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diplompsychologe
diplompsychologe, Dipl- Psychologe
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1254
Erfahrung:  Dipl.- Psychologe (Uni) & Verkehrspsychologe
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diplompsychologe ist jetzt online.

Mein Vater (74 Jahre alt) reagiert übersentimental bei sehr

Kundenfrage

Mein Vater (74 Jahre alt) reagiert übersentimental bei sehr einfachen Ereignissen (Fernsehberichte) und bricht häufig im Weinen aus. Zusätzlich habe ich eine Konzentrationsschwäche bemerkt. Er drückt sich viel schwerer aus und hat Schwierigkeiten seine Wörter auszuwählen (speziell bemerkbar nach dem Verzehr von kleinen Mengen Alkohol). Worauf könnte man diese Symptome zurückführen? Vielen Dank für Ihre Bemühung.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  diplompsychologe hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

vielen Dank für das entgegengebrachte Vertrauen und die offene Fragestellung. Ich möchte mich bemühen Ihnen punktuell eine Hilfestellung zu geben.

Ich verstehe Ihr Problem und es ist auch sehr lobenswert, dass Sie sich um Ihren Vater sorgen. Auf Grund der dünnen Explorationslage und nur dem Vorliegen Ihrer subjektiven Beschreibung kann ich nur eine Vermutung äußern, alles andere wäre fachlich nicht zu vertreten. Ich bitte um Ihr Verständnis.

Da Sie schreiben, der Wandel der Persönlichkeit Ihres Vaters erfolgte sehr plötzlich, liegt der Verdacht nahe, das es sich eventuell um eine vaskuläre Demenz oder eine Altersdepression handeln. Die vaskuläre Demenz ist eine durch Gefäßerkrankungen verursachte Demenz, die durch viele kleine Schlaganfälle bedingt wird und die Spätfolge einer ausgeprägten Arteriosklerose der Hirngefäße ist. ( Multiinfarktdemenz) Der Beginn liegt bei 55-60 Jahren. Sie stellt neben der Alzheimer Demenz die zweitgrößte Gruppe der Demenzen dar. Die vaskuläre Demenz beginnt plötzlich und verläuft rascher als Morbus Alzheimer. Der Zustand des Patienten verschlechtert sich in Schüben und auf Grund der unterschiedlichen Ursachen sind die Verläufe auch sehr unterschiedlich. Je nachdem welche Hirnregion betroffen ist können umgrenzte Ausfälle bestehen während andere Funktionen lange Zeit normal bleiben. Die Diagnostik erfolgt innerhalb einer Zeitspanne von 3 Monaten über CCT; MRT; und Demenzdiagnostik. Die Symptome hängen vom Ausmaß und Größe des geschädigten Gebietes im Gehirn ab. Neurologisch Symptome sind: Gedächtnisstörung (entweder langsam anwachsend oder plötzlich durch größeren Schlaganfall); intellektuelle Beeinträchtigungen, Kopfschmerzen, Schwindel, Gangstörungen, plötzliches Hinfallen. Weiterhin zeigt sich die Erkrankung in depressiver Verstimmung, mit Stimmungsschwankungen, sozialer Rückzug, erhöhte Reizbarkeit, Verlangsamung, Hervortreten von typischen Charakterzügen- z.B. kann ein Mensch der vorher eher vorsichtig war nun extrem misstrauisch sein, auch treten Verwirrtheitszustände und Desorientiertet in späteren Stadien auf.

Da im Vordergrund der Therapie die Somatik steht ist hier auch eine internistische Therapie an erster Stelle zu nennen.

Ich würde Ihnen dringend empfehlen Ihren Vater weiter zu motivieren einen Arzt aufzusuchen um eine genaue diagnostische Abklärung zu veranlassen. Sie können auch den Hausarzt Ihres Vaters informieren und Ihn um einen Hausbesuch bei Ihrem Vater bitten, dies wäre eine Alternative wenn Ihr Vater keine Krankheitseinsicht zeigt und die Notwendigkeit einer Behandlung erkennt. Desweiteren können Sie auch den Sozialpsychiatrischen Dienst veranlassen nach Ihrem Vater r zu sehen. Der sozialpsychiatrische Dienst hat die Aufgabe psychisch kranke Menschen zu beraten und zu begleiten. Er kooperiert mit allen anderen Institutionen, die vor Ort Hilfen für psychisch kranke Menschen anbieten. Der sozialpsychiatrische Dienst steht unter fachärztlicher Leitung und besteht aus einem interdisziplinärem Team( Ärzte, Psychologen, Krankenpfleger, Sozialarbeiter): Eine Aufgabe ist auch die Vermittlung weitergehender therapeutischer, pflegerischen, begleitenden und sozialrechtlichen Hilfen.

