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diplompsychologe
diplompsychologe, Dipl- Psychologe
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1254
Erfahrung:  Dipl.- Psychologe (Uni) & Verkehrspsychologe
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diplompsychologe ist jetzt online.

Guten Morgen! Ich bin gerade beim Bundesheer und hab große

Kundenfrage

Guten Morgen!

Ich bin gerade beim Bundesheer und hab große Angst davor! Ich bin jeden Tag am heulen und am zittern weil es mich Psychisch fertig macht! Können Sie mir einen Tipp geben was ich dagegen tun kann?

Danke
Mfg
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  diplompsychologe hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

vielen Dank für das entgegengebrachte Vertrauen und die offene Fragestellung. Ich möchte mich bemühen Ihnen punktuell eine Hilfestellung zu geben.

Ich würde Ihnen empfehlen dringend mit Ihrem Vorgesetzten zu sprechen – auch gibt es bei der Bundeswehr geschulte Psychologen an die Sie sich wenden können. Es sollte den Ursachen Ihrer Angst auf den Grund gegangen werden, denn Angst ist im Moment für Sie auch kein guter Ratgeber in dieser Situation. Wer Angst hat und diese nicht beherrschen kann macht Fehler und gerade die können Sie sich nicht leisten im Heer.

Ich würde Ihnen empfehlen auf Grund der von Ihnen geschilderten Symptome zuerst eine diagnostische Abklärung beim Stabsarzt, um den Hintergrund einer körperlichen Erkrankung auszuschließen, zu veranlassen. Ist dies ausgeschlossen handelt es sich um ein psychisches Problem. Man versteht darunter Krankheitsbilder die durch unterschiedliche Erscheinungsformen der Angst geprägt sind. Eine Unterscheidung erfolgt in Panikstörung, Phobien und generalisierte Angststörungen. Dabei gehen Angst- und Panikstörungen mit körperlichen als auch seelischen Symptomen einher. Angst ist eigentlich ein alltägliches Phänomen, sie hat eine wichtige Warnfunktion und erhöht die Aufmerksamkeit und Handlungsbereitschaft. Sie tritt jedoch nicht isoliert auf, sondern auch als Begleitsymptom verschiedener psychischen Krankheiten. Darum ist eine Abgrenzung zwischen der alltäglichen und der kranken Angst so wichtig. Ursachen für das Entstehen von krankhaften Ängsten können erlerntes Verhalten, biologische Faktoren und auch (tiefenpsychologisch erklärt) sich widerstrebende Regungen und Strebungen im inneren Gleichgewicht zu halten misslingt insbesondere beim Auftreten von überfordernden Situationen, z.B: Verlusterlebnissen und einem damit verbundenen Rückfall in kindliche Verarbeitungs und Verhaltensmuster. Angst und Panikstörungen verlaufen meist chronisch, die Beschwerden treten wellenförmig auf, d.h. auch beschwerdefreie Intervalle sind möglich. Mit zunehmendem Alter mildern sich die Symptome ab. Allerdings bestehen in vielen Fällen zusätzlich weitere psychische Störungen besonders Depression, und Alkohol und Medikamentenabhängigkeit.

Die Therapie der Angst und Panikstörungen können vor allem durch drei Verfahren erfolgen, Verhaltenstherapie, Psychopharmaka und tiefenpsychologisch orientierte Psychotherapie. Bei der Verhaltenstherapie kann noch einmal unterschieden werden in Reizkonfrontation( wenn ein deutlicher Auslöser für die Angst identifiziert werden kann); Gruppentherapie z.b. bei einer Sozialphobie- bei Ihnen eventuell sehr hilfreich, denn hier lernt der Patient sich im Rollenspiel mit schwierigen Situationen auseinanderzusetzen, seine Gedanken und sein Selbstbild zu hinterfragen, Kontakte mit fremden Personen aufzunehmen und auch Gespräche zu führen, also Selbstsicherheitstraining); Kognitive Therapie vorwiegend bei generalisierter Angststörung ist eine konsequente Konfrontation mit den sorgenvollen Gedanken und das einüben eines angemessenen Denkens.

Auch Entspannungsverfahren wie autogenes Training oder Progressive Muskelrelaxation nach Jacobsen sind hilfreich. Vielleicht ist es auch möglich dass Sie sich sportlich betätigen, dies hilft den Stresshormonspeicher zu leeren. Sie können sich dazu auch an, und meist geht es da mit Terminen wesentlich schneller, an ein in der Nähe befindliches psychotherapeutisches Ausbildungsinstitut wenden (einfach in eine Suchmaschine eingeben) und diese Institute haben in der Regel immer eine Institutsambulanz oder Sie können auch an jeder größeren Universitätsklinik einen Termin in einer psychotherapeutischen/ psychiatrischen Ambulanz vereinbaren und dort vorstellig werden wenn es Ihr Dienst erlaubt..

Ich hoffe ich konnte Ihnen in der Kürze der Ausführung etwas helfen und wünsche Ihnen viel Kraft und alles Gute auf Ihrem weiteren Weg

Mit freundlichen Grüßen

Die Ausführungen und Meinungen des Antwortgebers ersetzen weder eine fachlich ausreichende psychologische Diagnostik oder Therapie, sondern beinhalten nur punktuell Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze bei unterschiedlichen Problemen sowie Konflikten.

Ich möchte Sie bitten, so Ihnen die Antwort meinerseits, entsprechend Ihrer Vorstellungen zugesagt hat, nicht zu vergessen das fällige Honorar (durch Klick auf den Button "Akzeptieren") anzuweisen. Vielen Dank