruppentherapien nicht mitmachen. Er wollte Einzeltherapie, die nicht gewährt wurde. Kann es möglich sein, dass die Familie wieder nicht gefragt wird, wie es so weit kommen konnte? Was können oder müssen wir tun, damit wir helfen können? Für Ihre Hilfe wäre ich Ihnen sehr dankbar. mfg
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  diplompsychologe hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre vertrauensvoll gestellte Frage.

Natürlich ist es für einen experten im Rahmen der Beantwortung immer sehr schwer, da mir komplett das Hintergrundwissen im Bezug auf die Störung des Neffen fehlt, Ihnen folgerichtig die vielleicht notwendigen Hinweise zu geben. Jedoch möchte ich mein Bestes versuchen.

Im Rahmen des Betreuungverfahrens im Rahmen einer eventuellen Betreuung die angedacht ist, kann erst ein Mal jeder beantragen und daraufhin erfolgt stets eine psychiatrisch/psychologische Begutachtung und die Betreuungsbehörde veranlasst dann eine gerichtliche Verfügung im Sinne der Betreuung oder Nichtbetreuung. Oft sind diese Mitarbeiter überlastet und alle zusätzliche Arbeit wird eher abgewimmelt um zeit zu sparen, denn ein Gespräch mit dem Neffen gemeinsam ist nicht zwingend vorgeschrieben und in manchen (den meisten Fällen) auch nicht möglich. Deshalb sollten Sie z.B. den Antrag auf Betreuung, mit der Angabe von konkreten Gründen einem Rechtsanwalt übergeben, denn so nur kommt meist ein solches Betreuungsverfahren in Gange und weitere Schritte (z.B. Begutachtung, Exploration der Lebensumstände usw.) werden eingeleitet und das meistens von richterlicher Seite. Des Weiteren können Sie auf Hilfe vom Sozial-Psycvhiatrischen-Dienst des zuständigen Gesundheitsamtes hoffen und dort haben Sie ein recht auf Hilfe und man hört Sie an auch ohne Ihren Neffen.

Zum Teil kann Ihnen aber auch eine Selbsthilfegruppe für psychisch erkrankte Angehörige helfen z.B. für Depressionen ect. und Sie können sich dort mit Anderen austauschen und können auch da oft Hilfe bekommen, auf Grund der gemachten Erfahrungen anderer Betroffener. Wo sich eine geeignete Gruppe in Ihrer Nähe befindet, erfahren Sie über Ihre Krankenkasse oder eine Selbsthilfekontaktstelle (in jeder größeren Stadt) oder Sie informieren sich im Internet wo sich eine Gruppe befindet, nämlich unter www.selbsthilfenetz.de .

Ich hoffe, ich konnte Ihnen etwas helfen und wünsche Ihnen viel Kraft und alles Gute auf Ihrem weiteren Weg.

Mit freundlichem Gruß

 

Die Ausführungen und Meinungen des Antwortgebers ersetzen weder eine fachlich ausreichende psychologische Diagnostik oder Therapie, sondern beinhalten nur punktuell Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze bei unterschiedlichen Problemen sowie Konflikten.

 

Ich möchte Sie bitten, so Ihnen die Antwort meinerseits, entsprechend Ihrer Vorstellungen zugesagt hat, nicht zu vergessen das fällige Honorar (durch Klick auf den Button "Akzeptieren") anzuweisen. Vielen Dank

 

 

 

 

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Erneut posten: Andere.
Ich hatte geschrieben, dass mein Neffe bereits in der Klinik ist. Wir wollen seine betreuende Ärztin in einem Gespräch, ohne meinen Neffen, vom Werdegang dieser Krankheit in Kenntnis setzen. Wir wollen wissen, ob die verschiedenen Stationen bekannt sind, oder ob wir mit Informationen helfen können. Es geht hier nicht um eine amtliche Betreuung. Er hat sich selbst in diese Psychiatrische Klinik einweisen lassen, redet aber leider nicht über seine Probleme. Deshalb unser Wunsch, der betreuenden Ärztin die notwendigen Informationen zu geben. Sie lehnt dies ab, und will nur ein Gespräch zusammen mit meinem Neffen. Das wäre für unser Dafürhalten jedoch weder für meinen Neffen, noch für uns gut. Es geht hier lediglich darum Informationen zu geben und wir meinen, dass die Ärztin eigentlich darüber froh sein sollte. Kann sie dieses Anliegen tatsächlich abweisen? Wie können wir sie von der Notwendigkeit überzeugen?
Experte:  Palatina hat geantwortet vor 5 Jahren.
Liebe/r Ratsuchende/r,

es ist tatsächlich schwierig, etwas wirklich Brauchbares beizusteuern, wenn man nicht weiß, um was genau es geht. Ihenen scheint jedenfalls auf der Seele zu brennen, daß Si Informationen geben möchten, weil Sie sich versprechen, daß damit dem Neffen geholfen wird, nicht wahr?

Jetzt ist es so, wie Sie ja erfahren haben, daß ohne Zustimmung des Patienten kein arzt mit Angehörigen sprechen darf.
Aber wer hindert Sie daran, Ihr Anliegen schriftlich zu formulieren und zu schicken?
Sie als besorgte Angehörige dürfen den behandelnden Ärzten doch einen vertraulichen Brief schreiben; das verletzt nicht die Schweigepflicht, weil die Mitteilung ja einseitig von Ihnen zum Arzt geht und jener Ihnen keine Geheimnisse ausplaudert.

Nach wir vor dürfen Sie offenbar nicht damit rechnen, in die Behandlung einbezogen zu werden, das ist recht schwer auszuhalten. Angehörige haben oft Schuldgefühle, aber in einer Therapie soll es ja nicht um Schuldgehen. Lassen Sie also Ihrem Neffen den Raum, den er braucht, und lassen Sie sich dadurch nicht davon abhalten, Ihre Sorgen zu deponieren.

Ich wünsche Ihnen alles Gute!
Palatina, Diplom Psychologin
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 36
Erfahrung: Psychotherapie - Notfallpsychologie - Opferhilfe-Therapie - Mediation
Palatina und weitere Experten für Psychologie sind bereit, Ihnen zu helfen.