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diplompsychologe
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Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1254
Erfahrung:  Dipl.- Psychologe (Uni) & Verkehrspsychologe
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diplompsychologe ist jetzt online.

Guten Tag,ich bin zurzeit, wie wahrscheinlich sehr viele

Kundenfrage

Guten Tag, ich bin zurzeit, wie wahrscheinlich sehr viele Menschen, auf der Suche nach der Ursache des Beziehungsproblems meiner nun 5,5 Jahren andauernde Beziehung. Das Problem begleitet uns nun schon mehr als zwei Jahre und ich weiß nicht, wie lange mein Verständnis noch gewährt. Bei dem Problem handelt es sich schlicht weg um das nicht mehr vorhandene Sexualleben, wobei die Unlust von meinem Partner ausgeht. Nach außen hin gibt er sich sehr selbstbewusst, semifeministisch und hatte bis vor drei Jahren eine verantwortungsvolle berufliche Position. Physiologisch scheint alles okay zu sein. Ich habe bei Freud einiges über die Ursachen von der "Einwirkung psychischer Komplexe" aufgrund von "Eigenschaften des Sexualobjektes" gelesen. Meine Persönlichkeit als weiblicher Teil der Beziehung ist sehr ausgeprägt. Ich selbst komme aus einem sehr einfaXXXXX, XXXXXriarchalisch geprägten Hintergrund, betreibe seit 16 Jahren ein eigenes Geschäft und bin finanziell unabhängig. Seit 2006 beschritt ich außerdem die akademische Laufbahn. Um dies alles zu erhalten, kann und will ich nicht die Rolle des "zu versorgenen, Weibchens" spielen. Schließlich ahbe ich auch nie an der Brust meiner Mutter hängen dürfen (als Viertgeborene). Viele Ursachen dieser Problematik sind mir wohl auf dem Niveau der "Alltagspsychologie" glasklar, aber welche Möglichkeiten gibt es, aus diesem Dilemma heraus zu kommen??? Vielleicht haben Sie ja einige Tipps. Ein Patentrezept gibt es wohl kaum... Herzlichen Dank und Sonntagsgrüße
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  diplompsychologe hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrte Fragestellerin, vielen Dank für das entgegengebrachte Vertrauen und die offene Fragestellung. Ich möchte mich bemühen Ihnen punktuell eine Hilfestellung zu geben.

Ich verstehe Ihr Problem und das emotionale Gefühlschaos in dem Sie sich im Moment befinden. Es ist natürlich auch aus meiner Sicht und im Rahmen eines Forums nur möglich eine Vermutung anzustellen, eine genaue Diagnose kann nur vor Ort bei einem Kollegen erfolgen.

Zu der Entstehung von sexuellen Störungen bestehen keine einheitlichen Theorien. Es scheinen sich, wie bei den meisten psychischen Störungen, körperliche, soziale und seelische Aspekte zu ergänzen. Faktoren können hier sein: - Störungen in unterschiedlichen Phasen der sexuellen Entwicklung, Probleme in der Partnerschaft, kognitive Faktoren ( Einstellungen zur Sexualität und Partnerschaft, oft unreflektiert und unbewusst aus der Kindheit/Jugend übernommen); Erziehungsfaktoren ( Angst vor Strafe, fehlende Akzeptanz der eigenen Geschlechterrolle); unzureichende Informationen über sexuelle Abläufe, ungünstige Faktoren (z.B. Angst vor ungewollter Schwangerschaft); KÖRPERLICHE Erkrankungen ( Arteriosklerose; Diabetes mellitus). Da Sie schreiben dass Ihr Freund sich zwar männlich nach außen zeigt, aber in Bezug auf Sex nicht dem üblichen einem Mann im besten Alter entsprechender Häufigkeit entspricht, ist anzunehmen dass das Problem bei ihm tiefer auf einer psychischen Ebene liegt. Symptom theoretisch können Ängste in sexuelle Störungen gebunden sein. Diese Ängste sollten genau eruiert werden und therapeutisch behandelt werden. Es kann sich dabei um Versagungsängste, als auch Verlustängste, usw. handeln. Es sollte also immer berücksichtigt werden, dass Zeitgeist, Leistungsideale (auch naive) und Normen zwar das eine sind, aber auch die Individualität und eine entsprechende Gesundheit das andere sind. Die Appetenzstörung (Libidostörung), denn um eine solche handelt es sich vermutlich bei Ihrem Partner zeichnet sich aus durch ein reduziertes subjektives Gefühl sexueller Anregung und Lust und damit verbundenen werden sexuelle Aktivitäten seltener durchgeführt wobei aber die Möglichkeit der sexuellen Erregung und Befriedigung nicht ausgeschlossen ist.