Ich hoffe ich konnte Ihnen etwas helfen und wünsche Ihnen viel Kraft und alles Gute auf Ihrem weiteren Weg

Mit freundlichen Grüßen

Die Ausführungen und Meinungen des Antwortgebers ersetzen weder eine fachlich ausreichende psychologische Diagnostik oder Therapie, sondern beinhalten nur punktuell Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze bei unterschiedlichen Problemen sowie Konflikten.

Ich möchte Sie bitten, so Ihnen die Antwort meinerseits, entsprechend Ihrer Vorstellungen zugesagt hat, nicht zu vergessen das fällige Honorar (durch Klick auf den Button "Akzeptieren") anzuweisen. Vielen Dank

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Herr,

Vielen Dank für Ihre Antwort.
Wäre hier ein Arzt der Neurologie oder der Psyhiatrie der richtige Ansprechspartner?

Mit freundlichen Grüßen
Experte:  diplompsychologe hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller, auf Grund des Alters Ihres Vaters würde ich zuerst einen Neurologen empfehlen. Wenn Sie bei einem Psychiater schneller einen Termin bekommen, ist auch dies vollkommen in Ordnung. Wichtig ist das beide Ärzte über eine medizinische Ausbildung verfügen( was ein Psychologe nicht hat) und so auch Gefäßerkrankungen erkennen und behandeln.
Mit freundlichen Grüßen

Die Ausführungen und Meinungen des Antwortgebers ersetzen weder eine fachlich ausreichende psychologische Diagnostik oder Therapie, sondern beinhalten nur punktuell Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze bei unterschiedlichen Problemen sowie Konflikten.

Ich möchte Sie bitten, so Ihnen die Antwort meinerseits, entsprechend Ihrer Vorstellungen zugesagt hat, nicht zu vergessen das fällige Honorar (durch Klick auf den Button "Akzeptieren") anzuweisen. Vielen Dank

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Guten Tag,
wir haben bereits einen Neurologe konsultiert, er hat folgendes diagnostizeirt: Pseudobulbar Syndrom und folgende Medikamentation verschrieben:
1. Gabapentin 300mg
2. Pentoxifyllin

Meine Fragen: was verbirgt hinter dieser Diagnose? Ist die Medikalmentation richtig? Was wären jetzt die nächste Schritte?

Vielen dank für Ihre Antwort.
Experte:  diplompsychologe hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre erneute Nachfrage und gerne bin ich bereit Ihnen noch ein Mal kurz ein paar Erläuterungen zu geben. Da es sich hier primär um eine neurologische (hirnorganische) Erkrankung handelt, ist die Behandlung von einem Facharzt für Neurologie der richtige Weg.

Sie haben Recht in der Annahme, dass sich hinter dieser lat. Beziechnung eine Diagnose verbrirgt.

Bei dieser Erkrankung handelt es sich um Funktionsausfall o. Schwäche der von den kaudalen (unteren) Hirnnerven versorgten Lippen-, Zungen-, Gaumen- u. Kehlkopfmuskulatur. Das heisst durch eine beidseitige Unterbrechnungen der zu den kaudalen (unteren) Hirnnervenbahnen führenden kortikonukleären Bahnen (absteigenden Bahnen) zustande kommt und somit die Muskeltätigkeit (s.o.) maßgeblich stört und ggf. lähmt da .

Im praktischen Bezug zur Behandlung der Erkrankung haben sich z.B. auch wegen eventuell bestehender Schluckstörungen, Einschränkungen des Sprechens usw. eine logopädische Interventionals sehr günstig erwiesen. Weiterhin charakteristisch ist eine Affektlabilität (Stimmungsschwankungen) und eine (scheinbare) Affektinkontinenz mit Zwangslachen und Zwangsweinen (was eher aus dem psychologischen Fachbereich entstammt).

Leider bin ich kein Neurologe und bei Rückfragen zu Medikamenten sollten Sie noch ein Mal den behandelnden Neurologen konsultieren.

Ich hoffe, meine kurze Erläuterung konnten Ihnen weiter helfen und ich möchte mich für Ihr entgegengrachtes Vertrauen bedanken.

Mit freundlichen Grüßen

 

Die Ausführungen und Meinungen des Antwortgebers ersetzen weder eine fachlich ausreichende psychologische Diagnostik oder Therapie, sondern beinhalten nur punktuell Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze bei unterschiedlichen Problemen sowie Konflikten.

 

Ich möchte Sie bitten, so Ihnen die Antwort meinerseits, entsprechend Ihrer Vorstellungen zugesagt hat, nicht zu vergessen das fällige Honorar (durch Klick auf den Button "Akzeptieren") anzuweisen. Vielen Dank