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diplompsychologe
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Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1254
Erfahrung:  Dipl.- Psychologe (Uni) & Verkehrspsychologe
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diplompsychologe ist jetzt online.

Mein Exfreund und ich haben uns vor zwei Monaten getrennt,

Kundenfrage

Mein Exfreund und ich haben uns vor zwei Monaten getrennt, mir geht es eigentlich sehr gut damit. Wir haben eine gemeinsame Tochter (2 Jahre) und das Interesse seinerseits ist naja bescheiden. Er behauptet zwar immer er liebt sie über alles kann es aber überhaupt nicht umsetzten, für sie da zusein. Wenn ich versuche mit ihm darüber zureden, wie wichtig es ist und was er dabei aufs Spiel setzt, macht er ganz zu.
Er sieht es auch nicht welche Fehler er macht.
Er hat zwar eine neue Freundin und ich weiß nicht welche Rolle sie dabei spielt.
Was soll ich tun, den ich kann sein Verhalten nicht nachvollziehen und ich finde auch keinen Zugang mehr zu Ihm
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  diplompsychologe hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für das entgegengebrachte Vertrauen und die offene Fragestellung. Ich möchte mich bemühen Ihnen punktuell eine Hilfestellung zu geben.

Ich verstehe dass Sie sich von Ihrem Freund wünschen, dass er sich mehr um die gemeinsame Tochter kümmert. Leider geht es Ihnen wie vielen Frauen, die nach der Trennung vom Partner auf sich gestellt sind und der Vater der Kinder sich aus der Verantwortung stiehlt. Zusätzlich wird einfach eine neue Familie gegründet und jeglicher Kontakt zur Vergangenheit abgebrochen und man beschränkt sich auf das monatliche Zahlen des Unterhalts. Meist ist dann die Mutter der Kinder sehr verletzt und kann diese Verhaltensweisen nicht nachvollziehen. Häufig ist der Grund zu suchen in der Unterschiedlichkeit der emotionalen Verarbeitung von Kränkungen, Verletzungen und Reaktionsweisen der Umwelt (gerade auf den Partner/ Partnerin). Dies geschieht bei Männern stets von spontan/ reaktiven Aggressionen begleitet, das heißt mit der Tendenz aggressives Verhalten verbal und körperlich auch auszuleben (diese zu fantasieren) und der Akzeptanz (trotz gesellschaftlicher Missachtung) von aggressiven Verhaltensmustern bei jedoch hoher Neigung seine Meinung (Standpunkte) durchzusetzen, auch in Verbindung mit aggressivem Handeln (dies erklärt vielleicht für Sie auch das Austicken gegenüber Ihrem besten Freund). Frauen hingegen neigen eher zu aggressiv gehemmten und selbstbezogenen aggressiven Verhaltensmustern. Viele meiner Kollegen in Fachpublikationen beschreiben dies mit den Worten der verdeckten Aggression, wonach Männer eher zu offener Aggression neigen. Männer verarbeiten negative Gefühle meist bzw. häufig mit aggressiven Impulsen oder ziehen sich zurück, vertreten die Meinung Ihnen ist alles egal und haben oft nicht gelernt Probleme (diverse Gefühle) anders zu verarbeiten. Häufig können aggressive Impulse jedoch auch eine psychopathologischen (besser gesagt krankheitswertigen Hintergrund haben), nämlich dann, wenn es sich hier um ein Symptom einer psychischen Erkrankung handelt. Diese eventuellen Störungen reichen von einer dissozialen (antisozialen) Persönlichkeitsstörung bis hin zu eine kombinierten Persönlichkeitsstörung sowie einer depressiven Störung (hier vornehmlich bei gehemmter Aggression die nicht ausgelebt wird) und Störung der Impulskontrolle. Sie sehen Verhaltensweisen Ihres Freundes können verschiedene Hintergründe haben und dies sind nur einige der in Frage kommenden Möglichkeiten, die auf Grundlage der Informationsdaten jedoch eher spekulativ zu sehen sind. In Ihrem Falle würde ich dies versuchen nicht zu nah an sich rankommen zu lassen, und Ihre Tochter nicht spüren zu lassen, wie enttäuscht Sie über ihren Vater sind. Denn wenn man weiß, warum und womit man es wirklich zu tun hat, kann man sein Verhalten (die Gedanken) auch korrigieren bzw. findet geeignete Hilfsmöglichkeiten. Zwingen können Sie Ihren Freund leider nicht sein Verhalten zu ändern, leider, er hat das Recht sein Kind zu sehen aber nicht die Pflicht.

Eine weitere Möglichkeit der Hilfe können Sie durch die Auseinandersetzung in speziellen Selbsthilfegruppen erfahren und damit auch die Erfahrung machen, dass es Ihnen wirklich nicht nur alleine so geht. Da ich nicht weiß, wo Sie genau her kommen, würde ich Ihnen folgende Internetadresse empfehlen und hier erfahren Sie bestimmt wo eventuell sich eine solche Gruppe in Ihrer Nähe befindet bzw. finden Ansprechpartner zur Kontaktaufnahme

http://www.die-alleinerziehenden.de/taxonomy/term/45

http://www.wien.gv.at/sozialinfo/content/de/10/InstitutionDetail.do?it_1=2100220&senseid=1374

http://vamv-hb.jimdo.com/

Ich hoffe, meine Ausführungen konnten Ihnen weiter helfen und Wünsche Ihnen für die Zukunft viel Kraft, Mut und alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen

Die Ausführungen und Meinungen des Antwortgebers ersetzen weder eine fachlich ausreichende psychologische Diagnostik oder Therapie, sondern beinhalten nur punktuell Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze bei unterschiedlichen Problemen sowie Konflikten.

Ich möchte Sie bitten, so Ihnen die Antwort meinerseits, entsprechend Ihrer Vorstellungen zugesagt hat, nicht zu vergessen das fällige Honorar (durch Klick auf den Button "Akzeptieren") anzuweisen. Vielen Dank

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