Ich würde Ihnen empfehlen einen Sexualtherapeuten aufzusuchen und im Rahmen eines Sensualitätstrainings nach der von Masters und Johnson entwickelten Methode die Störung zu behandeln. Lebt der Patient in einer festen Partnerschaft wird hier der Partner in die Therapie mit einbezogen. Bestehende Partnerschaftskonflikte müssen diese vor der reinen Sexualtherapie bearbeitet werden da sich diese Konflikte auch auf das Sexualleben auswirken. Hier wird dem Paar Raum und Zeit gegeben um sich entspannt körperlich zu begegnen, es bekommt Hausaufgaben auf, bei denen es zunächst nicht gestattet ist miteinander zu schlafen. So wird auch erst einmal der Erfolgsdruck der vielleicht bei Ihrem Freund vorherrscht genommen und im Rahmen der Therapie erfolgt dann die schrittweise Annäherung an einen Normalzustand. Es gibt eine weitere Vielzahl von Behandlungsmöglichkeiten die abhängig von den genauen Symptomen im Einzelfall ausgewählt werden müssen. Auch die Behandlung mit Hypnotherapie nach Erickson zeigt gute Erfolge.

Vielleicht sind ja auch folgende Internetseiten für Sie hilfreich:

http://www.beratung-therapie.de/197-0-Stoerungen-der-Sexualitaet.html

http://www.sexualmedizin.charite.de/ambulanz/

http://www.netzwerk-sexualtherapie.de/

Vielleicht ist auch eine Hormonstörung die Ursache für das mangelnde Interesse am Sex bei Ihrem Freund, hier wäre ein Besuch beim Endokrinologen angeraten. Eine weitere Möglichkeit um doch näher definieren zu können woran es wirklich liegt, dass er Ihre Wünsche nicht ernstnimmt, wäre eventuell einmal die Situationen so zu verändern Sie Ihm eine Annäherung untersagen. Als letzte Möglichkeit kann auch eine Paartherapie in Betracht gezogen werden, die Ihnen ermöglicht an den festgefahrenen Interaktionen in Ihrer Beziehung zu arbeiten, die im Moment dazu führen dass Sie sich als Frau auf Grund der Handlungsweise Ihres Freundes nicht mehr für begehrenswert halten und bestraft fühlen.

http://www.eheberatung-und-paarberatung.de

Auf lange Sicht sollten Sie jedoch an sich denken und wenn er sich weiter weigert an der Beziehung zu arbeiten, sollten Sie vielleicht auch professionelle Hilfe bei einem Psychologen in Anspruch nehmen, denn wenn Sie sich ändern ( wie auch immer) dann wird sich auch Ihr Umfeld ändern- manchmal ist dies der letzte Weg.

Ich hoffe ich konnte Ihnen etwas helfen und wünsche Ihnen viel Kraft und alles Gute auf Ihrem weiteren Weg um den anderen erkennen zu lassen das ein Problem vorliegt.

Mit freundlichen Grüßen

Die Ausführungen und Meinungen des Antwortgebers ersetzen weder eine fachlich ausreichende psychologische Diagnostik oder Therapie, sondern beinhalten nur punktuell Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze bei unterschiedlichen Problemen sowie Konflikten.

Ich möchte Sie bitten, so Ihnen die Antwort meinerseits, entsprechend Ihrer Vorstellungen zugesagt hat, nicht zu vergessen das fällige Honorar (durch Klick auf den Button "Akzeptieren") anzuweisen. Vielen Dank

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